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Inhaltsverzeichnis

ZKBW-Dialog Nr. 86 vom 04.11.2016

Überregionale Themen

DFG

Der Jahresbericht der Deutschen Forschungsgemeinschaft bietet auf gut 300 Seiten einen umfassenden Überblick über die Tätigkeits- und Förderschwerpunkte im Jahr 2015. Darin werden Projekte aus der Forschungs- und Infrastrukturförderung vorgestellt, die für die über 30.000 Vorhaben stehen, die im Berichtsjahr von der DFG mit insgesamt fast drei Milliarden Euro gefördert wurden. Ein ausführlicher statistischer Teil präsentiert die wichtigsten Zahlen und Grafiken zum Förderhandeln der DFG.

Die DFG hat im Bereich Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme (LIS) das Förderprogramm „e-Research-Technologien“ eingerichtet, zu dem jederzeit Anträge eingereicht werden können. Das Ziel des Programms ist die Förderung von Technologien, Werkzeugen oder Verfahren sowie von Organisationsformen oder Finanzierungsmodellen für digitale Informationsinfrastrukturen. Im Mittelpunkt stehen dabei diejenigen digitalen und webbasierten Unterstützungstechnologien, die Forschung und wissenschaftliche Informationsversorgung ermöglichen und verbessern. Anträge können gestellt werden:
• zur Entwicklung und Ausgestaltung von Technologien, Werkzeugen, Verfahren oder Anwendungen für die Beschaffung, die Zugänglich- und Nutzbarmachung, die Bearbeitung und Auswertung sowie für die Sicherung von wissenschaftlich relevanten Informationen;
• zur Entwicklung und Ausgestaltung der für den Einsatz von e-Research-Technologien nötigen Organisationsformen und von Modellen, mit denen der langfristige Betrieb von Informationsinfrastrukturen gesichert wird.
Die Förderung zielt auf eine überregionale Verbesserung der Informationsinfrastrukturen und soll Dienstleistungen für die Wissenschaft ermöglichen. Das Merkblatt „e-Research-Technologien“ (DFG-Vordruck 12.19) ist zu finden unter http://www.dfg.de/formulare/12_19/12_19_de.pdf.

Urheberrecht – Open Access – Open Data

Urheber- und Internetrecht

VG Wort und Kultusministerkonferenz einigen sich über Intranet- und Leseplatz-Vergütungen
Die VG Wort und die Kultusministerkonferenz (KMK) haben zwei neue Rahmenverträge abgeschlossen, die Vergütungen für Rechteinhaber sichern: bei der gesetzlich erlaubten Intranetnutzung an Hochschulen und bei der Zugänglichmachung von Werken an elektronischen Leseplätzen.

Intranetnutzungen an Hochschulen
Die VG WORT und die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) haben zunächst einen neuen Rahmenvertrag zur Vergütung gesetzlich erlaubter Intranetnutzungen an öffentlichen Hochschulen gemäß § 52a UrhG abgeschlossen. Der Vertrag tritt mit Wirkung zum 01. Januar 2017 in Kraft. Er regelt die Einzelnutzung von Schriftwerken und Teilen von Schriftwerken zum Zweck der Lehre und Forschung und sichert gleichzeitig eine angemessene Vergütung für die Rechteinhaber. Die VG WORT hat ein elektronisches Meldeverfahren zur Erfassung und Meldung der einzelnen, an den Hochschulen vorgenommenen Nutzungen entwickelt. Dieses Verfahren wurde im Wintersemester 2014/2015 in einem Pilotprojekt an der Universität Osnabrück getestet: https://www.virtuos.uni-osnabrueck.de/forschung/projekte/pilotprojekt_zum_52a_urhg.html.

Der Text der Rahmenvereinbarung ist zugänglich unter http://tinyurl.com/zanjjgz.

Die LRK Niedersachsen und die Kanzlerrunden in Niedersachsen und in NRW hatten sich schon frühzeitig gegen den Beitritt zur Rahmenvereinbarung positioniert. Auch die Rektoren, Präsidentinnen und Präsidenten der baden-württembergischen und bayerischen Universitäten haben sich am 14.10.2016 auf einer gemeinsamen Sitzung in München gegen einen Beitritt zu der Rahmenvereinbarung ausgesprochen: http://www.lrk-bw.de/index.php/pressemitteilungen. Als Hauptgrund der Ablehnung wird genannt, dass durch das Einzelmeldeverfahren die Digitalisierung der Hochschullehre massiv behindert wird. Vorgeschlagen wurde stattdessen eine angemessene Pauschalabrechnung.

Zugänglichmachung von Werken an elektronischen Leseplätzen
Weiterhin haben sich die VG WORT, die VG Bild-Kunst und die KMK auf einen neuen Rahmenvertrag verständigt, der gemäß § 52b UrhG die Vergütung für die Zugänglichmachung von Werken an elektronischen Leseplätzen in öffentlichen Bibliotheken, Museen und Archiven für die Rechteinhaber sichert. Der Vertrag tritt am 30. September 2016 in Kraft und hat eine Laufzeit bis 31. August 2019. Er umfasst unter den Voraussetzungen des § 52b UrhG die öffentliche Zugänglichmachung von Werken an elektronischen Leseplätzen. Ferner kann den Nutzern ermöglicht werden, unter den Voraussetzungen des § 53 UrhG („Erlaubte Vervielfältigungen zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch“) Vervielfältigungshandlungen wie Ausdrucken oder Abspeichern, vorzunehmen. Die im Wesentlichen vollständige Vervielfältigung von Büchern oder Zeitschriften ist dabei nach § 53 Abs. 4b UrhG stets unzulässig, soweit es sich nicht um Werke handelt, die seit mindestens zwei Jahren vergriffen sind. Außerdem werden die Einrichtungen sicherstellen, dass der Zugang zu elektronischen Leseplätzen den rechtmäßigen Nutzern der Einrichtung vorbehalten wird und ein Abspeichern und Ausdrucken nur bei passwortgeschütztem Zugang möglich ist. Die betreffenden Einrichtungen zahlen für den Vertragszeitraum eine einmalige Vergütung in Höhe von 120% des Nettoladenpreises des jeweiligen Printwerks an die VG WORT. Im Wintersemester 2018/2019 werden die Länder unter Beteiligung der VG WORT eine empirische Erhebung an den Einrichtungen durchführen. Auf der Grundlage der Erhebungsergebnisse sollen Anfang 2019 Verhandlungen über eine nutzungsbezogene Vergütung aufgenommen werden.

Studie zur allgemeinen Bildungs- und Wissenschaftsschranke
Eine Studie vom Juli 2016 belegt, wie ein unzeitgemäßes Urheberrecht die Bildungseinrichtungen davon abhält, die Möglichkeiten digitaler Technologien für Lehre und Forschung auszuschöpfen. Sie zeigt aber auch Lösungswege auf, allen voran die Einführung einer allgemeinen Bildungs- und Wissenschaftsschranke. Die Studie des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie mit dem Titel "Ökonomische Auswirkungen einer Bildungs- und Wissenschaftsschranke im Urheberrecht", die im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung entstand, basierte auf einer Fragebogenaktion bei 303 wissenschaftlichen Bibliotheken und 133 Stadtbibliotheken.

Konsultation zur geplanten EU Copyright Reform
Am 14.09.2016 hat die Europäische Kommission Überlegungen und Regelungsvorschläge zur geplanten Reform des europäischen Urheberrechts vorgelegt. Bis Ende Oktober hatten Verbände (wie der dbv und der Deutsche Museumsbund) und Institutionen die Gelegenheit, zu den Regelungen Stellung zu beziehen und sich an der Konsultation - in Deutschland durchgeführt vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) - zu beteiligen.

