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ZKBW-Dialog Nr. 83 vom 17.09.2015

Überregionale Themen

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Förderatlas 2015 der DFG
Worin liegen die Stärken des Forschungssystems in Deutschland – und wo? Welche Bedeutung haben Drittmittel für die Finanzierung von Forschungsprojekten – und wie nutzen die Universitäten und Forschungsinstitute diese Mittel? Welche Effekte haben besondere Förderprogramme? Umfassende Zahlen, Daten und grafische Darstellungen zu diesen und zahlreichen anderen Themen enthält der Förderatlas 2015 der DFG. Ein Schwerpunktthema ist die Exzellenzinitiative, weitere Analysen blicken auf die starken Forschungsregionen. Eine eigene Webseite zum Förderatlas bietet zahlreiche zusätzliche Grafiken und Tabellen sowie Kompaktdarstellungen zu zahlreichen Hochschulen. Der alle drei Jahre erscheinende DFG-Förderatlas ist das umfassendste Zahlen- und Datenwerk zur öffentlich finanzierten Forschung in Deutschland.

Jahresbericht der DFG für 2014 ist erschienen
Der Jahresbericht der Deutschen Forschungsgemeinschaft bietet auf rund 300 Seiten einen Überblick über die Tätigkeits- und Förderschwerpunkte im Jahr 2014. In journalistisch aufbereiteten Beiträgen werden Projekte aus der Forschungs- und Infrastrukturförderung vorgestellt, die für die über 30.000 Vorhaben stehen, die im Berichtsjahr von der DFG mit insgesamt mehr als 2,8 Milliarden Euro gefördert wurden. Ein ausführlicher statistischer Teil präsentiert die wichtigsten Zahlen und Grafiken zum Förderhandeln der DFG. Der gesondert und ausschließlich in elektronischer Form vorliegende Berichtsteil „Programme und Projekte“ bietet eine Übersicht zu den bewilligten Fördermaßnahmen.

Bereitstellung erster Lizenzen für die Fachinformationsdienste für die Wissenschaft
Im Auftrag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) entsteht an den Standorten Göttingen und Berlin das Kompetenzzentrum für die Lizenzierung elektronischer Ressourcen im DFG-geförderten System der "Fachinformationsdienste für die Wissenschaft" (FID). Am Aufbau beteiligt sind die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek in Göttingen, die Staatsbibliothek zu Berlin und die Verbundzentrale des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (VZG/GBV). Die Aktivitäten werden von der SUB Göttingen koordiniert. Zu den Kernaufgaben des Kompetenzzentrums für die Lizenzierung (KfL) gehört die Verhandlung, Lizenzierung und überregionale Bereitstellung digitaler Medien für die FID (FID-Lizenzen). Seit 2014 verhandelt das KfL im Auftrag der FID Lizenzen, erste Abschlüsse liegen vor. Das KfL hat nun auch seine technische Infrastruktur in Betrieb genommen, über die jetzt erste FID-Lizenzen bereitgestellt werden. Es handelt sich zunächst um Angebote der FID Darstellende Kunst, Kunst, Mathematik, Musik, und Pharmazie. Weitere werden folgen. Die FID-Lizenzen werden jeweils überregional für fachspezifische Nutzerkreise verfügbar gemacht, wobei der Zugang in diesem Rahmen für institutionsbezogene Einzelnutzer gewährt wird. Es erfolgt in der Regel keine campusweite Freischaltung der Lizenzen. Die Wissenschaftler der betreffenden Fachcommunities werden von den FID direkt adressiert und über das Lizenzangebot informiert. Eine Übersicht aller verfügbaren FID-Lizenzen wird auf der Website des KfL (http://www.fid-lizenzen.de/angebote) bereitgestellt. Der Zugang zu den Produkten erfolgt über die Webpräsenzen der einzelnen FID, an die fach- und produktspezifische Rückfragen adressiert werden können (via http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg56347.html).

