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Arbeiten mit der GND (Hinweise und Tipps)

Auf dieser Seite finden Sie einige aktuelle Tipps zur Recherche in der GND, Hinweise auf häufig gemachte Fehler sowie Präzisierungen zu den RDA. Weitere Aktualisierungen sind geplant.

Recherche in der GND

Richtige Ansetzungen in der GND können mit dem Befehl „f bem GND-Beispiel“ gefunden werden. In dem Feld 667 steht dann ggf. auch eine Angabe, auf welche Anwendungsbestimmung sich der Fall bezieht bzw. um welches Beispiel aus der Beispielsammlung es sich handelt. Auch die überprüften und für richtig befundenen Sätze können mit „f bem vpe“ gefunden und als Orientierungshilfe herangezogen werden. Diese Suchanfragen können aber nur in der GND gemacht werden, da das Feld im SWB derzeit nicht indexiert ist.

Allgemeines

ThemaAnmerkung
Feld 040Das Feld wird bei jedem neu angelegten Normsatz in der Struktur 040 $erda vergeben. Bei Altdaten wird das Feld vergeben, sobald der bevorzugte Name im Feld 1XX nach RDA geändert wurde. S.a. Altdatenkonzept
Feld 043Gemäß dem Ländercodeleitfaden muss bei Entitäten aus Deutschland, Schweiz und Österreich das Bundesland bzw. der Kanton beim Ländercode mit angegeben werden (außer bei Personen).
Feld 550Der $4-Code „funk“ darf seit Mai 2016 nicht mehr vergeben werden.
Feld 670Das Feld „Quellenangaben“ (Feld 670) untergliedert sich in mehrere Unterfelder. Zu Beginn des Feldes (also ohne Unterfeldkennzeichnung einzugeben) steht die Quelle. In Unterfeld $b steht ein erläuternder Text und im Unterfeld $u wird ein URI abgelegt. Dies kann z.B. die Homepage einer Körperschaft oder einer Person sein. Der URI muss mit „http:“ oder „ftp:“ beginnen. Wenn man das Unterfeld $u belegt, dann sollte immer einleitend noch das Unterfeld „Quelle“ und das Sichtungsdatum eingetragen werden. Beispiel: 670 Homepage$bStand: 20.11.2017$uhttp://markus.arnold.net
Feld 677Die Inhalte aus dem ehemaligen Feld 679 sind umgezogen auf das Feld 677. Das Feld 679 wird nicht mehr verwendet und kann auch nicht mehr belegt werden.
Das Feld „Definitionen“ (Feld 677) darf nur noch in Ts-Sätzen (bei Sachbegriffen) vergeben werden. Die Inhalte anderer Entitäten, in denen das Feld bisher belegt wurde, werden nun im Feld 678 $b erfasst.
Feld 678Das Feld „Biografische, historische und andere Angaben“ (Feld 678) untergliedert sich ebenfalls in mehrere Unterfelder. Zu Beginn des Feldes (also ohne Unterfeldkennzeichnung einzugeben) steht ein kurzer Freitext, die längeren biografischen, historischen und anderen Angaben werden ebenfalls als Freitext im Unterfeld $b erfasst. Im Unterfeld $u wird ein URI abgelegt. Hierbei handelt es sich um URIs zu den Quellen der biografischen, historischen und anderen Angaben. Der URI muss mit „http:“ oder „ftp:“ beginnen. Beispiel: 678 $aHistoriker$bForschungsschwerpunkt: schweizerische Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, unternehmensgeschichtlicher Bereich
Feld 908Feld 908 $a (Parkfeld für Adressen) wird belegt, wenn eine Bibliothek mit schreibendem Zugriff auf die GND interimistische Tpi-, Tbi-, Tfi- oder Tgi-Sätze weiterhin im SWB anlegen möchte. Feld 908 muss - im Gegensatz zu den anderen GND-Feldern - bereits mit einem Unterfeldkennzeichen $a erfasst werden. Die interimistischen Sätze werden im Feld 908 $a mit der Kennung „pred-ELN“ oder „kred-ELN“ gekennzeichnet. Achtung: Die Bibliothek muss diese interimisitischen Sätze zeitnah in die GND einbringen! Beispiel: 908 $apred-L1UB
Unterfeld $ZDiese Unterfeld soll in normierter Form mit Bindestrichen (ohne Spatien eingegeben werden. Also $Z2011- (nicht $Zab 2011) oder $Z1900-1908.
Falsche SchreibweiseWenn eine falsche Schreibweise als abweichende Namensform in den 4XX-Feldern erfasst wird, dann gibt es dafür keinen Code im Unterfeld $4. Stattdessen wird im Unterfeld $v eine Erläuterung ergänzt: $vFalsche Schreibweise. Fingiertes Beispiel im Datensatz von Hermann Hesse: 400 Hese, Hermann$vFalsche Schreibweise