Vergütungspflicht des Betreibers von Ablichtungsgeräten
Nach § 54c UrhG haben Betreiber von Kopier- und andere Geräten, die zur Vervielfältigung urheberrechtlich geschützter Werke genutzt werden (können), die Pflicht, die Geräte bei der VG Wort zu melden und eine jährliche Pauschale zu zahlen. Für Hochschulen und öffentliche Bibliotheken haben deren Träger (Bund und Länder) mit den Verwertungsgesellschaften Wort und Bild-Kunst die Bedingungen und Höhe der Betreibervergütung in einem Rahmenvertrag geregelt. Unter die anzumeldenden Geräte fallen grundsätzlich Kopierer und Scanner sowie Drucker, „wenn sie Papier mindestens im Format DIN A4 und nicht größer als im Format DIN A3 verarbeiten können“. Wer Eigentümer der Geräte ist, ist gleichgültig: Auch geleaste Geräte bedürfen der Betreiberabgabe. Weitere ausführliche Informationen stehen zum Abruf bereit (http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/Kommissionen/Kom_Recht/Rechtsinformationen/2016-07-21_Information_Betreiberabgabe_2016_07.pdf).

VG Wort versendet Rückforderungsschreiben
Der Verwaltungsrat der VG Wort hat am 10.10.2016 in München beschlossen, dass Verlage die in den Jahren 2012 bis 2015 zu Unrecht erhaltenen Aussschüttungsbeträge grundsätzlich bis zum 30. November 2016 zurückzahlen müssen. Alle betroffenen Verlage werden von der VG Wort bis Ende Oktober angeschrieben und über die genaue Höhe des jeweiligen Rückzahlungsbetrags und die einzelnen Verfahrensschritte informiert. Der Börsenverein hat dazu ein Merkblatt vorbereitet, das auch auf der Frankfurter Buchmesse auslag.

Marrakesch-Vertrag ist zum 30.09.2016 in Kraft getreten
Nach der Unterzeichnung durch Kanada als 20. Staat ist am 30.09.2016 der Marrakesch-Vertrag der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) in Kraft getreten. Der Vertrag hat zum Ziel, den Zugang zu veröffentlichten Werken für blinde, seh- oder anderweitig lesebehinderte Menschen zu verbessern. Bereits Ende 2014 hatte Electronic Information for Libraries (EIFL) eine Handreichung veröffentlicht, die die Umsetzung des Vertrags und dessen Relevanz für Bibliotheken hervorhebt. Weitere Informationen (in englischer Sprache): https://www.un.org/development/desa/disabilities/news/dspd/canadas-accession-to-marrakesh-treaty-brings-treaty-into-force.html. Der Text des Marrakesch-Vertrages steht unter http://www.wipo.int/treaties/en/ip/marrakesh/ zum Download zur Verfügung.

Literaturhinweise (in Auswahl)

Hartmann, Thomas. „Eine juristische Agenda für digitale Inhalte“. Recht Bibliothek Dokumentation. Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft für juristisches Bibliotheks- und Dokumentationswesen. 46 (2016) H.1. S.21-39.

„…Die digitale Transformation erobert Berufsbilder, Geschäftsfelder und Lebensbereiche. In einem freiheitlichen Rechtsstaat darf nicht die Digitalisierung Mensch und Gemeinschaft kontrollieren, sondern der demokratisch legitimierte Gesetzgeber gestaltet das Zusammenleben. Gelingt die entsprechende Reformierung der Rechtsgrundlagen auf Dauer nicht, verliert etwa das Urheberrecht weiter an Akzeptanz, der Datenschutz droht sich von der Lebensrealität der Menschen abzukoppeln. Dieser Beitrag beschreibt zehn Regulierungsaspekte (Geistiges Eigentum vs. Sacheigentum; Urheberrecht zur Förderung von Innovation und Kreativität; Lizenzhandel; Urheberschaft der vielen; Bildung und Wissenschaft im Urheberrecht; Medien- und Marktkonvergenzen; Verantwortlichkeit von Intermediären; Monopolähnliche Anbieter; Allgemeines Datenrecht; Globale Datenräume), die grundlegend zu überprüfen sind. Nach jeweiliger Darstellung der rechtlichen Ausgangslage werden Desiderate für die juristische Reformagenda abgeleitet“.

Hinte, Oliver. “Es könnte alles so einfach sein ...: Die Krux mit der Urheberrechtsreform im Bereich von Bildung und Wissenschaft“. b.i.t. online 19 (2016) Nr.3. S.282-283.

„Das Urheberrecht muss verständlicher formuliert und in der Praxis einfacher zu handhaben sein. Eine Forderung, die schon lange nicht mehr neu, aber noch immer ohne Lösung ist. Vorschläge gibt es in ausreichender Zahl. Welchem man folgt, ist letztendlich zweitrangig, denn alle verfügen über Vor- und Nachteile. Die Hauptsache ist, dass endlich etwas passiert“ (nach dem Abstract).

Simon-Ritz, Frank. „Die Bibliothek in der digitalen Welt. Elektronische Angebote wachsen rasant und erleichtern den Zugang / Urheberrecht und Lizenzvereinbarungen als Hürden.“ Buch und Bibliothek 68 (2016) H.7. S.398-401.


Open Access

Neue Open-Access-Strategie des BMBF veröffentlicht
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will „Open Access“ als Standard für wissenschaftliches Publizieren in Deutschland etablieren. Es hat dazu am 20.07.2016 eine neue Open-Access-Strategie mit dem Titel "Open Access inDeutschland: Die Strategie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung" veröffentlicht: Forschungsergebnisse in Deutschland, die aus Steuermitteln finanziert werden, sollen künftig unentgeltlich (Open Access) der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Vergleichende Studie zu Open-Access-Regelungen in Europa
Science Europe, eine europäische Organisation von Forschungsförderern und Forschungsorganisationen, hat eine Studie mit dem Titel "Open Access Publishing Policies in Science Europe Member Organisations" veröffentlicht, die auf der Basis zweier Umfragen Implementierung, Ausrichtung, Finanzierungsbedingungen und Herausforderungen von Open Access Policies in Europa vergleichend untersucht. Die Studie belegt, dass Open-Access-Regelungen in allen Ländern große Ähnlichkeiten und zugleich die für den spezifischen Kontext nötige Flexibilität aufweisen. Verpflichtende Regeln zur Open-Access-Publikation sahen die Befragten generell als effektiver an. Die Studie besagt, dass weitere konzertierte Aktionen auch unter öffentlichen Wissenschaftseinrichtungen zur Steigerung des Open-Access-Anteils in Europa nötig sind.

Kurzvideos zur Recherche nach freien Volltexten
Im Rahmen des Informationskompetenz-Projekts der Universitäts- und Landesbibliothek Münster (http://www.ulb.uni-muenster.de/bibliothek/aktivitaeten/projekte/qualitaet-der-lehre-infokompetenz.html), das vom Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre finanziert wird, hat die ULB Münster verschiedene Kurzvideos gedreht. Sie thematisieren die Recherche nach frei verfügbaren Volltexten, also die Suche im KVK, BASE, Google Scholar, Google Books und dem Internet Archive. Die Tutorials sind als Einstieg gedacht und bewusst kurz gehalten, haben also nicht das Ziel, alles erschöpfend zum jeweiligen Suchinstrument zu sagen. Die Videos sind 3-5 Minuten lang und frei zugänglich unter http://www.ulb.uni-muenster.de/e-tutorials/ebooks. Sie sind ebenso im Lotse YouTube-Kanal eingestellt (https://www.youtube.com/user/LotseTeam?feature=watch).

Harvard Library Report: Flipping Journals zu Open Access
Nach einer öffentlichen Kommentierungsphase ist nun der umfangreiche Auftragsreport der Harvard Library zur Konvertierung von Journals zu Open Access online verfügbar:
• Solomon, David, J. Mikael Laakso, and Bo-Christer Björk (authors). Peter Suber (editor). 2016. Converting Scholarly Journals to Open Access: A Review of Approaches and Experiences.
Die finnischen Autoren haben aufgrund einer ausführlichen Literatur Review verschiedene Wege aufgezeigt, wie Journals in der Vergangenheit zu Open Access überführt wurden.