DFG fördert FID Musikwissenschaft
Als Ergebnis einer Programmevaluierung in den Jahren 2010/11 beschloss der Hauptausschuss der DFG Ende 2012, das bisherige System der überregionalen Literaturversorgung grundlegend zu ändern. Die Einrichtung von „Fachinformationsdiensten für die Wissenschaft“ (kurz FID) löst seit 2014 die Förderung der Sondersammelgebiete an wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland ab. Bestandteil der Förderrichtlinien für den FID ist das Primat des E-only, d.h. bei Doppelveröffentlichungen als E- und Print-Version soll künftig nur noch die elektronische Ausgabe gekauft bzw. lizensiert werden. Zudem darf künftig nur noch Spitzenbedarf im FID-Kontext erworben werden; Grundbedarf ist nicht förderungswürdig. An der BSB München wird aufgrund der Vorgaben der DFG der FID Musikwissenschaft eingerichtet. Die Förderung des FID orientiert sich ausschließlich durch ein aktiv bekundetes Interesse der Wissenschaftscommunity, also durch eine Mitgestaltung der Erwerbungskomponente und durch projektbezogene Kooperationen zwischen Fachwissenschaft und der für den FID verantwortlichen Bibliothek. Die Bayerische Staatsbibliothek baut dafür vorrangig auf der Virtuellen Fachbibliothek Musik – VifaMusik auf, die zum strukturellen Element des FID wird. Ziel der VifaMusik ist zum einen die Realisierung eines „One-Stop-Shops“ im Hinblick auf musikbibliographische Daten und digitale Quellen, zum anderen wird die informationstechnologische Kompetenz der BSB im Rahmen des FID dazu genutzt, nicht nur Wissenschaftskommunikation zu fördern, sondern vor allem in der Entwicklung von forschungsrelevanten E-Tools als Partner der Wissenschaft innovative Arbeit zu leisten (nach: Reiner Nägele. „FID Musikwissenschaft an der Bayerischen Staatsbibliothek“. BibliotheksMagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 2/2015. S.10-12).

Erweiterung der EZB Regensburg um Open-Access-Services
Im Zuge eines von der DFG geförderten Projekts nimmt die UB Regensburg ihre Arbeit an weiteren neuen Entwicklungen für die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) auf. Insbesondere der schon seit Jahren betriebene und intensiv genutzte EZB-Linkingdienst wird ausgebaut: Mit dem Linkingdienst wird die Verfügbarkeit von Volltexten in wissenschaftlichen Zeitschriften auf Basis der in der EZB geführten Daten ermittelt und als direkter Link zu Zeitschrifteninhalten angeboten. Der EZB-Linkingdienst soll um frei zugängliche Parallelpublikationen aus verschiedenen institutionellen Repositorien erweitert werden. Um wissenschaftliche Autoren bei der Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse im Open Access zu unterstützen, soll zudem ein Service entstehen, der verschiedene Informationen bezüglich der Verwertungsrechte zusammenfasst. Weitere Informationen zum Projekt: http://www.uni-regensburg.de/bibliothek/projekte/oa-ezb/index.html.


Studie der BBAW zum Digitalen Publizieren

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) hat Empfehlungen zur Zukunft des wissenschaftlichen Publikationssystems (Berlin 2015. 60 S. ISBN 978-3-939818-54-0) herausgegeben. Damit soll den digitalen Entwicklungen Rechnung getragen werden, die einen nahezu unbegrenzten Zugang zu Daten versprechen. Außerdem ändern digitale Technologien die Rolle der Bibliotheken und Verlage grundlegend. Zudem stellen sie die Wissenschaft vor die Frage, ob Open Access nicht auch Qualitätsstandards ins Wanken bringt. Die Studie basiert auf einer dreijährigen Anhörungsphase von Bibliotheken und Wissenschaftsverlagen.


