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Inhaltsverzeichnis

ZKBW-Dialog Nr. 90 vom 04.02.2019

Überregionale Themen

DFG

Am 05.07.2018 hat die DFG in Berlin den Förderatlas 2018 auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Hochschulrektorenkonferenz und dem Stifterverband vorgestellt. Die alle drei Jahre erscheinende Publikation präsentiert in umfassender und fachlich differenzierender Form Kennzahlen zur öffentlich finanzierten Forschung in Deutschland – und das nicht nur als Printprodukt, sondern auch mit einem umfangreichen digitalen Service, der im Vergleich zur letzten Ausgabe deutlich ausgebaut wurde.

Die DFG fördert ein Projekt, in dem als Teil und auf der Basis der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) ein nationales Zeitungsportal errichtet werden soll. Mittelfristig wird das Zeitungsportal alle in Deutschland verfügbaren digitalisierten Zeitungsbestände präsentieren und durchsuchbar machen. Einen Text zum im Aufbau begriffenen Zeitungsportal hat Uwe Müller, Geschäftsführer der DDB, auf der Website der Deutschen Digitalen Bibliothek veröffentlicht (https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/content/journal/aktuell/ein-zeitungsportal-fuer-deutschland-ddb-baut-weiteres-spezialangebot-auf).

Die DFG setzt sich seit Langem für den Aufbau und den nachhaltigen Betrieb von Open-Access-Infrastrukturen ein. Als Mitglied von Knowledge Exchange beteiligte sie sich an der Erarbeitung der Studie „Putting down roots“, in der die Bedeutung, aber auch die prekäre Situation internationaler Infrastrukturen betont wurde. Seit Juni 2018 leistet die DFG durch eine direkte Unterstützung einen Beitrag zum Erhalt und der transparent organisierten Erweiterung des Directory of Open Access Journals(DOAJ). Das DOAJ ist ein Nachweisinstrument für qualitativ hochwertige Open-Access-Zeitschriften (mehr zur Studie „Putting down roots“; weitere Informationen auf der DOAJ-Webseite; Informationen zu Open Access auf der DFG-Webseite).

Die DFG übernimmt eine zentrale Rolle beim Aufbau einer nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI). Der Hauptausschuss der DFG stimmte auf seiner Sitzung am 06.12.2018 in Bonn der Annahme der Aufgaben gemäß dem Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Bundes und der Länder (GWK) vom 16.11.2018 über die Förderung einer NFDI in Deutschland zu. Damit übernimmt die DFG das Auswahlverfahren und die Begutachtung der einzurichtenden NFDI-Konsortien sowie deren Mittelbewirtschaftung. Für die Förderung der Konsortien steht zunächst befristet für die kommenden zehn Jahre ein Finanzvolumen von rund 85 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Daraus sollen etwa 30 Konsortien gefördert werden, die in drei Ausschreibungsrunden ausgewählt werden sollen. Die Konsortien sollen in regelmäßigen Abständen durch die DFG evaluiert werden. Die Evaluation der Gesamtstruktur NFDI übernimmt der Wissenschaftsrat. Die ersten Förderentscheidungen sollen im Juni 2020 in der GWK getroffen werden (• Pressemitteilung, • weitere Informationen unter http://www.dfg.de/nfdi, • Informationen zur Bund-Länder-Vereinbarung über die Förderung einer NFDI bei der GWK).

GERiT – German Research Institutions – bietet eine Übersicht über 25.000 Forschungseinrichtungen in Deutschland. Zu finden sind Profilinformationen, Stellenangebote, einrichtungs- und fachspezifische Promotionsordnungen sowie Verweise auf DFG-geförderte Projekte in deutscher und englischer Sprache. Es ermöglicht Interessierten einen schnellen und differenzierten Zugang zur deutschen Wissenschaftslandschaft. „GERiT“ löst das bisherige Internetportal „Research Explorer“ der DFG ab.

Urheberrecht- und Internetrecht – Open Access

Urheber- und Internetrecht

Erweiterung des Lizenzierungsservice Vergriffene Werke (VW-LiS) online

Seit dem Start des Lizenzierungsservice Vergriffene Werke (VW-LiS) im Juli 2015 haben Bibliotheken die Möglichkeit, weitgehend automatisiert Nutzungslizenzen für vergriffene Werke bis Erscheinungsjahr 1965 zu erwerben. Seit Anfang Oktober 2018 steht der erweitere Lizenzierungsservice Vergriffene Werke (VW-LiS) zur Verfügung. Die Weiterentwicklung des Lizenzierungsservice ermöglicht es, das Potenzial von Digitalisierungsprojekten weiter auszuschöpfen und besonders unikale Werke des 20. Jahrhunderts weltweit digital zugänglich zu machen. Mit dem Ausbau der Recherchefunktionen und dem Anschluss von VW-LiS an die Online-Kataloge der deutschen Bibliotheksverbünde stehen auch Werke, die nicht im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek verzeichnet sind, für die Lizenzierung zur Verfügung. So können auch Bücher, die vor 1913 erschienen sind oder nur eine eingeschränkte lokale Verbreitung gefunden haben, lizenziert und zugänglich gemacht werden. Alle Informationen zu VW-LiS sind unter http://www.dnb.de/vwlis sowie in den FAQs unter http://www.dnb.de/vwlisfaq zu finden.

Lizenzangaben und Rechtedokumentationen im Dialog

Rechtssichere, transparente, standardisierte und maschinenlesbare Angaben in den bibliografischen Metadaten sind wichtig für die Produktion, Verbreitung sowie den Austausch von offenen und frei zugänglichen digitalen Daten und Werken in Kultur, Wissenschaft und Bildung. Zur Konferenz „Lizenzangaben und Rechtedokumentationen im Dialog – Datenflüsse nachhaltig gestalten“ vom 07.11.2017 an der Deutschen Nationalbibliothek ist eine 40-seitige Sonderpublikation erschienen. Das Themenheft ist als PDF zum Download erhältlich unter: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:101-2018080900.

EU-Gesetzgebung zum Urheberrecht

Im September 2018 wurde vom EU-Parlament der Bericht des Justizausschusses zu dem Gesetzesvorschlag zum EU-Urheberrecht in leicht veränderter Form beschlossen. Die Haltung der im EU-Rat versammelten Regierungen der Mitgliedsstaaten erläutert die EU-Abgeordnete Julia Reda anschaulich. Die drei Gremien (EU-Parlament, EU-Rat und EU-Kommission) hätten sich in den sogenannten trilateralen Verhandlungen auf einen gemeinsamen Text einigen sollen. Ursprünglich war für den 21.01.2019 ein Treffen anberaumt, um endgültig über die EU-Urheberrechtsrichtlinie zu verhandeln. Die sog. Trilogverhandlungen wurden aber vorerst ausgesetzt und der Termin kurzfristig abgesagt, da elf Länder den letzten Kompromissvorschlag der rumänischen EU-Ratspräsidentschaft ablehnten.


Open Access / Open Data

Informationsveranstaltung in der SULB Saarbrücken: „Open Access: Zwischen Fakes und Fakten“

Am 06.11.2018 fand an der Universität des Saarlandes die Informationsveranstaltung „Open Access: Zwischen Fakes und Fakten“ statt. Ausrichter war die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek (SULB), die die gehaltenen Vorträge auf ihrer Website veröffentlicht hat: • Prof. Bernd Hagenaus (SULB) Bericht „Zwei Jahre DEAL – der Zwischenstand“ zu den deutschlandweiten Verhandlungen um Nationalkonsortien und nationale Open-Access-Pläne im Projekt DEAL, • Dr. Ulrich Herbs (SULB) Informationen zu „Fake Journals & Predatory Publishing“, * Ekaterina Lapshinova-Koltunskis Schilderung aus der Sprachwissenschaft mit dem Titel „Open oder Closed? Erfahrungen im Publizieren bei Verlagen im Inland und Ausland“, • Prof. Holger Hermanns‘ Ausführungen zum Thema „Open-Access-Konferenzen – Beobachtungen aus der Informatik“.