Literaturhinweise (in Auswahl)

58. Helmholtz Open Science Newsletter vom 29.09.2016

Aus dem Inhalt: HZB beschließt Richtlinie zu Forschungsdaten; Leistung aus Vielfalt: Positionspapier des Rats für Informationsinfrastrukturen (RfII); ORCID-DE-Konsortium im Aufbau; Workshops zu wissenschaftlicher Software und Forschungsdaten; BMBF veröffentlicht Open-Access-Strategie; Machbarkeitsstudie zur Umstellung auf OA Gold an amerikanischen Universitäten; EU-Kommission veröffentlicht Entwurf zur Novellierung ihrer Urheberrechts-Richtlinie; JOIN² – gemeinsame Repositoriensysteme (nicht nur) in der Helmholtz-Gemeinschaft; Neue Preprint-Server nach dem Vorbild von arXiv; Literaturhinweise.

Bader, Tabea. „Open-Access-Repositorien in der Schweiz und Österreich - Auswertung des 2014 Census on Open Access Repositories“. LIBREAS #29

Deppe, Arvid. Ansätze zur Verstetigung von Open-Access-Publikationsfonds. Berlin: Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Univ. zu Berlin, 2015 (Berliner Handreichungen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft; 403)

„2009 hat die DFG mit ‚Open Access Publizieren‘ ein Programm beschlossen, das Hochschulen die Möglichkeit zur Beantragung von Mitteln für den Aufbau sogenannter ‚Publikationsfonds‘ bietet. Durch das Programm sollen Finanzierungsstrukturen etabliert werden, die mittelfristig verstetigt, d.h. von den Einrichtungen selbst getragen werden können. Die Arbeit bietet eine Zusammenschau der Verstetigungsmaßnahmen an 16 Standorten, setzt diese zu Vorgaben, Empfehlungen und Überlegungen strategischer Akteure in Beziehung und beleuchtet zentrale Herausforderungen. Dabei sollen die Stoßrichtungen verstetigungsrelevanter Maßnahmen ebenso deutlich werden, wie die Schnittstellen, an denen sie wirksam werden, und die Spannungsfelder, in denen sie sich bewegen“ (nach dem Abstract).

Esken, Saskia. „Für eine offene Wissensgesellschaft: Digitales Publizieren und Open Access“. BIBLIOTHEK. Forschung und Praxis 40 (2016) H.2. S.271-272.

„Der Beitrag plädiert für ein Bündnis zwischen Hochschulen, wissenschaftlichen Autoren, Bibliotheken, Verlagen und den Nutzenden mit dem Ziel einer Verbesserung des Zugangs zu Wissen. Freier Zugang, d. h. Open Access, zu wissenschaftlichen Publikationen wie auch zu Forschungsdaten sind ein wesentlicher Antrieb für die Weiterentwicklung der modernen Wissensgesellschaft“ (nach dem Abstract).


Open Data

IFLA, EBLIDA und Liber: Statement zu Open Science in der EU
Die EU-Mitgliedstaaten bekräftigten in Den Haag ihr Engagement für die Weiterentwicklung und Förderung von Wissen, Innovation und Wettbewerbsfähigkeit in Europa durch die Verabschiedung der Ratsschlussfolgerungen zum Übergang zu Open Science. Die internationale Bibliotheksgemeinschaft, IFLA, EBLIDA und LIBER, begrüßt diese Entwicklung und sieht im schnellen Übergang zu Open Science eine hohe Priorität sowohl für das bibliothekarische Fachpublikum als auch die Nutzer/innen. Mitgliedstaaten sollten nicht daran zweifeln, dass ihr Engagement hin zu Open Science zu einem gesünderen und effizienteren Forschungsökosystem führen wird sowie zu einem größeren Einfluss der Forschungsförderung und einer bessere Umgebung für den Wissenstransfer. Mehr Infos dazu gibt es (in englischer Sprache) unter http://libereurope.eu/wp-content/uploads/2016/06/Be-Open-to-Open-Science.pdf.

Literaturhinweise (in Auswahl)

Becker, Pascal-Nicolas. „Linked Data – Wo bleiben die Anwendungen?“ ABI Technik 36 (2016) H.1. S. 58.

Für ABI Technik beantwortet Pascal-Nicolas Becker, Informatiker an der TU Berlin, die aktuelle ABI Technikfrage: „Linked Data – wo bleiben die Anwendungen?“. Seine Antwort: „… bei Linked-Data-Technologie (handelt es sich) um eine typische Grundlagentechnologie …. Eine Technologie, die Geduld braucht, die nicht sofort den eindeutigen Anwendungsfall suggeriert und dennoch überall genutzt werden könnte“.

Söllner, Konstanze. „‘Linked Data – Vision und Wirklichkeit‘ – Bericht von der 16. DINI-Jahrestagung – 27. und 28. Oktober 2015 in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt am Main“. ABI Technik 36 (2016) H.1. S.42-47.

Die Direktorin der UB Erlangen-Nürnberg berichtet über die DINI-Jahrestagung im Oktober 2015 in der DNB. Die Vortragsfolien der Veranstaltung finden sich unter https://dini.de/veranstaltungen/jahrestagungen/2015/programm/.


Büchertransport der Region Baden-Württemberg: Jahresbericht 2015

Die Statistik der Büchertransportdienste zwischen den baden-württembergischen Bibliotheken hat sich auf einem etwas niedrigeren Niveau stabilisiert: Der Austausch zwischen den Bibliotheken des Landes hat beim Bücherauto nur leicht um 1,6 % und bei den Containerdiensten um 2,8 % abgenommen.

In andere Leihverkehrsregionen wurden dagegen deutlich weniger Container verschickt (-10,8 %). Zur Beschleunigung der Fernleihsendungen werden zunehmend Container per Direktversand an größere Bibliotheken anderer Regionen verschickt, so dass diese Büchersendungen nicht mehr dem Bücherauto mitgegeben werden.

Insgesamt wurden 234.782 Bände (-5,0%) transportiert. Diese weiterhin recht hohen Transportzahlen verdeutlichen, wie wichtig die Büchertransportdienste für eine schnelle und leistungsfähige Literaturversorgung der Bibliotheken im Rahmen der Fernleihe sind. Die Transportdienste sind damit nach wie vor gut ausgelastet (nach dem Jahresbericht 2015).


Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ)

BSZ-Informationstag Sachsen am 08.11.2016

Das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg veranstaltet am 08.11.2016 in der UB Leipzig, Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig, im Vortragssaal (Erdgeschoß) einen BSZ-Informationstag für Sachsen. Der Tag bietet vielfältige Informationen zum Dienstleistungsspektrum des BSZ.

BSZ-Kolloquium

Die Vorträge des BSZ-Kolloquiums, das am 21. September 2016 im Mannheimer Bürgersaal im Stadthaus N1 unter dem Motto „20 Jahre BSZ - 30 Jahre SWB“ stattfand, wurden vom Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg auf seine Website gestellt (https://www.bsz-bw.de/kolloquium/2016.html). Zu Beginn des Kolloquiums blickte Volker Conradt, stellvertretender Leiter des BSZ, auf „20 Jahre BSZ – 30 Jahre SWB“ zurück und skizzierte die Entwicklung der letzten 30 Jahre.

Kooperation BSZ - VZG (GBV)

Die Vorarbeiten zur Zusammenlegung der Verbundsysteme von SWB und GBV zum Ende des Jahres 2017 schreiten voran. Eine wichtige Voraussetzung zur Realisierung der gemeinsamen Datenbank ist ein einheitliches Katalogisierungsformat, an dem zurzeit intensiv gearbeitet wird. Auch auf Seiten der administrativen Daten wie Bibliothekskennungen (ILN, ELN, usw.), Benutzerkennungen etc. müssen Änderungen vor dem Zusammenlegen der Systeme erfolgen. So sind die ILN-Bereiche beider Systeme überlappend. Erste Lösungsideen werden in einer Testdatenbank mit ZDB-Titeln und ZDB–Bestand mit Anpassungen der administrativen Daten aus beiden Verbünden zusammengespielt und getestet. Die künftige, gemeinsame Katalogisierungsumgebung ist als gespiegeltes System geplant, wobei die primäre Datenbank durch die Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (GBV) betrieben wird. Bei einem vollständigen Systemausfall kann dann auf das Spiegelsystem in Konstanz umgeschaltet werden. Diese Architektur erlaubt auch eine Lastenverteilung bei Datenabzügen und die Versorgung der verschiedenen Web-Datenbanken.

