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BOSS - Implementierung

VuFind

Das Frontend von BOSS wird mit Hilfe des Open Source Discovery System VuFind implementiert, das von der Villanova University und einer wachsenden Community entwickelt und gepflegt wird. In Deutschland sind in den letzten Jahren zahlreiche VuFind-Projekte realisiert worden und die Verbreitung dieser Software nimmt stetig zu. Die Ursache für ihre Popularität lässt sich am besten anhand der umfangreichen Featureliste nachvollziehen.

Features von VuFind

Mittlerweile haben in Deutschland 4 gut besuchte Entwicklerkonferenzen zu VuFind stattgefunden. Die letzte Konferenz war am 6./7. Oktober 2015 in der Universität Konstanz

Apache Solr

Das Backend wird mit der Open Source Suchmaschine Apache Solr betrieben.

Seit Version 2.0 liegt BOSS das Backend des Gemeinsamen Verbündeindex zugrunde. Dieser Index besteht aus ca. 140 Mio. Records von den Verbünden SWB, GBV, BVB, HeBIS, HBZ und KOBV. Wichtigste Anwendung diese Indexes ist der Einsatz für die Fernleihe.

Dieser Index wird in einer verteilten und darum hochverfügbaren Master-Slave-Architektur betrieben, die über mehrere Verbundstandorte in Deutschland verteilt ist. Das Master wird beim BSZ in Konstanz betrieben.

Im einfachsten und für die Nutzer besonders klaren Design, beginnt man mit der Einschlitzsuche und navigiert über die Kurztrefferliste des Bibliothekskatalogs zur Detailansicht eines Treffers. Bereits in der Kurztrefferliste wird die lokale Verfügbarkeit angezeigt.

Startseite Kurztrefferliste Detailansicht





Abbildung 3: Startseite





Abbildung 4: Kurztrefferliste

Abbildung 5: Detailansicht

Werden keine passenden Treffer gefunden, kann man die Suchterme variieren oder in den Reiter eines RDS-Anbieters mit einem dann größeren Suchraum wechseln. Ist die Treffermenge zu groß oder inhaltlich zu breit, kann sie über Suchfilter (Facetten) eingegrenzt werden.

Im Design der Villanova University selbst werden die Suchergebnisse zweispaltig angezeigt unter den Rubriken Artikel & mehr und Bücher & mehr.

Mobile Endgeräte

Ein gutes Drittel der Zugriffe auf die Bibliothekskataloge geschieht heutzutage mit mobilen Endgeräten (Tablets, Phablets, Smartphones). Der Anteil ist stetig steigend! Aus diesem Grund gibt es eine große Nachfrage nach ergonomischen Nutzeroberflächen, die den geringen und vor allem divergierenden Abmessungen dieser Endgeräte gerecht werden.

Lokale BOSS-Sichten werden daher standardgemäß mit Oberflächen für mobile Endgeräte ausgeliefert. Sie basieren auf dem verbreiteten jquerymobile-Web Framework, das für VuFind angepasst worden ist. Es handelt sich nicht um eine native App (die dann auch für verschieden Mobil-Betriebssysteme und Betriebssystemversionen gepflegt werden müsste), sondern um eine sog. WebApp, die in HTML5 und Javascript (jQuery) implementiert ist, d.h. eine Implementierung für alle mobilen Endgeräte. Das mobile Endgerät wird von BOSS automatisch erkannt und entsprechend bedient.

Screenshots für den mobilen OPAC einer BOSS-Sicht

Mit der Version 2.0 wurde BOSS auf ein sog. Responsive Design umstellen. Dadurch gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Desktop- und Mobilsichten von BOSS geben. Das Responsive Design reagiert dann automatisch auf Bildschirmgrößen und passt alle Bedienelemente entsprechend an.