Körperschaften (Tb)

Thema Anmerkung
Änderungen bei den AnsetzungenUniversitätsinstitute, deren Name nur ein bestimmtes Studienfach/bestimmte Studienfächer an einer Universität anzeigt, werden unselbständig angesetzt.
Religiöse Gebietskörperschaften wie Diözesen oder Kirchenprovinzen werden unter der religiösen Körperschaft als Tb-Sätze erfasst (s.a. EH-K-15 "Religiöse Territorien").
Allgemeines zum NamenGroß- und Kleinschreibung richtet sich nach der Sprache der Körperschaft (siehe RDA-Anhänge).
Bei Abkürzungen und Akronymen werden keine Spatien gesetzt.
Wenn der Name Elemente enthält mit einem Erstreckungsstrich, wird dieser ohne Leerzeichen geschrieben. S.a. EH-K-01 "Name allgemein"
Verschiedene Formen desselben NamensErscheinen verschiedene Namen in der Informationsquelle, wird der förmlich präsentierte genommen. Das sind z.B. Namen aus der Verantwortlichkeitsangabe, dem Copyrightvermerk, dem Impressum oder der Adressangabe. Nicht förmlich präsentierte Angaben sind Namen im Sachtitel oder im Fließtext.
Förmlich präsentierte Namen einer Website sind Angaben aus Quellen in folgender Reihenfolge: a) Impressum bzw. Kontaktadresse b) Darstellung der Körperschaft, wie z.B. „Über uns“, „Wer sind wir?“, Geschichte, Satzung etc. c) zuletzt: im Layout der Webseite (oberste Zeile, Logo) hervorgehobener Name oder ggf. Kurzbezeichnung. S.a. EH-K-04 "Förmlich präsentierte Namen"
Sonstige zur Körperschaft gehörende KennzeichnungBei Namen, die nicht an eine Körperschaft denken lassen oder bei Homonymität (hier z.B. Firmen, die nur aus einem Personenamen bestehen) sind folgende Kennzeichnungen zugelassen: Körperschaft, Firma, Künstlervereinigung, Musikgruppe, Veranstaltung (auch für Sportveranstaltungen). Reicht dies z.B. bei Musikgruppen zur Unterscheidung nicht aus, so wird ein weiteres Element wie Ort oder Staat ergänzt. S.a. EH-K-06 "Gleichnamigkeit"
Feld 410Für zusätzliche Sucheinstiege wird empfohlen, sie bei Gleichnamigkeit zu unterscheiden mit der Ausnahme des Sucheinstiegs für den unveränderten Namen und Namens-Abkürzungen, die mit dem Code „nauv“ oder „abku“ gekennzeichnet sind. S.a. EH-K-06 "Gleichnamigkeit"
Unselbständige KSEs wird der Eintrag der selbständigen Namensform bei unselbständig erfassten untergeordneten Körperschaften empfohlen.
Splits: Verwendung für die SEKörperschaften, die gesplittet sind: Es wird der jeweils zutreffende Datensatz genommen und für Gesamtdarstellungen der jüngste (vgl. RSWK § 611RSWK).
Abrenzung BemerkungsfelderFeld 677 (ehemals 679) ist Definitionen vorbehalten, z.B. „Verwaltungsgemeinschaft besteht aus x, y, z“; „Träger der Körperschaft ist…“; d.h. hier werden nähere inhaltliche Angaben zu der Körperschaft abgelegt. 667 ist eine redaktionelle Bemerkung; d.h. hier werden redaktionelle Hinweise zu dem Datensatz abgelegt, z.B. dass man den Sitz nicht ermitteln konnte. Im Feld 678 $b stehen Angaben zur Historie, wie z.B. „Seit 2008 ist der Sitz …“.
Erfassungshilfen für KörperschaftenEs gibt zu weiteren Themen im Bereich Körperschaften Erfassungshilfen, die das Anlegen von Tb-Sätzen erleichtern.


