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Inhaltsverzeichnis

ZKBW-Dialog Nr. 87 vom 05.04.2017

Überregionale Themen

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Fachinformationsdienste für die Wissenschaft: Eigenleistungsquote gesenkt
Der „Ausschuss für Wissenschaftliche Bibliotheken und Informationssysteme“ (AWBI) hat die Absenkung der Eigenleistungsquote von 30 Prozent auf 15 Prozent beim Erwerb digitaler Medien, die überregional verfügbar sind, beschlossen. Dies ist ein Ergebnis der Zwischenbilanz des Programms „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“. Dieser Anreiz soll den Zugang zu digitalen Medien durch überregionale Lizenzen verbessern. Die Ergebnisse der Zwischenbilanz haben bei einer Tagung auch die Leiterinnen und Leiter der Fachinformationsdienst-Einrichtungen und deren Kooperationspartner diskutiert. Dokumente und Anlagen, die in diesem Kontext von Interesse sind: Zwischenbilanz der Umstrukturierung der Förderung (pdf); Änderung der Förderbedingungen zum Januar 2017 (pdf); Protokoll der Tagung der Leiterinnen und Leiter der Fachinformationsdienst-Einrichtungen (pdf).
via DFG-aktuell Nr. 2 - Februar2017

DFG-Antrag der UB Leipzig und der HAB Wolfenbüttel für FID Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften erfolgreich
Der gemeinsame Antrag der UB Leipzig und der HAB Wolfenbüttel an die DFG zur Errichtung eines Fachinformationsdienstes (FID) Buch-, Bibliotheks- und Informationswissenschaften war im zweiten Anlauf erfolgreich. Die Fachinformationsdienste für die Wissenschaft als Folgemodell der ‚Sondersammelgebiete‘ sollen als ein flexibles und zukunftsfähiges System der Informationsversorgung der Wissenschaft aufgebaut werden. Dieser Themenschwerpunkt ist für die bibliotheks- und informationswissenschaftliche Lehre und Forschung sowie für die Berufspraxis von besonderer Bedeutung. Eine Übersicht der FID-Projekte, die von der DFG gefördert werden, ist auf der Website der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit Stand Januar 2017 zu finden (http://www.dfg.de/download/pdf/foerderung/programme/lis/uebersicht_laufende_fid_projekte.pdf).

DFG-Praxisregeln „Digitalisierung“ aktualisiert
Mit welcher Auflösung und bei welcher Farbtiefe soll man scannen? Welche technischen und materialspezifischen Parameter muss man berücksichtigen? Wie macht man eine digitale Reproduktion persistent zitierbar? Bei diesen und weiteren Fragen helfen die DFG-Praxisregeln „Digitalisierung“ seit 2009 bei Planung und Durchführung von Digitalisierungsvorhaben und deren Begutachtung. Neu aufgenommen sind unter anderem Standards für Metadaten- und Austauschformate digitalisierter Archivalien und ein neu entwickeltes Anwendungsprofil, das zeigt, wie Archivalien präsentiert werden können. Auch die rechtlichen Voraussetzungen und Anforderungen wurden präzisiert (DFG-Praxisregeln „Digitalisierung“).
via DFG-aktuell Nr. 2 - Februar2017

Urheberrecht- und Internetrecht – Open Access

Urheber- und Internetrecht

Aktualisiertes Kompendium zum Internetrecht
Das Institut für Medienrecht der Universität Münster hat sein Kompendium zum Internetrecht grundlegend überarbeitet. Mitgewirkt hat laut dem Herausgeber Prof. Dr. Thomas Hoeren auch eine externe Studierendengruppe, die den Text komplett auf Mängel durchgeschaut hat. Ergänzt wurden 300 Urteile, 16 neue Gesetze und diverse Gesetzesinitiativen.

Zwischenlösung im Streit über Vergütungsregel für digitale Semesterapparate
Im Dezember 2016 haben sich die Kultusministerkonferenz (KMK), die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und die Verwertungsgesellschaft (VG) Wort bei der Erfassung und Vergütung urheberrechtlich geschützter Werke in digitalen Semesterapparaten auf eine Übergangslösung geeinigt: Die Verantwortlichen haben sich darauf verständigt, dass Nutzungen bis 30.09.2017 nochmals pauschal abgerechnet werden. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe soll bis dahin eine „praktikable und sachgerechte Lösung für alle Beteiligten“ auf die Beine stellen. Die Gremien haben dazu eine Grundsatzvereinbarung unterzeichnet. Der zunächst geschlossene Rahmenvertrag zwischen Bund, Ländern und VG Wort vom September 2016 wird demnach für die Übergangsfrist ausgesetzt. Dieser hatte vorgesehen, dass von Januar 2017 an digitale Werkauszüge im Rahmen der gesetzlichen Intranetklausel einzeln erfasst und von den Hochschulen, die der Vereinbarung beitreten, selbst mit der Verwertungsgesellschaft abgerechnet werden. Zahlreiche Hochschulen hatten sich im Herbst 2016 über den Rahmenvertrag beschwert und sich geweigert, ihn anzunehmen. Eine Pilotstudie der Universität Osnabrück war zuvor zu dem Ergebnis gekommen, dass die Einzelvergütung einen deutlichen Mehraufwand mit sich bringt. Laut § 52a Urheberrechtsgesetz dürfen (Hochschul-)-Lehrer und Wissenschaftler „kleine Teile“ urheberrechtlich geschützter Werke oder Zeitschriftenartikel einem „bestimmt abgegrenzten Bereich von Unterrichtsteilnehmern“ für Bildungszwecke in einem abgeschlossenen Netzwerk zugänglich machen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte 2013 entschieden, dass unter die Intranetklausel bis zu 12 Prozent eines Lehrbuchs fallen können, insgesamt aber nicht mehr als 100 Seiten. Die Richter hielten zudem die Einzelabrechnung für nötig.

