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Inhaltsverzeichnis

ZKBW-Dialog Nr. 85 vom 15.06.2016

Überregionale Themen

6. Bibliothekskongress in Leipzig

Eine Vielzahl von Präsentationen des 6. Leipziger Bibliothekskongress vom 14. – 17.03.2016 (= 105. Deutscher Bibliothekartag) ist auf dem BIB-OPUS-Server online verfügbar. In der Übersicht über die Themenkreise können alle offiziellen Abstracts und viele Vortragsfolien eingesehen werden.

Urheberrecht – Open Access – Open Data

Urheber- und Internetrecht

BGH-Urteil in Sachen VG Wort
Nach einem letztinstanzlichen Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) dürfen Verlage nicht mehr an den Millionen-Einnahmen der VG Wort aus Urheberrechten beteiligt werden. Die VG Wort macht zentral Vergütungsansprüche aus Urheberrechten geltend und erhebt sie beispielweise bei Copyshops und Bibliotheken für die Ausleihe von Büchern. Die Beträge stehen nach dem Urteil ausschließlich den Autoren zu. Im Buchbereich flossen die Summen bisher pauschal je zur Hälfte an Verlag und Autor. Das Urteil bezieht sich nur auf Buch- und nicht auf Presseverlage. Das Urteil und die Pressemitteilung zum Urteil stehen auf dem Server des BGH zum Abruf bereit.

Urheberrechtliche Aspekte von Bestandsinformationen und ihre Freigabe
Metadaten, also Daten, die der Beschreibung von Werken, Ressourcen und anderen Objekten dienen, sind für die Bestände von Bibliotheken, Archiven und Museen zentral. Ein Artikel auf irights.info bietet einen Überblick, welche dieser Daten unter welchen Bedingungen geschützt sind (https://irights.info/artikel/eigentum-an-metadaten-urheberrechtliche-aspekte-von-bestandsinformationen-und-ihre-freigabe-2/26829). Der Beitrag ist zuerst erschienen im Handbuch Kulturportale: Online-Angebote aus Kultur und Wissenschaft. Hrsg. von Ellen Euler… et al. Berlin/Boston: De Gruyter 2015.

Rahmenvertrag § 54c zur Kopiervergütung
In Umsetzung der Urteile des EuGH vom 27.6.2013 - C-457/11 bis C-460/11 und des BGH vom 03.07.2014 - I ZR 28/11 - Drucker und Plotter III, musste der bestehende Rahmenvertrag zur Vergütung von Ansprüchen nach § 54c UrhG (bisher nur Kopierer) auch auf Drucker erweitert werden, die von der Bibliothek bzw. der Hochschule auf eigene Rechnung betrieben werden. Dazu wurde in § 4 Abs. 1 eingefügt: „Digitaldrucker: Drucker, die digitale Vorlagen auf Papier vervielfältigen können, unabhängig davon, ob diese im Wege des Tintenstrahldrucks, des Laserdrucks oder durch LED-, Gel-, Wachs- oder Festtintentechnologien geschieht. Digitaldrucker unterfallen der Vergütungspflicht, wenn sie Papier mindestens im Format DIN A4 und nicht größer als im Format DIN A3 verarbeiten können.“ Die Vergütungspflicht für Drucker gilt rückwirkend zum 01.01.2015, so dass diese in 2016 fällig werden. Aufgrund der Rückwirkung wurde für den Bedarfsfall eine zinslose Stundung der geschuldeten Vergütung in den Vertrag aufgenommen. Der ergänzte Text des Rahmenvertrages zur Vergütung von Ansprüchen nach § 54c UrhG steht unter http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/vereinbarungen/2016_01_08__54c_RahmenV.pdf - Stand: Januar 2016 auf der Website des dbv bereit. Auch FAQs zum Rahmenvertrag (http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/vereinbarungen/FAQs_zum_neuen_Rahmenvertrag.pdf) hat der dbv bereitgestellt. Zusätzlich stehen weitere (Gesamt-)Verträge zum Urheberrecht (§27 UhrG, §52a UhrG, §53a UhrG usw.) auf der Website des dbv zum Abruf bereit.

Checkliste zum rechtssicheren Umgang mit Inhalten im Internet und Social Media
In seinem IT-Rechtsblog (http://www.rechtzweinull.de/) hat der Rechtsanwalt Carsten Ulbricht eine Infografik Urheberrecht - Checkliste zum rechtssicheren Umgang mit Inhalten im Internet und Social Media veröffentlicht. Die Infografik zeigt übersichtlich, was bei der Nutzung fremder Werke im Internet beachtet werden muss. Ein Hinweis auf Schutzfristen (der Urheber sowie der ausübenden Künstler und sonstiger Leistungsschutzberechtigter) fehlt allerdings.

Skript zum Internetrecht
Die aktuelle Fassung des Skripts zum Internetrecht mit einem Umfang von 598 Seiten, das aus der Feder von Prof. Dr. Thomas Hoeren (Universität Münster) stammt, steht mit Stand April 2016 als PDF zum kostenlosen Download bereit.

Google Books ist legal
Das oberste US-Gericht, der Supreme Court, hat die Klage der Autorenvereinigung Authors Guild gegen das Buchscanprojekt Google Books nicht angenommen. Damit ist der juristische Streit letztinstanzlich beigelegt: Google handelt legal, wenn der Konzern Bücher mit einer Texterkennung scannt, die Daten durchsuchbar ins Netz stellt und kurze Ausschnitte („snippets“) als Suchergebnisse ausgibt. Das Internet-Unternehmen hatte sich auf den Grundsatz des „Fair Use“ berufen, der es in den USA zum Zweck der Wissenschaftsförderung erlaubt, unter Umständen fremde Werke ohne Erlaubnis der Rechteinhaber zu nutzen.

Literaturhinweise (in Auswahl)
DFN-Infobrief Recht. Jahresband 2015 (frei im Volltext verfügbar unter https://www.dfn.de/fileadmin/3Beratung/Recht/1infobriefearchiv/2016/Infobrief_Recht_04-2016.pdf)

Der Jahresband 2015 des DFN-Infobriefes Recht enthält wieder verschiedene interessante Artikel und Gerichtsurteile zum Urheberrecht, die in engem Zusammenhang mit dem Deutschen Forschungsnetz stehen (u.a. zur Nutzung von CC-Lizenzen, zum neu eingeführten Zweitveröffentlichungsrecht für Urheber wissenschaftlicher Beiträge, über die Vermutung der Urheberschaft und den Ort des zuständigen Gerichts im Internet, zum Auskunftsanspruch gegen Host-Provider bei Urheberrechtsverletzungen durch Dritte, zur Verjährungsfrist von Ansprüchen aus unerlaubter Online-Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke, zur Zulässigkeit elektronischer Leseplätze und zur Höhe eines Schadenersatzanspruches im Falle der unbefugten Verwendung eines urheberrechtlich geschützten Fotos.

Hinte, Oliver. „Urheberrechtsfragen der Onlinelehre: Bericht über den Urheberrechtstag am 28. Januar 2016 in Hannover“. b.i.t. online 19 (2016) Nr.2. S. 206-208.

O. Hinte (Universität Köln) berichtet über die Themen, die auf dem Urheberrechtstag am 28.01.2016 in Hannover behandelt wurden.

Kuhlen, Rainer. „Die Allgemeine Bildungs- und Wissenschaftsschranke im Urheberrecht rückt näher – Kreativität und Innovation werden die Gewinner sein“. Information. Wissenschaft und Praxis 67 (2016) H.1. S.51-60.

„Die obersten Gerichte in Deutschland und in der EU (BGH und EuGH) haben in letzter Zeit einige kreative und der technologischen Entwicklung Rechnung tragende Entscheidungen im Wissenschaftsurheberrecht getroffen – vor allem mit Blick auf die bislang (und auch weiterhin) unzulänglichen und Bildung und Wissenschaft behindernden §§ 52 und 52b. Wirkliche Änderungen im Recht kann aber nur die Politik vornehmen. Änderungen sind nötig: Es bestehen erhebliche Diskrepanzen zwischen urheberrechtlicher Regelung einerseits und der technologischen Entwicklung und den Nutzungserwartungen und -bedürfnissen andererseits. Die EU ist dabei, die seit 2001 bestehende InfoSoc-Richtlinie auf den Prüfstand zu stellen. Ob und vor allem wann Ergebnisse vorliegen werden, ist offen. Die deutsche Politik sollte nicht darauf warten, sondern die im Koalitionsvertrag vereinbarte Allgemeine Bildungs- und Wissenschaftsschranke (ABWS) noch in dieser Legislaturperiode ins Gesetz aufnehmen. Durch eine ABWS wird publiziertes Wissen für Zwecke von Bildung und Wissenschaft zu jeder Zeit, von jedem Ort und über ein beliebiges Medium genehmigungsfrei verfügbar sein. Eine besondere Herausforderung für das Recht besteht darin, einen Neuansatz zur Regelung der Vergütungsfrage zu finden. Anstelle der bislang geforderten individuellen Erhebung einer jeden Nutzung und der Einzelabrechnung sollten sich die Länder mit den Verlagen und der VG-Wort auf pauschalierende Gesamtverträge verständigen. Darüber hinaus sollte das Vergütungsverfahren einer ABWS auch der Besonderheit von Werken Rechnung tragen, die durch öffentliche Finanzierung direkt oder indirekt unterstützt wurden. Deren Nutzung sollte genehmigungs- und vergütungsfrei sein“ (nach dem Abstract).

Kuhlen, Rainer. „Ein nutzerfreundliches Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft in Sicht“. Information. Wissenschaft und Praxis 67 (2016) H.1. S.85-86.