12. Open Access-Tage in Graz vom 24.-26.09.2018 – Präsentationen online

Bis auf einige wenige Ausnahmen sind alle Präsentationen der 12. Open Access-Tage in Graz online. Sie finden sich auf der Konferenzwebsite von der jeweiligen Session bzw. Workshop aus verlinkt (https://open-access.net/AT-DE/community/open-access-tage/open-access-tage-2018-graz/programm/) oder in der folgenden Zenodo-Community: https://zenodo.org/communities/oat2018/

TU9: Handreichung zu einheitlichen Kriterien für Publikationsfonds

Die TU9-Universitäten haben eine von den TU9-Bibliotheken initiierte "Handreichung zu einheitlichen Kriterien für Publikationsfonds zur Förderung von Artikeln in Open-Access-Zeitschriften"„ verabschiedet. Zu den TU9-Universitäten gehören die führenden technischen Universitäten RWTH Aachen University, TU Berlin, TU Braunschweig, TU Darmstadt, TU Dresden, Leibniz Universität Hannover, Karlsruher Institut für Technologie, TU München und die Universität Stuttgart. Die Universitäten befürworten darin die Anwendung der existierenden DFG-Förderbedingungen auch für nicht-DFG-geförderte Publikationsfonds. Dies bedeutet, dass

  • die TU9-Bibliotheken zur 2.000-Euro-Grenze (brutto) für die maximalen Article Processing Charges (APC) stehen,
  • Teilfinanzierungen von Rechnungen über 2.000 Euro (brutto) nicht sinnvoll sind und
  • Aufsätze in hybriden Zeitschriften von der Förderung über OA-Publikationsfonds auszuschließen sind.

Die gemeinsame Position der TU9-Bibliotheken soll den Forscherinnen und Forschern der Universitäten ebenso wie der Verlagswelt signalisieren, dass Open Access für die öffentliche Hand bezahlbar bleiben muss.

The State of Open Data Report 2018

Bereits zum dritten Mal liegt für das Berichtsjahr 2018 der Bericht The State of Open Data, vor der die globale Nutzung von offenen Daten nachzeichnet. Herausgegeben wird er von Figshare, einem kommerziellen Repositorium für WissenschaftlerInnen, und dem Technologieunternehmen Digital Science. Neben Umfrageergebnissen enthält der Report auch eine Sammlung mit Fachbeiträgen von Branchenexperten.

Neuerscheinungen des Programmbereichs Politikwissenschaft 2019 aus dem transcript-Verlag werden Open Access

Der in Bielefeld ansässige transcript Verlag und der an der UB Bielefeld angesiedelte Nationale Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE haben gemeinsam ein Pilotprojekt zur Open-Access-Stellung der Frontlist Politikwissenschaft 2019 aus dem transcript Verlag durchgeführt. Daran beteiligt hat sich unter anderem auch die UB Bielefeld. 46 wissenschaftliche Einrichtungen sind der Einladung zu einem kooperativen Open-Access-Modell gefolgt und haben durch ihre Kostenbeteiligung die Open-Access-Bereitstellung von 20 Neuerscheinungen (2019) im Fachbereich Politikwissenschaft ermöglicht. Die zwecks Kostendeckelung und Planungssicherheit vorgegebene Teilnehmerzahl von 20 Einrichtungen wurde damit mehr als verdoppelt. Die Fördercommunity erreicht auf diese Weise eine drastische Senkung der Open-Access-Kosten für wissenschaftliche Bücher: Durch die hohe Akzeptanz des Projekts und dank der Beteiligung des FID Politikwissenschaft in Höhe von 50% des Gesamtvolumens betragen die tatsächlichen Kosten pro Einrichtung nur noch 52,27 € pro Publikation. Im Sponsoring Light sogar lediglich 26,14 Euro pro Buch. Das Publikationsmodell folgt dem Modell „E-Book-Paket“. Statt des Erwerbs einer Campuslizenz mit den bekannten Begrenzungen der Nutzungsmöglichkeiten wird die Open-Access-Bereitstellung einer Frontlist finanziert und steht damit allen Wissenschaftsakteuren zur Verfügung. Konkret werden über das Projekt 20 Neuerscheinungen aus dem Programmbereich Politikwissenschaft (d.h. Monografien und Sammelbände aus den Bereichen internationale und europäische Politik, Globalisierung, Parteien, Soziale Bewegung und Zivilgesellschaft, Policy, Politics, Politische Theorie und Polity) im Open Access erscheinen.

Neues Open-Access-Fachrepositorium für die Anglistik/Amerikanistik

The Stacks ist das interdisziplinäre Fachrepositorium für die Amerikastudien, Anglistik, Anglophone Literaturen und Kulturen, Australien- und Neuseelandstudien, Großbritannien- und Irlandstudien sowie Kanadastudien einschließlich aller Unterdisziplinen. Neben Zweitveröffentlichungen von Verlagspublikationen (Artikel und Monographien) können Wissenschaftler/innen unveröffentlichte Dokumente wie z.B. Vortragsmanuskripte, Lehrmaterialien oder Tagungsprogramme publizieren. Das Repositorium archiviert außerdem ganze Zeitschriftenbände und Schriftenreihen. Alle Dokumente werden im Open Access zugänglich gemacht. Das Fachrepositorium wurde im Rahmen des DFG-geförderten Fachinformationsdienstes Anglo-American Culture aufgebaut und wird dauerhaft von der Library of Anglo-American Culture & History betrieben. Die Library of Anglo-American Culture & History wird von der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen und dem John F. Kennedy-Institut für Nordamerikastudien gehostet.

Leibniz-Gemeinschaft fördert Bücher im Open Access

Die Leibniz-Gemeinschaft unterstützt als erste außeruniversitäre Forschungsorganisation in Deutschland das wissenschaftliche Buch mit einem Open-Access-Publikationsfonds. Geförderte Bücher sind somit ab Veröffentlichung sofort und kostenfrei für Forschung und Gesellschaft auf dem „goldenen“ Weg des Open Access elektronisch verfügbar. Der neue Fonds sieht eine Anschubfinanzierung für die Open-Access-Publikation von wissenschaftlichen Büchern vor. Die Mittel dafür werden aus dem Strategiefonds der Leibniz-Gemeinschaft zur Verfügung gestellt. Der Publikationsfonds richtet sich an alle 95 Leibniz-Institute und -Forschungsmuseen und trägt in besonderer Weise den in der Leibniz-Gemeinschaft vorhandenen, unterschiedlichen Wissenschaftstraditionen und Publikationskulturen Rechnung. Mit diesem Fonds werden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Leibniz-Gemeinschaft darin unterstützt, Open Access bei geplanten Buchveröffentlichungen zu erproben. Damit wird der freie Zugang zu wissenschaftlichem Wissen in einer Publikationsform ermöglicht, für die bislang meist noch dem Druck der Vorzug gegeben wird. Die Förderung erfolgt im Rahmen eines Pilotprojektes, in dem unter der Federführung des (Leibniz-)Instituts für Deutsche Sprache insgesamt sieben Leibniz-Einrichtungen kooperieren: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen, DIPF Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Germanisches Nationalmuseum – Leibniz-Forschungsmuseum für Kulturgeschichte, Institut für Zeitgeschichte München Berlin, TIB Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und ZBW Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft. Die Kriterien für die Mittelvergabe wurden in Anlehnung an anerkannte Qualitätskriterien für Open-Access-Publikationen entwickelt. Im Rahmen des Pilotprojektes werden die neu festgelegten Bewilligungskriterien für Open-Access-Monografien kontinuierlich evaluiert und gemeinsam weiterentwickelt. Zudem ermöglicht es der Publikationsfonds, einen Überblick über sich entwickelnde Geschäftsmodelle und geplante Open-Access-Publikationen von Instituten in der Leibniz-Gemeinschaft zu bekommen. Weitere Informationen zum Publikationsfonds für Open-Access-Monografien finden sich unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de/forschung/open-science/open-access-publikationsfonds/publikationsfonds-fuer-monografien/; mehr zum Thema Open Access in der Leibniz-Gemeinschaft: http://www.leibniz-gemeinschaft.de/forschung/open-science/open-access/

EU verfehlt Open-Access-Ziel

Die Europäische Union wird ihr selbst gestecktes Ziel, dass sämtliche Forschungsergebnisse bis 2020 frei zugänglich sind, wohl verfehlen. Anscheinend ist eine vorläufige Sättigung erreicht. Die von Anfang an formulierten Einwände, dass Open Access-Veröffentlichungen von der wissenschaftlichen Gemeinschaft geringer bewertet werden könnten als Veröffentlichungen in renommierten Fachzeitschriften, haben sich in vielen Wissenschaftszweigen bewahrheitet. Bei einer Befragung von mehr als 300 Mitgliedern der European University Association berichteten 60 bis 70 Prozent der Universitäten, dass weniger als ein Fünftel der begutachteten Veröffentlichungen aus ihrer Forschung frei zugänglich seien. Nur zehn Universitäten gaben an, dass über 40 Prozent ihrer Forschungsergebnisse den Goldenen Weg zu Open Access finden würden. In einigen Disziplinen, etwa der Physik, wird Open Access stark genutzt, weil dort Zitierungsindikatoren eine geringe Rolle spielen. In den meisten Fächern sind solche Indikatoren aber für die wissenschaftliche Karriere weiterhin ausschlaggebend. Ein Wechsel zu den meist weniger hoch eingestuften Open Access-Zeitschriften ist auch deshalb problematisch, weil Personen, die sich dafür entscheiden häufig als rebellisch angesehen werden. Zwar müssen alle im Rahmen von Horizon 2020 geförderten Vorhaben ihre Ergebnisse frei zugänglich machen, die überwiegende Zahl anderer Forschungsergebnisse wird aber weiterhin nur nach den Regularien der Verlage zugänglich sein (via Information. Wissenschaft & Praxis 69. 2018. H.2-3. S.152).