Referentenentwurf des UrhWissG
Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hat den Referentenentwurf des "Gesetzes zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft (Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz – UrhWissG)" vorgelegt. Der Gesetzentwurf enthält folgende Regelungen: - Schulen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen sollen künftig grundsätzlich bis zu 25 Prozent eines Werkes gegen angemessene Vergütung nutzen können. Ausnahme: Schulbücher; - Unterrichts- und Lehrmedien sollen künftig unter erleichterten Bedingungen hergestellt werden können; - für nicht-kommerzielle wissenschaftliche Forschung sollen grundsätzlich bis zu 25 Prozent eines Werkes gegen angemessene Vergütung genutzt werden können, in einigen Fällen auch mehr; - große Mengen urheberrechtlich geschützter Inhalte, die mit Hilfe von Software ausgewertet werden sollen (Text & Data Mining), dürfen künftig zu diesem Zwecke vervielfältigt werden; - Bibliotheken und in ähnlicher Weise Archiven, Museen und Bildungseinrichtungen wird erlaubt, für bestimmte Zwecke Kopien herzustellen, diese zu verbreiten und zu verleihen; - „Anschlusskopien“ an Terminals sollen in bestimmtem Umfang zulässig sein. Die in dem Gesetzentwurf aufgeführten Nutzungsbefugnisse sollen vertraglichen Abreden vorgehen. Für die meisten Nutzungen ist eine angemessene Vergütung vorgesehen. Stichproben sollen genügen, um die Werknutzung zu ermitteln. Die Stellungnahmen zum Referentenentwurf, die von Verbänden, dem Börsenverein und vielen anderen Einrichtungen eingegangen sind, können ebenfalls unter http://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfahren/DE/UrhWissG.html abgerufen werden („Stellungnahmen“ öffnen).
Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) hat im Rahmen der Verbändebeteiligung des Bundesjustizministeriums zwei Stellungnahmen verfasst: Zum Entwurf eines Gesetzes zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft und zur Frage des Verleihs von E-Books durch Bibliotheken. Der dbv begrüßt darin die Einführung von separaten Schrankenregelungen für Unterricht und Forschung sowie für die Kernaufgaben von Bibliotheken, Archiven und Museen als folgerichtig. Der dbv spricht sich weiterhin für eine gesetzliche Regelung für den Verleih von E-Books aus. Nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs vom 10.11.2016 ist die elektronische Leihe bereits nach geltendem EU-Recht zulässig und sollte nun auch in Deutschland umgesetzt werden (Stellungnahme des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. zum „Entwurf eines Gesetzes zur Angleichung des Urheberrechts an die aktuellen Erfordernisse der Wissensgesellschaft des Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz – UrhWissG“ des BMJV und Stellungnahme des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. zum Verleih von E-Books durch Bibliotheken).

EuGH schränkt Digitalisierung vergriffener Werke ein
Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass vergriffene Bücher laut der EU-Urheberrechtsrichtlinie nur dann digital vervielfältigt werden dürfen, wenn die Autoren vorab davon wissen und widersprechen können. Dies hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in einem am 16.11.2016 ergangenen Urteil (Az.: C-301/15) verdeutlicht. Der Autor könne „implizit“ zustimmen, indem er nicht widerspreche, vorausgesetzt, dass er durch einen Dritten über den Plan und die Möglichkeit des einfach nutzbaren Widerspruchs informiert wurde.

Urheberrechtstagung 2017: Vorträge online verfügbar
Im AV-Portal der Technischen Informationsbibliothek (TIB) Hannover stehen insgesamt sechs von neun Vorträgen der Urheberrechtstagung 2017 zur Verfügung, die unter dem Motto „Onlinelehre 2017 zwischen Open Access, § 52aUrhG und Verlagsangeboten“ stand. Die gemeinsame Veranstaltung der TIB und der Leibniz Universität Hannover fand am 26.01.2017 im Werkhof in Hannover statt.


Open Access

Open-Access-Transformationsverträge
Die weltweite Initiative zur Transformation des wissenschaftlichen Publikationswesens in den Open Access („OA 2020“) hat zum Ziel, die Finanzierungsströme für wissenschaftlich hochwertige Zeitschriften umzustellen. Künftig soll nicht mehr für den Zugang zu Artikeln, sondern für deren Publikation im Open Access gezahlt werden. Dies kann durch Verträge zwischen Bibliothekskonsortien und Verlagen erreicht werden. Dabei wird ermöglicht, dass alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einer am Vertrag beteiligten Einrichtung ohne eigenen Aufwand im Open Access publizieren können. Wissenschaftliche Bibliotheken und Zentren der Informationsversorgung spielen eine zentrale Rolle für die Open-Access-Transformation, da hier Verträge abgeschlossen sowie Erwerbungsbudgets und oftmals auch Open-Access-Fonds verwaltet werden. Bibliotheken sind darüber hinaus zentrale Ansprechpartner und Beratungsstellen für die lokal ansässigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die DFG unterstützt im Rahmen einer Ausschreibung den Abschluss von Verträgen mit Verlagen, um Open-Access-Publikationen gemeinsam mit Lizenzgebühren abzugelten. Zudem können wissenschaftliche Einrichtungen Anträge stellen, um Workflows zu erarbeiten für die Erhebung von durch ihre Angehörigen verausgabten Artikelgebühren für hybride Zeitschriften. Auch Lösungen zur Integration von Open-Access- und Erwerbungsbudgets oder zur Entwicklung von Verteilungsmechanismen für die Open-Access-Finanzierung sind förderfähig. Im Rahmen der Ausschreibung können neben Vertragsprojekten, die vornehmlich von Konsortien organisiert werden, auch Anträge von einzelnen Einrichtungen eingereicht werden, um strukturellen Herausforderungen an Hochschulen im Zusammenhang mit der Open-Access-Transformation zu begegnen.

Nationaler Open-Access-Kontaktpunkt
Die Vorstände der Allianz der Wissenschaftsorganisationen haben beschlossen, einen „Nationalen Open-Access-Kontaktpunkt“ einzurichten. Ziel des Projekts ist die großflächige Umsetzung der Open-Access-Transformation wissenschaftlicher Zeitschriften. Die Projektleitung liegt bei der UB Bielefeld.