Kuhlen fasst die Vorträge und Diskussionen zum Thema ‚Sind Bildung, Wissenschaft und Vergütung europäische oder nationale Aspekte des Urheberrechts?‘ zusammen, die beim Workshop des Aktionsbündnisses Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft am 15.10.2015 in den Räumen der Wikimedia-Stiftung im Mittelpunkt standen. Einige Zeichen deuten darauf hin, dass in der EU und in Deutschland ein für Bildung und Wissenschaft nutzerfreundlicheres Urheberrecht entstehen könnte, was durch eine Allgemeine Bildungs- und Wissenschaftsklausel/-Schranke zu erreichen wäre.

Open Access

Empfehlungen zur Open-Access-Transformation der Ad-hoc-AG Open-Access-Gold
Die Ad-hoc-Arbeitsgruppe Open-Access-Gold der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen hat ihre "Empfehlungen zur Open-Access-Transformation: strategische und praktische Verankerung von Open Access in der Informationsversorgung wissenschaftlicher Einrichtungen" veröffentlicht. Sie basieren auf den von der AG formulierten „Positionen zur Schaffung eines wissenschaftsadäquaten Open-Access-Publikationsmarktes“ und richten sich in erster Linie an wissenschaftliche Bibliotheken, aber auch an Verlage und weitere Akteure im Bereich des wissenschaftlichen Publizierens. Die Empfehlungen geben Orientierungshilfen für die strategische und praktische Verankerung von Open Access in der Informationsversorgung wissenschaftlicher Einrichtungen im Sinne einer aktiven Unterstützung der Transformation von Subskription zu Open Access. Ausgehend von der Beschreibung der Open-Access-Transformation sowie ihrer Mechanismen und Akteure, die den Bibliotheken eine zentrale Rolle in diesem Prozess zuweist, werden einzelne Aktivitäten benannt, über die Bibliotheken ihre exponierte Rolle im Transformationsprozess aktiv wahrnehmen können.

Helmholtz-Gemeinschaft verabschiedet Open-Access-Richtlinie
Wissenschaftliche Publikationen, an denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Helmholtz-Gemeinschaft (http://www.helmholtz.de/) beteiligt sind, sollen der Allgemeinheit offen zur Verfügung stehen. Das sieht eine neue Open-Access-Richtlinie vor, die die Mitgliederversammlung der größten deutschen Forschungsgemeinschaft im April 2016 verabschiedet hat. Die Publikationen sollen demnach in den Naturwissenschaften spätestens nach sechs Monaten und in den Geistes- und Sozialwissenschaften spätestens nach zwölf Monaten kostenfrei zugänglich sein.

Europäische Entwicklungen zu „Open Science“
Nachdem die EU-Kommission am 19.04.2016 ihre Strategie für eine Europäische Cloud-Initiative vorgestellt hat, wurden vom Rat für Wettbewerbsfähigkeit am 26. und 27.05.2016 in Brüssel Schlussfolgerungen zur europäischen Open Science-Strategie verabschiedet. In der Pressemitteilung der Niederländischen Ratspräsidentschaft wird die europäische Open-Science-Strategie deutlich: Hauptbotschaft ist, dass alle wissenschaftlichen Artikel ab 2020 ungehindert zugänglich sein sollen. Gleichzeitig veröffentlichte die EU-Kommission das Buch “Open Innovation, Open Science, Open to the World – a vision for Europe”, in der bisherige Schritte zur Verwirklichung der Ziele zusammengefasst werden. Ebenfalls sei auf den „Amsterdam Call for Action on Open Science” hingewiesen, der bei der Konferenz der Niederländischen Ratspräsidentschaft zu Open Science im April 2016 verabschiedet wurden.

Science Europe: „Open Access Business Models and Current Trends in the Open Access Publishing System“
Unter der Federführung der DFG hat Science Europe (http://www.scienceeurope.org/), die Vereinigung der europäischen Forschungsförderungsorganisationen, im April 2016 das Papier „Open Access Business Models and Current Trends in the Open Access Publishing System“ (in englischer Sprache) veröffentlicht. Es soll politische Entscheidungsträger und Interessengruppen bei notwendigen Entscheidungen über den offenen Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen unterstützen. Zudem bietet es eine Analyse der aktuellen Geschäftsmodelle und Trends bei wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Grundlage für die Aktivitäten der Gruppe Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme (LIS) der DFG im Rahmen von Science Europe ist die im Jahr 2009 vorgelegte Roadmap zur Umsetzung eines global wettbewerbsfähigen Europäischen Forschungsraums. Das neunte Kapitel dieser Roadmap schlägt die Entwicklung einer gemeinsamen Policy für den entgeltfreien Zugang (Open Access) zu Publikationen und Forschungsdaten vor.

Transformationsinitiative Open Access 2020 gestartet
Die durch die Max-Planck-Gesellschaft initiierte, internationale Open-Access-Transformationsinitiative „OA2020“ ist seit dem 21.03.2016 online (http://oa2020.org). OA2020 ist aus den Diskussionen auf der Berlin12-Konferenz im Dezember 2015 hervorgegangen (http://www.berlin12.org/) und zielt auf die Transformation der bisherigen Subskriptionszeitschriften auf ein Open-Access-Geschäftsmodell ab. Wissenschaftliche Bibliotheken spielen hierbei eine Schlüsselrolle. OA2020 basiert auf einer Interessensbekundung, in der die Grundprinzipien der Initiative dargelegt sind sowie auf einer Roadmap, die die notwendigen Schritte der Transformation aufzeigt. 30 Einrichtungen aus Deutschland, Europa und Asien unterstützen die Initiative bereits als Erstunterzeichner. Die Initiative ist offen für weitere Interessensbekundungen. Eine Pressemitteilung der Max-Planck-Gesellschaft vom 21.03.2016 geht ausführlich auf die Initiative ein (https://www.mpg.de/10397978/neue-initiative-zur-staerkung-von-open-access). Die Universität Bielefeld ist als erste deutsche Hochschule der Initiative „OA2020“ beigetreten.

OJS-de.net Netzwerkshop 2015
Am 03. und 04.12.2015 fand in Berlin der erste OJS-de.net Netzwerkworkshop statt. Eingeladen waren wissenschaftliche Infrastruktureinrichtungen wie Bibliotheken oder Rechenzentren, die mehrere Open-Access-Journals mit der Software Open Journal Systems betreiben oder ein entsprechendes Angebot planen. 57 Teilnehmer/innen von insgesamt 36 Institutionen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben teilgenommen und im Rahmen von Vorträgen und Plenumsdiskussionen den Grundstein für die zukünftige Netzwerkarbeit gelegt. Schwerpunkt der diskutierten Themen waren dabei die Voraussetzungen und Bedingungen für die Einrichtung lokaler OJS-Dienste. Ausgangspunkt für die Gespräche waren Themenreferate der Projektpartner vom Center für Digitale Systeme (Freie Universität Berlin), der UB Heidelberg und dem Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum der Universität Konstanz. Eine Dokumentation aller Vorträge steht auf der Projektwebseite http://www.ojs-de.net/veranstaltungen/netzwerk-workshop-2015/index.html zur Verfügung.
Zum Projekt: Open Journal Systems (OJS) ermöglicht die Online-Veröffentlichung von Zeitschriften sowie eine effiziente Zeitschriftenverwaltung und die Organisation des Redaktionsprozesses auf allen Ebenen. Das Ziel des DFG-Projekts OJS-de.net ist, die elektronische Publikation wissenschaftlicher Zeitschriften auf Basis von OJS an deutschsprachigen Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu erleichtern, auszubauen und langfristig zu sichern (via http://www.inetbib.de/listenarchiv/msg57214.html).

Appell zur Offenlegung von Publikationsgebühren
Die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen empfiehlt wissenschaftlichen Einrichtungen, Informationen zu gezahlten Open-Access-Publikationsgebühren offenzulegen, damit die Kostenstrukturen des Open-Access-Publikationsmarkts klar erkennbar werden. Dieses Anliegen wurde jetzt in einem „Appell zur Offenlegung von Publikationsgebühren“ im Rahmen der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ formuliert. Der Appell findet sich unter http://doi.org/10.2312/allianzoa.013. Unter http://treemaps.intact-project.org/ ist die Visualisierung der Zahlungen an unterschiedliche Verlage einsehbar.

PUBLISSO vereint Open-Access-Veröffentlichungen der ZB MED
Bereits am 21.10.2015 präsentierte ZB MED - Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften sein neues Open-Access-Publikationsportal PUBLISSO. Das Portal vereint die Angebote von ZB MED im Bereich Digitales Publizieren und Open Access. WissenschaftlerInnen und informationswissenschaftlich Tätige finden unter der Domain http://www.publisso.de Informationen zur Publikation von Artikeln, Kongressbeiträgen, Videos, Büchern und Forschungsdaten. Außerdem ist ein umfassendes Beratungsangebot Teil der neuen Plattform. Zu den Lebenswissenschaften zählen die Fachgebiete Medizin, Gesundheitswesen, Ernährung, Umwelt- und Agrarwissenschaften. Hauptziel der ZB MED ist es, Forschende und Studierende in diesen Disziplinen sowie MultiplikatorInnen in ihrer Arbeit zu unterstützen. Dazu bietet ZB MED Literatur und Fachinformation in digitaler und gedruckter Form vor Ort und über das semantikbasierte Suchportal LIVIVO an. Mit PUBLISSO steht ein eigenes Open-Access-Portal zur Verfügung. Zur dauerhaften Auffindbarkeit von Aufsätzen und Forschungsdaten vergibt es Digital Object Identifier (DOI) (via BIBLIOTHEKSDIENST 50. 2016. H.1.S.142-143).