Open Knowledge Foundation veröffentlicht Bundesgesetzblätter frei im Internet

Wie die Open Knowledge Foundation Medienberichten zufolge mitteilte, wird sie künftig sämtliche Bundesgesetzblätter frei als offene Daten auf dem Portal OffeneGesetze.de bereitstellen. Die Stiftung riskiert damit einen Rechtsstreit mit dem vormals staatlichen und im Jahr 2006 privatisierten Bundesanzeiger Verlag.

Open Data Strategie: Freigabe der Metadaten der Schweizerischen Nationalbibliothek

Die Schweizerische Nationalbibliothek verfolgt eine Open Data Strategie. Die Metadaten des elektronischen Katalogs Helveticat und der Bibliographie der Schweizergeschichte (BSG) dürfen von Dritten ohne Einschränkung genutzt werden, sowohl für nicht-kommerzielle wie für kommerzielle Zwecke. Eine Quellenangabe ist nicht obligatorisch, wird aber nachdrücklich empfohlen, damit andere Nutzende die Quelle lokalisieren und mögliche Änderungen nachvollziehen können. Die Daten sind im Format MARC21 über die Schnittstelle Z39.50 und auf Anfrage über OAI-PMH erhältlich. Eine Auswahl der Daten kann vom Portal https://opendata.swiss/de/organization/schweizerische-nationalbibliothek-nb heruntergeladen werden.


Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ)

Vorträge des Bibliotheksservice-Zentrums Baden-Württemberg (BSZ) und der VZG des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (GBV) auf dem 7. Bibliothekskongress

Vom 18.03.2019 bis zum 21.03.2019 findet der 7. Bibliothekskongress im Congress Center Leipzig unter dem Motto „Bibliotheken verändern“ statt und lädt zur Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen und wichtigen Zukunftsfragen des Bibliotheks- und Informationssektors ein. Als Gastland ist die Niederlande vertreten. Unter https://www.bid-kongress-leipzig.de/ lassen sich weitere Informationen zum Leipziger Bibliothekskongress finden, u.a. auch die aktuelle und detaillierte Vortragsübersicht. Die Verbundzentrale des GBV (VZG) und das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ), die gemeinsam am 25.03.2019 die Datenbank K10plus ins Netz stellen werden, sind auf dem 7. Bibliothekskongress zugleich 108. Bibliothekartag im Leipzig mit dem Ausstellerstand Nr. KO2 vertreten (vgl. auch BSZ und VZG halten wieder zahlreiche Vorträge auf dem Bibliothekskongress).

107. Deutscher Bibliothekartag in Berlin 2018: 500 Vorträge online

Auf dem BIB-OPUS-Publikationsserver sind insgesamt 500 Vorträge veröffentlicht. Dort sind auch die Vorträge von Ralf Goebel und Gerald Steilen „Der kostenfreie Discovery-Index K10plus-Zentral“, Reiner Diedrichs und Cornelia Katz „K10plus - eine Infrastruktur für zehn Bundesländer, die SPK und weitere Einrichtungen“, Katrin Fischer „Koha und ERM - Optionen für die Verwaltung von elektronischen Ressourcen“ und Renate Hannemann **„Webarchivierung im BSZ mit Archive-It“ zu finden.

Vorträge des 19. BSZ-Kolloquiums sind online

Die Vorträge des 19. BSZ-Kolloquiums am 18.09.2018 in der Universität Stuttgart sind online. Sie sind unter https://www.bsz-bw.de/kolloquium/2018.html zu finden. Ein weiterer BSZ-Informationstag, der speziell für das Bundesland Sachsen bestimmt war, fand am 17.10.2018 in der Universitätsbibliothek Chemnitz statt. Die Vorträge, die dort gehalten wurden, können ebenfalls von der Website des BSZ heruntergeladen werden (https://www.bsz-bw.de/infotag/2018/).

BSZ-GBV-Kooperation

Freischaltung des öffentlichen Wikis zu K10plus

Ein halbes Jahr vor dem Produktionsbeginn der gemeinsamen Datenbank K10plus (Katalog für zehn Bundesländer, die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und weitere Einrichtungen) haben im September 2018 der Gemeinsame Bibliotheksverbund (GBV) und das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) das K10plus-Wiki freigeschaltet. Das Wiki enthält allgemeine Informationen zu K10plus wie Kontakte, Gremien, Veranstaltungen und der Teilnahme an K10plus. Daneben werden im Wiki auch die für die Katalogisierer in den Teilnehmerbibliotheken relevanten Unterlagen wie Formatdokumentation, Handbücher und Beispielsammlung sowie das WinIBW-Handbuch zur Verfügung gestellt. Im Bereich „Schulungen“ werden die Schulungsunterlagen für die bereits seit September 2018 stattfindenden Schulungen zu K10plus zur Verfügung gestellt. Für den Anfang März 2019 beginnenden Aufbau der K10plus-Datenbank wurde der Migrationsablauf festgelegt und die für die Übergangsphase im Zeitraum vom 01.03. bis 15.03.2019 geltenden Einschränkungen bei der Katalogisierung im GBV und SWB definiert. Detaillierte Angaben dazu stehen im K10plus-Wiki im Bereich "Migrationsprojekt" zur Verfügung. Derzeit erfolgt ein erneuter Aufbau der K10plus-Datenbank mit dem Ziel, für die in den Teilnehmerbibliotheken ab Jahresanfang 2019 beginnenden Schulungen zu K10plus aktuellere und verbesserte Daten bereit zu stellen. Dieser Aufbau dient auch zur Optimierung der Arbeitsschritte beim initialen Aufbau der K10plus-Datenbank und somit der Reduzierung der Ladezeiten der mehr als 100 Mio. Datensätze. Die Datenbank K10plus geht endgültig am 25.03.2019 an den Start.

Aufsätze zur Zusammenarbeit des BSZ und des GBV und zu K10plus

Der Aufsatz von Reiner Diedrichs und Ralf Goebel ist unter dem Titel „Veränderungen sind nötig. Kooperation des Bibliotheksservice-Zentrums Baden-Württemberg (BSZ) und der Verbundzentrale des GBV (VZG)“ in der Festschrift für Thomas Bürger, den ehemaligen Generaldirektor der SLUB Dresden, zum 65. Geburtstag erschienen. Der Titel der Festschrift, die komplett Open Access zur Verfügung steht, lautet: „Kooperative Informationsinfrastrukturen als Chance und Herausforderung“. Hrsg. von Achim Bonte … Berlin ; Boston : De Gruyter Saur, 2018. S. 211-223.
Ein weiterer Text aus dem BSZ mit dem Titel „K10plus: mehr als 180 Mio. Nachweise ab März 2019 in neuer Verbunddatenbank des Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) und der Verbundzentrale des GBV (VZG) verfügbar“ wurde im Dezember 2018 im Südwest-Info: Mitteilungsblatt des VDB-Regionalverbands Südwest Nr. 31 (2018) S. 5-7 veröffentlicht (https://www.vdb-online.org/landesverbaende/sw/sw-info/suedwest-info-31-2018.pdf).

SWB-Verbundsystem

Die Datenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/) enthält derzeit fast 78 Mio. Bestandsnachweise und mehr als 25 Mio. Titelnachweise.

Bibliothekssysteme

Koha

Katrin Fischer und Christian Stelzenmüller (beide BSZ) haben einen Aufsatz mit dem Titel „Koha - Kooperation und Vielfalt“ in der Fachzeitschrift ABI-Technik 38 (2018) H.2. S.152-160 veröffentlicht. Der Aufsatz ist online abrufbar unter https://www.bsz-bw.de/publikationen/KohaFischerStelzenmuellerABITechnik2018.pdf.