E-Book-Pool steht für die Nutzung zur Verfügung

Der von VZG und BSZ gemeinsam betriebene E-Book-Pool (https://gso.gbv.de/DB=1.2/) steht für die Nutzung über WinIBW Broadcast-Search zur Verfügung. Dieser enthält regelmäßig aktualisierte Daten von Verlagen und anderen Datenanbietern. Einzelne E-Books können Bibliotheken via Broadcast-Anbindung oder Skript rasch und komfortabel in die lokalen Systeme übernehmen. Die Produktsigel sind dort suchbar über den Aspekt XPR.

EBM-Tool im Routinebetrieb

Alle SWB-Bibliotheken können ab sofort das E-Book-Metadaten-Management-Tool (EBM-Tool) nutzen, um Bestellungen zur Einspielung von Metadaten in den SWB über ein Webformular zu melden. Damit wird die Verwaltung von E-Book-Metadaten, Paketen und Lizenzen verbessert und beschleunigt. Die anschließende Bereitstellung der entsprechenden Metadaten für den lokalen Katalog über die jeweilige Verbunddatenbank erfolgt so weit wie möglich automatisiert. Bibliotheken, die regelmäßig Pakete beim BSZ melden, bekommen ihre Logindaten und eine Handreichung vom BSZ zugeschickt.

SWB-Verbundsystem

Inhalt

Die Datenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/) enthielt Ende Oktober 2016 rund 72,3 Mio. Bestandsnachweise und rund 23,6 Mio. Titelnachweise.

Weitere BSZ-Bestände in WorldCat.org sichtbar

Eine kürzlich zwischen OCLC und dem Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) getroffene Vereinbarung schaltet die bereits in WorldCat geladenen bibliografischen Daten aller Universitäts- und Landesbibliotheken Baden-Württembergs für die weltweite Recherche frei. Als Anwender des OCLC Metadatenmanagementsystems CBS ist das BSZ bereits langjähriger OCLC-Partner und seit 2006 Datenlieferant an OCLC WorldCat. Der bisherigen Nutzung der weltweit größten bibliografischen Datenbank als Fremddatenpool für die Katalogisierung folgt nun - dank des OCLC Syndication-Programms - eine erhöhte Recherchier- und Sichtbarkeit im Internet für interessierte Nutzer weltweit. Durch die Freischaltung wird ein großer Teil der insgesamt 17 Millionen bisher in WorldCat geladenen Titelsätze aller Universitäts- und Landesbibliotheken in Baden-Württemberg über das Webportal WorldCat.org oder andere Suchmaschinen wie Google, Yahoo! oder ähnliche Anbieter recherchierbar und bis auf die lokale Bestandsebene weltweit im Internet sichtbar (http://www.oclc.org/de-DE/news/releases/2016/201606oberhaching.html).

Bibliothekssysteme

aDIS

Der neue mobile aDIS-Katalog ist in allen aDIS-Mandanten des BSZ im Einsatz. Es handelt sich um eine Entwicklung speziell für mobile Geräte, der (alte) Desktop-OPAC schaltet auf mobilen Geräten automatisch um.

Für die am SWB teilnehmenden aDIS/BMS-Bibliotheken in Baden-Württemberg ist ein Produkt der Firma Eurospider im Einsatz: Über ein Softwaretool können SWB-Titel mit Schlagwörtern aus anderen Quellen und auch mit eigenen zusätzlichen Schlagwörtern angereichert werden. Die ausgewählten Schlagwörter werden per Batch-Verfahren jede Nacht in die SWB-Verbunddatenbank eingespielt. Neue Titel der teilnehmenden Bibliotheken werden ebenfalls jede Nacht über ein Batch-Update an den Digitalen Assistenten geliefert. Der Digitale Assistent ist seit Ende Oktober 2015 im SWB im Einsatz.

Alma

Nach der Inbetriebnahme der Bibliotheken der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden im Jahr 2015 mit dem neuen Bibliothekssystem Alma ging planmäßig Anfang Januar 2016 die Universitätsbibliothek Mannheim mit Alma in den Routinebetrieb. Das BSZ unterstützte intensiv die Firma Ex Libris und die Mannheimer KollegInnen in der Implementierung der SLNP-Schnittstelle für die Online-Fernleihe. Ausgiebige Tests ermöglichten einen guten Start der Online-Fernleihe. Zuletzt migrierte die Hochschulbibliothek Mittweida als dritte sächsische Bibliothek Ende Mai 2016 auf Alma. Das BSZ übernimmt für seine Alma-Kunden aus dem Hochschulbereich auf Wunsch die Rolle eines Kompetenz-Zentrums. Bei Bedarf kann das BSZ die komplette Administration des Systems auf Anwendungsebene übernehmen.

Aktuell bauen die drei Verbundzentralen BSZ (SWB), VZG (GBV) und hbz mit Ex Libris eine gemeinsame Alma-Netzwerkzone für Deutschland auf. Die „Common Bibliographic Data Zone“ (CBDZ) wird aus den Titeldaten der drei Verbundsysteme aufgebaut und laufend synchronisiert. Im März 2016 wurden die Daten des BSZ (SWB-Datenbank) komplett in die CBDZ geladen. Inzwischen werden die SWB-Daten täglich in der CBDZ in Routine aktualisiert.

Goethe-Institut führt das Bibliothekssystem Koha ein

Das Goethe-Institut führt das webbasierte Open-Source-Bibliothekssystem Koha in seinem weltweiten Bibliotheksnetzwerk ein. Koha wird an den 97 Bibliotheken des Goethe-Instituts bis 2018 das gegenwärtig eingesetzte Lokalsystem Allegro-C ersetzen. Das BSZ in Konstanz wird das Customizing, den Support und das Hosting der Open-Source-Software übernehmen. Die Bibliotheken des Goethe-Instituts sind bereits seit 2006 Teilnehmer am SWB des BSZ.  

Hochschule für Philosophie in München geht mit Koha live

Im Frühjahr ging die Bibliothek der Hochschule für Philosophie in München mit Koha live (https://hfph.bsz-bw.de/). In Kooperation mit der BVB-Verbundzentrale hat das BSZ das Koha-System der Hochschule an den Verbundkatalog des BVB angeschlossen. Die Primärkatalogisierung der Titel erfolgt in der BVB-Verbunddatenbank, die Exemplardaten werden in Koha verwaltet. Die Synchronisation der Titeldaten erfolgt über die Standardschnittstelle OAI-PMH.

Koha - sechs Jahre S(oftware)a(s)aS(ervice) im BSZ

In den AKMB-news 1/2016 (Jg. 22) ist auf den Seiten S.23-26 ein Aufsatz von Katrin Fischer unter dem Titel „Das Open-Source-Bibliothekssystem Koha - sechs Jahre SaaS im Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg“ erschienen (https://swop.bsz-bw.de/frontdoor/index/index/docId/1181).

BOSS Version 2

Die Migration von BSZ One Stop Search (BOSS), das Resource Discovery System (RDS) des BSZ für die Literaturrecherche und -beschaffung einer wissenschaftlichen Bibliothek im SWB, auf eine neue Version BOSS 2 konnte erfolgreich durchgeführt werden. BOSS 2 stellt im Wesentlichen ein Upgrade der BOSS zugrunde liegenden Software VuFind auf die Version 2.x dar. BOSS 2 liegt in einem völlig überarbeiteten Look & Feel vor, das modernen Anforderungen der NutzerInnen entspricht. Vor allem wurde die gute Nutzbarkeit durch mobile Endgeräte (Smartphone / Tablets) in den Vordergrund gestellt. Erste Bibliotheken sind inzwischen mit BOSS 2 im Live-Betrieb. Weitere Informationen gibt es unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=projekte:boss:start.

