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Sekundärkorrekturen

Als Sekundärkorrekturen werden im SWB Korrekturen und Löschungen von Datensätzen bezeichnet, die nicht automatisch über den Datendienst der jeweiligen Teilnehmerbibliothek zur Verfügung gestellt werden. Es handelt sich dabei um Korrekturen und Löschungen von Autoren-, Körperschafts-, Schlagwort- und RVK-Notationssätzen, die von Teilnehmerbibliotheken (z.B. an im SWB angelegten Titel- und Autorendatensätzen) bzw. maschinell im Rahmen von Datenübernahmen aus der ZDB und den Normdateien durchgeführt werden. Titelkorrekturen werden im Rahmen der teilnehmerbezogenen Datendienste ausgegeben. Dies wird durch ein internes Pica+-Feld im Titel ermöglicht, in welchem die ILNs der Teilnehmerbibliotheken abgelegt sind, die Exemplarsätze an dem Titel hängen haben.

Sekundärkorrekturen werden wöchentlich erstellt. Eine bibliotheksspezifische Selektion ist nicht möglich. Es werden alle geänderten Normdaten und Löschungen zur Verfügung gestellt (keine bibliotheksspezifische Lieferung der Identnummern mehr). Die Dateien werden im Verzeichnis sekkor abgelegt. Dieses Verzeichnis steht allen Logins lesend zur Verfügung und liegt parallel zu den Directorys der einzelnen ILNs.

Die Sekundärkorrekturen werden immer in der Nacht von Donnerstag auf Freitag erstellt, (Abzugszeitraum jeweils Donnerstag 23:59 Uhr) und stehen jeweils am Freitag zur Verfügung.
Es stehen immer mindestens 4 Wochenabzüge zur Verfügung.

Zu unterscheiden sind bei den Sekundärkorrekturen Löschungen (auch Titeldaten enthalten) und Korrekturen (nur Normdaten).

Sekundärkorrekturen der Normdaten

Für die Übernahme von Korrekturen an den Normdatensätzen für Autoren, Körperschaften, regionale Schlagworte und regionale RVK-Notationen stellt das BSZ wöchentlich sämtliche Korrekturen an der Verbunddatenbank in 4 Dateien im MAB2-Format zur Verfügung. Jede Bibliothek selektiert aus diesen Korrekturen selbständig die benötigten Datensätze und aktualisiert damit ihre lokalen Datenbanken.

Das BSZ stellt die Dateien in mehreren Varianten des MAB2-Formats wöchentlich auf dem FTP-Server (vftp.bsz-bw.de) im Verzeichnis „sekkor“ zur Verfügung.

  • sekkor.p (enthält alle Autorensätze, die im Zeitraum einer Woche korrigiert wurden)
  • sekkor.k (enthält alle Körperschaftssätze, die im Zeitraum einer Woche korrigiert wurden)
  • sekkor.s (enthält alle regionalen Schlagwortsätze, die im Zeitraum einer Woche korrigiert wurden)
  • sekkor.n (enthält alle regionalen RVK-Notationssätze, die im Zeitraum einer Woche korrigiert wurden)

Die MAB2-Dateien in den verschiedenen Abzugsvarianten stehen als Tar-Files gezippt unter den folgenden Dateinamen zur Abholung bereit:

  • WA-MAB2-sekkor-JJMMTT.tar.gz (MAB2-Format mit alten SWB-IDNs)
  • WA-MABPPN-sekkor-JJMMTT.tar.gz (MAB2-Format nur mit PICA-PPNS)
  • WA-MABOS-sekkor-JJMMTT.tar.gz (MAB2-Format mit alten SWB-IDNs und Originalschriften)

Für OLIX-Systeme stehen die entsprechenden Dateien als Tar-File gezippt unter dem folgenden Dateinamen zur Abholung bereit:
WA-OLIX-sekkor-JJMMTT.tar.gz

Für Libero-Systeme hat das BSZ Routinen entwickelt, die aus der jeweiligen MAB2-Datei die Identnummern herausziehen und die Form der ehemaligen BIS-Identnummerndateien erzeugen (achtstellige alte SWBID für Normdaten vor der Migration (19.12.2005) angelegt, achtstellige PPN ohne Prüfziffer für neue ab dem 19.12.2006 erstellte Normdaten). Nach dem Abgleich der Identnummern im Lokalsystem ist es notwenig, die benötigten Datensätze aus der MAB2-Datei auszuschneiden. Auch hierfür hat das BSZ eine Routine entwickelt.

Löschungen

Löschungen werden in zwei separaten Dateien für alle Datenbereiche ausgegeben:

  • LOE-JJMMTT enthält – wo vorhanden – die alten SWB-Identnummern aus dem BIS-System, bei nach der Migration angelegten Sätzen die Pica-PPN bzw. die Pica-EPN
  • LOEPPN-JJMMTT enthält ausschließlich Pica-PPNs und -EPNs

Die Datei hat die folgende Struktur:
Datum (1.-5. Stelle): jjttt (jj=Jahr, ttt= laufender Tag)
Zeit (6.-11. Stelle): hhmmss (hh=Stunde, mm=Minute, ss=Sekunde)

Stammbereich (12. Stelle):

regional:
A = Titelsätze
B = Personensätze
C = Körperschaftssätze
D = Schlagwortsätze
E = RVK-Notationen

lokal:
9 = Lokalsätze
1 = Exemplarsätze
3 = Schlagwortsätze
4 = Notationssätze
5 = Eppelsheimer Notationen
SWB-Identnummer (13. – 20. Stelle): xxxxxxxx (rechtsbündig mit führenden Nullen)
Kennzeichen zum Typ der Meldung (21. Stelle): L = Löschung des Satz

bzw.

PPN bzw. EPN (13.-21.Stelle): in diesem Fall entfällt das Löschkennzeichen (OLIX-Systeme verarbeiten nur die Pos. 13 – 20. von der PPN). Pica-Exemplarsätze, die keine SWB-Identnummer besitzen werden grundsätzlich mit der Kennung „9“ geschrieben (da aus dem Abzug nur die EPN des gelöschten Satzes geliefert wird)

ILN (22. – 25. Stelle): vierstellig mit führenden Nullen. Wird nur in der Datei „loe“ für die Löschungen in den lokalen Stammbereichen (Lokal- und Exemplarsätze) verwendet, bei Löschungen in den regionalen Stammbereichen und den lokalen Normdateien werden an dieser Stelle Blanks gesetzt)

Anmerkung: Die Löschungen von lokalen Normdaten werden zurzeit nur ohne ILN selektiert. Da statistisch sehr wenig Löschungen anfallen, empfiehlt das BSZ, die Löschungen manuell im Lokalsystem direkt nach der im Verbundsystem erfolgten Löschung vorzunehmen.

Aus der Datei mit den Löschungen kann sich die Teilnehmerbibliothek die Löschmeldungen herausziehen, die für sie relevant sind (d.h. in der lokalen Datenbank sind die hierin aufgeführten SWB-Identnummern bzw. Pica Produktionsnummern vorhanden) und die Löschungen lokal vornehmen.



Ansprechpartner im BSZ: Armin Kühn

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