MARE (Museen, Archive und Repositorien)

Neue Website für MusIS

Der MusIS-Verbund unterhält für sein Dienstleistungsangebot eine eigene Homepage. Unter https://www.musis-service.de/ findet sich sein Serviceangebot, das unter dem Motto „Ihre digitalen Daten in guten Händen“ steht. Das Informationsangebot bietet einen Überblick über die Dienstleistungen in den Bereichen Erschließung, Präsentation und Archivierung musealer Sammlungen. Weiterhin ist dort eine Übersicht über das Team, Referenzen und weiterführende Hinweise im Wiki zu finden.


Digitale Angebote und Internet-Portale von Bibliotheken und Archiven des SWB-Verbundes

Deutsche Fotothek stellt 8.000 anthropologische Portraits online

Über 8.000 anthropologische Fotografien können im Portal „Weltsichten“ recherchiert werden. Die wissenschaftliche Aufarbeitung der Bilder aus den Sammlungen der Deutschen Fotothek, des Museums für Völkerkunde Dresden und des GRASSI Museums für Völkerkunde zu Leipzig ist Teil des im August 2015 begonnenen Projekts „Weltsichten – Digitalisierung und Erschließung fotografischer Archive bedeutender Forschungsreisender“, das von der Deutschen Fotothek der SLUB Dresden und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) mit finanzieller Unterstützung der DFG durchgeführt wird. Insgesamt werden im Rahmen des Projekts rund 86.000 historische Aufnahmen aus den beteiligten Sammlungen online gestellt. In ihrer Gesamtheit geben die mehrheitlich bis heute unpublizierten Aufnahmen Einblicke in Kontinente wie Afrika, Amerika, Asien, Ozeanien und Europa einschließlich der Polarregionen. Schwerpunkte sind das östliche Afrika mit der ehemaligen Kolonie Deutsch-Ostafrika, die Staaten im Westen und Nordwesten Südamerikas sowie Regionen Süd- und Südostasiens.

SACHSEN.digital - Portal für digitalisierte Kulturgüter aus Sachsen

In SACHSEN.digital wird ein stetig wachsender Bestand an kulturellen Schätzen des Freistaates virtuell vereinigt, der vorrangig im Rahmen des Landesdigitalisierungsprogramms des Bundeslandes Sachsen digitalisiert und bereitgestellt wird. Die bislang 25 beitragenden Institutionen vertreten ein breites inhaltliches Spektrum und decken den gesamten sächsischen Raum ab. Die Nutzer haben so die Möglichkeit, virtuell in den Beständen von verschiedenen Museen, Bibliotheken und Archiven aus zum Beispiel Plauen, Zwickau, Leipzig, Dresden, Bautzen, Görlitz oder Freiberg zu blättern. Die freien Lizenzen erlauben eine Weiternutzung und regen auf diese Weise zum kreativen Umgang mit dem Material und damit zur Verbreitung der Inhalte an. Allein im letzten Jahr ist der Bestand um circa 1,5 Millionen digitalisierte Seiten gewachsen, und weitere Projekte sind in Vorbereitung. Abgeschlossen wurde beispielsweise die Digitalisierung der Frauen-Zeitung der berühmten Leipziger Frauenrechtlerin Louise Otto-Peters.

Online-Datenbank der SLUB Dresden zu den Novemberpogromen in Sachsen

Der Dresdner Historiker Daniel Ristau hat in den vergangenen Jahren im Rahmen des Forschungsprojekts Bruch|Stücke die Ereignisse der antisemitischen Novemberpogrome für Sachsen recherchiert, in den historischen Kontext und in die Forschungsdiskussion eingeordnet. In Zusammenarbeit mit der SLUB Dresden ist daraus eine Datenbank entstanden, in der Quellen und Literatur zu den Pogromen erfasst sind. Das neue Recherchewerkzeug führt die verfügbaren Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen zusammen. Zugleich wird so ein Beitrag zum Gedenken an die Pogrome geleistet. Am 01.11.2018 wird die Datenbank in der SLUB Dresden der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Online-Angebot wird über das neue Regionalportal Saxorum der SLUB präsentiert und nach und nach ergänzt. Auf seiner Grundlage können Interessierte die (lokale) Erforschung der sächsischen Novemberpogrome selbstständig weiterverfolgen.

Festschrift zum Ruhestand von Thomas Bürger Open Access verfügbar

Anfang Juli diesen Jahres ist der ehemalige Generaldirektor der SLUB Dresden Prof. Dr. Thomas Bürger kurz vor seinem 65. Geburtstag mit einem Festakt in den Ruhestand verabschiedet worden. Aus diesem Anlass ist eine Festschrift erschienen, die sich unter dem Titel "Kooperative Informationsinfrastrukturen als Chance und Herausforderung" schwerpunktmäßig praktischen Beispielen für Kooperationen unter Bibliotheken, Archiven und Museen widmet. Die einzelnen Beiträge des von Achim Bonte, Thomas Bürgers Nachfolger im Amt des Generaldirektors, und Juliane Rehnolt (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur und Kulturgeschichte an der TU Dresden) herausgegebenen Werkes widmen sich unterschiedlichen Kooperationsformen in vielfältigen Kontexten. Alle Texte sind Open Access verfügbar. Eine ausführliche Bibliographie der Veröffentlichungen Thomas Bürgers beschließt die Festschrift. Ein Aufsatz zur Kooperation von GBV und BSZ aus der Feder von Reiner Diedrichs (VZG) und Ralf Goebel (BSZ) ist ebenfalls in der Festschrift enthalten.

DFG-Projekt „Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels“ verlängert

Bereits im Jahr 1873 wurde der schriftliche Nachlass des Romantikers August Wilhelm Schlegel von der damals Königlichen Bibliothek Dresden erworben und konnte im Jahr 1998 um weitere Originalbriefe, die sich auf Schloss Coppet am Genfer See befanden, erweitert werden. In einem gemeinsamen von der DFG geförderten Projekt mit der Phillipps-Universität Marburg und dem Trier Center for Digital Humanities wird seit 2012 die Korrespondenz August Wilhelm Schlegels aus dem Bestand der SLUB Dresden und zahlreicher weiterer Einrichtungen digitalisiert, transkribiert und elektronisch herausgegeben. Um noch zusätzliche Briefe zu edieren und weitere Features, wie zum Beispiel ein Tool zur Annotation der Briefe, zur elektronischen Edition hinzuzufügen, bewilligte die DFG den Antrag auf Fortsetzung des Projektes bis 31.03.2020.

SLUB Dresden und TIB Hannover bauen FID Mobilitäts- und Verkehrsforschung auf

Neben den Fachinformationsdiensten (FID) arthistoricum.net (für Kunst, Fotografie, Design), den die SLUB Dresden zusammen mit der UB Heidelberg, und musiconn (Musikwissenschaft), den sie zusammen mit der BSB München aufbaut, arbeitet die SLUB mit der TIB Hannover derzeit am Aufbau des FID Mobilitäts- und Verkehrsforschung. Der FID richtet sich an alle Forschenden der Mobilitäts- und Verkehrsforschung. Als ein Ziel soll die Auffindbarkeit von und Versorgung mit Spezialliteratur verbessert werden. Dies erfolgt zum einen durch den Aufbau einer neuen Rechercheplattform sowie der damit in Verbindung stehenden Optimierung der interdisziplinär ausgerichteten Recherche und zum anderen durch die Verbesserung der Literaturversorgung mit Schwerpunkt im Ausbau von Open Access-Strukturen. Darüber hinaus zielt der FID auf eine Erhöhung der Verfügbarkeit nachnutzbarer Forschungsdaten ab.

20 Jahre Tagebucharchiv Emmendingen

SWR hat einen Radiobeitrag zum Thema „Gesammeltes Leben – 20 Jahre Tagebucharchiv Emmendingen“ gesendet. Er ist auf der Website des Tagebucharchivs abspielbar.