Konferenzen (Tf)

Thema Anmerkung
Bevorzugte Namensform Wenn unterschiedliche Formen des Namens einer Konferenz in den bevorzugten Informationsquellen erscheinen, wird eine Form des Namens gewählt, der den Namen (oder eine Abkürzung des Namens) der damit in Verbindung stehenden Körperschaft enthält. Eine Angabe der Periodizität kommt mit in den bevorzugten Namen.
Ordinalzahlen Bei Konferenzen wird für die Zählung eine Ordinalzahl verwendet (z.B. 111 …$n10.$d…). S.a. EH-K-09 "Ordinalzahlen"
Ortsangabe Bei der Ortsangabe im Feld 111/411 werden bei mehreren Orten bis zu 3 angegeben. Wenn es mehr wie drei Orte sind, wird nur der erste angegeben oder man weicht auf das Land aus, falls sinnvoll. Wenn eine Konferenz online stattgefunden hat, wird statt des Orts „Online“ erfasst. S.a. EH-K-08 "Daten und Orte von Konferenzen"
Feld 548 Dieses Feld nur einmal vergeben, entweder mit der vollständigen Datumsangabe oder mit dem Jahr.
Erfassungshilfen für Konferenzen Es gibt zu weiteren Themen im Bereich Konferenzen Erfassungshilfen, die das Anlegen von Tf-Sätzen erleichtern.


Geografika (Tg)

Thema Anmerkung
Geografischer Name Das größere Geografikum wird bis zur Bearbeitung dieses Themenkreises durch eine JSC Working Group nicht als Teil des bevorzugten Namens des Geografikums erfasst. S.a. EH-G-01 "Geografischer Name"
Ident. Zusätze Gemäß der ERL zu RDA 16.2.2.13 werden gleichnamige geografische Namen durch identifizierende Zusätze unterschieden. Ist eine der homonymen geografischen Einheiten sehr viel bekannter als die anderen, so entfällt bei ihr der identifizierende Zusatz. Bei lediglich außerhalb der GND ermittelter Gleichnamigkeit, z. B. zwei oder mehr gleichnamigen Geografika im Nachschlagewerk, ist die Vergabe des identifizierenden Zusatzes fakultativ. S.a. EH-G-02 "Gleichnamigkeit bei geografischen Einheiten"
Sacherschließung Seit der Einführung der GND wird bei den Geografika gesplittet, wenn sich der geografische Name ändert. In der Sacherschließung soll aber weiterhin immer das jüngste Geografikum einer „Gebietskörperschaftsfamilie“ benutzt werden (siehe RSWK § 207,6 + 7RSWK). Damit die früheren Vorzugsbenen­nungen in dem zu verwendenden Datensatz suchbar bleiben, werden sie mit dem Code „naaf“ als abweichende Namen (Feld 451) erfasst.
Erfassungshilfen für Geografika Es gibt zu weiteren Themen im Bereich Geografika Erfassungshilfen, die das Anlegen von Tg-Sätzen erleichtern.


Personen (Tp)

ThemaAnmerkung
IndividualisierungUm einen individualisierten Datensatz (Tp-Satz) anlegen zu können, müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden. Diese Kriterien sind in der EH-P-16 "Individualisierungsrichtlinie" beschrieben.
Daten bei PersonenFür die Erfassung von Daten einer Person im Feld 548 gilt die EH-P-02 "Daten". Bei noch lebenden Personen werden keine exakten Lebensdaten (TT-MM-JJJJ) erfasst. Die Erfassung von exakten Lebensdaten darf auch nur als Ergänzung der Lebensjahre zu 548 $4datl gemacht werden.
Codes allgemeinDie EH-P-17 "Codes" beschreibt die Codes für die Entität Personen und Familien.
Ländercode (Feld 043)Bei Personen ausländischer Staatsbürgerschaft, die in Deutschland promoviert haben, wird sowohl der Ländercode für Deutschland vergeben als auch der des Herkunftslandes bzw. der Staatsbürgerschaft, wenn dieser/diese aus der Vorlage zu ermitteln oder bekannt ist. Nähere Informationen zum Ländercode findet man auch im Ländercode-Leitfaden, bzw. in der Ländercode-Liste.
$4-Code akad Der akademische Titel wird im Feld 550 ohne Komma angegeben. Sind mehrere Titel klar voneinander zu unterscheiden, wird ein neues Feld 550 belegt. Nähere Informationen zu $4akad findet man auch in der EH-P-17 "Codes".
$4-Code istr Der $4-Code „istr“ darf nur für den Teilbestand Musik erfasst werden (Feld 011 m). Nähere Informationen zu $4istr findet man auch in der EH-P-17 "Codes".
Pseudonyme und Entitätencode pip Der Entitätencode „pip“ wird immer dann vergeben, wenn im Datensatz ein Feld 400 mit dem $4-Code pseu oder nawi vorhanden ist. Näheres zu den Pseudonymen findet man auch in der EH-P-06 „Pseudonyme“).
Feld 672Titelangaben zu Werken einer Person können im Feld 672 angegeben werden. Die Inhalte hier sind aus dem ehemaligen Feld 692 übertragen. Feld 692 wird nicht mehr verwendet und kann auch nicht mehr erfasst werden.
Tn-Sätze Da das BSZ keine Tn-Sätze aus der GND in die SWB-Datenbank einspielt, werden die Tn-Sätze der GND auch nicht von SWB-Teilnehmern ergänzt, korrigiert, umgelenkt oder gar gelöscht (es wird auch nicht von Tn auf Tp geändert). Außerdem werden keine Mailboxen wegen dubletter Tn-Sätze in der GND geschrieben.
Erfassungshilfen für Personen und Familien Es gibt zu vielen weiteren Themen im Bereich Personen und Familien Erfassungshilfen, die das Anlegen von Tp-Sätzen erleichtern.