TIB Hannover unterstützt Leibniz-Publikationsfonds
Im Januar 2016 fiel der Startschuss für den Leibniz-Publikationsfonds. Die Leibniz-Gemeinschaft unterstützt damit den Open-Access-Gedanken und will den Open-Access-Anteil wissenschaftlicher Publikationen erhöhen. Im Jahr 2016 stehen für den Leibniz-Publikationsfonds 200.000 Euro zur Verfügung, die aus dem Strategiefonds des Präsidiums der Leibniz-Gemeinschaft bereitgestellt werden. Für Autorinnen und Autoren von Leibniz-Einrichtungen werden aus dem Fonds Publikationskosten für Artikel in Open-Access-Zeitschriften übernommen. Die TIB Hannover betreibt den Leibniz-Publikationsfonds federführend gemeinsam mit den beiden Partnern ZB MED – Leibniz-Informationszentrum Lebenswissenschaften und ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft. Alle Partner beteiligen sich an der Prüfung von Anträgen an den Fonds und beraten die Antragstellenden. Die TIB ist darüber hinaus zuständig für die finanzielle Abwicklung. Mehr Infos zum Publikationsfonds der Leibniz-Gemeinschaft mit Informationen zu Förderbedingungen, Ablauf der Beantragung und Einreichung von Anträgen gibt es unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de/publikationsfonds.

ETH-Bibliothek Zürich unterstützt arXiv.org
Auf arXiv.org sind über 1,1 Millionen wissenschaftliche Publikationen aus den Fachgebieten Physik, Mathematik, Statistik, Informatik, quantitative Biologie und quantitative Finanzwissenschaften online zugänglich. Die E-Prints lassen sich Open Access im Volltext downloaden. arXiv.org wird von der Cornell University Library (https://www.library.cornell.edu/) betrieben und weltweit von knapp 190 Institutionen finanziell mitgetragen. Mit ihrer Unterstützung trägt die ETH-Bibliothek Zürich seit dem Jahr 2011 dazu bei, dass die Volltextdatenbank der wissenschaftlichen Community in Zukunft auch weiterhin zur Verfügung steht. Die ETH-Bibliothek leistet hiermit einen Beitrag zur Stärkung der Open-Access-Strategie der ETH Zürich (http://www.library.ethz.ch/ms/Open-Access-an-der-ETH-Zuerich).

Open-Access-Publikationsfonds 2016–2017 der Uni Freiburg
Aus dem DFG-Förderprogramm „Open Access Publizieren“ wurden der Universität Freiburg bereits zum fünften Mal Mittel für einen Open-Access-Publikationsfonds bewilligt. Diesmal erfolgte die Bewilligung für zwei Jahre (2016-2017). Die DFG unterstützt im Rahmen des Förderprogramms „Open Access Publizieren“ die Veröffentlichung von Forschungsergebnissen in Open-Access-Zeitschriften („Goldener Weg“). Der Publikationsfonds wird von der UB verwaltet; Anträge sind dort zu stellen (https://www.ub.uni-freiburg.de/unterstuetzung/elektronisch-publizieren/open-access/publikationsfonds/antrag-auf-foerderung/). Für Open-Access-Publikationen auf dem „Grünen Weg“ steht das institutionelle Repositorium FreiDok plus zur Verfügung. Pro Jahr stehen Mittel in Höhe von über EUR 230.000 zur Verfügung. Davon steuert über die Hälfte die DFG bei. Die Medizinische Fakultät beteiligt sich jährlich mit EUR 70.000, und den Restbetrag von rund EUR 40.000 steuert die UB bei.

Open Access Förderung 2016 der Universität Ulm – Neue Förderbedingungen
Für alle Artikel, die ab dem 01.01.2016 bei einem Verlag eingereicht wurden, gelten für die Universität Ulm neue Förderkonditionen. Der Universität stehen erstmals für 2016 DFG-Mittel aus dem Förderprogramm Open Access Publizieren bereit. Bei Artikeln, die sich für die Förderung qualifizieren, werden die Kosten bis zu einem Maximalbetrag von 2000 EUR durch den DFG-Fonds getragen. Im Zuge der neuen Förderkonditionen wurden Vereinbarungen mit den Open-Access-Verlagen Frontiers und MDPI zur Vereinfachung der Kostenerstattung getroffen. Alle Details finden sich auf der Seite zur OA-Förderung.

Literaturhinweise (in Auswahl)
Deppe, Arvid. Ansätze zur Verstetigung von Open-Access-Publikationsfonds. Berlin: Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, 2015. (Berliner Handreichungen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft; 403) http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:11-100234262

Fund, Sven. „Open Access Reloaded”. b.i.t. online 19 (2016) Nr.2. S.180-181.

Fund blickt ernüchtert auf den Anteil der Open-Access-Veröffentlichungen: Etwa 1,1 % des wissenschaftlichen Publizierens wurden 2013 laut Marktforschungsinstitut Outsell für jedermann kostenlos zugänglich publiziert. Andererseits wittert er für die Verlage große Gefahren durch ‚kriminelle‘ Plattformen wie Sci-Hub: Im Februar 2016 wurden innerhalb von 24 Stunden fast 220.000 Artikel über Sci-Hub von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern heruntergeladen.

Heinrichs, Gerold; Pane, Apollonia. “Where are the results? Open access for research coordination projects financed by the EU“. ZfBB 63 (2016) H.2. S.70-78 (frei im Volltext verfügbar unter https://www.researchgate.net/publication/299501020_Where_are_the_results_Open_access_for_research_coordination_projects_financed_by_the_EU)

„Freier Zugang zu den Ergebnissen von öffentlich finanzierter Forschung ist erklärtes Ziel der Europäischen Kommission. Doch inwieweit wird Open Access in die Praxis umgesetzt? Dieser Artikel geht der Frage am Beispiel eines Teilbereichs EU-finanzierter Projekte nach: Projekte der Forschungskoordination. Ergebnisse solcher Projekte werden selten in internationalen Zeitschriften mit peer-review Verfahren veröffentlicht, sondern hauptsächlich als Graue Literatur, und stellen daher mit Blick auf Open Access eine besondere Herausforderung dar. Nach einer Erläuterung der theoretischen Rahmenbedingungen für Open Access innerhalb EU-finanzierter Forschungsprojekte, werden 26 Vorhaben der internationalen Forschungskoordination mit asiatischer Beteiligung innerhalb des 7. Forschungsrahmenprogramms (FP7) analysiert und anhand dieser die Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Open Access skizziert. Anschließend zeigen die Autoren einen möglichen Lösungsweg auf, um einen langfristigen und unkomplizierten Zugang zu Ergebnissen aus Projekten der Forschungskoordination zu sichern“ (nach dem Abstract).

Thomas, Linda; Stadler, Heike. „Workflow zur Identifizierung von Publikationen für die Zweitveröffentlichung“. BIBLIOTHEKSDIENST 50 (2016) H.1. S.62-68.

„Verfügbare Allianz- und Nationallizenzen können eine Open-Access-Komponente beinhalten. Diese räumen den autorisierten Autoren oder Einrichtungen bestimmte Open-Access-Rechte zur Zweitveröffentlichung ein. Vorhandene Lizenzrechte zur Realisierung des Grünen Weges können somit zukünftig verstärkt genutzt werden. Dabei kann die Bibliothek eine aktive Rolle einnehmen. Präsentiert wird ein Workflow, der sich an der Checkliste für Repository-Manager orientiert. Sieben herausgearbeitete Schritte werden genannt und näher erläutert. An Beispielen wurde der Workflow getestet. Die Ergebnisse werden ebenfalls vorgestellt. Die Erweiterung des Workflows zur Identifizierung von Publikationen für die Zweitveröffentlichung lässt sich ggf. auch auf Creative-Commons-Lizenzen anwenden bzw. auf Zeitschriften, die keine Open-Access-Komponente haben“ (nach dem Abstract).

56. Helmholtz Open Science Newsletter vom 15.03.2016

Aus dem Inhalt: Start des DFG-Projekts DeepGreen; Projekt zur Verbreitung von ORCID in Deutschland von der DFG bewilligt; Empfehlungen zur Open-Access-Transformation; Zweitveröffentlichungsrecht; re3data.org - neue Funktionen; Portugal kündigt nationale Open Science Policy an; Klinische Studien: Fachzeitschriften fordern Offenlegung von Daten; Open Tree of Life; Literaturhinweise.

57. Helmholtz Open Science Newsletter vom 15.06.2016

Aus dem Inhalt: Helmholtz Open Science auf Twitter und Zotero; Helmholtz-Gemeinschaft verabschiedet Open-Access-Richtlinie; GFZ (= Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ) gibt sich Grundsätze zum Umgang mit Forschungsdaten; Weltweite Initiative zur Open-Access-Transformation; Allianz: Appell zur Offenlegung von Publikationsgebühren; JLSRF (= Journal of Large-Scale Research Facilities): DOIs (= Digital Object Identifier) für Großgeräte; Datenartikel in der Zeitschrift ESSD (= Earth System Science Data) werden häufig zitiert; SCOAP³ (= Sponsoring Consortium for Open Access Publishing in Particle Physics) – Finanzierung bis Ende 2019 gesichert; Open Access: Dynamik und verschiedene Geschwindigkeiten; Dokumentation des RDA-DE-Trainings-Workshop 2016; Literaturhinweise.

Open Data

Europäisches Open-Data-Portal im Regelbetrieb
Mitte Februar 2016 hat das Europäische Datenportal seinen regulären Betrieb aufgenommen. Übersetzungen in drei weitere Sprachen und 165.000 Datensätze sind neu dazugekommen. Die Zahl der integrierten Datensätze, die aus 70 externen Katalogen herangezogen werden, stieg von 250.000 auf über 415.000. Zu den externen Katalogen gehört auch das deutsche GovData (https://www.govdata.de/). Ziel ist es, Daten, die Behörden in 39 europäischen Ländern veröffentlichen, zentral zugänglich zu machen. Die Kosten dafür belaufen sich auf insgesamt 6,5 Millionen Euro (via http://heise.de/-3110829).

Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung zu Open Data
Die Konrad-Adenauer-Stiftung (http://www.kas.de/) hat Mitte April 2016 als Auftraggeber die erste wissenschaftliche Studie zum volkswirtschaftlichen Potential von Open Data in Deutschland vorgestellt. In „Open Data. The Benefits“ werden drei Szenarien für die kommenden zehn Jahre skizziert, die in unterschiedlichem Maße das Potential von Open Data für Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland beziffern. Die Studie, die aus der Feder von Marcus M. Dapp, Dian Balta, Walter Palmetshofer, Helmut Krcmar und Pencho Kuzev stammt, ist im Volltext unter http://www.kas.de/wf/de/33.44906/ abrufbar.

Schweizer Portal für Open Government Data ist online
Seit dem 02.02.2016 ist das neue Schweizer Portal für Open Government Data (OGD) online. Es ersetzt das bisherige Pilotportal opendata.admin.ch. Auf der vom Bundesarchiv betriebenen Plattform bieten Bund, Kantone, Gemeinden und weitere Organisationen zentral ihre frei verfügbaren Daten an. Das Portal ist eine Maßnahme der Open Government Data-Strategie Schweiz 2014-18.

Literaturhinweise (in Auswahl)

Berndsen, Silke. „Fortbildung zu Linked Open Data: 1. Dezember 2015, an der Universitäts- und Landesbibliothek in Halle, veranstaltet vom VDB-Regionalverband Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen“. o-bib. Das offene Bibliotheksjournal 3 (2016) Nr.1

Rother, Katja. Potenziale von Linked Open Data in Öffentlichen Bibliotheken. Hochschule Hannover, Fakultät III - Medien, Information und Design, Bachelorarbeit. 2016 http://nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn:nbn:de:bsz:960-opus4-8086

Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ)

Nächstes BSZ-Kolloquium in Mannheim - Sachsen-Tag an der UB Leipzig

Das 17. BSZ-Kolloquium findet am 21.09.2016 im Mannheimer Stadthaus (Bürgersaal) statt. Weitere Informationen, Tagungsprogramm und Anmeldeformular stehen auf der Informationsseite zum BSZ-Kolloquium 2016 bereit. Der BSZ-Informationstag Sachsen findet am 08.11.2016 an der Universitätsbibliothek Leipzig statt. Anmeldemöglichkeit und Programm folgen noch.

Vorträge vom 6. Leipziger Bibliothekskongress 2016 online

Die Vorträge auf dem 6. Leipziger Bibliothekskongress 2016, an denen Kolleginnen und Kollegen des BSZ mitgewirkt haben, wurden auf dem BSZ-Publikationsserver SWOP veröffentlicht.

BSZ-Kompakt und BSZ-Flyer auf Stand 2016 aktualisiert

Die Ausgabe 2016 des BSZ-Kompakt ist in einer gedruckten Version erschienen und zusätzlich online als PDF-Version verfügbar. Auf vierzig Seiten gibt das aktualisierte BSZ-Kompakt einen Überblick über das gesamte Dienstleistungsspektrum des BSZ. Es werden alle Serviceleistungen für Bibliotheken, Museen und Archive dargestellt. Ebenso wurden die BSZ-Flyer (Kurzinformationen) auf Stand Februar 2016 aktualisiert:
- SWB - Südwestdeutscher Bibliotheksverbund, - SWB - Informationen zur Verbundteilnahme, - Online-Fernleihe, - Bibliothekssystem aDIS/BMS, - Bibliothekssystem Alma, - Bibliothekssystem Koha, - BOSS - BSZ One Stop Search, - ArchivIS - Archivinformationssystem, - Digitale Kataloge, - MusIS - Museumsinformationssystem, - Repositorien, - SWBcontent - Langzeitarchivierung von Webinhalten, - SWBregio - Digitales Webseitenarchiv für Kommunen.

SWB-Verbundsystem

Die Datenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/) enthielt Ende Mai 2016 rund 71,3 Mio. Bestandsnachweise und rund 23,3 Mio. Titelnachweise.

Die jährlich erscheinenden Statistiken zur Sacherschließung wurden auf Stand 01.01.2016 aktualisiert und sind im BSZ-Wiki (https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=v-team:katalogisierung:normdaten:sacherschliessung#statistiken) zu finden. Demnach sind von insgesamt 22,3 Mio. Titeln (Stand 01.01.2016) circa 69 % noch nicht mit Sacherschließungsdaten versehen (Statistik zur Sacherschließung im Südwestdeutschen Bibliotheksverbund nach Erscheinungsjahr: Stand Januar 2016). Die höchste Sacherschließungsquote weisen der Erscheinungsjahrzeitraum 1200-1399 mit 99 % und bei den neuesten Erscheinungsjahren der Zeitraum 2010-2014 mit 62 % bzw. 2015 mit 73 % auf.

Am 05.04.2016 wurden die Altdaten aus der Tübinger IxTheo-Allegro-Datenbank komplett in die SWB-Datenbank eingespielt. Insgesamt wurden 506.000 Titelsätze über die Importroutinen der SWB-Datenbank geladen. Darunter befinden sich circa 500.000 Aufsatztitel. Die bereits im SWB existierenden Titel wurden weitgehend überschrieben, mit dem Abrufzeichen „mteo“ zur Kennzeichnung der theologischen und religionswissenschaftlichen Titel sowie der entsprechenden SSG-Kennung versehen und – soweit nicht vorhanden – mit Schlagworten ergänzt.

Bibliothekssysteme

Die automatische Umschaltung auf die Version für mobile Endgeräte ist in den aDIS-Katalogen der ersten zehn Mandanten (in erster Linie Hochschulbibliotheken) des BSZ eingerichtet worden. Der mobile OPAC ist damit produktiv.

MARE (Museen, Archive und Repositorien)

Das Repositorium Cologne Open Science der Technischen Hochschule Köln ist das erste vom BSZ gehostete Repositorium, das nach dem aktuell gültigen DINI-Zertifikat zertifiziert wurde. In enger Zusammenarbeit haben die Technische Hochschule Köln (inhaltlich) und das BSZ (technisch) die Voraussetzungen für die Zertifizierung geschaffen.

Die Hochschule Furtwangen ist neuer OPUS4-Kunde. Der neue Hochschulschriftenserver ist unter https://opus.hs-furtwangen.de zu finden.

Der Webauftritt der Bibliotheken der Regio Bodensee enthält neben Portraits und News aus diesen Bibliotheken, der Bodenseebibliographie und den Bodensee-Links, dem größten Linkverzeichnis zum Bodensee, auch die Ergebnisse des Interreg-Projekts zum digitalisierten Kulturerbe der Regio Bodensee. In diesem Projekt wurden circa 350.000 Seiten regionaler Kernzeitschriften aus Baden-Württemberg, Bayern, Liechtenstein, der Schweiz und Vorarlberg digitalisiert. Die technische Infrastruktur für Speicherung und Präsentation wie auch der Web-Auftritt insgesamt werden vom Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) in Konstanz bereitgestellt und betreut.


Digitale Angebote und Internet-Portale von Bibliotheken, Archiven und Museen des SWB-Verbundes

Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg fördert Archive, Bibliotheken und Universitäten

Die Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg beim Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg hat beschlossen, landesweit neun Projekte in Buchen, Donaueschingen, Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigsburg und Stuttgart zu fördern. Diese befassen sich mit Erhalt, Erschließung und Digitalisierung von Archiv- und Bibliotheksgut mit besonderem Bezug zur Geschichte des Landes. Die Gesamtförderung beträgt rund 599.000 Euro. Die Bandbreite der geförderten Projekte reicht von schriftlichem Archivmaterial wie Akten, Urkunden und Zeitungen bis hin zu fotografischen Platten, Verfilmungen und musikalischen Handschriften. Zu den Förderprojekten gehören u.a. die Erschließung neuzeitlich theologischer Handschriften aus der Württembergischen Landesbibliothek und die Digitalisierung von Musikhandschriften der Fürstlich Fürstenbergischen Hofbibliothek Donaueschingen in der Badischen Landesbibliothek. Auch der Erhalt des Bildarchivs Karl Weiß in Buchen und die Digitalisierung von Quellen zur Reformations- und Kirchengeschichte aus dem Landesarchiv Baden-Württemberg werden durch die Fördergelder der Stiftung unterstützt.

Jahresbericht 2015 des Landesarchivs Baden-Württemberg

Unter dem Titel "Neue Partner: Landtag und Kommunen" hat das Landesarchiv Baden-Württemberg den Jahresbericht 2015 auf seiner Website bereitgestellt. Das Landesarchiv informiert ausführlich zum Jahresbericht 2015 in seinen Archivnachrichten 52/2016 auf den Seiten 32-34.