Konstanzer Professoren klagen gegen ihre Universität
17 Hochschullehrer der Universität Konstanz haben beim Verwaltungsgerichtshof Mannheim eine Normenkontrollklage gegen die Open-Access-Satzung ihrer Universität eingereicht. Die Wissenschaftler sehen in der Praxis der Universität, ihre Wissenschaftler zur Nutzung des Rechts auf Zweitveröffentlichung zu verpflichten, einen Verstoß gegen das Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit (Art. 5 Abs. 3 Grundgesetz). Zum Hintergrund: Die Universität Konstanz hatte am 10.12.2015 eine "Satzung zur Ausübung des wissenschaftlichen Zweitveröffentlichungsrechts" in Kraft gesetzt, die ihre Wissenschaftler dazu verpflichtet, das sogenannte Recht auf Zweitveröffentlichung wahrzunehmen: Sämtliche wissenschaftlichen Beiträge, die in Zeitschriften veröffentlicht werden und die mindestens zur Hälfte aus öffentlichen Mitteln finanziert sind, sollten der Satzung zufolge ein Jahr nach der Erstpublikation der Öffentlichkeit frei zur Verfügung gestellt und über den Konstanzer Publikationsserver KOPS öffentlich und kostenlos zugänglich gemacht werden.

MathOA fordert Transformation von Mathematik-Zeitschriften zu Open Access
Den erfolgreichen Wechsel der renommierten Linguistik-Zeitschrift Lingua hin zur Open Access Zeitschrift Glossa hat Nachahmer in der Mathematik gefunden. Die in den Niederlanden nach dem Vorbild von LingOA gegründete Stiftung MathOA fordert, das wissenschaftliche Publikationssystem zurück in die Hände der Wissenschaft zu holen und unterstützt renommierte wissenschaftliche Mathematik-Zeitschriften bei der Transformation zu Open Access. Bereits angekündigt ist die Ausweitung der Aktivitäten auf weitere Fachrichtungen.

NASA stellt Software Open Access bereit
Die US-amerikanische Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (kurz NASA) stellt Programmcodes entgeltfrei und teils offen (sprich als Open Source Software) bereit. Da bereits seit längerer Zeit Open Access nicht nur als entgeltfreie Verfügbarmachung wissenschaftlicher Texte, sondern auch mit öffentlichen Mitteln erstellter Software oder Daten verstanden wird, bietet die NASA ein anschauliches Beispiel für den Open Access zu Forschungssoftware. Der Software-Katalog ist unter https://software.nasa.gov/ zu finden und bietet in der „Advanced Search“ zahlreiche Möglichkeiten zur präzisen Recherche.

Open-Access-Strategie für die Schweiz
Ende Januar 2017 wurde von Swissuniversities, der Rektorenkonferenz der schweizerischen Hochschulen, die erste nationale Open-Access-Strategie für die Schweiz beschlossen. Der Entscheidungsprozess hierfür war im Dezember 2015 vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation mit dem Auftrag an Swissuniversities und den Schweizerischen Nationalfonds zur gemeinsamen Erarbeitung der Strategie angestoßen worden. Jetzt soll in einem zweiten Prozess bis zum Herbst ein Konzept zur Implementierung der Strategie erarbeitet werden. Zentrale Aussagen der schweizerischen Strategie sind: - Bis 2024 soll die Open-Access-Quote für alle wissenschaftlichen Publikationen, die aus öffentlich geförderter Forschung stammen, 100 % erreicht haben; - Verpflichtungen zum Open-Access-Publizieren sollen mit Ausnahmeklauseln versehen werden; - Open Access kann über den grünen und den goldenen Weg realisiert werden; - die Umstellung auf Open Access-Publizieren soll mittel- und langfristig kostenneutral realisiert werden; - das Urheberrecht der Schweiz soll um ein Zweitveröffentlichungsrecht ergänzt werden.


Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ)

18. BSZ-Kolloquium am 19.09.2017 in Stuttgart

Das 18. BSZ-Kolloquium wird am Dienstag, 19.09.2017, in der Universität Stuttgart stattfinden.

BSZ-Informationstag Sachsen am 08.11.2016

Die Vorträge des BSZ-Informationstages Sachsen, der am 08.11.2016 in der UB Leipzig stattfand, wurden unter dem Link https://swop.bsz-bw.de/solrsearch/index/search/searchtype/collection/id/16309 veröffentlicht.

Kooperation von BSZ und VZG

(aus: VZG Aktuell 2016 Ausgabe 3)

Als erste sichtbare Resultate der strategischen Kooperation von BSZ und GBV wurden mit dem EBM-Tool bzw. –Pool und dem Verfahren zum Abgleich der Lokaldaten aus dem Alma-System der UB Mannheim mit der SWB-Verbunddatenbank die ersten gemeinsamen Services entwickelt und in den Produktivbetrieb übernommen. Zudem wurde ein tagesaktuelles Spiegelungsverfahren für den EBM-Pool zwischen den jeweiligen Verbundanwendungen von GBV und BSZ konzipiert und umgesetzt.

Zur Kooperation von BSZ und VZG gibt es einen weiteren aktuellen Beitrag:
Reiner Diedrichs; Volker Conradt. „Ein Katalog für zehn Bundesländer und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz – Ein Beitrag von BSZ und VZG“. ZfBB 63 (2016) H.5-6. S.274-282

Neue Entgeltordnung des BSZ

Die neue Entgeltordnung des BSZ ist am 01.01.2017 in Kraft getreten.

SWB-Verbundsystem

Die Datenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/) enthielt Ende Februar 2017 rund 73,2 Mio. Bestandsnachweise und rund 23,8 Mio. Titelnachweise.

Museen, Archive und REpositorien (MARE)

Der "Digitale Lesesaal", ein gemeinsames Dokumentenarchiv zur Städtepartnerschaft der Städte Ludwigsburg und Montbéliard, das von den Archiven beider Städte und dem Deutsch-Französischen Institut (dfi) Ludwigsburg betrieben wird, ist als 43. OPUS-Installation am 19.12.2016 in Produktion gegangen. Das in deutscher und französischer Sprache vorliegende Angebot umfasst rund 2.000 Dokumente (Reden, Briefe, Zeitungsartikel, Plakate, Urkunden). Es wurde seit 2012 auf der Basis von SWBcontent geführt und nun erfolgreich vom Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) nach OPUS migriert.