MARE (Museen, Archive und Repositorien)

Der Webauftritt der Bibliotheken der Regio Bodensee enthält neben Portraits und News aus diesen Bibliotheken, der Bodenseebibliographie und den Bodensee-Links, dem größten Linkverzeichnis zum Bodensee, auch die Ergebnisse des Interreg-Projekts zum digitalisierten Kulturerbe der Regio Bodensee. In diesem Projekt wurden circa 350.000 Seiten regionaler Kernzeitschriften aus Baden-Württemberg, Bayern, Liechtenstein, der Schweiz und Vorarlberg digitalisiert. Die technische Infrastruktur für Speicherung und Präsentation wie auch der Web-Auftritt insgesamt werden vom Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) in Konstanz bereitgestellt und betreut.

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Digitale Angebote und Internet-Portale von Bibliotheken und Archiven des SWB-Verbundes

Bestände des Sorbischen Instituts in Bautzen werden digitalisiert

Die kulturhistorischen Bestände der Sorbischen Zentralbibliothek in Bautzen werden innerhalb des sächsischen Landesdigitalisierungsprogramms für Wissenschaft und Kultur online zugänglich gemacht. Die Sorbische Zentralbibliothek, die dem Sorbischen Institut angegliedert ist, besitzt 85% aller sorbischen Drucke und beherbergt eine kulturhistorisch herausragende Sammlung. Der Aufbau der Bestände erfolgte seit der Gründung der sorbischen wissenschaftlichen Gesellschaft Maćica Serbska im Jahr 1847. Die Aufnahme der Bibliothek in das Landesdigitalisierungsprogramm eröffnet sowohl der Wissenschaft wie auch der breiten Öffentlichkeit vielfältige Möglichkeiten für die Nutzung der historischen Bestände. Ein besonderes Interesse besteht seitens der slawistischen Linguistik an der Digitalisierung der Textkorpora des Ober- und Niedersorbischen. Diese sind eine unverzichtbare Voraussetzung für die wissenschaftlich fundierte Forschung auf allen Gebieten der sorabistischen Sprachwissenschaft und damit für die Realisierung der laufenden und geplanten sprachgeschichtlichen und lexikographischen Vorhaben. Sie stellen zugleich eine wertvolle Quelle für die kulturgeschichtliche Forschung dar. Die ersten Digitalisate von handschriftlichen und gedruckten Sorabica im Internet (Drucke und Handschriften) sind unter http://www.serbski-institut.de/de/Digitalisate-im-Internet/ zu finden. Zudem werden in diesem Jahr die rund 4.000 Aufnahmen aus dem Fotoarchiv des Sorbischen Kultur- und Volksbildungsamtes Bautzen digitalisiert, die sowohl das sorbische Kulturleben der 1950er und 1960er Jahre als auch die Landes- und Volkskunde der sorbischen Lausitz wie Kirchen, Denkmäler, Architektur, Landschaft und Trachten dokumentieren.

UB Freiberg beteiligt sich am sächsischen Landesdigitalisierungsprogramm

Die UB Freiberg/Sachsen betreute von 1998 bis 2014 die von der DFG geförderten Sondersammelgebiete Geologie, Mineralogie, Petrologie, Bodenkunde, Bergbau, Hüttenwesen und Markscheidekunde. Zusammen mit der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen entwickelt und pflegt die UB Freiberg seit 2002 die Virtuelle Fachbibliothek GEO-LEO für Geowissenschaften, Bergbau, Geographie und Thematische Karten. Doch auch der wissenschaftliche Altbestand mit rund 22.000 Bänden, Nachlässen, Handschriften, Karten und bergmännischen Skizzen ist bedeutend. Die Digitalisierung der historischen Bestände der UB Freiberg hat unlängst im Rahmen des Landesdigitalisierungsprogramms Sachsen begonnen. Als typische Bibliothek der Aufklärung angelegt, verdankt sie ihren Wert der relativen Vollständigkeit an geowissenschaftlicher Literatur des 18. und 19. Jahrhunderts. Neben naturwissenschaftlichen Büchern finden sich auch Schriften zu Literatur, Geschichte, Linguistik, Religion oder Wissenschaftsgeschichte wie die Monografie von Georg Heinrich Jacobi über den Freiberger Mineralogen Georgius Agricola. Eine wesentliche Bestandserweiterung erfuhr die Bibliothek nach dem Tod des Mineralogen und Geologen Abraham Gottlob Werner (1749-1817) mit seiner Privatbibliothek. Auch Werners Nachlass wird innerhalb des Landesdigitalisierungsprogramms unter der Koordination der SLUB Dresden digitalisiert und der Forschung zugänglich gemacht.

VDLied verzeichnet rund 14.000 historische Liedflugdrucke

Das Zentrum für Populäre Kultur und Musik der Universität Freiburg (ZPKM), das Archiv des Österreichischen Volksliedwerks und die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz haben das Projekt VDLied – Das Verzeichnis der deutschsprachigen Liedflugdrucke abgeschlossen. Die Plattform macht ein musikalisches und kulturelles Repertoire, das sich vom 16. bis zum 20. Jahrhundert erstreckt, einem breiten Publikum zugänglich und bietet Forscherinnen und Forschern weltweit eine umfangreiche Datenbank. Unter anderem ermöglicht es die Datenbank, nach dem Liedanfang, aber auch nach Refrain und Melodienverweisen sowie Strophen- und Zeilenzahl zu suchen. Zusätzlich kann über eine Volltextsuche in allen im Projekt erfassten Daten recherchiert werden. In dem Repertoire sind viele Drucke vertreten, die lediglich in einem einzigen Exemplar erhalten geblieben sind. Das von der Staatsbibliothek zu Berlin zusammen mit der Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (VZG) entwickelte Portal soll weiter wachsen und steht für Ergänzungen aus anderen einschlägigen Sammlungen offen. Bereits heute eröffnet die inhaltliche Erschließung der Flugdrucke den Zugang zu etwa 30.000 Liedern.

Die UB Heidelberg in der Deutschen Digitalen Bibliothek

Die UB Heidelberg ist mit einem großen Teil ihrer digitalisierten Bestände in der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) nachgewiesen. Aktuell stellt die UB Heidelberg knapp 403.000 Objekte in der DDB zur Verfügung. Darunter befinden sich neben dem „Codex Manesse“ und dem Heidelberger Sachsenspiegel, den beiden wohl bekanntesten Handschriften aus ihren Beständen, auch tausende historische Drucke aus den Sammelschwerpunkten, zahlreiche Urkunden aus Fonds mit Regionalbezug sowie Blätter aus der Graphischen Sammlung, aber auch weiteres Bildmaterial aus der von der UB bereitgestellten Bild- und Multimediadatenbank heidICON. Die Bestände der UB Heidelberg in der Deutschen Digitalen Bibliothek sind hier abrufbar.

Jahresversammlung des VDB-Regionalverbands Südwest am 03.06.2016 in der UB Heidelberg

Die organisatorischen Dokumente (wie z. B. die auf der Mitgliederversammlung genehmigten Satzungsänderungen) und die Vorträge der Fortbildungsveranstaltung der Jahresversammlung des VDB-Regionalverbands Südwest, die am 03.06.2016 in der UB Heidelberg stattfand, sind online abrufbar (http://www.vdb-online.org/veranstaltungen/698/). Der Fortbildungsblock war dieses Mal dem Thema „Professionalisierung der Benutzungsdienste – Qualifizierung, Standards, Trends“ gewidmet.