Forschungsprojekt zur Demokratiegeschichte im deutschen Südwesten

Im Rahmen der E-Science-Strategie (https://mwk.baden-wuerttemberg.de/de/forschung/forschungslandschaft/e-science/) der Landesregierung startete am 01.06.2015 das Landesarchiv Baden-Württemberg ein Forschungsprojekt zur Demokratiegeschichte im deutschen Südwesten. Ziel des Projekts ist es, durch die Digitalisierung und wissenschaftliche Einordnung unterschiedlicher Quellen die Übergangszeit von der Monarchie zur Demokratie ab den letzten Kriegsmonaten 1918 bis etwa 1923 zu veranschaulichen. Neben dem politischen Wandel werden auch Quellen zu gesellschaftlichen, ökonomischen und kulturellen Wandlungsprozessen aufbereitet. Das Forschungsprojekt ist auf zweieinhalb Jahre angelegt und wird vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) gefördert. In einem ersten Arbeitsschritt wurden Themenbereiche definiert, die die Einordnung der Quellen in den Kontext gesamtgesellschaftlicher Prozesse erleichtern, und projektrelevante Archivalien ausgewählt. Die inhaltliche Analyse und die themenspezifische Einordnung sowie die wissenschaftliche Aufbereitung erfolgten in Zusammenarbeit mit dem Historischen Institut der Universität Stuttgart. In einem nächsten Schritt werden die Quellen digitalisiert, mit den zugehörigen Erschließungsinformationen verknüpft und für eine sachgerechte Präsentation aufbereitet. Die Ergebnisse werden bis 2018 zum einen als Quellensammlung in das Online-Informationssystem des Landesarchivs eingestellt und zum anderen in einem neu entwickelten Themenschwerpunkt im landeskundlichen Informationssystem LEO-BW online bereitgestellt. Darüber hinaus werden die Ergebnisse mit den Angeboten anderer Einrichtungen vernetzt, zum Beispiel über die Präsentation der Digitalisate in der Deutschen Digitalen Bibliothek und dem dazugehörigen Archivportal-D (via Archivnachrichten. Landesarchiv Baden-Württemberg 52/2016 S.28-29).

Wissensmanagement und RDA

Unter dem Titel „Wissensmanagement und RDA“ hat die Vorsitzende des VDB-Regionalverbands Südwest, Prof. Heidrun Wiesenmüller, den Jahresbericht für 2015 in o-bib Bd. 3, Nr. 1 veröffentlicht.

Karoline Luise von Baden digital

Das Online-Informationssystem „Karoline Luise von Baden. Kunst und Korrespondenz“ verbindet die Kunstwerke des Malereikabinetts mit der umfangreichen Korrespondenz der Fürstin, die in ihrem Nachlass im Großherzoglichen Familienarchiv im Generallandesarchiv Karlsruhe erhalten ist. Die Korrespondenz mit mehr als 750 Persönlichkeiten gibt einen Einblick in die Sammelpraxis, darüber hinaus aber auch in das kulturelle Leben im Europa der Aufklärungszeit. Man begegnet dem Philosophen Voltaire, der Kunstfreundin und königlichen Mätresse Madame de Pompadour, dem Botaniker Linné, dem Kunstagenten Eberts oder dem Sammler Comte de Vence. Markgräfin Karoline Luise von Baden (1723–1783) baute im Karlsruher Schloss ein Malereikabinett auf, das später den Grundstock für die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe bildete. Ein Netz von Agenten versorgte sie aus den europäischen Zentren des Kunsthandels mit Katalogen von Sammlungen und kunstästhetischer Literatur. Über aktuelle Auktionen war sie zeitnah informiert, in ihren Kaufentscheidungen agierte die Markgräfin eigenständig und mit sicherem Urteil. Projektpartner sind das Landesarchiv Baden-Württemberg, die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe und die Università della Svizzera italiana. Auf der Website kann nach verschiedenen Kriterien gesucht werden: - Kunstwerke: Gesamtüberblick; Kunstwerke nach Künstlern und nach Titeln; im sogenannten „Melling“-Inventar, das nach dem ehemalige Hofmaler Joseph Melling benannt ist, der maßgeblich für die Erstellung des Inventars verantwortlich gewesen sein dürfte; - Korrespondenz: nach Bänden, Ausstellern, Empfängern, Datum, Ausstellungsorten; - Sammlungen: von A wie Sammlung Aved bis W wie Sammlung Wurmser. Eine Biographie von Karoline Luise ergänzt die Zusammenstellung; ein Index (Gesamtindex der Orte, Gesamtindex der Personen, Beruf/Stand) vervollständigt die Suchmöglichkeiten, die kaum Wünsche offen lassen.

Digitale Sammlung der UB Chemnitz

Die Digitale Sammlung präsentiert den unikalen Wissenschaftlichen Altbestand der UB Chemnitz. Grundstock bilden zahlreiche Werke, insbesondere Lehrbücher und Monographien Chemnitzer Gelehrter aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit überwiegend technisch-ingenieurwissenschaftlichem und naturwissenschaftlichem Inhalt. Hinzukommen kulturhistorisch wertvolle Schriften zur Geschichte der Erzgebirgsregion und zur Geschichte der Stadt Chemnitz (“Regionalia“). Die Digitalisate sind im Rahmen des Landesdigitalisierungprojektes in Sachsen entstanden und unterliegen der Creative Commons Lizenz CC-BY-SA 4.0. Die Darstellung der Digitalisate erfolgt mit Hilfe des DFG Viewers. Derzeit sind 32 Titel bzw. 53 Bände verfügbar.

Geschäftsbericht 2015 der SLUB Dresden erschienen

Im Geschäftsbericht für das Jahr 2015 berichtet die SLUB Dresden über Themen und Projekte, die das Jahr 2015 besonders prägten. Es geht unter anderem um das Digitalisierungsprogramm (http://www.slub-dresden.de/sammlungen/landesdigitalisierungsprogramm/) des Freistaats Sachsen, die Oberlausitzsche Bibliothek der Wissenschaften (http://olb.goerlitz.de/), das Netzwerk smart³ (http://www.smarthoch3.de), Digitales Marketing, eine Daktyliothek der SLUB, D:SWARM (http://dswarm.de/), den SLUB-Katalog, Social Media, Heimatgeschichte im Riesengebirge, Jugend hackt in Dresden (http://jugendhackt.de/tag/jugend-hackt-ost/), Mobilitätsforschung und Forschungsdatenmangement sowie Open Source und den Output der IT-Abteilung der SLUB.

Digitale Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels

Die elektronische Edition der Korrespondenz August Wilhelm Schlegels (1767-1845) wird weiter gefördert. Die DFG bewilligte 600.000 Euro für die Fortführung des Projekts, das die Philipps-Universität Marburg/Lahn gemeinsam mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und dem Trier Center für Digital Humanities verfolgt. Bis zum Jahr 2019 sollen rund 5.000 Briefe vollständig ediert vorliegen, die der Frühromantiker Schlegel verfasste oder erhielt. Viele davon sind bislang unveröffentlicht. Schlegels Nachlass liegt in der SLUB Dresden (zahlreiche Manuskripte sowie rund 3.800 Briefe), größere Briefbestände – rund 350 – besitzt die Universitäts- und Landesbibliothek Bonn. Der Rest ist auf über hundert Archive weltweit verteilt. Bereits seit Juni 2014 ist die Präsentationsoberfläche des Open-Access-Projekts in einer Beta-Version online (http://www.august-wilhelm-schlegel.de). Rund 5.000 Briefe sind inzwischen online frei zugänglich (via https://idw-online.de/de/news647337).

Bibliotheca Gastronomica in der SLUB Dresden

Die Bibliotheca Gastronomica, ein Geschenk des Sammlers Walter Putz aus Baden-Baden, wurde im Jahr 2005 als geschlossener Bestand in der SLUB Dresden aufgestellt und in den Folgejahren von Walter Putz fortlaufend ergänzt. Die Sammlung umfasst mehr als 4.000 Handschriften, Bücher und Zeitschriften aus fünf Jahrhunderten, darüber hinaus eine umfangreiche Sammlung an Drucksachen, insbesondere Menukarten, sowie die umfangreiche Korrespondenz von Walter Putz mit Sammlern und Händlern. Seit 1952 sammelte Putz Literatur zur Kulturgeschichte der Gastronomie. Nach dem Fall der Mauer entschied er sich, die Sammlung nach Dresden zu geben. Der vorliegende Katalog, der auf dem sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver Quocosa verfügbar ist, hat nun auch alle seither aus Baden-Baden eingegangenen Ergänzungen eingearbeitet und dokumentiert den Stand im Jahre 2009. Er verzeichnet in Band 1 in chronologischer Folge 3863 Drucke. In Band 2 werden 36 Handschriften in chronologischer Folge sowie in alphabetischer Folge 132 Zeitschriften in 242 Bänden nachgewiesen. Das umfangreiche Register der Personen und Titel in Band 2 erleichtert den Überblick und die Suche nach den Drucken in Band 1.

SLUB Dresden: Online-Ausstellung zum Reformationsjubiläum 2017

In den 95 Kalenderwochen vom Januar 2016 bis zum 31.10.2017 stellt die SLUB Dresden aus ihrem Bestand an Reformationsquellen Woche für Woche unter http://reformation.slub-dresden.de jeweils eine Originalhandschrift vor. Alle digitalisierten Dokumente werden zu einer digitalen Bibliothek der Reformation zusammengefügt. Im Oktober 2017, zum Jubiläum, werden die Originalhandschriften in der Schatzkammer der SLUB präsentiert. Hoch aufgelöste Fotos/Digitalisate der Autographe finden sich in den digitalen Sammlungen der SLUB Dresden, z. B. http://digital.slub-dresden.de/werkansicht/dlf/149782/466/0/.

Digitale Sammlungen der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften (OLB) in Görlitz sind online

Das Landesdigitalisierungsprogramm (LDP) für Wissenschaft und Kultur des Freistaates Sachsen bietet auch kleineren sächsischen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen die Möglichkeit, ausgewählte Bestände zu digitalisieren und über die SLUB Dresden zu präsentieren. Die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften (OLB) in Görlitz hat sich dem Programm angeschlossen und präsentiert seit Kurzem ihre historischen Sammlungen zur Lausitz online. Als Projektziel wurde die vollständige Digitalisierung des urheberrechtsfreien Materials der Signaturengruppe „Lusatica“ formuliert. Die Sammlung „Lusatica“ der Oberlausitzischen Bibliothek der Wissenschaften (OLB) vereinigt unterschiedliche Dokumente zur Regionalgeschichte der Oberlausitz und Niederschlesiens. Die Schriften entstammen vorwiegend den durch die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften (OLGdW) angelegten Kollektionen.