Die Fachhochschule Dortmund ist seit dem 01.12.2016 neuer OPUS4-Kunde. Der neue Hochschulschriftenserver ist unter https://opus4.bsz-bw.de/fhdo abrufbar.

Das BSZ und die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) bieten für die einfache Erfassung von Personen in der GND ein Web-Formular als Service für von ihm betreuten Museen und Archive an. Durch die redaktionelle Betreuung der gemeldeten Personensätze bei einem Bibliotheks- oder Museumsverbund wird sichergestellt, dass die hohe Datenqualität weiterhin gewährleistet bleibt. Die DNB öffnete die Gemeinsame Normdatei schon vor längerer Zeit für Museen und Archive. Für die einfache Erfassung von Personen durch die nicht-bibliothekarischen Sparten stellt sie ein Web-Formular zur Verfügung, dessen Handhabung einfacher ist als die Erfassung in der WinIBW. Damit sollen neue Nutzerkreise in anderen Kultursparten erschlossen und gleichzeitig der Bestand an Normdaten erweitert werden. Die Benutzung des Web-Formulars steht grundsätzlich allen Museen und Archiven offen, die von einem Bibliotheks- oder Museumsverbund redaktionell betreut werden.

Erfolgreiches MusIS-Nutzertreffen in Gotha

Am 20./21.03.2017 fand im Herzoglichen Museum der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha das 18. MusIS-Nutzertreffen statt, das mit über 50 Teilnehmern aus ganz Deutschland und der Schweiz außerordentlich gut besucht war. Zwei Tage lang stand das Thema „Digitalisierung rund um die Museumsdokumentation mit imdas pro“ im Fokus der Gespräche und den Vorträgen, aber auch Fragestellungen zur Provenienzforschung, zur Organisation des Depotumzugs, zu Personennormdaten oder zur Öffnung der Datenbanken für Dritte wurden behandelt. Abgerundet wurde das MusIS-Nutzertreffen von Führungsangeboten durch die Ausstellungen der Stiftung Schloss Friedenstein sowie dem 2015 eröffneten Perthesforum, in dem u.a. die Depots und Werkstätten der Museen untergebracht sind. Die Vorträge der Tagung sind bereits online über das BSZ-Wiki zugänglich, ebenso wie eine Pressemitteilung der Stiftung Schloss Friedenstein anlässlich des Nutzertreffens: https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=mare-team:museums-archivsysteme:musis:informationsmaterial:treffen18


Digitale Angebote und Internet-Portale von Bibliotheken und Archiven des SWB-Verbundes

Aktualisierter Ratgeber für Literaturverwaltung der SLUB Dresden

Der aktualisierte Ratgeber für Literaturverwaltung der SLUB Dresden enthält einen Vergleich von sechs Literaturverwaltungsprogrammen: Zotero, Citavi, Mendeley, RefWorks, EndNote und JabRef. Es wurden Versionen mit Stand 11/2016 getestet. Folgende Kriterien wurden berücksichtigt: Allgemeines und Installation, Import- / Exportmöglichkeiten, Dateneingabe und -bearbeitung, Anzeige und Suche, Kooperation, Zitieren und Literaturlisten, weitere Funktionen und Benutzung. Der Vergleich schließt mit einer Gesamtbewertung der Stärken und Schwächen und gibt zielgruppenspezifische Auswahlempfehlungen.

FID Kunst wird weiter gefördert

Der wissenschaftliche Fachinformationsdienst Kunst, Fotografie, Design wird in den kommenden drei Jahren weiter ausgebaut, um den Nutzern einen noch besseren Informationsservice zur europäischen Kunst und Kunstgeschichte zu bieten. Die webbasierte Infrastruktur – das Portal arthistoricum.net – wird von der UB Heidelberg und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden betrieben. Für den Ausbau der digital verfügbaren Ressourcen und die weitere Digitalisierung kunstwissenschaftlich relevanter Quellen hat die DFG erneut eine Förderung bewilligt. Für die Heidelberger Arbeiten in dieser zweiten Projektphase von 2017 bis 2019 stellt die DFG Mittel in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro zur Verfügung. Das Portal arthistoricum.net wird bereits seit 2012 von den beiden Bibliotheken betrieben. Der Arbeitsschwerpunkt der UB Heidelberg liegt bei diesem Projekt im Bereich des Elektronischen Publizierens. Sie hostet unter anderem mehr als 20 kunstwissenschaftliche Journale, deren Herausgeber sie auch bei der Qualitätssicherung und beim Layout unterstützt. In der ersten, ebenfalls von der DFG-geförderten Projektphase von 2014 bis 2016 wurde zudem eine Open-Access-Plattform für elektronische Bücher aufgebaut: Sie umfasst Online-Publikationsmöglichkeiten für wissenschaftliche E-Books in unterschiedlichen digitalen Formaten wie auch die Veröffentlichung als Buch im Print-on-Demand (arthistoricum.net – ART-Books).

SLUB Dresden stellt 95 Originalhandschriften der Reformation ins Netz

In den 95 Kalenderwochen vom Januar 2016 bis zum 31.10.2017 stellt die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) aus ihrem großen Fundus an Reformationsquellen Woche für Woche jeweils eine Originalhandschrift im Internet vor und beantwortet u.a. folgende Fragen: Wie sah Luthers Handschrift aus? Was hat ihn und seine Weggefährten bewegt? Alle digitalisierten Dokumente werden zu einer digitalen Bibliothek der Reformation zusammengefügt und unter http://reformation.slub-dresden.de/ präsentiert.