Landesarchiv B.-W. stellt Inventar zu den Nachlässen von Prinz Max und Großherzogin Luise von Baden ins Netz

Zur Eröffnung der Ausstellung "Der Wunschlose — Prinz Max von Baden und seine Welt", die im Generallandesarchiv Karlsruhe bis zum 06.11.2016 zu sehen ist, wurden die Inventare zu den Nachlässen von Prinz Max von Baden (1867—1929), dem letzten Kanzler des Deutschen Kaiserreichs, und Großherzogin Luise (1838—1923), der Gattin von Großherzog Friedrich I. und Tochter von Kaiser Wilhelm I., der Forschung online zur Verfügung gestellt. 2014 hat das Haus Baden die beiden Nachlässe mit besonderer historischer Bedeutung dem Generallandesarchiv Karlsruhe als Leihgabe in das Großherzogliche Familienarchiv übergeben. Die Erschließung der Unterlagen wurde durch die Unterstützung der Stiftung Kulturgut Baden–Württemberg ermöglicht. Der Nachlass von Prinz Max von Baden enthält biografische Dokumente, wertvolle Korrespondenzen, persönliche Aufzeichnungen und vor allem die umfangreichen Quellen, die der letzte Kanzler des Kaiserreichs in Schloss Salem als Materialgrundlage für seine Autobiografie zusammengetragen hatte. Der Nachlass gibt Einblick in eine Zeit des politischen und kulturellen Umbruchs, die durch Krieg und Revolution, letztlich durch die Zäsur von der Monarchie hin zur Demokratie gekennzeichnet ist. Im Nachlass von Großherzogin Luise spiegelt sich eine der großen Persönlichkeiten der badischen Geschichte. Ihre Lebenszeit umspannt die historischen Umbrüche von 1871 und 1918. Die Unterlagen dokumentieren ihr Engagement für die soziale Frage und für die Weiterbildung der Frauen sowie ihre persönliche Frömmigkeit, darüber hinaus wird aber auch deutlich, wie die Fürstin in die europäische Welt des Adels eingebunden war.

KVK-Kolloquium am 04.09.2016

Ende Juli 2016 ist der KVK 20 Jahre alt geworden. Anlässlich des Jubiläums fand am 04.09.2016 am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ein Kolloquium mit Katalog- und Suchmaschinenexperten aus dem In- und Ausland statt. Neben einer Rückschau auf die Geschichte des Karlsruher Virtuellen Katalogs (KVK) standen die Themen „Suchen“ und „Suchmaschinen“ im Fokus zahlreicher Vorträge und Diskussionen. Die Vorträge des Kolloquiums sind online verfügbar. Wolfgang Heymans (BSZ) hat auf dem Kolloquium einen Vortrag gehalten, in dem er auf "20 Jahre OPACs, Portale, Suchmaschinen, Discovery-Systeme aus Sicht des BSZ" zurückblickt. Der KVK hat bereits Ende letzten Jahres ein modernes, responsives Web-Design erhalten und kann seither auch auf mobilen Endgeräten besser genutzt werden. Im Juni 2016 ist die Funktionalität des KVK durch einen neuen Service erweitert worden: In der Volltitelanzeige werden jetzt Empfehlungen des Recommender-Service „BibTip“ angezeigt. Der KVK ermittelt aus den angezeigten Volltiteln die ISBN, und BibTip liefert dazu Empfehlungen aus dem gesamten Fundus aller BibTip-Daten. Dieses Verfahren wird von BibTip als „Shared Recommendations“ bezeichnet. Die Dienstleistung BibTip wurde vor Jahren, genau wie der KVK, an der UB Karlsruhe entwickelt. Seit 2009 wird dieser Dienst von der BibTip GmbH als Hosting-Service angeboten und ist in vielen Katalogen integriert.

Musikaliensammlung des Bach-Archivs Leipzig wird digitalisiert

Das Bach-Archiv Leipzig hat im Spätsommer 2016 mit der Digitalisierung der rund 700 Musikhandschriften umfassenden Sammlung Manfred Gorke begonnen. Das für Musiker und Forscher wichtige Projekt wird im Rahmen des sächsischen Landesdigitalisierungsprogramms für Wissenschaft und Kultur realisiert und von der SLUB Dresden koordiniert. Die Sammlung konnte die Stadt Leipzig 1935 von dem schlesischen Musikliebhaber Manfred Gorke (1897–1956) erwerben und dem Bach-Archiv 1952 zur dauerhaften Aufbewahrung übergeben. Für die musikwissenschaftliche Forschung bietet die Sammlung neben den Musikhandschriften eine Reihe von Textdokumenten zur sächsisch-thüringischen Musikgeschichte, darunter Archivalien zur barocken Eisenacher Hofkapelle und Briefbestände zur Bach-Rezeption im 19. Jahrhundert. Mit der Digitalisierung der Sammlung Manfred Gorke und der Bereitstellung im Open Access setzt das Bach-Archiv neue Akzente sowohl für die Erforschung der Sammlung als auch für die Aufführungspraxis der überlieferten Werke.

UB Leipzig beteiligt sich an Projekt zur Erforschung und Präsentation von Handschriftenfragmenten

Die UB Leipzig beteiligt sich seit Mai 2016 mit Unterstützung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung an einem internationalen Projekt zum Aufbau einer Datenbank und virtuellen Arbeitsplattform für Handschriftenfragmente. Der Name der Datenbank: „Fragmentarium: International Digital Research Lab for Medieval Manuscript Fragments". Weitere Projektpartner sind die Nationalbibliotheken in London, Paris und Wien, die Bodleian Library in Oxford, die Biblioteca Vaticana in Rom, die Stiftsbibliothek St. Gallen und die Universitätsbibliotheken in Harvard, Stanford und Yale. Neben der UB Leipzig gehört die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und die Bayerische Staatsbibliothek München zu den deutschen Teilnehmern. Die zentrale Koordinierung und Entwicklung leistet ein Team um Professor Christoph Flüeler an der Universität Fribourg/Schweiz (vgl. dazu: Christoph Mackert. "Fragmente ins Netz: Die Universitätsbibliothek Leipzig (UBL) ist Teil eines internationalen Projekts zur webbasierten Erforschung und Präsentation von Handschriftenfragmenten". BIS - Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen Jg. 9. 2016. H. 2. S. 102-103).

Statistiken in MADOC

Pünktlich zur International Open Access Week vom 24. bis 30. Oktober 2016 hat die UB Mannheim ihren Publikationsserver MADOC mit einem neuen Statistik-Modul versehen. Erstmals wird auch quantitativ ersichtlich, wie stark die Publikationen der Forscherinnen und Forscher der Universität Mannheim in MADOC rezipiert werden. Die Universitätsbibliographie in MADOC listet momentan knapp über 29.000 Einträge auf. Bei 15 % davon ist ein Volltext hinterlegt. Insgesamt haben diese 4.400 Volltext-Publikationen bisher mehr als 900.000 Downloads erzeugt. An der Spitze der Zugriffsstatistik liegen folgende Länder: - Deutschland: 500.000 Downloads, - USA: 76.000 Downloads, - China: 72.000 Downloads. Bei den Dissertationen sieht es noch besser aus: Von den beinahe 700 Dissertationen ist bereits bei 88 % ein Volltext hinterlegt. Allein im Jahr 2015 gab es mehr als 89.000 Downloads, was einen rechnerischen Durchschnittswert von über 130 Downloads pro Dissertation in einem Jahr ergibt.

Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger in den digitalen Sammlungen der UB Mannheim

Die digitalen Sammlungen der Universitätsbibliothek Mannheim präsentieren alte Drucke und handschriftliche Nachlässe vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Aber nicht nur alte Drucke und Nachlässe können dort im Volltext abgerufen werden, sondern auch der Deutsche Reichsanzeiger und der Preußische Staatsanzeiger, die als erste Periodika von der UB Mannheim digitalisiert worden sind (https://digi.bib.uni-mannheim.de/periodika/reichsanzeiger/). Der Deutsche Reichsanzeiger war die amtliche Zeitung des Deutschen Reichs, in der Personalangelegenheiten und Verwaltungsverordnungen des Reiches sowie auch kurze Berichte aus der Arbeit des Reichstags veröffentlicht wurden. Ab 1875 wurden nach § 6 des Gesetzes über Markenschutz auch erstmals eingetragene Warenzeichen veröffentlicht. Er erschien täglich außer an Sonn- und Feiertagen. Der Reichsanzeiger übernahm die Funktion des bereits seit Januar 1819 unter dem Titel Allgemeine Preußische Staatszeitung erscheinenden Verkündungsblatts. Die Ausgaben vom 01. Oktober 1879 bis 31. Juli 1914 sind frei zugänglich. Für alle anderen Ausgaben gelten Zugangs- und Nutzungsbeschränkungen.