Online-Songlexikon des Zentrums für Populäre Kultur und Musik der Universität Freiburg

Das Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Universität Freiburg (vormals: Volksliedarchiv) hat ein Songlexikon / Encyclopedia of Songs ins Netz gestellt. Auf der Website ist zu lesen: „Das Songlexikon analysiert internationale Songs ab Beginn der Tonaufzeichnung in ihrem populärkulturellen Kontext. Es enthält Informationen zu den Musikern, zur Entstehung des Songs sowie zu dessen Kontext, Inhalt und Rezeption. Alle Genres populärer Musik (werden) berücksichtigt. Im Zentrum steht neben der Analyse von Text, Melodie und Harmonie die Frage nach der audiovisuellen Inszenierung der Interpreten/Band durch Sound, Image und Performanz.“

Neues Projekt der UB Heidelberg zur Erschließung der Gelehrtennachlässe des 19. Jahrhunderts

Am 01.01.2019 startete unter dem Titel “›vorzügliche propension und geneigtheit, sie in flor zu bringen‹. Erschließung, Erhaltung und Bereitstellung der Gelehrtennachlässe des 19. Jahrhunderts im Bestand der UB Heidelberg“ ein neues Projekt der Historischen Sammlungen. Ziel des von der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg für die Dauer von drei Jahren geförderten Projektes ist die vollständige und systematische Erschließung der (Teil-) Nachlässe aller Wissenschaftler, die im 19. Jahrhundert an der Universität Heidelberg gelehrt haben und deren wissenschaftliche Tätigkeit ihren Schwerpunkt in diesem Jahrhundert hatte. Insgesamt handelt es sich um 44 Nachlässe, in denen über die individuelle Vita der einzelnen Gelehrten hinaus auch die (Heidelberger) Universitätsgeschichte des 19. Jahrhunderts abgebildet wird: Der keineswegs selbstverständliche Aufstieg der Ruperto Carola zum wissenschaftlichen Großbetrieb und zu einer der renommiertesten Hochschulen weltweit, ihre systematischen Bemühungen, die fähigsten Wissenschaftler des deutschsprachigen Raumes an sich zu ziehen und der Wandel zur modernen, das gesamte Fächerspektrum abdeckenden Volluniversität. Hinzu kommt, dass nicht wenige Gelehrte der ersten Jahrhunderthälfte zu den prominentesten Vertretern des südwestdeutschen Liberalismus im politischen Vormärz zählten, mithin spiegeln sich in ihren Nachlässen gleichermaßen Landesgeschichte und deutsche Geschichte. Im Hinblick auf all diese Aspekte würde mit der umfassenden und systematischen Erschließung der Heidelberger Gelehrtennachlässe des 19. Jahrhunderts eine neue Quellenbasis geschaffen werden. Neben den inhaltlichen sprechen aus Sicht der UB Heidelberg aber auch technische Überlegungen dafür, die genannten Nachlässe in einem zusammenhängenden Projekt der Erschließung zuzuführen. Bedingt durch die bisherige Nachfrage waren bisher über längere Zeiträume hinweg immer wieder Teile erschlossen worden, wobei allerdings naturgemäß die Erschließungsstandards wechselten und vor allem jene Teile ausgespart blieben, die über die reine Formalerschließung hinaus höhere inhaltliche Anforderungen stellen. Mit der systematischen Erfassung auch dieser Teile sollen nun Nutzer erstmals einen vollständigen Überblick über die entsprechenden Heidelberger Bestände erhalten, die zudem durch die Vereinheitlichung der Erschließungskriterien leichter, schneller, vielseitiger und vor allem online recherchierbar werden sollen. Zu diesem Zweck soll die Erschließung über die nationale Verbunddatenbank Kalliope erfolgen.

heidICON reloaded

heidICON ist nun nicht mehr nur die „Virtuelle Diathek“ der Heidelberger Universität, sondern eine Objekt- und Multimediadatenbank, die als zentrales Repositorium und als moderne Forschungsinfrastruktur die Wissenschaftslandschaft der Universität Heidelberg bereichert. Bilddaten und multimediale Objekte sind heute zentrale Arbeitsmittel für Forschung und Lehre im Bereich der Kultur- und Geisteswissenschaften und zentrales Werkzeug der Digital Humanities. Die UB Heidelberg leistet deshalb mit heidICON als zentrales Infrastrukturangebot für zahlreiche und vielfältige Projekte einen wichtigen Beitrag für die Etablierung der Digital Humanities an der Universität. Das „neue“ heidICON stellt eine wesentliche Verbesserung der Infrastruktur dar. Durch ein komplexes Datenmodell ermöglicht heidlCON nun eine noch bessere nationale und internationale Vernetzung und Sichtbarkeit. Die Einbindung von kontrolliertem Vokabular und in Kürze auch die Möglichkeit der Vergabe von DOIs (Digital Object Identifier) fördert die Referenzierbarkeit und die Bereitstellung der Inhalte als Linked Data im Semantic Web. Die Tiefenerschließung, Archivierung und Verwendung heidICONs als nachhaltiger Speicherort, Forschungsinfrastruktur und Präsentationsplattform ist nicht nur für universitäre Einrichtungen und Projekte der Universität Heidelberg relevant: Sie ist auch für die Fachcommunity der Heidelberger Fachinformationsdienste (FID) arthistoricum.net (Kunstgeschichte), Propylaeum (Altertumswissenschaften) und CrossAsia (Asienwissenschaften) ein wichtiges Repositorium. Aktuell wird heidICON von rund 40 Institutionen / Projekten der Heidelberger Universität genutzt, die insgesamt in circa 270 Pools abgelegt sind.

UB Leipzig bittet um Digitalisierungswünsche

Dank der Förderung durch das Landesdigitalisierungsprogramm Sachsen wird die UB Leipzig im Jahr 2019 die systematische Digitalisierung ihrer mittelalterlichen Handschriften weiter vorantreiben können. Das Kontingent, das für den Digitalisierungsbedarf aus der Forschung reserviert ist, konnte für Digitalisierungswünsche wissenschaftlicher Nutzerinnen und Nutzern auf 100 Handschriften erhöht werden. Die UB Leipzig bittet daher wissenschaftliche Nutzerinnen und Nutzer um die Übermittlung von Vorschlägen unter Angabe ihres Forschungsvorhabens an handschriftenzentrum@ub.uni-leipzig.de. Für die Digitalisierung ausgewählt werden die ersten 100 Einsendungen, vorausgesetzt, die notwendige konservatorische Prüfung auf Digitalisierbarkeit fällt positiv aus. Die Bereitstellung der Digitalisate erfolgt über die Präsentationsseite der UB Leipzig via Mirador-Viewer sowie über das Portal SACHSEN.digital. Im Sinne der Open Digitization Policy der UB Leipzig werden die Digitalisate ohne Nutzungseinschränkungen als Public Domain veröffentlicht. Bis 30.04.2019 erhalten die wissenschaftlichen Nutzerinnen und Nutzer Bescheid, ob ihr Digitalisierungsvorschlag berücksichtigt werden konnte. Digitalisierungsvorschläge können bis 15.03.2019 abgegeben werden.

Heisenberg-Nachlass wird digitalisiert

Der Nachlass des deutschen Physikers Werner Heisenberg (1901 bis 1976) wird erschlossen und digitalisiert. Die Universität Leipzig übernimmt gemeinsam mit der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und der UB Leipzig das auf drei Jahre angesetzte Projekt, das von der DFG gefördert wird. Heisenbergs Nachlass, der rund 70.000 Dokumente mit etwa 340.000 Seiten umfasst, zählt zu den bedeutendsten Archivbeständen der Wissenschaftsgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts. Er wurde vor sechs Jahren von dessen Erben an die MPG übergeben. Der Nachlass, darunter viele Briefwechsel, Vorlesungsmanuskripte und Vorträge, sollen nun Blatt für Blatt erfasst und digitalisiert werden. Die Dokumente geben unter anderem Einblick in Heisenbergs Persönlichkeit und Wirken an der Universität Leipzig in den Jahren 1927 bis 1942. Damals war Leipzig eines der weltweit führenden Zentren der modernen Physik. In dieser Phase hatte der Pionier der Quantenphysik 1932 den Nobelpreis für Physik erhalten.

Siegfried Kracauer: Neues DFG-Erschließungsprojekt im DLA Marbach

Die Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs hat mit Förderung der DFG ein umfangreiches Erschließungsprojekt begonnen. Neben der Katalogisierung der Autorenbibliothek von Siegfried Kracauer entsteht eine umfassende digitale Personalbibliografie zu diesem wichtigen Exilautor, dessen Nachlass seit 1972 im DLA Marbach ist. Ziel des 22 Monate dauernden Projektes ist es, den Zugang zu Quellen und Sekundärliteratur für die Forschung zu verbessern. Der Bestand der rund 3.700 Bände umfassenden Autorenbibliothek wird im OPAC mit Provenienzen und Exemplarspezifika nachgewiesen.