Urheberrecht – Open Access – Open Data

Urheberrecht

Pilotprojekt zur Einzelerfassung der Nutzung von Texten nach § 52a UrhG an der Universität Osnabrück
Voraussichtlich ab 2016 müssen die Hochschulen laut Richterspruch für elektronische Lehrmaterialien in ihren Intranets bezahlen. Streitpunkt ist, ob dieses pauschal oder per Einzelmeldung geschehen kann. Die Universität Osnabrück hat im Auftrag der Kultusministerkonferenz (KMK) und in Zusammenarbeit mit der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) erstmals in Deutschland untersucht, wie eine Einzelerfassung elektronischer Lehrmaterialien technisch umgesetzt werden kann. Hintergrund für das Osnabrücker Pilotprojekt ist ein Rechtsstreit zwischen den Ländern und der VG Wort, die die Interessen der Verlage vertritt und Tantiemen für dort gemeldete Texte an die Autoren ausschüttet. Die VG Wort fordert, dass alle Nutzungen von Buchauszügen, Zeitschriftenartikeln etc., die in elektronischer Form zu Unterrichtszwecken an der Universität verwendet werden, einzeln bei ihnen gemeldet werden. Diese Materialien dürfen im Rahmen des § 52a UrhG im Unterricht genutzt werden. Der Paragraph regelt, dass an Bildungseinrichtungen unter bestimmten Bedingungen kleine Textteile aus Büchern und einzelne Zeitschriftenartikel in elektronischer Form an eine begrenzte Zahl von Nutzern weitergegeben werden darf. Bisher wurden Pauschalabgaben für die Nutzungen an die VG Wort gezahlt, nun sollen jedoch alle Lehrenden an Hochschulen einzeln ihre Nutzungen melden. Bisher gibt es an noch keiner Hochschule die organisatorischen und technischen Voraussetzungen für eine Einzelmeldung. Dazu wurde eine technische Eingabemaske mit einer Schnittstellte zur VG Wort entwickelt, Informationsmaterialien für die Lehrenden erarbeitet und eine Studie durchgeführt. Ein Semester lang haben alle Lehrenden die Nutzungen von Buchauszügen oder Zeitschriftenartikeln an die VG Wort gemeldet. Es zeigte sich, dass 80 Prozent der verwendeten elektronischen Lehrmaterialien eigene Werke der Lehrenden und Studierenden sind, also selbst erstellte Präsentationen oder Hausaufgaben. Meldepflichtige Sprachwerke machten einen Anteil von nur fünf Prozent aus. Insgesamt sind während des Pilotprojektes von Lehrenden weniger Materialien im Lernmanagementsystem hochgeladen worden. Die Gründe für den Rückgang: Die Lehrenden verteilen vermehrt Literaturlisten und die Studierenden müssen sich die Literatur selbst zusammensuchen. Knapp zwei Drittel der Studierenden gaben an, dass sie einen sehr viel höheren Aufwand bei der Literaturbeschaffung hatten. Dies bedeutet eine eindeutige Einbuße in der Qualität der Lehre und den Service für Studierende. Die Kultusministerkonferenz und die Hochschulrektorenkonferenz müssen nach Abschluss des Projekts überlegen, wie sie mit dessen Ergebnissen umgehen. Das Gerichtsverfahren mit der VG Wort ruht zunächst. Der Abschlussbericht des Pilotprojektes ist unter folgendem Link einsehbar: https://repositorium.uni-osnabrueck.de/handle/urn:nbn:de:gbv:700-2015061913251.

Streit um Vergütung für Drucker beigelegt
Der über ein Jahrzehnt andauernde Streit zwischen Druckerherstellern und urheberrechtlichen Verwertungsgesellschaften ist durch eine Einigung der beiden Parteien beigelegt worden. Dies teilte der Branchenverband Bitkom mit, der die Druckhersteller in den außergerichtlichen Verhandlungen vertritt. Demzufolge habe man sich auf Vergütungen für die Jahre 2001 bis 2007 geeinigt, die je nach Leistungsfähigkeit des Geräts zwischen 4 und 14 Euro pro verkauftem Drucker liegen. Auf Hersteller und Importeure von Druckern kommen dem Verband zu Folge nun Nachzahlungen in Höhe von an die 200 Millionen an die Verwertungsgesellschaften (VG) Wort und Bild-Kunst zu, die Textautoren, Fotografen und Bildende Künstler sowie deren Verlage vertreten und die Tantiemen nach festgelegten Schlüsseln an diese Rechteinhaber ausschütten (via http://heise.de/-2762794).

Literatur (in Auswahl)

arbido Ausg. 2 (2015). Herausforderung Urheberrecht. Le défi du droit d’auteur. La sfida del diritto d’autore.

Das Heft 2/ 2015 der Zeitschrift arbido der Schweizer Berufsverbände VSA (Verein Schweizerischer Archivarinnen und Archivare) und BIS (Bibliothek Information Schweiz) widmet sich dem Schwerpunktthema „Herausforderung Urheberrecht“. Das Heft kann im Volltext unter http://www.arbido.ch/userdocs/arbidoprint/arbido_2015_2_low.pdf abgerufen werden.