Werke (Tu)

ThemaAnmerkung
Feld 530Im Feld 530 werden Werk-zu-Werk-Beziehungen erfasst. Im Unterfeld $v wird der Bezug durch die Beziehungskennzeichnung aus RDA Anhang J hergestellt. Der Eintrag in Unterfeld $v wird im Dokument Mapping zu Anhang J ermittelt.
Feld 678Bisher wurden weitere Angaben zu Werken im Feld 677 (ehemals 679) untergebracht. Dieses Feld darf seit Mai 2016 nur noch in Ts-Sätzen (Sachbegriffe) erfasst werden. Inhalte die bisher in Feld 677 standen werden ab jetzt im Feld 678 $b erfasst.
ExpressionenFür Expressionen stehen in Tu-Sätzen neue Felder zur Verfügung: Im Feld 336 wird der Inhaltstyp erfasst. Die Unterfelder $h (Inhaltstyp) und $l (Sprache) können bei Expressionen in den Feldern 130, 430 und 530 erfasst werden.
Erfassungshilfen für Werke Es gibt zu weiteren Themen im Bereich der Werke Erfassungshilfen, die das Anlegen von Tu-Sätzen erleichtern.


Sacherschließungsfragen

ThemaAnmerkung
Relationierte GND-SätzeIn Sacherschließungssätzen relationierte GND-Sätze müssen nicht auf Level 1 gebracht werden.
Bauwerke (Tg-Sätze)Der Ort wird *immer* in $g mit angegeben, unabhängig von der Frage, ob der Ort im Namen enthalten ist oder nicht (d.h. Doppelungen werden in Kauf genommen). Im Zusammenhang mit dem Problem der Entscheidung, wann ein Ort im Namen enthalten ist, wurde folgendes vereinbart: Bei Gattungsbegriffen wie Burg (wobei „Gattungsbegriff“ relativ weit gefasst sein soll) wird der Ort ggf. zum Namen dazu gezogen. D.h. es wird „Burg Düben$gDüben“ angesetzt, auch wenn der Eintrag im NSW unter dem Ort erfolgt und im Fließtext dann nur „Burg“ auftaucht (und nicht „Burg Düben“).
Gebietskörperschaften und Ethnien (Tg-Sätze)Bei Homonymität von Gebietsköperschaft und Ethnie (z.B. Schweden) werden die Synonymverweisungen mit dem identifizierenden Zusatz Volk aus dem Satz für die Gebietskörperschaft gelöscht. Für Publikationen, die sich mit einer Ethnie außerhalb Ihres Stammgebietes beschäftigte, wurde bisher bei Homonymität ein Datensatz mit dem Zusatz Volksgruppe gebildet. Nun wird statt Volksgruppe der Zusatz Volk vergeben, d.h. aus Schweden <Volksgruppe> wird Schweden <Volk>. Das bedeutet eine Änderung der RSWK $212b: 3.a. und c. werden gestrichen; 3. b. wird angepasst werden.
Doppelt codierte Tg-SätzeEs soll getrennte Entitäten für die doppelt codierten Sätze (gib und kiz, betrifft ca. 170 Sätze) geben: d.h. es gibt künftig einen GND-Satz für die Körperschaft und einen für das Bauwerk. Werden diese Sätze getrennt, so muss eine Mailbox an alle Verbünde geschrieben werden, damit die Titelverknüpfungen bereinigt werden können.
Erfassung KörperschaftsfamilienEs muss nicht die gesamte Köperschaftsfamilie erfasst werden. Aus Gründen der Aufwandsbegrenzung wird nur der neueste bzw. der benötigte Datensatz erfasst und zur Verknüpfung verwendet. Für die Formalerschließung entspricht diese Vorgehensweise ohnehin der bisherigen Praxis.
Erfassungshilfen für RSWK-spezifische Sachverhalte Es gibt zu weiteren Themen im Bereich der Sacherschließung Erfassungshilfen, die das Anlegen erleichtern.



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