DLA Marbach an der Herausgabe einer Open-Access-Zeitschrift für Geisteswissenschaften beteiligt

Die Zeitschrift für digitale Geisteswissenschaften (ZfdG) ist am 17.06.2016 unter der Internetadresse http://www.zfdg.de an den Start gegangen. Damit ist das E-Journal nach einer einjährigen Open-Beta-Phase, in der ein Sonderband zum Thema „Grenzen und Möglichkeiten der Digital Humanities“ publiziert wurde, mit seinem vollen Angebot online. Herausgegeben wird die Open Access erscheinende Zeitschrift vom Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel (MWW) in Zusammenarbeit mit dem Verband Digital Humanities im deutschsprachigen Raum (DHd). Im Forschungsverbund Marbach Weimar Wolfenbüttel haben sich im Herbst 2013 das Deutsche Literaturarchiv Marbach, die Klassik Stiftung Weimar und die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel zusammengeschlossen. Ziel von MWW ist es, die Sammlungen dieser drei Einrichtungen national wie international noch stärker in den Blickpunkt von Wissenschaft und Öffentlichkeit zu rücken und dadurch der geisteswissenschaftlichen Forschung zukunftsweisende Impulse zu geben. Dazu wird insbesondere die Bereitstellung einer virtuellen Forschungsumgebung beitragen.

Dissertationenliste 2016/1 der Universität Stuttgart erschienen

Im aktuellen Halbjahresverzeichnis stellt die UB Stuttgart die bei ihr von Januar bis Juni 2016 veröffentlichten Dissertationen und Habilitationen für die Universität Stuttgart zusammen. Aus der elektronischen Fassung kann direkt auf die im Online Publikationsverbund der Universität Stuttgart (OPUS) gespeicherten Volltextdokumente zugegriffen werden. Auch die älteren Verzeichnisse können bis 2005 online gelesen werden.

Gundert-Portal an der UB Tübingen im Aufbau

Seit Juli 2016 werden in der Digitalisierungswerkstatt der UB Tübingen Drucke des Bestands aus dem Hermann-Gundert-Nachlass digitalisiert. Es handelt sich dabei um Bücher und Handschriften in den beiden südindischen Sprachen (und Schriften) Malayalam und Kannada. Daneben wird auch das englisch- und deutschsprachige Material von Gundert und seinem Umfeld digitalisiert, was nicht nur sprach- und literaturgeschichtlich von großem Interesse ist, sondern auch wissenschafts- und missionsgeschichtlich. Eine Besonderheit des Digitalisierungsprojekts ist die Zusammenarbeit mit der malayalamsprachigen Wikimedia community in Kerala. Außerdem ist die UB Tübingen dabei, ein Hermann-Gundert-Portal aufzubauen. Die Digitalisierung und Erschließung des Nachlasses von Hermann Gundert (Handschriften, Drucke) sowie ergänzender Werke aus seinem Umfeld an der Universitätsbibliothek Tübingen und der Aufbau des Portals werden von der DFG gefördert.

UB Tübingen schaltet Alpha-Version von IxTheo frei

Die Alpha-Version des neuen Index Theologicus (IxTheo) ist von der UB Tübingen freigeschaltet worden (https://ixtheo-test.de/). Der neue IxTheo entspricht einer umfassenden Online-Bibliographie für Theologie und Religionswissenschaft, in der neben Aufsätzen auch Monographien, Datenbanken und relevante Internetlinks recherchiert werden können. Neu ist auch, dass die Daten ausgewählter Rezensionsorgane einbezogen sind. Wenn es lizenzrechtlich möglich ist, kann direkt auf die Volltexte der Aufsätze, Rezensionen und Bücher zugegriffen werden. Der neue IxTheo, der von der UB und den beiden theologischen Fakultäten der Universität Tübingen herausgegeben wird, bleibt weiterhin ein kostenloses Open Access-Angebot an die Fachwelt.

Automatischer Nachweis sämtlicher Online-Publikationen der Universität Ulm im EU-Portal OpenAIRE

OPARU ist seit Ende Juli 2016 OpenAIRE 3.0-kompatibel. Damit werden sämtliche Publikationen, die auf der Publikationsplattform der Universität Ulm hochgeladen werden, automatisch auch im EU-Portal OpenAIRE nachgewiesen. OpenAIRE steht für „Open Access Infrastructure for Research in Europe“, wird von der Europäischen Kommission gefördert und trägt mit seinem Portal dazu bei, wissenschaftliche Publikationen und Forschungsdaten leichter aufzufinden und nachzunutzen.


SWB-Online-Fernleihe und verbundübergreifende Fernleihe

SWB-Online-Fernleihe

Protokoll des Anwendertreffens Fernleihe veröffentlicht

Das Protokoll und die Präsentationsfolien (Bericht aus der AG Leihverkehr, Fernleihindex, E-Books in der Fernleihe) des 18. Anwendertreffens Fernleihe, das am 14.07.2016 in der UB Stuttgart stattfand, wurden veröffentlicht. Außerdem ist dort die Zusammenstellung der Fernleihindikatoren zu finden, die von der HSB Offenburg erarbeitet wurde (https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:info-bibliotheken:anwendertreffen:protokolle).

Fernleihportale von BSZ und KOBV auf Basis des Gemeinsamen Fernleihindex gehen live

Das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) und der Kooperative Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) haben am 07.07.2016 zeitgleich den Beta-Betrieb des Gemeinsamen Fernleihindex aufgenommen. Der Gemeinsame Fernleihindex umfasst die Bestände aller sechs Bibliotheksverbünde in Deutschland. Die Daten werden regelmäßig aktualisiert. Der technische Betrieb der unterliegenden Solr-Cloud-Anwendung wird derzeit vom BSZ übernommen. Mit dem Gemeinsamen Fernleihindex ist die überregionale Fernleihe vollumfänglich in das KOBV-Portal bzw. das BSZ-Fernleih-Portal integriert. Gegenüber den bisher eingesetzten Verfahren (Metasuche über Z39.50) ist die Suche signifikant schneller; außerdem können BenutzerInnen Ergebnisse wie gewohnt über Facetten filtern. Der Gemeinsame Fernleihindex ist ein Projekt der AG der Verbundsysteme und wird von allen deutschen Verbünden gemeinsam weiterentwickelt (LINKS: http://portal.kobv.de und https://fernleihe.boss2.bsz-bw.de).

Liste der Vormerkungen in der Dienstoberfläche

In der Dienstoberfläche gibt es seit Mitte Oktober 2016 eine eigene Liste für Vormerkungen (Punkt 143 der Aufgabenliste). Auf der Startseite der Dienstoberfläche ist die Liste unter „Gebende Fernleihen“ verlinkt; sie enthält die regionalen und die überregionalen Vormerkungen.

Vortrag zum Fernleihportal, Gemeinsamen Verbundindex und E-Books in der Fernleihe

Wiebke Kassel hat auf dem 17. BSZ-Kolloquium 2016 (Vorträge stehen online zur Verfügung) am 21.09.2016 im Mannheimer Bürgersaal, Stadthaus N1, einen Vortrag zum Thema „Neues Fernleihportal, GVI, E-Books in der Fernleihe“ gehalten.


Teilnehmerstand

Aktuell (Stand: 03.11.2016) nehmen insgesamt 375 (Teil-)Bibliotheken an der SWB-Online-Fernleihe teil (114 gebend und nehmend, 261 nur nehmend). Neu hinzugekommen sind: Schiller International University, Library <2405>, Stiftung Deutsches Hygiene-Museum, Bibliothek <D 15> und Salem International College, Bibliothek <Ueb 1> (alle nur nehmend).