Open Access

heiDOK mit dem DINI-Zertifikat für Open-Access-Publikationsserver ausgezeichnet
Der Heidelberger Publikationsserver heiDOK wurde mit dem DINI-Zertifikat 2013 für Open-Access-Repositorien und -Publikationsservices der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e.V. ausgezeichnet. Das DINI-Zertifikat umfasst die Bereiche Sichtbarkeit des Gesamtangebots, Leitlinien, Unterstützung für Autor-/innen, rechtliche Aspekte, Informationssicherheit, Erschließung und Schnittstellen, Zugriffsstatistik sowie Langzeitverfügbarkeit. Mit dem DINI-Zertifikat, das aktuell in der Version von 2013 vorliegt, werden Open-Access-Repositorien und - Publikationsdienste ausgezeichnet. Möglich ist die Zertifizierung für institutionelle und fachliche Repositorien sowie für Open-Access-Zeitschriften. Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e.V. verfolgt damit das Ziel, die Qualität dieser Publikationsdienste zu sichern und die Publikationsinfrastruktur für das elektronische Publizieren insgesamt zu verbessern.

Open Access Repository Ranking 2015 veröffentlicht
Die Ergebnisse des diesjährigen Open Access Repository Rankings sind anlässlich der Open Access-Tage in Zürich am 07./08.09.2015 veröffentlicht worden (http://repositoryranking.org/). Kriterien für die Einstufung waren: Open Access, Usability, Services, Metadaten, Operabilität. Auf den ersten drei Plätzen liegen der Publikationsserver der Universität Regensburg (89 Punkte), EconStor, der Publikationsserver der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften, mit 84 Punkten und der Open Access Server der Ludwig-Maximilians-Universität München mit 80 Punkten.

Tipps zu Open Access
Wenn Hochschulen ihre Forschungsergebnisse allen zugänglich machen wollen, gibt es einige Verhaltensregeln zu beachten. Deshalb hat der europäische Universitätenverband EUA (European University Association) eine Checkliste veröffentlicht, der Informationen über den offenen Zugang zu Dokumenten (wie Vorteile, Herausforderungen und Möglichkeiten der Umsetzung sowie strategische, praktische und wirtschaftliche Aspekte) enthält.

Europäische Charta für den Zugang zu Forschungsressourcen
Die EU-Kommission und europäische Wissenschaftsorganisationen haben eine Charta zum Thema freier Zugang zu Forschungsressourcen wie Datenbanken, Archiven, Laboren usw. veröffentlicht. Sie erhebt keinen Anspruch auf Verbindlichkeit, zeigt jedoch Richtlinien auf und gibt präzise Empfehlungen (http://ec.europa.eu/research/infrastructures).

Literatur (in Auswahl)

Roos, Philipp. „Freies Wissen für alle? Das neu eingeführte Zweitveröffentlichungsrecht für Urheber wissenschaftlicher Beiträge“. DFN Mitteilungen Ausgabe 88 / Mai 2015. S.49-53.

„Die Diskussionen über eine Anpassung des Urheberrechts an das digitale Zeitalter sind weiterhin in vollem Gange. Zu den wesentlichen Herausforderungen zählt es dabei auch, die infolge des digitalen Wandels entstandenen Bedürfnisse der Wissenschaft im geltenden Urheberrecht zu berücksichtigen. Hier prallen die Interessen der Universitäten und Länder mit den Interessen der wissenschaftlichen Verlage aufeinander. Dem Gesetzgeber kommt insofern die Aufgabe zu, die gegensätzlichen Positionen in einen Ausgleich zu bringen. Nunmehr existiert seit dem 1.1.2014 ein sog. Zweitveröffentlichungsrecht im Urheberrechtsgesetz (Anm.: § 38 Abs. 4 UrhG verlangt, dass es sich 1. um einen wissenschaftlichen Beitrag handelt, dass 2. der Beitrag im Rahmen einer mindestens zur Hälfte mit öffentlichen Mitteln geförderten Forschungstätigkeit entstanden und dass 3. der Beitrag in einer periodisch erscheinenden Sammlung erschienen ist). Dieses soll den Weg für „Open Access“ … freimachen (nach dem Abstract).“

53. Helmholtz Open Science Newsletter vom 23.06.2015 (http://oa.helmholtz.de/bewusstsein-schaerfen/newsletter/archiv/newsletter-53-vom-23062015.html)

Aus dem Inhalt: Internationale Kritik an Elseviers Vorgehen gegen den grünen Weg; Empfehlungen für standardisierte internationale Rechte-Angaben; Open-Access-Journal erprobt Pay-What-You-Want-Geschäftsmodell; Das deutsche Zweitveröffentlichungsrecht macht Schule in Österreich und in den Niederlanden; re3data.org wird Teil der DataCite-Familie; Harvard nutzt CC0 als Standard für Forschungsdaten; FASTR: Gesetzentwurf zur Förderung von Open Access in den USA.