Virtueller Rundgang "...denn die Zeiten ändern sich"

Die Ausstellung „Denn die Zeiten ändern sich… Die 60er-Jahre in Baden-Württemberg“ haben bis Ende Juni 2018 mehr als 30.000 Besucher gesehen. Die Sixties-Sonderschau kann als virtueller Rundgang auf der Website des Hauses der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart besichtigt werden.

Neue Förderkriterien für den Open-Access-Publikationsfonds 2019 der Uni Stuttgart

Die Universität Stuttgart bietet ihren Forscherinnen und Forschern die Erstattung von Artikelgebühren bei Veröffentlichungen in Open-Access-Zeitschriften an. Im neuen Jahr gelten für die Übernahme der Kosten aus dem Open-Access-Publikationsfonds neue Regelungen: Erstattet werden Gebühren in Höhe von bis zu 2.000 Euro, einschließlich der Mehrwertsteuer. Voraussetzung ist die Beantragung der Erstattung beim Open-Access-Team der UB. Gefördert werden nur Qualitätszeitschriften mit anerkanntem Peer-Review-Verfahren, die in der Regel im Directory of Open Access Journals (DOAJ) verzeichnet sind. Die DFG unterstützt den Open-Access-Fonds in diesem Jahr mit 57.600 Euro, deutlich mehr als in den Vorjahren. Der Eigenanteil der Universität Stuttgart beläuft sich auf 19.200 Euro. Damit stehen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern insgesamt 76.800 Euro für die Finanzierung von Open-Access-Artikel in Fachzeitschriften zur Verfügung.

UB Stuttgart bietet "Wunschbuch"-Digitalisierung an

Auf Anfrage scannt die UB Stuttgart Titel, die BenutzerInnen ausgewählt haben und stellen diese auf ihrer Plattform für „Digitale Sammlungen“ bereit. Alle Werke erhalten dort eine dauerhafte Adresse (PURL) und sind somit eindeutig zitierbar. Mittels OCR sind die Digitalisate auch im Volltext durchsuchbar. In den digitalen Sammlungen der UB Stuttgart stehen alle Wunschbücher im Sinne des Open Access für jeden zur weiteren Nutzung zur Verfügung. Als Wunschbuch kommen Werke in Frage: - die vor 1900 erschienen sind bzw. deren Autoren mehr als 70 Jahre tot sind; - deren Erhaltungszustand eine Digitalisierung erlauben. Die Wunschbuch-Digitalisierung ist ein kostenfreies Angebot der Universitätsbibliothek. Mehr zur „Wunschbuch“-Digitalisierung kann unter https://www.ub.uni-stuttgart.de/suchen-bestellen/wunschbuch-digitalisierung/ in Erfahrung gebracht werden.

Dissertationen 2018 an der Universität Stuttgart

Alle Dissertationen und Habilitationsschriften, die im Zeitraum Januar bis Juli 2018 an der Universität Stuttgart abgeschlossen wurden und bei der Universitätsbibliothek eingegangen sind, können auf der Website der UB abgerufen werden. Auch alle älteren Verzeichnisse können online gelesen werden.

Bibliothek für Zeitgeschichte in der WLB digitalisiert 100 Bücher und Broschüren zum Epochenjahr 1918

1918 war ein Jahr, in dem entscheidende Weichenstellungen für die deutsche Geschichte vorgenommen wurden. Mit Blick auf diese Zeit voller Umbrüche hat die Bibliothek für Zeitgeschichte in der WLB Stuttgart 100 Bücher und Broschüren zum Ende des Ersten Weltkriegs und zur Revolution 1918/1919 digitalisiert. Über den WLB-Katalog und über die Digitalen Sammlungen sind nun Werke zu zahlreichen Themen online abrufbar. Hierzu zählen die Ernährungslage und die militärische Situation im letzten Kriegsjahr, die Ursachen des Zusammenbruchs und die Umstände des Waffenstillstandes vom 11. November 1918 sowie der Matrosenaufstand, die Novemberrevolution und der Kampf um die Demokratisierung Deutschlands. Zahlreiche Publikationen thematisieren außerdem den Versailler Vertrag und seine Folgen.

Virtuelle Deutsche Landesbibliographie in neuem Design

Die über einen längeren Zeitraum nach dem Modell des Karlsruher Virtuellen Katalogs (KVK) aufgebaute VDL (= Virtuelle Deutsche Landesbibliographie), die parallele Suchanfragen in allen deutschen Landesbibliographien erlaubt, war weniger technisch als mehr optisch in die Jahre gekommen. Während sich nämlich der KVK selbst schon seit geraumer Zeit in einem zeitgemäßen Webdesign präsentiert, spiegelte die VDL noch das Layout aus den frühen 2000er Jahren wider. Auf der Startseite der neuen Website sind die Suchfelder in den Mittelpunkt gerückt. Darunter werden die einzelnen Landesbibliographien in alphabetischer Reihenfolge aufgelistet. Unten stehen die Tipps zur Recherche. Anstelle konkreter Bezeichnungen werden sowohl auf der Startseite als auch bei der Ergebnisanzeige nur noch die Namen der Bundesländer genannt, stellvertretend für die Titel der einzelnen Landesbibliographien. Alle weiteren Informationen, etwa über die jeweiligen zeitlichen Berichtsräume, sind den Steckbriefen der Landesbibliographien zu entnehmen. Um künftig textliche Änderungen in Eigenregie umsetzen zu können, wurden alle redaktionell zu pflegenden Unterseiten auf den Server der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart umgezogen.

Uni Tübingen wird Mitglied in der Open Library of Humanities (OLH)

Die Universität Tübingen engagiert sich stark in verschiedenen Bereichen von Open Access. Seit der Open Access Woche 2018 ist die Universität Tübingen aktiv an der Open Library of Humanities (OLH) beteiligt. Die Open Library of Humanities (OLH) ist eine gemeinnützige und von WissenschaftlerInnen gegründete Plattform für Open-Access-Zeitschriften im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften (Liste der bei OLH verlegten OA-Zeitschriften). OLH verzichtet auf Publikationskosten für die Autoren und finanziert sich über Konsortialzahlungen von Bibliotheken (z.B. über JISC Collections in Großbritannien oder über LYRASIS in der USA) sowie der Andrew W. Mellon Stiftung. Dieses Geschäftsmodell – auch unter dem Namen Diamant (auch sponsored or Platin) Open Access bekannt -, besticht derzeit in der internationalen Diskussion. Die Kerngedanken des Geschäftsmodells sind in den Fair Open Access Principles zusammengefasst.

Hans Sachs digital

Ein Teil des handschriftlichen Hans-Sachs-Nachlasses, der im Stadtarchiv Zwickau aufbewahrt wird, ist im Rahmen des Landesdigitalisierungsprogramms Sachsen digitalisiert und im Internet frei zugänglich gemacht worden. 15 Bände, deren Entstehungszeit zwischen 1528 und 1573 liegt und die Meistergesänge, Spruchgedichte sowie ein Generalregister enthalten, können dauerhaft von der Forschung und der interessierten Öffentlichkeit auf Sachsen.digital eingesehen und genutzt werden. In Ergänzung des Projekts wird auch die Meisterliedersammlung der SLUB Dresden mit Hans-Sachs-Autographen und zeitgenössischen Abschriften über das Landesdigitalisierungsprogramm digitalisiert.


SWB-Online-Fernleihe und verbundübergreifende Fernleihe

SWB-Online-Fernleihe

Teilnehmerstand

Am 31.01.2019 nahmen insgesamt 397 (Teil-)Bibliotheken an der SWB-Online-Fernleihe teil (124 gebend und nehmend, 273 nur nehmend). Neu hinzugekommen sind die Bibliothek der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung <F 197> in Frankfurt am Main (zum Leihverkehr zugelassen wurde die Bibliothek von der HeBIS-Verbundzentrale) und die Bibliothek der Hochschule für Bildende Kunst Dresden <540>. Beide Bibliotheken nehmen gebend und nehmend an der SWB-Online-Fernleihe teil. Neue nur nehmende Teilnehmer sind: die Stadtbücherei Asperg <1335>, die Ortsbücherei Erdmannhausen <2617>, die Spezialbibliothek des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH (ZEW) <Mh 36> in Mannheim, die Stadt- und Kreisergänzungsbibliothek Marienberg <544> in Sachsen, die Gemeindebücherei Obersulm <1001>, die Stadtbibliothek Waldheim in Sachsen <2742> und die Medizinische Fachbibliothek des Heinrich-Braun-Klinikums gGmbH in Zwickau <Zwi 8>.

Die aktuelle Liste der an der SWB-Online-Fernleihe teilnehmenden Bibliotheken steht unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken zum Abruf bereit.