UB Heidelberg erhält Fördermittel der DFG für zwei neue Fachinformationsdienste (FID)

Für den Aufbau der beiden neuen Fachinformationsdienste (FID) Asien und Altertumswissenschaften erhält die UB Heidelberg Fördermittel der DFG. Über einen Zeitraum von drei Jahren stellt die DFG die Summe von 1,3 Millionen Euro zur Verfügung. Im FID Asien kooperiert die UB Heidelberg mit dem Südasien-Institut der Universität Heidelberg sowie der Staatsbibliothek zu Berlin, im FID Altertumswissenschaften arbeitet sie mit der Bayerischen Staatsbibliothek in München zusammen. Für den FID Asien arbeiten die UB Heidelberg und die Staatsbibliothek zu Berlin an einer disziplinübergreifenden Infrastruktur, die insbesondere die Lizenzierung und die Bereitstellung von Werkzeugen für digitale Quellen vorsieht. Verbesserte Suchoptionen und Bestellmöglichkeiten sollen dazu beitragen, dass die Nutzer schnell und direkt auf wissenschaftliche Materialien aller Art unabhängig von der Publikationsform zugreifen können. Die UB und das Südasien-Institut in Heidelberg sind verantwortlich für den Bereich Südasien, während die Staatsbibliothek die Bereiche Ost-, Zentral- und Südostasien betreut. Zusammengeführt werden die neuen Angebote in CrossAsia, dem Internet-Portal des Fachinformationsdienstes Asien. Im Rahmen des zweiten FID-Projekts – dem neuen Fachinformationsdienst Altertumswissenschaften – soll die Online-Plattform Propylaeum, die seit 2007 gemeinsam von der UB Heidelberg und der Bayerischen Staatsbibliothek betrieben wird, technisch und inhaltlich erneuert werden. Die Bayerische Staatsbibliothek München ist dabei für die Fachgebiete Byzantinistik, Alte Geschichte, Klassische Philologie, Mittel- und Neulateinische Philologie sowie die Vor- und Frühgeschichte zuständig, die UB Heidelberg zeichnet für die Ägyptologie und die Klassische Archäologie verantwortlich.

UB Heidelberg und Bibliothek des Südasien-Instituts ermöglichen Digitalisierung On Demand

Seit Mitte April 2016 bietet CrossAsia – Fachinformationsdienst Asien mit einem nachfrageorientierten Digitalisierungsservice die Möglichkeit, nicht digital und frei im Netz verfügbare Werke mit Bedeutung für die Asienwissenschaften zu digitalisieren und nach dem Prinzip des Open Access zugänglich zu machen. Auf Basis von Digitalisierungswünschen soll damit der digital frei verfügbare asienwissenschaftliche Bestand gezielt und bedarfsgerecht in den kommenden drei Jahren um circa 150 Bände aus der UB Heidelberg und der Bibliothek des Südasien-Instituts (SAI) der Universität Heidelberg sowie um etwa 300 Bände aus der Staatsbibliothek zu Berlin (SBB) erweitert werden. Zur Digitalisierung vorgeschlagen werden können gemeinfreie Werke – d.h. die Autorin bzw. der Autor ist seit mindestens 70 Jahren verstorben – und sogenannte „vergriffene Werke“ deutscher Verlage mit Erscheinungsjahr bis 1965 für die kein verlegerisches Angebot mehr besteht und die im Buchhandel nicht länger erhältlich sind. Außerdem können für die Digitalisierung auch Werke vorgeschlagen werden, für die Autorinnen und Autoren CrossAsia die einfachen Nutzungsrechte zur Digitalisierung und Bereitstellung eines Werkes selbst übertragen. Zur Realisierung der Digitalisierungswünsche steht ein Fond für die nächsten drei Jahre zur Verfügung, der es erlaubt die Bände im genannten Umfang zu digitalisieren. Alle in diesem Zusammenhang angefertigten digitalen Reproduktionen werden unmittelbar als Open-Access-Titel in den jeweiligen Bibliotheken (Literatur zu Südasien – digital bzw Digitalisierte Sammlung der SBB) online zur Verfügung gestellt.

Digitalisierte historische Zeitungen und Zeitschriften der UB Heidelberg

Im Rahmen der Retrodigitalisierung in der UB Heidelberg werden auch Zeitschriften und Zeitungen aus den historischen Sammlungen online gestellt. Das Angebot umfasst aktuell bereits mehr als 500 Zeitschriftentitel mit circa 4.800 Bänden. Inhaltlich gehören sie zum einen zu den Sammelschwerpunkten der UB (bspw. die Kunstzeitschriften Jugend oder PAN), zum anderen haben viele einen lokalen bzw. regionalen Bezug zu Heidelberg, der Kurpfalz oder Baden (bspw. die Heidelberger Zeitung). Vielfach Beachtung finden auch Feldzeitungen aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Seit 2014 werden im Rahmen eines DFG-geförderten Projekts im deutschen Sprachraum erschienene Zeitschriften des 18. Jahrhunderts digitalisiert. Eine Rarität ist die digitale Ausgabe des Jahrgangs 1609 der in Straßburg erschienenen Zeitung Relation: Aller Fuernemmen und gedenckwuerdigen Historien. Dieser Band ist der älteste, heute noch erhaltene Jahrgang der Zeitung, die ersten Jahrgänge sind verschollen. Die Relation erschien bis 1659 und wird vom Weltverband der Zeitungen als erste Zeitung der Welt anerkannt. Das Hauptaugenmerk liegt in Heidelberg – in Absetzung zur reinen Massendigitalisierung - auf der Erstellung von qualitativ hochwertigen Metadaten. So sind die digitalisierten Periodika, aber auch viele tausend Einzelaufsätze in den einschlägigen bibliothekarischen Nachweisinstrumenten erfasst. Durch die Registrierung des Heidelberger Digitalisierungsservers als „Data provider“ bei der Open Archives Initiative (OAI) sind die digitalisierten Bände auch über das OAI-Netzwerk nachgewiesen. Auch die Integration in das europäische Portal Europeana (http://www.europeana.eu/portal/) ist umgesetzt. Selbstverständlich sind auch alle im Projekt erstellten Metadaten und Volltexte über Suchmaschinen wie Google auffindbar. Das komplette Angebot steht unter http://zeitungen-digital.uni-hd.de bereit (alphabetisch gelistet, über eine Suchmaske inkl. Volltextsuche recherchierbar oder in einer Jahresübersicht).

Kolloquium „20 Jahre Karlsruher Virtueller Katalog – Rückblick und Ausblick“

Am 26. Juli 1996 ging der Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK) online. Gestartet mit einer Handvoll Bibliotheks- und Buchhandelskataloge umfasst die KVK-Meta-Suche heute über 70 Zielsysteme. Anlässlich des 20. Geburtstags veranstaltet die KIT-Bibliothek ein Jubiläums-Kolloquium mit KVK-Freunden und –Experten rund um das Thema „Suchen“ und „Suchmaschinen“ am Mittwoch, 14. September 2016, im Festsaal des Studierendenwerks Karlsruhe, Adenauerring 7, 76131 Karlsruhe. Der stellvertretende Leiter des BSZ, Volker Conradt, hält u.a. einen Vortrag mit dem Titel „20 Jahre OPACs, Portale, Suchmaschinen, Discovery-Systeme aus Sicht des BSZ“. Die KIT-Bibliothek bittet um Anmeldung (Tel. 0721 608-43101 oder E-Mail sekretariat@bibliothek.kit.edu) bis zum 25.08.2016.

Antiquariat.de im KVK

Der Karlsruher Virtuelle Katalog (KVK) verzeichnet jetzt auch das Verkaufsportal Antiquariat.de. In der Rubrik „Buchhandel“ konnten Nutzer im KVK bislang die Bestände von Abebooks, Amazon, Booklooker, KNV und ZVAB durchsuchen. Die Berliner Genossenschaft der Internet-Antiquare (GIAQ), die Antiquariat.de seit 2005 betreibt, hat ein seit langer Zeit verfolgtes Ziel erreicht: dass der vielgenutzte KVK die einzige deutsche Verkaufsplattform für antiquarische Bücher aufnimmt, deren Geschäftspolitik von Antiquaren selbst bestimmt wird.

adlr.link, das Literaturnachweis-Portal für alle WissenschaftlerInnen, die in den Kommunikations- und Medienwissenschaften und den angrenzenden Fachdisziplinen forschen und arbeiten, ist seit Ende März 2016 freigeschaltet. adlr.link ist das zentrale Element des Fachinformationsdienstes (FID) der UB Leipzig für die Kommunikations-, Medien- und Filmwissenschaft. Alle Forschenden aus der Fachcommunity und den angrenzenden Fachgebieten können das Portal zur Recherche nutzen und sich für die Nutzung kostenlos registrieren (https://katalog.adlr.link/AdlrRegistration/AdlrReg). Es besteht die Möglichkeit, in über 700.000 Zeitschriftenartikeln, gedruckten oder online verfügbaren Monografien und Sammelwerken, Open Access-Dokumenten und audiovisuellen Quellen zu recherchieren. Lizenzierte Zeitschriftenartikel, E-Books oder frei verfügbare Dokumente können gelesen, und neu erschienene Bücher können innerhalb weniger Tage direkt an den Arbeitsplatz oder Zeitschriftenartikel innerhalb eines Tages per E-Mail bestellt werden. Weitere Informationen sind in einem Flyer zusammengestellt (http://blog.adlr.link/wp-content/uploads/2016/04/adlr-Flyer-Web.pdf). Ein Blog mit aktuellen Neuerungen, einer umfangreichen FAQ-Seite und der Möglichkeit, sich für den Newsletter anzumelden, steht außerdem zur Verfügung.