Open Data

Metadaten der DNB frei verfügbar
Seit dem 01.07.2015 sind alle Titeldaten der Deutschen Nationalbibliothek und die Normdaten der Gemeinsamen Normdatei (GND) kostenfrei unter Creative Commons Zero-Bedingungen (CC0 1.0) zur freien Nachnutzung verfügbar. Nach einmaliger kostenfreier Anmeldung und Autorisierung können die Daten über Online-Schnittstellen (Datenshop, SRU- oder OAI-Schnittstelle etc.) in den standardmäßig angebotenen Formaten heruntergeladen werden. Die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) unterstützt mit dieser kostenlosen Bereitstellung der Metadaten den freien Fluss der Daten und trägt zu einem allgemein zugänglichen „Web of Data“ bei. Sie lädt insbesondere Anbieter bibliografischer Daten zu deren uneingeschränkter Nachnutzung ein (http://www.dnb.de/DE/Service/DigitaleDienste/Datendienst/datendienst.html).

Open Data im Bildarchiv der ETH Zürich
250.000 digitalisierte Bilder stehen ab sofort kostenfrei zum Herunterladen zur Verfügung. Auf ETH E-Pics Bildarchiv Online werden sie in mehreren Auflösungen angeboten: von der Webauflösung bis zum hochaufgelösten JPG und TIFF. Die rund 100.000 Bilder, an denen die Urheberrechte bereits abgelaufen sind, sind mit einer Public Domain Mark versehen. Sie können für wissenschaftliche, private, nicht-kommerzielle und kommerzielle Zwecke frei verwendet werden. Für weitere 150.000 Bilder liegen die Nutzungsrechte bei der ETH-Bibliothek. Die entsprechenden Digitalisate können unter Angabe des korrekten Bildnachweises für wissenschaftliche, private, nicht-kommerzielle und kommerzielle Zwecke frei verwendet und bei Veränderungen unter den gleichen Bedingungen weitergegeben werden. Die Bilder sind unter Creative Commons BY-SA 4.0 lizenziert.


Büchertransport der Region Baden-Württemberg – Jahresbericht 2014

Die Statistik der Büchertransportdienste der baden-württembergischen Bibliotheken zeigt im Berichtsjahr 2014 erstmals eine Entwicklung auf einem relativ stabilen Niveau. Der Austausch zwischen den Bibliotheken des Landes hat beim Bücherauto nur noch leicht um 3,5 % und bei den Containerdiensten um 1,0 % abgenommen. Auch in andere Leihverkehrsregionen sind kaum weniger Container (- 1,0 %) verschickt worden. Zwischen den einzelnen Regionen gab es leichte Verschiebungen: so wurden weniger Container nach Bayern und das Saarland verschickt, aber mehr Bände über das HUB Göttingen beliefert.
Insgesamt wurden 247.232 Bände transportiert (- 2,6 %). Diese hohen Transportzahlen verdeutlichen, wie wichtig die Büchertransportdienste für eine schnelle und leistungsfähige Literaturversorgung der Bibliotheken im Rahmen der Fernleihe sind. Die Transportdienste sind damit auch weiterhin gut ausgelastet.

Bücherautodienst: Mit dem Bücherauto wurden an baden-württembergische Bibliotheken 155.097 Bände transportiert. Im Vorjahr waren es 160.777, was einer leichten Abnahme von 3,5 % entspricht. Pro Band sind 0,61 Euro an Kosten entstanden. Die deutlich niedrigeren Kosten gegenüber dem Vorjahr sind dadurch bedingt, dass 2013 ein neues Bücherauto angeschafft wurde. In diesen Kosten sind auch die Containeranbindungen an die UB Heidelberg, Bibliothek der Universität Konstanz, UB Mannheim und das kiz Ulm enthalten, deren Bände über das Transportzentrum an der KIT-Bibliothek Karlsruhe mit dem Bücherauto an die weiteren Bibliotheken des Landes transportiert werden. Darüber hinaus wurden dem Bücherauto Sendungen für die überregionalen Containerdienste mitgegeben, die über das Transportzentrum verschickt wurden.