Schriften Luthers in der UB Heidelberg

Die UB Heidelberg besitzt in verschiedenen Bereichen ihrer „Historischen Sammlungen“ reformatorisches Schrifttum, zu dem auch zahlreiche Texte Martin Luthers gehören. Darunter befinden sich auch vier Autografen, also eigenhändige Niederschriften seiner Texte (Cod. Pal. germ. 40; Cod. Pal. germ. 423; Cod. Pal. germ. 731; Cod. Pal. germ. 732). Einige der lutherischen Drucke im Bestand wurden anlässlich des Reformationsjubiläums digitalisiert. Aus folgenden vier Bereichen hat die UB Heidelberg Schriften Martin Luthers auf einer eigens eingerichteten Webseite (http://www.ub.uni-heidelberg.de/allg/benutzung/bereiche/handschriften/luther2017.html) zusammengefasst: Bibliotheca Palatina (Datenbank PalatinaSEARCH), Salemer Klosterbibliothek, Allgemeiner UB-Bestand (unter dem Schlagwort „Martin Luther“), Digitalisierte Luther-Schriften der UB Heidelberg.

Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel zeigt virtuelle Ausstellung zu Martin Luther

Der Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel, an dem das Deutsche Literaturarchiv Marbach beteiligt ist, hat unter dem Titel „Luthermania online – Ansichten einer Kultfigur“ eine virtuelle Schau ins Internet gestellt, für die viele Druckwerke und Flugschriften vollständig digitalisiert und alle Exponate um zahlreiche Zusatzinformationen, Verlinkungen und Erschließungsmöglichkeiten ergänzt worden sind.

Über 10.000 FreiDok plus-Einträge im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek

Mit dem letzten wöchentlichen Datenabzug durch die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) wurden Ende März 2017 über 10.000 Datensätze der UB Freiburg aus FreiDok plus plus im Katalog der DNB nachgewiesen. Durch den regelmäßigen, elektronischen Datenaustausch mit der Deutschen Nationalbibliothek werden die Titelinformationen aus dem Repositorium der Universität Freiburg FreiDok plus im Katalog der DNB nachgewiesen und die dazugehörigen Volltexte archiviert. Die Verwendung von Normdaten aus der Gemeinsamen Normdatei (GND) für Personen, Institutionen und Schlagwörter sorgt für qualitativ hochwertige Katalogeinträge, bei denen zum Beispiel die Titel automatisch den beteiligten Personen eindeutig zugeordnet werden können.

Badische Landesbibliothek Karlsruhe digitalisiert Theaterzettel

Die Badische Landesbibliothek Karlsruhe hat im Herbst 2016 die Digitalisierung von rund 26.000 Karlsruher Theaterzetteln abgeschlossen und bietet sie in ihren Digitalen Sammlungen unter Theaterzettel an. Als Vorlage für die Digitalisierung dienten die Bestände des Badischen Staatstheaters, die sich nahezu lückenlos von der Spielzeit 1813/14 bis zum Ende der Weimarer Republik erhalten haben. Lediglich die Spielzeiten 1912/13 und 1926/27 fehlen. Dank der bis 1939 fortgesetzten Reihe ist heute bekannt, was das Theater den Karlsruhern als Abendunterhaltung bot. Die aufgeführten Werke, ihre Autoren bzw. Komponisten lassen sich anhand einer Liste in den Digitalen Sammlungen ermitteln. Ein Kalender hilft festzustellen, welche Werke an welchem Datum in Karlsruhe oder in Baden-Baden zur Aufführung gelangten. Die Digitalisierung der Theaterzettel wurde mit Unterstützung des Badischen Staatstheaters in Karlsruhe durchgeführt.

Forschungsdaten des KIT werden kostenfrei im Repository KITopen veröffentlicht

Ein neuer Forschungsdatenservice der KIT-Bibliothek Karlsruhe steht zunächst ausschließlich Promovierenden zur Verfügung, die gemeinsam mit der Veröffentlichung der Promotionsschrift über die KIT-Bibliothek auch die zugrundeliegenden Forschungsdaten (in der Regel Primärdaten bzw. Rohdaten), die im Laufe der wissenschaftlichen Tätigkeit entstanden sind, über das Repository KITopen veröffentlichen und archivieren. Dabei gibt es keine Einschränkung auf bestimmte Fachdisziplinen oder einzelne Dateiformate. Der Dienst steht grundsätzlich allen Promovierenden des KIT offen. Die konkreten Erweiterungen der Services von KITopen erfolgten im Rahmen des Landesprojektes bwDataDiss, das das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg initiierte, um Einrichtungen des Landes beim Aufbau von Infrastrukturen rund um das Thema Forschungsdaten zu befördern. BwDataDiss baut auf der leistungsfähigen Speicherinfrastruktur des SCC (= Steinbuch Centre for Computing), des wissenschaftlichen Rechen- und IT-Service-Zentrums des KIT Karlsruhe, auf und ermöglicht auch kleineren Einrichtungen ohne große Rechenzentren vor Ort, die Repositorien der Bibliotheken um neue Forschungsdatenservices zu erweitern. Am KIT waren dabei sowohl die KIT-Bibliothek als auch das SCC beteiligt, die dafür ihre Erfahrungen im Bereich des Publikationsmanagements und der Bereitstellung einer leistungsfähigen Speicherinfrastruktur bündelten.

Bach-Archiv Leipzig hat mit der Digitalisierung der Sammlung Gorke begonnen

Das Bach-Archiv Leipzig hat im September 2016 mit der Digitalisierung der rund 700 Musikhandschriften umfassenden Sammlung Gorke begonnen. Im Rahmen des sächsischen Landesdigitalisierungsprogramms für Wissenschaft und Kultur wird das für Musiker und Forscher gleichermaßen wichtige Projekt von der SLUB Dresden koordiniert. Durch die Digitalisierung, die Publikation im Open Access und die anschließende Tiefenerschließung im Internationalen Quellenlexikon der Musik (RISM) setzt das Bach-Archiv in Leipzig neue Impulse für die wissenschaftliche Auseinandersetzung auch mit den bisher eher unbekannten Beständen der Sammlung (vgl. dazu Manuel Bärwald; Julia Meyer. „Auftakt für Manfred Gorke: Musikhandschriften für die Bach-Forschung im sächsischen Landesdigitalisierungsprogram“. BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 9. 2016. H.3. S. 136-137).