Jahresbericht 2015 der Stadtbibliothek Mannheim

Der Jahresbericht 2015 der Stadtbibliothek Mannheim ist online. Aus dem Inhalt (in Stichworten): Interkulturelle Fortbildung; neue Visitenkarten der Stadtbibliothek; Ergebnisse der Kundenbefragung: 90 Prozent aller Befragten sind zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit Arbeit und Angeboten der Bibliothek, 72 Prozent verweilen eine Stunde oder länger zum Stöbern oder Lernen; Makerspaces, Fablabs und Co-Workung-Hubs: Die Bibliothek der Zukunft; Schwerpunkt Leseförderung; wichtige Kennzahlen der Stadtbibliothek.

Personen- und sozialgeschichtliche Württembergica digital

Wichtige personen- und sozialgeschichtliche Württembergica aus der Zeit von der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis zum frühen 20. Jahrhundert wurden von der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart digitalisiert und auf ihrer Website bereit gestellt (http://www.wlb-stuttgart.de/literatursuche/digitale-bibliothek/digitale-sammlungen/adressbuecher-wuerttembergica/). Diese Zeitphase von etwa 250 Jahren war von besonders starken soziokulturellen bzw. ökonomischen Veränderungen geprägt. Stichworte sind z.B. Urbanisierung, Industrialisierung, Demokratisierung, Säkularisierung, Pluralisierung bzw. Individualisierung. Bereits digitalisiert sind: Stuttgarter Adressbücher 1800-1943 (nach Namen der Einwohner sowie nach den Straßennamen, in späteren Jahrgängen zudem nach Teilorten geordnet; Informationen zum Herrscherhaus, zu Gewerbebetrieben, zu wichtigen Behörden und Institutionen, zu polizeilichen Bestimmungen und Bahnverbindungen); Württembergisches Adressbuch 1736-1806 (Informationen zur Herrscherfamilie, Hofstaat und Militär; Orts-, Personen- und Sachregister erleichtern die gezielte Recherche); Chronik der Stadt Stuttgart 1899-1912 (Informationen zu wichtigen Ereignissen im Stadtgeschehen des jeweiligen Jahres); Württembergische Landessynode (Akten der Landessynode von 1869 bis 1919, die Einblick in das kirchliche Leben, auch in die Wechselwirkungen zum Zeitkontext geben); Fürstlich-Württembergisch Dienerbuch vom IX. bis zum XIX. Jahrhundert (1877 als Monographie erschienen mit Angaben zu den Staatsbediensteten Württembergs von den Anfängen bis zum 19. Jahrhundert); Württembergisches Lehrerbuch für den Zeitraum 1849-1911 (Informationen zur Zusammensetzung des Lehrpersonals an württembergischen Schulen); Württembergisches Pfarrerbuch circa 1525-1930 (maschinenschriftliches Werk von Christian Sigel, das über die evangelische Pfarrerschaft in Württemberg in diesem Zeitraum informiert).

Freundschaftsbücher der WLB Stuttgart digitalisiert

Für den kommenden Winter 2016/17 plant die WLB Stuttgart gemeinsam mit der BNU Strasbourg, ihrer französischen Partnerbibliothek, eine Ausstellung zum Thema „Stammbücher“ in Straßburg. Diese meist kleinformatigen Büchlein, sozusagen die Vorläufer des Poesiealbums, kann man auch als Erinnerungsbücher oder Freundschaftsalben bezeichnen. In sie ließ man ab dem 16. Jahrhundert Freunde, Familienmitglieder oder andere für den Besitzer wichtige Personen (Professoren, Künstler, Adelige, Schriftsteller etc.) Einträge vornehmen, mal nur in Form eines Sinnspruches mit Datum und Unterschrift des Einträgers, mal mit üppigem Bilderschmuck ausgestattet. Durch sie gewinnt man, oft auf sehr persönliche Weise, Einblick in die Einbindung einzelner Personen in ihr berufliches und familiäres Umfeld - bei unbekannten Theologiestudenten ebenso wie bei einer Berühmtheit wie Friedrich Hölderlin. Die Ausstellung wird versuchen, die Vielfalt dieser bunten Welt abzubilden. Einen kleinen Vorgeschmack bieten die 134 digitalisiert vorliegenden Stammbücher, die in den Digitalen Sammlungen der WLB Stuttgart zu „besichtigen“ sind: http://digital.wlb-stuttgart.de/sammlungen/ - Handschriften anklicken - Einschränkung in der Liste auf der linken Seite unter „Sammlungen“ auf „Stammbücher“.

Virtuelle Borst-Ausstellung in der WLB Stuttgart

Auch 2016 gibt es wieder eine Ausstellung von Stücken aus der Sammlung Hugo Borst unter dem Titel „Bücher, die die große und die kleine Welt bewegten“. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Erstausgaben der Zeitspanne 1749-1899, die der Stuttgarter Industrielle Hugo Borst angelegt hat. Die Württembergische Landesbibliothek erwarb die Sammlung im Jahr 1969. In diesem Jahr sind Erstausgaben zu sehen, die vor 250, 200 bzw. 150 Jahren erschienen sind. Sich wiederholende Themen in unterschiedlichen Literaturgattungen deuten auf geistesgeschichtliche Tendenzen der jeweiligen Zeit hin. Die Beschreibung der Exponate ist abrufbar unter http://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/alte-und-wertvolle-drucke/bestand/sammlung-hugo-borst/. Dort finden sich Hinweise zum Zeitkontext der Jahre 1766, 1816 und 1866. Der gedruckte Katalog von Hugo Borst „Bücher, die die große und die kleine Welt bewegten“ wurde digitalisiert (http://www.wlb-stuttgart.de/referate/drucke/borst/borst.htm). Darin können einerseits Titel des Hauptteils in der Folge der Erscheinungsjahre 1749 bis 1899 recherchiert werden, andererseits ist ein Zugriff über das Autorenregister möglich.

Rationierungsmarken-Datenbank der Bibliothek für Zeitgeschichte

Die Rationierungsmarken-Sammlung der Bibliothek für Zeitgeschichte (BfZ) in der Württembergischen Landesbibliothek (WLB) Stuttgart enthält mehr als 5.500 unterschiedliche Exemplare aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Hinzu kommen weitere aus der Weimarer Republik (circa 350), dem Dritten Reich (circa 500) und der Nachkriegszeit (circa 300). Insgesamt umfasst die Sammlung circa 6.800 Marken, die aus verschiedenen Städten, Gemeinden und Territorien des Deutschen Reichs sowie aus dem europäischen Ausland stammen. Alle sind in der Rationierungsmarken-Datenbank der BfZ online recherchierbar. Ein für das landeskundliche Portal LEO-BW zusammengestellter Ausschnitt aus der Datenbank umfasst eine Auswahl von 6.000 Marken aus Baden-Württemberg und auch aus anderen Teilen Deutschlands.

UB Tübingen und Institut für Kriminologie präsentieren neu konzipierte Datenbank KrimDok

Die DFG hat zum Jahresende 2013 die Einrichtung eines Fachinformationsdienstes Kriminologie (FID Kriminologie) bewilligt. Der FID löst das bisher geförderte Sondersammelgebiet Kriminologie (SSG Kriminologie) ab. Der FID Kriminologie wird gemeinsam vom Institut für Kriminologie und der UB Tübingen betrieben. Er widmet sich wie seine Vorgängereinrichtungen im Kern weiterhin der Aufgabe, die überregionale Literaturversorgung im Feld der Kriminologie zu gewährleisten. Jedoch wird diese Aufgabe neu definiert: Die ursprüngliche Konzeption zielte darauf ab, fremdsprachige Literatur zur Kriminologie möglichst umfassend zu erwerben und der wissenschaftlichen Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Nach der neuen Konzeption soll eine Informationsstruktur aufgebaut werden, die den spezifischen Bedürfnissen und Wünschen der Fachcommunity möglichst zielgenau Rechnung trägt. Gemäß dem Motto „Interesse der Forschung“ geht es darum, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern noch leichter und zugleich präziser als bisher zu ermöglichen, auf Spezialliteratur und forschungsrelevante Informationen zuzugreifen. Das wichtigste Rechercheinstrument zu allen kriminologisch relevanten Informationen (Bücher, Zeitschriftenaufsätze, sonstige Dokumente) ist die vom Institut und der UB Tübingen gemeinsam betriebene Datenbank KrimDok, die auf der Software VuFind (http://vufind-org.github.io/vufind) und der Suchmaschine Solr (http://lucene.apache.org/solr) basiert. Das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg hat die UB Tübingen bei der Einrichtung der Datenbank tatkräftig unterstützt. Die Neuausrichtung der überregionalen Literaturversorgung hat das Ziel, das Volltextangebot auszubauen und digitale Medien vermehrt bereit zu stellen. Im Rahmen eines von der DFG geförderten Digitalisierungsprojekts Kriminologie digital (DigiKrimDok) ist damit begonnen worden, kriminologisch relevante Publikationen zu digitalisieren und der Fachcommunity im Netz zur Verfügung zu stellen. Das Kriminologische Repository der UB enthält kostenfreie im Internet vorhandene Dokumente.

UB Tübingen digitalisiert Senatsprotokolle der Universität

Die UB Tübingen hat die Senatsprotokolle: Acta Senatus 1574-1581 der Universität Tübingen digitalisiert und online gestellt (http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/UAT_002_2).