Neuzulassungen zum Leihverkehr in der Südwest-Verbundregion

Das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) hat folgende Bibliotheken zum überregionalen Leihverkehr der deutschen Bibliotheken zugelassen:

… in Baden-Württemberg

Stadtbücherei Asperg <1335>, Marktplatz 2, 71679 Asperg, Tel. (07141) 3898-300, Fax (07141) 3898-3099, E-Mail info@stadtbuecherei-asperg.de URL http://www.stadtbuecherei-asperg.de ISIL DE-1335 BAW

Ortsbücherei Erdmannhausen <2617>, Pflasterstraße 15, 71729 Erdmannhausen, Tel. (07144) 308-400, E-Mail ortsbuecherei@erdmannhausen.de URL https://www.erdmannhausen.de/buerger-kultur/ortsbuecherei/ ISIL DE-2617 BAW

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Spezialbibliothek <Mh 36>, L 7,1, 68161 Mannheim, Tel. (0621) 1235-01, E-Mail bib@zew.de URL https://www.zew.de/ ISIL DE-Mh36 BAW

Gemeindebücherei Obersulm <1001>, Rathausgasse 2, 74182 Obersulm, Tel. (07130) 28170, E-Mail gemeindebuecherei@obersulm.de ISIL DE-1001 BAW

Die aktuelle Leihverkehrsliste für die Südwest-Region ist im BSZ-Fernleih-Wiki unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken:baden-wuerttemberg zugänglich.


Die Leihverkehrszentrale Sachsen in der SLUB Dresden hat folgende Bibliothek zum überregionalen Leihverkehr der deutschen Bibliotheken zugelassen:

Deutsches Biomasseforschungszentrum Leipzig, Bibliothek <2363>, Torgauer Straße 116, 04347 Leipzig, Tel. (0341) 2434-447, E-Mail bib@dbfz.de ISIL DE-2363 SAX

Die aktuelle Leihverkehrsliste für die Leihverkehrsregion Sachsen ist unter http://sigel.staatsbibliothek-berlin.de/suche.html?tx_sbbyaz_pi1%5Bq%5D=lvr=SAX%20and%20lva=%C3%9CLV zu finden.


Vortrag zur SWB-Online-Fernleihe auf dem 19. BSZ-Kolloquium am 18.09.2018 in Stuttgart

Volker Conradt hielt einen Vortrag zur SWB-Online-Fernleihe auf dem 19. BSZ-Kolloquium am 18.09.2018 in Stuttgart. Conradt beschäftigte sich mit drei Themen: dem Urheber-Wissenschafts-Gesetz (UrhWissG), Datenschutz in der Online-Fernleihe und dem neuen Fernleihportal.

Protokoll und Anlagen zum Anwendertreffen Fernleihe am 12.07.2018

Das Protokoll und die Anlagen zum Anwendertreffen Fernleihe am 12.07.2018 in der UB Stuttgart sind im Fernleih-Wiki des BSZ unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:info-bibliotheken:anwendertreffen:protokolle zu finden.

Umstellung des Fernleihportals auf BOSS

Das BSZ hat zum 31.12.2018 den Betrieb des Fernleihportals (erkennbar über die URL: http://flportal.bsz-bw.de) auf Basis von Elektra eingestellt. Als Alternativ-Produkt steht das neue BOSS-Fernleihportal (erkennbar über die URL: https://fernleihe.boss.bsz-bw.de/) vom BSZ zur Verfügung. Die Umstellung auf das BOSS-Fernleihportal betrifft lediglich die Bibliotheken, die bisher bereits die Endnutzerfernleihe über das Elektra-Portal (http://flportal.bsz-bw.de/) angeboten haben. Für Bibliotheken, die Fernleihbestellungen für ihre Nutzer ausschließlich über die Dienstoberfläche des ZFL-Servers (https://zfl-prod.bsz-bw.de/) absetzen, hat sich nichts geändert.

Jahresbericht 2017: Büchertransport der Region Baden-Württemberg

Der Büchertransport zwischen den baden-württembergischen Bibliotheken hat beim Bücherauto um 12 % und bei den Containerdiensten um 2,3 % im Vergleich zum Vorjahr abgenommen.

Der Containerversand in andere Leihverkehrsregionen nahm um 2,4 % ab. Zur Beschleunigung der Fernleihsendungen werden von einzelnen Bibliotheken zunehmend Container auch per Direktversand an größere Bibliotheken anderer Regionen verschickt, so dass diese Sendungen nicht mehr dem Bücherauto mitgegeben werden.

Insgesamt wurden 198.456 Bände (- 12 %) transportiert. Diese immer noch hohen Transportzahlen verdeutlichen, wie wichtig die Büchertransportdienste für eine schnelle und leistungsfähige Literaturversorgung der Bibliotheken im Rahmen der Fernleihe sind. Die Transportdienste bleiben auch weiterhin gut ausgelastet.

Bücherautodienst
Mit dem Bücherauto wurden an baden-württembergische Bibliotheken 126.702 Bände verschickt. Im Vorjahr waren es 143.940, was einer Abnahme in Höhe von 12 % entspricht. Pro Band sind 0,71 Euro an Kosten entstanden. Darin sind auch die Containeranbindungen an die UB Heidelberg, UB Mannheim, das KIM Konstanz und kiz Ulm enthalten, deren Bände über das Transportzentrum an die KIT-Bibliothek Karlsruhe mit dem Bücherauto an die weiteren Bibliotheken des Landes transportiert werden. Darüber hinaus wurden dem Bücherauto Sendungen für die überregionalen Containerdienste mitgegeben, die über das Transportzentrum verschickt werden.

Containerdienste
Innerhalb von Baden-Württemberg wurden 2.980 Container verschickt (- 2,3 %). Mit dem überregionalen Containerversand wurden 71.484 Bände in 2.992 Containern transportiert. Durchschnittlich waren die Container mit 24 Bänden beladen. Die Zahlen der in andere Leihverkehrsregionen verschickten Bände zeigen, dass 31.088 Bände nach Bayern (- 11,7 %) und 11.938 Bände (- 4,3 %) ins Saarland (Teil der Leihverkehrsregion Südwest) verschickt wurden. Die Regionen Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern (Teil der Norddeutschen Leihverkehrsregion) und Sachsen wurden über das HUB Göttingen mit 29.245 Bänden beliefert (- 15,3 %).

nach: Martina Lüll. Jahresbericht 2017. Büchertransport der Region Baden-Württemberg


Verbundübergreifende Fernleihe

ISIL- und Sigelsuche

Am 02.10.2018 wurden das alte Sigelverzeichnis und der alte ZDB-OPAC abgeschaltet. Spätestens ab diesem Zeitpunkt waren die Bibliotheken gehalten, nur noch die neuen Zugänge zu verwenden und ihre Bookmarks zu aktualisieren: !!!!! Neues Sigelverzeichnis !!!!! http://sigel.staatsbibliothek-berlin.de, !!!!! Neuer ZDB-OPAC !!!!! https://zdb-katalog.de/index.xhtml.

Seit einiger Zeit können Trefferlisten in der ISIL- und Sigelsuche (http://sigel.staatsbibliothek-berlin.de/nc/suche/) sortiert werden. Damit ist es nun auch möglich, die Leihverkehrslisten der einzelnen Regionen oder der Bundesrepublik Deutschland insgesamt (http://sigel.staatsbibliothek-berlin.de/leihverkehr/leihverkehrslisten/) nach Orten, Regionenkürzel oder ISIL zu sortieren. Auf den Seiten der Deutschen ISIL-Agentur und Sigelstelle finden sich bereits seit Jahren Übersichten der Leihverkehrszentralen in Deutschland und der zum Deutschen Leihverkehr zugelassenen Bibliotheken (http://sigel.staatsbibliothek-berlin.de/leihverkehr/leihverkehrszentralen/). Als kleine Neuerung bietet die ISIL-Agentur und Sigelstelle die Möglichkeit, die Leihverkehrslisten auch im CSV-Format herunterzuladen (http://sigel.staatsbibliothek-berlin.de/leihverkehr/leihverkehrslisten/csv-download/). Neben Sigel, ISIL, Name und Anschrift zur jeweiligen Bibliothek, enthalten die CSV-Tabellen alle in der ISIL- und Sigeldatei gespeicherten Angaben zur Fernleihe, wie z.B. die E-Mail-Adressen der Fernleihstellen, Angaben zu den Transportverbindungen und zur Teilnahme am Altbestandszertifikat. Enthalten sind in der jeweiligen Liste nur diejenigen Bibliotheken, die offiziell zum Deutschen (überregionalen) Leihverkehr zugelassen sind. Unverändert besteht darüber hinaus die Möglichkeit des direkten Recherchierens in der Datei (http://sigel.staatsbibliothek-berlin.de/nc/suche/) sowie die Abfrage von Daten über die SRU-Schnittstelle der ZDB (http://www.zeitschriftendatenbank.de/services/schnittstellen/sru/).