Die Liste der an der SWB-Online-Fernleihe teilnehmenden Bibliotheken steht unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken zum Abruf bereit.


Die Bibliothek des Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasien) in Rottweil <Rtw 2> hat mitgeteilt, dass sie zukünftig als „nur nehmende Bibliothek„ an der SWB-Online-Fernleihe teilnehmen wird.


Neuzulassungen zum Leihverkehr in der Südwest-Verbundregion

in Baden-Württemberg:

Das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) hat folgende Bibliothek zum überregionalen Leihverkehr der deutschen Bibliotheken zugelassen:

Schiller International University - Library <2405>, Zollhofgarten 1, 69115 Heidelberg Tel. 06221/45810 E-Mail leili.erfanian@schiller.edu URL http://heidelberg.schiller.edu/library/ ISIL DE-2405 BAW

Schule Schloss Salem / Salem International College, Bibliothek <Ueb 1>, Kurt-Hahn-Straße 1, 88662 Überlingen, Tel. 07553/919520 E-Mail evi.hartmann@schule-schloss-salem.de URL https://www.schule-schloss-salem.de/ ISIL DE-Ueb1 BAW

Die aktuelle Leihverkehrsliste für die Südwest-Region ist im BSZ-Fernleih-Wiki unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken:baden-wuerttemberg zugänglich.


Videos zur SWB-Online-Fernleihe

Immer mehr Bibliotheken drehen kurze Videos zur Benutzerschulung, die sich der Frage widmen, wie eine Fernleihbestellung funktioniert. Beispielhaft sind hier die Hochschulbibliothek Mannheim (https://www.youtube.com/watch?v=8-Ppr3vk5rI&feature=youtu.be), ein Tutorial des Informationszentrums der Hochschule Albstadt-Sigmaringen (https://www.youtube.com/watch?v=b9O8jFAGwd4) und ein Tutorial zur Fernleihe von Zeitschriftenaufsätzen der UB Stuttgart (https://www.youtube.com/watch?v=BON_AacjDbw) zu nennen.


Verbundübergreifende Fernleihe

Das Protokoll der Sitzung der AG Transport vom 10.05.2016 wurde im GBV Verbund-Wiki veröffentlicht (https://verbundwiki.gbv.de/display/VZG/AG+Transport#AGTransport-Protokolle).

Literaturhinweise

Gillitzer, Berthold. „Digitale Lücken büßen, Teil I". Bibliotheksforum Bayern (BFB) 10 (2016) H.2. S.108-111 und „Digitale Lücken schließen, Teil II". Bibliotheksforum Bayern (BFB) 10 (2016) H.3. S.164-167.

Berthold Gillitzer, der stellvertretende Leiter der Abteilung Benutzungsdienste der Bayerischen Staatsbibliothek, beschreibt, wie digitale Medien (Kopien aus E-Journals und E-Books) im Fernleihsystem des Bibliotheksverbundes Bayern (BVB) bestellt werden können.


Neue Adressdaten, Namensänderungen, Bibliothekssigel und Sigelstreichungen

<Adressänderung:> Stadtbücherei Bergneustadt <1150>, Goethestraße 13, 51702 Bergneustadt

<Adressänderung:> Die ehemalige Teilnehmerbibliothek der hbz-Online-Fernleihe Bibliothek des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen in Essen <E 13> ist nach Berlin verzogen. Die Bibliothek befindet sich in neuer Trägerschaft und heißt nun BKK Dachverband e.V., Bibliothek, Berlin. Das ISIL/Sigel [DE-E13] bleibt für diese Einrichtung bestehen. Die neue Anschrift lautet: BKK Dachverband e.V., Bibliothek, Mauerstraße 85, 10117 Berlin.

<Namensänderung:> Evangelische Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe - Protestant University of Applied Sciences – Hochschulbibliothek <956> (Kurzbezeichnung der Hochschule: EvH RWL), Immanuel-Kant-Str. 18-20, 44803 Bochum / vormals: Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe (University of Applied Sciences), Hochschulbibliothek

<Adressänderungen:> Die Staatliche Studienakademie Thüringen mit den Berufsakademien Gera und Eisenach wurde am 01.09.2016 zur Dualen Hochschule Gera-Eisenach. Dadurch kommt es zu folgenden geänderten Anschriften:
Duale Hochschule Gera-EisenachBibliothek Campus Eisenach <Ei 6>, Am Wartenberg 2, 99817 Eisenach, E-Mail bibliothek-eisenach@dhge.de
Duale Hochschule Gera-EisenachBibliothek Campus Gera <Ga 20>, Weg der Freundschaft 4, 07546 Gera, E-Mail bibliothek-gera@dhge.de

<Adressänderung:> Die UB Freiburg <25> hat erneut darauf aufmerksam gemacht, dass sich ihre Anschrift geändert hat. Die UB ist vor etwa einem Jahr umgezogen, doch leider werden immer noch Pakete von Lieferanten an die alte Adresse geschickt. Die geänderten Adressdaten lauten: Hausadresse - Platz der Universität 2, 79098 Freiburg; Postadresse - Postfach 1629, 79016 Freiburg.

<neues Sigel:> Schiller International University, Library <2405>, Zollhofgarten 1, 69115 Heidelberg URL http://heidelberg.schiller.edu/library/ ISIL DE-2405 BAW

<geänderte E-Mail-Adresse:> Universität Konstanz, KIM - Dokumentlieferdienste <352> E-Mail (neu) dokumentlieferung.kim@uni-konstanz.de

<neues Sigel:> Kreisarchiv Rhein-Neckar-Kreis, Bibliothek <2427>, Trajanstraße 66, 68526 Ladenburg, Tel. (06203) 9306-7740, E-Mail kreisarchiv@rhein-neckar-kreis.de, URL http://www.rhein-neckar-kreis.de/kreisarchiv ISIL DE-2427 BAW

<neue URL des OPAC:> Stadtarchiv Mannheim <Mh 40>, Collinistraße 1, 68161 Mannheim URL https://www.stadtarchiv.mannheim.de/ URL OPAC https://findstar.scopearchiv.ch/suchinfo.aspx

<neue Anschrift:> Hochschule Mittweida - University of Applied Sciences, Hochschulbibliothek <Mit 1>, Weststraße 11, 09648 Mittweida Tel. Ausleihe: (03727) 58 1474, Tel. Fernleihe: (03727) 58 1415, Fax (03727) 58 1473, E-Mail allgemein hsb@hs-mittweida.de, URL Bibliothek http://www.hsb.hs-mittweida.de/, URL OPAC http://www.hsb.hs-mittweida.de/primo-bibliotheksportal.html, URL Hochschule http://www.hs-mittweida.de/

<neue E-Mail-Adresse:> Bibliothek der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Hochschulstudiengänge Künstlerische Therapien Nürtingen <1869> E-Mail fernleihe-nuertingen@hfwu.de

<neues Sigel:> Stadtbücherei Pfullendorf <2437>, Pfarrhofgasse 5, 88630 Pfullendorf, Tel. (07552) 25 12 00, E-Mail buecherei@stadt-pfullendorf.de, URL http://www.pfullendorf.de/stadt/familie-bildung/stadtbuecherei/ ISIL DE-2437 BAW

<neue Anschrift und Name:> Mediathek Stadt Renningen <2004>, Jahnstraße 11, 71272 Renningen, Tel. (07159) 9480210, E-Mail mediathek@renningen.de

<neues Sigel:> Bibliothek Schwieberdingen <2013>, Bahnhofstraße 14, Bürgerhaus, 71701 Schwieberdingen, Tel. (07150) 305250, E-Mail bibliothek@schwieberdingen.de, URL http://www.schwieberdingen.de/,Lde/start/Bildung+und+Kultur/Bibliothek.html ISIL DE-2013 BAW

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