Containerdienste: Innerhalb von Baden-Württemberg wurden 3.237 Container verschickt (- 1,0 %). Im Vorjahr waren es 3.269 Container.
Mit dem überregionalen Containerversand wurden 92.135 Bände in 3.044 Containern transportiert. Dies entspricht in etwa dem Vorjahr mit 93.081 Bänden (- 1,0 %). Durchschnittlich waren die Container mit 30 Bänden wie bisher gut beladen.
Ein Vergleich zwischen den einzelnen Leihverkehrsregionen macht deutlich, dass 40.780 Sendungen von / nach Bayern (- 6,3 %) verschickt wurden. Die Regionen Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen wurden über das HUB Göttingen mit 36.527 Bänden beliefert (+ 6,9 %). Mit 14.828 Bänden (- 3,5 %) ist das Saarland auch weiterhin wichtiger Fernleihpartner im Bereich des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB).
(nach: Hannsjörg Kowark. Jahresbericht 2014. Büchertransport der Region Baden-Württemberg).


Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ)

Gemeinschaftsprojekt BSZ, VZG (GBV) und hbz zum Aufbau einer Alma-Infrastruktur in Deutschland

BSZ, VZG (GBV) und hbz haben ein Kooperationsvorhaben verabredet mit dem Ziel, attraktive Dienste für Alma-Kunden in Deutschland verbundübergreifend zu entwickeln. BSZ, VZG (GBV) und hbz bilden hierzu ein Konsortium zum Management einer Common Bibliographic Data Zone (CBDZ) aus allen Daten der drei Verbundregionen. Ex Libris stellt dem Konsortium die nötige Infrastruktur in Form einer Alma-Networkzone zur Verfügung. Das Konsortium ermöglicht und definiert damit die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen der CBDZ und behält die Hoheit über die Daten. Außerdem sorgt es für die Synchronisierung der bibliographischen Daten. Auch Bibliotheken anderer Verbundregionen sind eingeladen, diese neue Infrastruktur, die mit dem Produkt Alma realisiert wird, zu nutzen. Das Konsortium importiert seine gesamten frei verfügbaren Daten in die CBDZ. Dadurch stehen die Metadaten spätestens ab Mitte 2016 für die Nachnutzung durch Alma-Bibliotheken zur Verfügung. Ab Mitte 2017 können Alma-Bibliotheken in der neuen Struktur integriert arbeiten und auch neue Katalogisate anlegen. Mit dem Kooperationsvorhaben greifen die drei Verbundzentralen die Empfehlungen von Wissenschaftsrat und Deutscher Forschungsgemeinschaft zur Weiterentwicklung der Bibliotheksverbünde als Teil einer neuen überregionalen Informationsinfrastruktur auf. Das Kooperationsprojekt stellt einen wichtigen Meilenstein zur Neuausrichtung der überregionalen Informationsinfrastrukturen in Deutschland dar.

Kooperation zwischen BSZ und VZG

BSZ und VZG (Verbundzentrale des GBV) haben am 03.09.2015 eine formelle Kooperationsvereinbarung geschlossen, die unter anderem den Betrieb eines gemeinschaftlichen Katalogs zum Jahresende 2017 vorsieht. Bereits jetzt bietet die Kooperation für die Bibliotheken Mehrwerte. Beispielsweise wird derzeit gemeinsam mit der VZG ein verbundübergreifender E-Book-Pool aufgebaut. Ziel ist es, möglichst schnell und flexibel E-Book-Metadaten in die Verbundsysteme und damit in die lokalen OPACs liefern zu können, wenn neue Lizenzierungen aus den Teilnehmerbibliotheken gemeldet werden. In dem gemeinsam mit der VZG betriebenen Datenpool werden die beiden Verbundzentralen proaktiv alle E-Book-Metadaten laden, die ihnen von Verlagen und weiteren Institutionen zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich wird im BSZ ein E-Book-Metadaten-Management-Tool (EBM-Tool) programmiert, über das die Informationen zu Lizenzen und Paketen verwaltet werden. Ziel ist es, den Verbundbibliotheken die Möglichkeit zu geben, lizenzierte Pakete über ein Webformular unkompliziert zu melden. Die anschließende Bereitstellung der entsprechenden Metadaten für den lokalen Katalog soll dann so weit wie möglich automatisiert erfolgen. Auch in der Ausgabe 2/2015 von "VZG Aktuell - Neues aus der Zentrale" wird die Kooperation zwischen BSZ und VZG behandelt.