Filme des Tanzarchivs Leipzig im Landesdigitalisierungsprogramm erschlossen

Das Tanzarchiv Leipzig wurde 1957 von Kurt Petermann gegründet. Es arbeitete seit 1993 als gemeinnütziger Verein, wurde 2011 in die Verantwortung der UB Leipzig übergeben und befindet sich seitdem in der Bibliotheca Albertina. Damals begannen erste Erschließungsarbeiten und Sicherungsmaßnahmen am Bestand. Dabei standen zunächst die Katalogisierung der Fachbibliothek des Tanzarchivs im SWB sowie die Erschließung der handschriftlichen Materialien im Verbundkatalog Kalliope im Vordergrund. Im nächsten Schritt sollen mit Hilfe eines Drittmittelprojekts die Personennachlässe wichtiger Choreografen und Tanzhistoriker wie Rudolf von Laban, Mary Wigman, Gret Palucca, Jenny Gertz, Fritz Böhme, Jean Weidt, Rudolf Liechtenhan, Ilse Loesch, Kurt Petermann und Uwe Scholz katalogisiert werden. Eine besondere Herausforderung stellten die audiovisuellen Materialien des Tanzarchivs dar. Es handelt sich dabei vor allem um zwei Bestandsgruppen: zum einen Tonbänder aus den 1950er bis in die späten 1980er Jahren, zum anderen Rollfilme vorwiegend aus den 1970er und 1980er Jahren. Beide Medienformen sind von Zerfall bedroht. Im Rahmen des sächsischen Landesdigitalisierungsprogramms konnte ein Weg zur Sicherung und Digitalisierung gefunden werden: 2015 wurden 2.000 Minuten Film von insgesamt 7.000 Minuten durch einen Dienstleister digitalisiert. In den nächsten Jahren sollen alle Originalaufnahmen des Tanzarchivs auf Film und Tonband digital gesichert werden. Aufgrund des schwierigen Erhaltungszustandes können die Filme erst nach der Digitalisierung erschlossen werden. Anhand der Digitalisate sollen Primär- und Sekundärform im Verbundkatalog nach den entsprechenden Erschließungsrichtlinien nachgewiesen werden (vgl. dazu Thomas Fuchs. „Für die Forschung gerettet: Filme des Tanzarchivs Leipzig im Landesdigitalisierungsprogramm erschlossen“. BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 9. 2016. H.3. S. 138-138).

Neue Durchführungsverordnung zum Saarländischen Mediengesetz

Am 24. November 2016 ist die Verordnung zur Durchführung des Saarländischen Mediengesetzes über die Ablieferung von Pflichtexemplaren in Kraft getreten. Mit der Novellierung des Saarländischen Mediengesetzes hatte sich im Dezember 2015 auch das Pflichtexemplarrecht wesentlich geändert (s. Amtsblatt des Saarlandes Teil I vom 10.12.2015, §14). Anstelle der bisherigen Anbietungspflicht besteht seitdem eine Abgabepflicht. Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Abgabepflicht auch für digitalisierte (unkörperliche) Werke. In der neuen Durchführungsverordnung wird nun auf Grundlage des novellierten Saarländischen Mediengesetzes das Ablieferungsverfahren und insbesondere die Entschädigung neu geregelt. Der vollständige Text findet sich im Verkündungsportal des Saarlandes (Ausgabe Nr. 45 vom 24.11.2016 / Amtsblatt des Saarlandes Teil I).

Sächsische Hochschulbibliotheken erhalten Millionenförderung für die Entwicklung der wissenschaftlichen Informationsinfrastruktur

Der Freistaat Sachsen fördert die Entwicklung der wissenschaftlichen Informationsinfrastruktur im Land bis 2020 mit insgesamt sechs Millionen Euro aus dem EU-Strukturfonds EFRE. Die SLUB Dresden hat im November 2016 erste Zuwendungsbescheide über insgesamt 3,5 Millionen Euro erhalten. Damit werden die Hochschulbibliotheken ihre Werkzeuge und Dienste in den Bereichen Lizenzmanagement für digitale Inhalte, Datenintegration und Informationsrecherche ausbauen und Forschung und Wirtschaft in Sachsen noch wirksamer unterstützen können. Im Januar 2017 starten die ersten drei Projekte. In einem Verbundprojekt werden Bibliotheksdaten nach internationalen Standards so aufbereitet, dass sie weltweit frei verfügbar und nutzbar sind. Außerdem wird die Grundlage für den vermehrten Einsatz visueller Recherchehilfen wie Geodaten geschaffen. Unter Federführung der UB Leipzig schaffen die Hochschulbibliotheken ein einheitliches System für eine effiziente Lizenzverwaltung elektronischer Informationsressourcen im Freistaat. Hier hat die UB Leipzig mit der Software AMSL bereits eine Lösung entwickelt, die im Rahmen des nun geplanten Projektes weiterentwickelt und auf andere sächsische Hochschulbibliotheken übertragen wird. Die SLUB Dresden baut in enger Zusammenarbeit mit der international profilierten sächsischen Materialforschung eine Digitale Materialbibliothek auf. Bislang sind Forschungsdaten, Herstellerinformationen und Anwenderbeispiele heterogen strukturiert und müssen in verschiedenen Datenbanken recherchiert werden. Die SLUB will den Schatz der materialwissenschaftlichen Daten nun in einem fachspezifischen Portal zusammenführen.

100 Jahre Institut für Auslandsbeziehungen - ifa-Bibliothek stellt ihr Rechercheinstrumentarium vor

Das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) wurde am 10.01.2017 einhundert Jahre alt. Aus diesem Anlass veröffentlichte das ifa eine Jubiläumsschrift mit dem Titel „Geschichten, Beziehungen, Perspektiven“. Die ifa-Bibliothek in Stuttgart ist die führende Spezialbibliothek zu Themen des internationalen Kulturaustauschs. Das Spektrum reicht von Cultural Diplomacy und Soft Power über Sprachenpolitik und Wissenschaftsbeziehungen bis zu interkultureller Kommunikation, nationalen Stereotypen und kultureller Länderkunde. Die Bibliothek ist öffentlich zugänglich und an den nationalen (SWB-Online-Fernleihe) und internationalen Leihverkehr der Bibliotheken angeschlossen. In einem Beitrag auf der Website des ifa beschreibt die Bibliotheksleiterin das Instrumentarium (in erster Linie Informationsportale, aktuelle Literaturhinweise, Bibliografien, Online-Kataloge, Zeitschriften, Jahrbücher und Newsletter), das der Bibliothek zur Verfügung steht, um das Thema Auswärtige Kulturpolitik und internationale Kulturbeziehungen in allen Facetten zu beleuchten (http://www.ifa.de/bibliothek/recherchieren-in-literatur-und-internet.html).