Ablauf einer Recherche

  1. Benutzer startet die Katalogoberfläche, das System stellt sich automatisch auf die Sicht der zugehörigen Bibliothek (Sigel S) ein, d.h.
    • Als Facette 'Im Bestand der Bibliothek' wird die für das Sigel S vorausberechnete Facette angezeigt.
    • In den Trefferlisten werden nur Titel für das Sigel S angezeigt.
  2. Benutzer schickt Suchanfrage, System sucht im SWB-Bestand für das Sigel S, Ergebnis wird im Reiter 'Bibliothekskatalog' angezeigt.
  3. Benutzer kann das Ergebnis über verschiedene Facetten einschränken, z.B. den Medientyp (Text, Noten, Audio, Video…).
  4. Wechselt der Benutzer zum Reiter 'Fernleihe', wird die Einschränkung auf das Sigel S aufgehoben, es werden alle Treffer im SWB angezeigt.
  5. Wechselt der Benutzer zum Reiter 'Aufsätze', wird die Suche automatisch im RDS-Index wiederholt.
  6. Unter Verfügbarkeit werden folgende Facetten angeboten:
    • Online zugänglich (= frei zugänglich oder von der Bibliothek lizenziert).
      Angebotene Aktion: Download.
    • Im Printbestand der Bibliothek.
      Angebotene Aktion: Printexemplare mit Ausleihstatus einblenden, Vormerken/Bestellen (via aDIS).
    • Per (SWB-)Fernleihe lieferbar.
      Angebotene Aktion: Fernleihbestellung mit Hilfe des SWB-Fernleihformulars.
  7. Benutzer schränkt die Treffermenge sukzessive ein durch Nutzung verschiedener Facetten.
  8. Benutzer wählt einzelne Treffer aus und führt ggf. die angebotene Aktion aus. Bei lokalem Bestand werden die Exemplarinformationen aus aDIS (per AJAX) eingeblendet und ggf. eine Vormerkung (via aDIS) angeboten.
  9. Benutzer kann weitere Treffer bearbeiten, Einschränkungen wieder aufheben etc. und so transparent zwischen lokalem Bestand, SWB und RDS-Daten navigieren. Der Kontext der ursprünglichen Suche bleibt bei allen Schritten erhalten.

In diesem System 'nicht lieferbar' sind von der Bibliothek nicht lizenzierte Online-Medien und SWB-Titel, die für die Fernleihe gesperrt sind. Überregionale Fernleihe kann integriert werden, wenn die Daten der übrigen Verbünde für eine Indexierung zur Verfügung stehen.

Statistiktool

Das BSZ bietet den Kundenbibliotheken den Service, für Ihre Einrichtungen die Zugriffsstatistiken in Echtzeit zu verfolgen. Dazu wird das Statistiktool Piwik (http://piwik.org) eingesetzt. Piwik hilft nicht nur beim Zählen der Besuche und der Aktionen von Endnutzern auf den BOSS-Seiten sondern kann darüber hinaus der Bibliothek helfen, die lokale BOSS-Sicht und deren Nutzung zu analysieren und zu verbessern. Es hilft bei der Beantwortung von Fragen wie: Wie verteilt sich die Nutzung zwischen Bibliothekskatalog und Aufsatzdatenbank? Wie ist das Verhältnis zwischen mobilen und stationären Endgeräten der Nutzer, welche Auflösung haben ihre Bildschirme und welche Browser benutzen sie? Wird die erweiterte Suche überhaupt genutzt? Wie stark werden die Facetten genutzt? Wie schnell antwortet BOSS im Schnitt auf Suchanfragen? Über welchen Weg haben die Nutzer zu dem BOSS-Angebot gefunden? Wie oft kommen die Nutzer wieder und wie lange befinden sie sich auf den BOSS-Seiten? Welche externen Links werden am häufigsten angewählt? Und vieles mehr.

Die Anonymität der Nutzer wird dabei stets durch die umfangreichen Datenschutzfunktionen von Piwik gewährleistet.

/data/wiki/data/pages/projekte/boss/bossimplementierung.txt · Zuletzt geändert: 31-07-2017 13:34 von Cornelius Amzar

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