Das BSZ auf dem 104. Bibliothekartag

Die Folien der beim 104. Bibliothekartag in Nürnberg von Kolleginnen und Kollegen aus dem BSZ gehaltenen Vorträge sind online verfügbar:
Reiner Diedrichs / Ralf Goebel: Kooperation BSZ-VZG (GBV)
Katrin Fischer / Holger Meißner: Open Source All Inclusive - Betriebs- und Entwicklungsmodelle für das Bibliothekssystem Koha
Clemens Elmlinger / Stefan Winkler: Mischen possible! Ranking und Facettierung heterogener Datenquellen
Silke Horny / Gabriele Meßmer / Rita Albrecht: RDA-Workshop Schulungen
Jochen Johannsen / Stefan Wolf: E-Books als Pflichtexemplare - Die Realisierung in Baden-Württemberg

Neuer BSZ-Newsletter

Der BSZ-Newsletter Nr. 01 / 2015 vom 09.07.2015 ist online. Alle älteren Newsletter stehen im BSZ-Newsletter-Archiv unter http://www.bsz-bw.de/publikationen/newsletter/index.html zum Abruf bereit.

Neue Ausgabe des BSZ-Kompakt erschienen

Die Ausgabe 2015 des BSZ-Kompakt ist erschienen und online als PDF-Version verfügbar. Auf 39 Seiten gibt das BSZ-Kompakt einen Überblick über das gesamte Dienstleistungsspektrum des BSZ. Die Serviceleistungen für Bibliotheken, Museen und Archive werden ausführlich vorgestellt. Anlässlich des Bibliothekartages in Nürnberg vom 26. bis 29.05.2015 sind auch die BSZ-Flyer aktualisiert worden. Sie stehen auf der Website des BSZ (von „ArchivIS – Archivinformationssystem“ über „Online-Fernleihe“ bis „SWBregio – Digitales Webseitenarchiv für Kommunen“) zum Abruf bereit (http://www.bsz-bw.de/publikationen/index.html#info).

SWB-Verbundsystem

Die Datenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/) enthielt Ende August 2015 rund 68,3 Mio. Bestandsnachweise und rund 22 Mio. Titelnachweise.

Am 01.10.2015 beginnt die Katalogisierung nach dem neuen Regelwerk RDA (Resource Description and Access) im deutschsprachigen Raum. Auch im SWB wird ab Oktober die Katalogisierung nach RDA möglich sein. Der Umstieg erfolgt fließend: die Kolleginnen und Kollegen, die bereits ausreichend in RDA geschult sind, können nach RDA katalogisieren. Alle anderen arbeiten bis Ende 2015 weiterhin nach RAK-WB. Mit dem Umstieg sind Veränderungen im Katalogisierungsformat verbunden. Diese sind derzeit auf der RDA-Testdatenbank konfiguriert und werden Anfang Oktober auf die SWB-Katalogisierungsdatenbank übernommen. Mit dieser Konfiguration ist dann die Katalogisierung nach beiden Regelwerken möglich.

Bibliothekssysteme

Alma:
Das BSZ bietet ab dem 01.01.2016 Alma-Support vergleichbar zu den bisher vom BSZ unterstützen integrierten Bibliothekssystemen aDIS/BMS und Koha. Insbesondere bietet das BSZ auch First Line Support für Alma-Kunden (zunächst für kleinere und mittelgroße Bibliotheken), deutschsprachige Step-by-Step-Anleitungen, Webinare, das Übersetzen von Release Notes und vieles mehr. Ergänzend kann das BSZ auch systembibliothekarische Aufgaben bei der Administration und Konfiguration von Alma übernehmen, die Anbindung von Drittsystemen unterstützen und neue Anwendungen mittels der verfügbaren APIs (= Programmierschnittstellen) an Alma anschließen.

Koha:
Die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF) ist eine internationale Forschungsbibliothek zur Historischen Bildungsforschung mit angeschlossenem Archiv. Sie gehört zum Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF), einem Institut der Leibniz-Gemeinschaft. Die Bibliothek hat sich im letzten Jahr für die Teilnahme am SWB-Verbund und für den Einsatz von Koha als Bibliothekssystem entschieden. Koha löst das bisher in der BBF-Bibliothek eingesetzte Bibliothekssystem allegro ab. Migriert wurden die Titel- und Normdaten aus der Verbunddatenbank sowie Exemplar-, Benutzer- und Ausleihdaten aus dem allegro-System. Die Bibliothek wird neben OPAC, Ausleihe und Katalogisierung auch die Module für Erwerbung und Zeitschriftenverwaltung einsetzen. Mit ihren über 730.000 konventionellen und elektronischen Medien ist die BBF die bisher größte Einrichtung, für die das BSZ Koha betreibt. Der neue Katalog ist unter http://bbf.bsz-bw.de erreichbar.