Käte-Hamburger Forschungsbibliographie ist online

Die Käte-Hamburger Forschungsstelle des Stuttgart Research Centre for Text Studies (SRCTS) hat eine Bibliografie mit Primär- und Sekundärliteratur von und zu Käte Hamburger online gestellt. Sie kann unter http://www.ts.uni-stuttgart.de/hamburger/index.html aufgerufen werden. Die Seite führt über Links zu allen online frei zugänglichen Texten Hamburgers. In Kooperation mit der UB Stuttgart werden im Rahmen des Käte-Hamburger-Projektes sukzessiv Schriften Hamburgers als Digitalisate zur Verfügung gestellt. Den Anfang machen die erste und zweite Auflage von Hamburgers Hauptwerk "Die Logik der Dichtung".

Dissertationenliste 2016/2 der Universität Stuttgart

Die UB Stuttgart hat alle Dissertationen und Habilitationsschriften, die im Zeitraum Juli bis Dezember 2016 an der Universität Stuttgart abgeschlossen wurden, auf ihrer Website veröffentlicht.

WLB Stuttgart schließt Konversion des DigiKat ab

Der DigiKat (= digitalisierter Katalog) der WLB Stuttgart mit rund 2,7 Mio. Katalogzetteln wurde vollständig konvertiert und ist somit überflüssig geworden. Die Altbestände der WLB sind jetzt im aDIS-Katalog der Bibliothek (https://wlb.ibs-bw.de/) und im SWB komplett nachgewiesen. Die Altbestände der Musik und der Bibliothek für Zeitgeschichte werden im Anschluss daran erfasst.

Suche nach NS-Raubgut in der Württembergischen Landesbibliothek

Als erste Bibliothek im Bundesland Baden-Württemberg untersucht die Württembergische Landesbibliothek seit Juni 2016 ihre Bestände systematisch nach NS-Raubgut. Das Projekt wird zu gleichen Teilen finanziell gefördert von der Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Die Laufzeit beträgt drei Jahre. In dem Projekt werden sämtliche antiquarisch erworbenen Bände der 1950er und 1960er Jahre nach Besitzmerkmalen wie Exlibris, handschriftlichen Eintragungen oder Stempeln durchgesehen. Insgesamt handelt es sich dabei um circa 60.000 Bände. Die Funde werden in einer hauseigenen Datenbank dokumentiert und in die entsprechenden überregionalen Verzeichnisse (z.B. Lost-Art-Datenbank, Provenienz-Wiki des GBV) sowie in den Südwestdeutschen Bibliotheksverbund (SWB) eingebracht. Aus den Provenzienzmerkmalen in den Büchern lässt sich nur in wenigen Fällen eindeutig auf individuelle Personen oder Institutionen schließen. Es gibt große Unterschiede, wie genau sich aus diesen Merkmalen nachweisen lässt, dass es sich bei einem der gefundenen Bände tatsächlich um NS-Raubgut handelt. Um dem Rechnung zu tragen, werden die jeweiligen Bücher in verschiedene Kategorien eingeordnet, je nachdem, wie wahrscheinlich der Verdacht auf NS-Raubgut ist. Diese reichen von Kategorie 1 „geklärt, kein Raubgut“ über „unspezifisch“, „verdächtig“ bis hin zu „NS-Raubgut“ oder „zurückgegeben“ bzw. „restituiert“. Als verdächtig eingestufte Besitzmerkmale werden im Provenienz-Wiki des GBV verzeichnet, um sie einer größeren Öffentlichkeit und vor allen Dingen auch anderen ProvenienzforscherInnen zugänglich zu machen. Daneben werden die verdächtigen Provenienzen sowohl im OPAC der WLB als auch im Südwestdeutschen Bibliotheksverbund (SWB) verzeichnet. Das Ziel ist die Rückgabe bzw. Restitution der geraubten Bücher an die Opfer bzw. deren Erben.


SWB-Online-Fernleihe und verbundübergreifende Fernleihe

SWB-Online-Fernleihe

Teilnehmerstand

Aktuell (Stand: 22.02.2017) nehmen insgesamt 377 (Teil-)Bibliotheken an der SWB-Online-Fernleihe teil (115 gebend und nehmend, 262 nur nehmend). Neu hinzugekommen sind: Öffentliche Bibliothek Kirchzarten <2395>, Giersbergstraße 33, 79199 Kirchzarten (im Dezember 2016); Stadtbibliothek Rottenburg am Neckar <2455>, Königstraße 2, 72108 Rottenburg/Neckar (im Januar 2017) (beide nur nehmend).

Die Bibliothek der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg <Rt3> nimmt seit Mitte Februar 2017 auch aktiv an der SWB-Online-Fernleihe teil. „Rt3“ kann nun bei den bestellenden Bibliotheken in den Leitweg aufgenommen werden.

Die Liste der an der SWB-Online-Fernleihe teilnehmenden Bibliotheken steht unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken zum Abruf bereit.