OPARU: Neue Publikationsplattform der Universität Ulm

Seit 1999 dient der Ulmer Volltextserver (VTS) den Mitgliedern und Angehörigen der Universität Ulm als Publikationsplattform für Dissertationen, Zeitschriftenartikel und weitere Objekte. Nun geht der VTS in den Ruhestand. Zum Sommersemester 2016 wird er durch ein neues System auf Basis aktueller Software und in modernem Layout abgelöst. Die neue Publikationsplattform OPARU (= Open Access Repositorium der Universität Ulm) soll neben der Veröffentlichung von Dissertationen und weiteren Publikationen insbesondere auch der Aufnahme von Zweitveröffentlichungen dienen. So werden dem Nutzer während des Abgabeprozesses über eine Schnittstelle zu SHERPA/RoMEO die Konditionen des Verlags für eine Zweitveröffentlichung angezeigt. Zudem kann OPARU bei Projekten dazu genutzt werden, um dort weitere Publikationen zu veröffentlichen. Über die Suchfacette „Projekte“ kann man auf alle in OPARU vorgenommenen Veröffentlichungen eines bestimmten Projekts zugreifen. Die veröffentlichten Ergebnisse erhalten jeweils einen persistenten Identifikator (URN, DOI) und können dadurch von anderen Wissenschaftlern dauerhaft und eindeutig zitiert werden. Sie sind langfristig im Repositorium verfügbar, auch nach dem Abschalten von Projektwebseiten. Nutzer können bei Interesse ein Abonnement einrichten, das sie regelmäßig per E-Mail über die neuesten Veröffentlichungen ihrer Fakultät informiert.


SWB-Online-Fernleihe und verbundübergreifende Fernleihe

SWB-Online-Fernleihe

Teilnehmerstand

Aktuell (Stand: 02.05.2016) nehmen insgesamt 372 (Teil-)Bibliotheken an der SWB-Online-Fernleihe teil (115 gebend und nehmend, 257 nur nehmend). Neu hinzugekommen sind die Mediathek Bad Krozingen <2144>, Bibliothek des Fraunhofer-Instituts für angewandte Festkörperphysik <Frei 112> in Freiburg, Owinger Bücherei <2253> in Haigerloch-Owingen, Stadtbibliothek Roßwein <2351>, Stadtbibliothek Hartha „Martin-Andersen-Nexö“ <2352> und die Bibliothek der Hochschule für Internationales Management Heidelberg <2357> (alle nur nehmend).

Die Liste der an der SWB-Online-Fernleihe teilnehmenden Bibliotheken steht unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken zum Abruf bereit.


Neuzulassungen zum Leihverkehr in der Südwest-Verbundregion

in Baden-Württemberg:

Das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) hat folgende Bibliothek zum überregionalen Leihverkehr der deutschen Bibliotheken zugelassen:

Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik, Bibliothek <Frei 112, ISIL DE-Frei112>, Tullastraße 72, 79108 Freiburg/Breisgau, Tel. (0761) 5159407, E-Mail bibliothek@iaf.fraunhofer.de, URL http://www.iaf.fraunhofer.de/ BAW

Die aktuelle Leihverkehrsliste für die Südwest-Region ist im BSZ-Fernleih-Wiki unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken:baden-wuerttemberg zugänglich.


Umstellung des ZFL-Servers

Der ZFL-Server wurde am 23.05.2016 auf Unicode umgestellt: Originalschriften können jetzt dargestellt werden. Bei der Umstellung wurde die Version 4.0 des ZFL-Servers installiert, die Migration der Oracle-Datenbank nach UTF-8 durchgeführt und die Version 6.0 der Dienstoberfläche installiert.


Verbundübergreifende Fernleihe

Protokoll der 19. AG-Leihverkehr-Sitzung am 10.06.2015

Das Protokoll der 19. AG Leihverkehr-Sitzung (verbundübergreifendes Gremium) am 10.06.2015 in Göttingen ist im GBV Verbund-Wiki zu finden (https://verbundwiki.gbv.de/display/VZG/AG+Leihverkehr+der+Arbeitsgemeinschaft+der+Verbundsysteme#AGLeihverkehrderArbeitsgemeinschaftderVerbundsysteme-Protokolle).

Protokoll, Dokumente und Vorträge des 5. Erfahrungsaustauschs Überregionaler Leihverkehr

Am 10.11.2015 fand in Göttingen der 5. Erfahrungsaustausch Überregionaler Leihverkehr statt. Das Protokoll, die Dokumente und die Vorträge der Tagung hat das BSZ unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:info-bibliotheken:erfahrungsaustausch:protokolle auf seine Website gestellt.

Migration des GBV Verbund-Wikis

Der GBV hat die Migration vom alten GBV Verbund-Wiki zum neuen GBV Verbund-Wiki abgeschlossen. Das neue GBV Verbund-Wiki ist unter https://verbundwiki.gbv.de/display/VZG/Fernleihe+und+Direktlieferdienste erreichbar. Von Interesse ist das GBV Verbund-Wiki vor allem wegen der Protokolle der (überregionalen) AG Leihverkehr der Arbeitsgemeinschaft der Verbundsysteme.

Adressen in der ISIL-Datei mit Koordinaten ausgestattet

Die Adressen in der ISIL-Datei für Bibliotheken, Archive, Museen und verwandte Einrichtungen (http://sigel.staatsbibliothek-berlin.de/nc/suche/) sind weitestgehend mit Koordinaten ausgestattet, die größtenteils im Frühjahr 2016 ermittelt und erfasst wurden. Mit Hilfe dieser Angaben können die Standorte der Einrichtungen auf Karten angezeigt werden. Die Angaben beziehen sich jeweils auf die erste Sitzanschrift der Einrichtung. Zusätzliche Anschriften wie z.B. Post- und Rechnungsanschrift werden nicht berücksichtigt. Die Koordinaten sind auch in der Ausgabe der ISIL-Datei im Linked Data Service verfügbar, der schon seit Anfang 2016 auf verschiedene Serialisierungen ausgeweitet wurde (http://sigel.staatsbibliothek-berlin.de/suche/linked-data-service/). Ab sofort werden die im Linked Data Service angebotenen Daten unter der Lizenz CC0 1.0 Universal, Public Domain Dedication (http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/) zur Nachnutzung bereit gestellt.

Literaturhinweise

Göttker, Susanne. Literaturversorgung in Deutschland: Von den Sondersammelgebieten zu den Fachinformationsdiensten – Eine Analyse. Wiesbaden: Verlag Dinges & Frick GmbH, 2016. 224 S. Euro 29,50 (b.i.t.online-Innovativ; 59)

„Die überregionale Literaturversorgung in Deutschland hat ihre Wurzeln im beginnenden 20. Jahrhundert und hat sich seitdem dank der Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und ihrer Vorgängerinstitution beständig weiterentwickelt. Susanne Göttker beschreibt diese Entwicklung von den ersten Überlegungen zum kooperativen Bestandsaufbau über den Ausbau der überregionalen Literaturversorgung mithilfe der Sondersammelgebiete zur verteilten nationalen Forschungsbibliothek bis zur Umgestaltung in die Fachinformationsdienste für die Wissenschaft. Anschließend unterzieht sie einzelne, sowohl inhaltliche als auch strukturelle, Aspekte dieses neuen Förderprogramms einer kritischen Analyse, wobei sie ein besonderes Augenmerk auf die praktische Umsetzbarkeit und die möglichen Folgen für die deutsche Informationsinfrastruktur richtet“ (nach dem Abstract).

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Neue Adressdaten, Namensänderungen, Bibliothekssigel und Sigelstreichungen

<neues gemeinsames Sigel:> Universitätsbibliothek der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg <634>, Postfach 10 13 44, 03013 Cottbus BER. Die Sigel Co 1 und Sen 1 + Sen 1/1 wurden für ungültig erklärt, nachdem die früheren Lausitzer Hochschulbibliotheken und die BTU Cottbus zusammengeführt wurden.

<Adressänderung:> Hochschule Düsseldorf, Hochschulbibliothek <Dü 62>, Münsterstraße 156, 40476 Düsseldorf NRW

<geänderte Anschrift für Paketlieferungen:> DHBW Heidenheim, Bibliothek <Hed 2>, Marienstraße 20, 89518 Heidenheim (an der Adresse „Wilhelmstraße 10“ findet keine Paketannahme mehr statt). Für Briefsendungen kann weiterhin auch die Postfachadresse genutzt werden: DHBW Heidenheim, Bibliothek, Postfach 1130, 89501 Heidenheim BAW

<Adressänderung:> documenta und Museum Fridericianum gGmbH, documenta Archiv (Untere Karlstr. 4) <Ks 17>, Friedrichsplatz 18, 34117 Kassel, Tel. (0561) 787-4027, E-Mail archiv@documenta.de URL http://www.documentaarchiv.de/home.html HES Verbundsystem: SWB

<neues Sigel:> Öffentliche Bibliothek Kirchzarten <2394>, Giersbergstraße 33, 79199 Kirchzarten, Tel. (07661) 6 18 53, E-Mail bibliothek.kirchzarten@lkbh.de URL https://web-opac.kivbf.de/kirchzarten/index.asp?DB=Kirchzarten ISIL DE-2394 BAW

<Adressänderung:> Zentralbibliothek Medizin <15/292>, Fernleihe / Dokumentenlieferung, Universität Leipzig - Medizinische Fakultät, Johannisallee 34, Haus L, 04103 Leipzig, Tel. (0341) 97-24622, Fax (0341) 97-14089, E-Mail zbmed.fernleihe@medizin.uni-leipzig.de URL http://ub.uni-leipzig.de/medizin SAX

<Adressänderung:> Hochschule Ruhr West, Hochschulbibliothek, Fernleihe <1393>, Duisburger Straße 100, 45479 Mülheim an der Ruhr NRW

<gestrichenes Sigel:> Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Standort Stuttgart, Standortbibliothek <Stg 192>

<neues Sigel:> Landesstelle für Volkskunde Stuttgart, Bibliothek <2366>, Schillerplatz 1, 70173 Stuttgart ISIL DE-2366 BAW

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