Urheberrecht

Berthold Gillitzer und Karin Knaf (beide BSB München) haben einen Aufsatz mit dem Titel „Dokumente für die Wissensgesellschaft – Das Urheber-Wissensgesellschafts-Gesetz und die Fernleihe: Ein Schritt für die digitale Informationsversorgung der Wissenschaft?“ in der Zeitschrift BIBLIOTHEKSDIENST 52 (2018) H.8. S. 619-630 veröffentlicht. Das Abstract dazu lautet: „Mit dem Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz wurde ein lange gehegter Wunsch nach einer ‚Wissenschaftsschranke‘ umgesetzt. Die neuen Bestimmungen sind zwar am Bedarf von Wissenschaft und Forschung orientiert, die Einzelheiten der Regelungen sind für die Fernleihe aber in vielerlei Hinsicht noch problematisch. Dies betrifft den elektronischen Versand von Kopien an Endnutzer und die Nutzung digitaler Ressourcen. Vor allem der Ausschluss der Lieferung von Artikeln aus Zeitungen und Publikumszeitschriften erschwert die Arbeit für Teile der Wissenschaft und Bibliotheken erheblich.“ Einen weiteren Text mit dem Titel „Das UrhWissG und seine Auswirkungen auf die bibliothekarische Arbeit“ veröffentlichten Ruth Katzenberger-Schmelzer (UB Eichstätt-Ingolstadt) und Jana Kieselstein (UB Augsburg) in Heft 9 des BIBLIOTHEKSDIENST (Jg. 52. 2018) auf den Seiten 672 bis 686, in dem die Autorinnen ebenfalls auf die Auswirkungen auf die Fernleihe eingehen. Das Abstract zu diesem Aufsatz lautet: „Das Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz ist seit 01.03.2018 in Kraft – Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Schon mit dem Bundestagsbeschluss vom 30.06.2017 wurde überlegt, wie sich die neuen Regelungen in der bibliothekarischen Arbeit umsetzen lassen; zu welchen Veränderungen im bibliothekarischen Alltag sie führen und welche Möglichkeiten sie für die bibliothekarischen Dienstleistungen eröffnen. Welche konkreten Folgen die Reform für die bibliothekarische Praxis hat, ist Gegenstand dieser Abhandlung.“ .


Neue Adressdaten, Namensänderungen, Bibliothekssigel und Sigelstreichungen

<neue Tel.nr. und neue Fax-Nr. der Bibliothek:> StB Aachen <52>: neue Fernleih Telefonnr. (0241) 43238 365; neue Fax-Nr. der Bibliothek (0241) 43238697

<neue Anschrift:> Stadtbibliothek Arnsberg <261> Standort Neheim, Goethestraße 16-18, 59755 Arnsberg

<neues Sigel:> Mediathek Bühl <2629>, Platz Vilafranca 3a, 77815 Bühl, Tel. (07223) 91 11 53, E-Mail mediathek@buehl.de, URL http://www.mediathek.buehl.de ISIL DE-2629 BAW

<neue E-Mail-Adresse:> Stadtbibliothek Burghausen <853>, E-Mail fernleihe@burghausen.de

<Adressänderung:> Hochschule Anhalt, Hochschulbibliothek <Kt 1>, Seminarplatz 2a, 06846 Dessau

<neues Sigel:> Bibliothek der Theologischen Hochschule Ewersbach <2625>, Jahnstraße 53, 35716 Dietzhölztal, Tel. (02774) 92 91 18, E-Mail bibliothek@th-ewersbach.de, URL http://www.th-ewersbach.de/die-hochschule/bibliothek/ ISIL DE-2625 HES

<neue E-Mail-Adresse:> Filmmuseum Düsseldorf <Dü 73>: bibliothek.filmmuseum@duesseldorf.de

<neues Sigel:> Stadtarchiv Engen <2618>, Hauptstraße 11, 78234 Engen, Tel. (07733) 50 20 ISIL DE-2618 BAW

<neues Sigel:> Ortsbücherei Erdmannhausen <2617>, Pflasterstraße 15, 71729 Erdmannhausen, Tel. (07144) 3 08-400, E-Mail ortsbuecherei@erdmannhausen.de, URL https://www.erdmannhausen.de/buerger-kultur/ortsbuecherei/ ISIL DE-2617 BAW

<neues Sigel:> Stadtbücherei Gengenbach <2678>, Höllengasse 2, 77723 Gengenbach, Tel. (07803) 93 01 48, E-Mail buecherei@stadt-gengenbach.de, URL https://www.stadt-gengenbach.de/index.php?id=129 ISIL DE-2678 BAW

<neue E-Mail-Adresse:> StB Halle/Westfalen <902>: stadtbuecherei@hallewestfalen.de

<neue Anschrift:> Stadtbücherei Herzogenaurach <867>, Wiesengrund 1, 91074 Herzogenaurach

<neue Tel.nr.:> Landesverband Baden-Württemberg im Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv), c/o Stadtbibliothek Karlsruhe, Ständehausstraße 2, 76133 Karlsruhe, Tel. (0721) 9099700-0, E-Mail wolpert@bw.bibliotheksverband.de, Geschäftsführerin: Andrea Krieg - E-Mail geschaeftsstelle@bw.bibliotheksverband.de URL http://bw.bibliotheksverband.de

<neues Sigel:> Kreisarchiv Konstanz <2615>, Max-Stromeyer-Straße 166, 78467 Konstanz, Tel. (07531) 8 00-1901, E-Mail kreisarchiv@lrakn.de, URL https://www.lrakn.de/site/lrakn_2017/node/2048232/Lde?QUERYSTRING=kreisarchiv ISIL DE-2615 BAW

<neues Sigel:> Stadtbibliothek Ladenburg <2746>, Hauptstraße 8, 68526 Ladenburg, Tel. (06203) 7 02 11, E-Mail stadtbibliothek@ladenburg.de, URL http://stadtbibliothek-ladenburg.de ISIL DE-2746 BAW

<neue Tel.nr.:> Stadtbücherei Lengerich <420> Tel. neu (05481) 339120

<Umbenennung + neue E-Mail-Adresse:> Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen, Bibliothek <1116>; neue E-Mail-Adresse fernleihe@hwg-lu.de

<neues Sigel:> Gemeindebücherei March <2623>, Konrad-Stürtzel-Straße 23, 79232 March, Tel. (07665) 93 94 66, E-Mail info@buecherei-march.de URL https://www.march.de/de/Bildung/Gemeindebuecherei ISIL DE-2623 BAW

<neue Anschrift:> Stadtbücherei Meinerzhagen <790>, Otto Fuchs Platz 1, 58540 Meinerzhagen

<neue Anschrift:> Gemeindebücherei im Kultur- und Tagungszentrum Murnau <306>, Ödön-von-Horváth-Platz 1, 82418 Murnau am Staffelsee

<neue E-Mail-Adresse:> Staatliche Bibliothek Neuburg/Donau <150>: info@sbnd.de

<Streichung eines Sigels:> Hochschule für Technik und Wirtschaft, Bibliothek Rastpfuhl <Sa 19> in Saarbrücken. Die Bestände sind von der Einrichtung mit ISIL DE-Sa16 (Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, Bibliothek / Bereich Goebenstraße) übernommen worden.

<neue E-Mail-Adresse:> Hochschul- und Kreisbibliothek Bonn Rhein Sieg <1044>, Sankt Augustin: bibliothek.fernleihe@h-brs.de

<neues Sigel:> Gemeindebücherei Schwaikheim <2744>, Uhlandstraße 8, 71409 Schwaikheim, Tel. (07195) 95 38 40, E-Mail info@buecherei-schwaikheim.de URL http://www.schwaikheim.de/de/freizeit/buecherei/ ISIL DE-2744 BAW

<neues Sigel:> KrimDok - kriminologische Bibliographie <2619>, Wilhelmstraße 32, 72016 Tübingen, Tel. (07071) 29-77844, E-Mail kriminologie@ub.uni-tuebingen.de, URL https://krimdok.uni-tuebingen.de/ ISIL DE-2619 BAW

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