Neuzulassungen zum Leihverkehr in der Südwest-Verbundregion

in Baden-Württemberg:

Das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) hat folgende Bibliotheken zum überregionalen Leihverkehr der deutschen Bibliotheken zugelassen:

Öffentliche Bibliothek Kirchzarten <2349>, Giersbergstraße 33, 79199 Kirchzarten, Tel. 07661/61853 E-Mail bibliothek.kirchzarten@lkbh.de URL https://web-opac.kivbf.de/kirchzarten/index.asp?DB=Kirchzarten ISIL DE-2349 BAW

Stadtbibliothek Rottenburg am Neckar <2455>, Königstraße 2, 72108 Rottenburg am Neckar, Tel. 07472/165-165, E-Mail stadtbibliothek@rottenburg.de URL http://www.stadtbibliothek-rottenburg.de ISIL DE-2455 BAW

Ludwig-Erhard-Schule - Kaufmännische Schulen Mosbach, Lerntreff (Schulbibliothek) <2460>, Jean-de-la-Fontaine-Straße 1, 74821 Mosbach, Tel. 06261/92 20-0, E-Mail lernles@les-mosbach.de URL http://www.les-mosbach.info/ ISIL DE-2460 BAW

im Saarland:

Berufsakademie für Gesundheits- und Sozialwesen Saarland (BA GSS), Bibliothek <1941>, Konrad-Zuse-Straße 3a, 66115 Saarbrücken, Tel. 0681/87009-828, E-Mail bibliothek-ba@bagss.de, URL http://www.bagss.de/ ISIL DE-1941 BAW

Die aktuelle Leihverkehrsliste für die Südwest-Region ist im BSZ-Fernleih-Wiki unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken:baden-wuerttemberg zugänglich.


Neue Adressdaten, Namensänderungen, Bibliothekssigel und Sigelstreichungen

<neues Sigel:> Ortsbücherei Aichwald <2471>, Hauptstraße 17, 73773 Aichwald, Tel. (0711) 3051933, E-Mail ortsbuecherei@aichwald.de, URL http://www.aichwald.de/,Lde/start/Freizeit_+Kultur_+Touristik/Ortsbuecherei.html ISIL DE-2471 BAW

<Adressänderung:> Universitätsbibliothek Braunschweig <84>, Universitätsplatz 1, 38106 Braunschweig (alle anderen Adressdaten bleiben unverändert) NIE

<neues Sigel:> Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Bibliothek <2434>, Georg-Wilhelm-Straße 1, 29223 Celle, Tel. (0541) 962-210, Fax (0541) 962-200, E-Mail LSGCE-bibliothek@justiz.niedersachsen.de, URL http://www.landessozialgericht.niedersachsen.de/startseite/ ISIL DE-2434 NIE

<Adressänderung:> Regionalverband Ruhr, Bibliothek <E 15>, Kronprinzenstraße 6, 45128 Essen

<neues Sigel:> Eichendorff-Gymnasium, Lernmittelsammlung <2450>, Goethestraße 2-10, 76275 Ettlingen ISIL DE-2450 URL http://www.eichendorff-gymnasium.net/

<geänderte Telefonnummer:> UB Greifswald <9>: Tel. (03834) 420-1523, Fax (03834) 420-1510 HAM

<Adressänderung:> Mediathek Kamp-Lintfort <782>, Freiherr-vom-Stein-Straße 26, 47475 Kamp-Lintfort, Tel. (02842) 927 95-0, E-Mail mediathek@kamp-lintfort.de ISIL DE-782 NRW

<neue zentrale E-Mail-Adresse:> UB Kassel <34> E-Mail fl@bibliothek.uni-kassel.de HES

<Adressänderung:> HTWG Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung, Bibliothek <Kon 4>, Alfred-Wachtel-Straße 8, 78462 Konstanz / neue E-Mail-Adresse bib-fernleihe@htwg-konstanz.de BAW

<Adressänderung:> Stadtbücherei Künzelsau <2027>, Stuttgarter Straße 7, 74653 Künzelsau

<Streichung eines Sigels:> Litauisches Kulturinstitut, Bibliothek <He 201> in Lampertheim. Die Bestände sind von der Staatsbibliothek zu Berlin übernommen worden.

<Namensänderung:> Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa e.V. (GWZO) – Bibliothek <L 327>, Specks Hof (Eingang A) - Reichsstraße 4-6, 04109 Leipzig, Tel. (0341)-97 355 43, Fax (0341) 97 355 69 URL http://research.uni-leipzig.de/gwzo/ SAX - Das Institut ist seit dem 01.01.2017 Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft. Deshalb hat sich der Name geändert.

Maulbronn, Sportarchiv im Landesarchiv Baden-Württemberg, Bibliothek <Mau 2> s. Stuttgart

<neues Sigel:> Ludwig-Erhard-Schule Mosbach <2460>, Jean-de-la-Fontaine-Straße 1, 74821 Mosbach, Tel. (06261) 92 20 43, E-Mail info@les-mosbach.de URL http://www.les-mosbach.de ISIL DE-2460 BAW

<neue E-Mail-Adresse:> Stadtbibliothek Neustadt/Weinstraße <838>, E-Mail Ann-Kathrin.Horwedel@Stadt-nw.de NRW

<neue Anschrift und E-Mail-Adresse:> HfWU Nürtingen-Geislingen, Bibliothek Campus Hauber <1869>, Sigmaringer Straße 14, 72622 Nürtingen, E-Mail fernleihe-nuertingen@hfwu.de BAW

<neues Sigel:> Fachhochschule für Verwaltung des Saarlandes, Bibliothek <2464>, Am Campus 7, 66287 Quierschied, Tel. (0681) 76 42, E-Mail m.gruen@fhsv.saarland.de ISIL DE-2464 BAW

<neues Sigel:> Stadtbibliothek Rottenburg am Neckar <2455>, Königstraße 2, 72108 Rottenburg/Neckar, Tel. (07472)165-165, E-Mail stadtbibliothek@rottenburg.de URL http://www.stadtbibliothek-rottenburg.de/ ISIL DE-2455

<Adressänderung:> Sportarchiv im Landesarchiv Baden-Württemberg, Bibliothek <Mau 2>, Olgastraße 80, 70182 Stuttgart [Besucheranschrift], Postanschrift: Konrad-Adenauer-Straße 4, 75433 Stuttgart, E-Mail markus.friedrich@la-bw.de URL http://www.ifsg-bw.de/ ISIL DE-Mau2 BAW

<neues Sigel:> Gemeindebücherei Teningen <2440>, Bahlingerstraße 30, 79331 Teningen, E-Mail buecherei.teningen@web.de ISIL DE-2440 BAW

<Adressänderung:> Bibliothek Witten <367>, Ruhrstraße 69, 58452 Witten NRW

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