MARE (Museen, Archive und Repositorien)

Das BAM-Konsortium hat in seiner Sitzung am 15. Juni 2015 seine Auflösung zum 30. Juni 2015 beschlossen. Diese Entscheidung des Konsortiums, das vom Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg, dem digiCULT-Verbund eG, dem Landesarchiv Baden-Württemberg, dem TECHNOSEUM Mannheim und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz getragen wird, fiel einstimmig. Der Grund dafür ist, dass sich die Rahmenbedingungen für Kulturportale in Deutschland durch die Deutsche Digitale Bibliothek (https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/) und das Archivportal-D (https://www.archivportal-d.de/) grundlegend geändert haben und deshalb ein mehrfacher Betrieb von Kultur-Portalen mit vergleichbarer Zielsetzung nicht vertretbar erscheint. Die gemeinsame Presseerklärung der BAM-Konsortialpartner und der Deutschen Digitalen Bibliothek, in der die Einstellung des BAM-Portals kommuniziert wird, steht zum Abruf bereit. Das Konsortium empfiehlt den an BAM teilnehmenden Institutionen, ihre Metadaten in die Deutsche Digitale Bibliothek zu überführen, wo bereits eine große Zahl digitalisierter Bestände aus Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen nachgewiesen ist. BAM, das gemeinsame Portal zu Bibliotheken, Archiven, Museen, hat Ende Juni 2015 den Betrieb der Portaloberfläche eingestellt. Externe Links auf BAM-Inhalte werden noch bis zum 30.09.2015 erreichbar sein.

Seit kurzem ist mit e-publications@khm das Repositorium der Kunsthochschule der Medien Köln online. Das neue Repositorium wird vom BSZ auf der Softwarebasis OPUS 4 gehostet und verzeichnet unter http://e-publications.khm.de/home die e-Publications der Kunsthochschule.

Seit einiger Zeit ist außerdem mit dem neuen Schriftenserver der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha ein weiteres vom BSZ gehostetes Repositorium mit der Software OPUS 4 online. Der Schriftenserver ist unter http://casimir.bsz-bw.de/home erreichbar.

In zwei Pilotprojekten wurde die gemeinsame Goobi-Installation von BSZ und GBV zur Bearbeitung und Erschließung von digitalisierten Monografien erfolgreich getestet. Dazu wurden in enger Zusammenarbeit mit der Firma Intranda, dem GBV und einem Scandienstleister Workflows, Formate und Schnittstellen abgestimmt. Die Zusammenarbeit im Rahmen der Kooperation des BSZ mit dem GBV beinhaltet auch den Aufbau der gemeinsamen Präsentationsplattform digishelf.de, über die die digitalisierten Werke aufgelegt und nutzbar gemacht werden. Digishelf.de ist als Beta-Version bereits online (http://www.digishelf.de).


Digitale Angebote und Internet-Portale von Bibliotheken und Archiven des SWB-Verbundes

590.000 Euro für Archive, Bibliotheken, Hochschulen und Stiftungen in Baden-Württemberg
Die Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg unterstützt mit einer Fördersumme von 590.000 Euro landesweit elf Projekte zu Erwerb, Digitalisierung, Erschließung und Bestandserhaltung von Archiv- und Bibliotheksgut mit besonderem Bezug zur Geschichte des Landes. Drei der geförderten Projekte betreffen Digitalisierungsvorhaben: • Digitalisierung eines Teilbestands des Fotoarchivs Hotz in Stockach (Fördersumme: 97.205 Euro), • Digitalisierung der badischen Kochbücher des Zeitraums 1800-1950 aus den Beständen der Badischen Landesbibliothek (Fördersumme: 12.800 Euro), • Digitalisierung der badischen Zeitung „Der Führer“ des Zeitraums 1927-1945 aus dem Bestand der Badischen Landesbibliothek (Fördersumme: 29.750 Euro).

Frei zugängliche Computer-Bibliographie erreicht 3 Millionen Publikationen
Die weltweit größte, frei zugängliche Bibliographie-Datenbank der Informatik, die dblp computer science bibliography, hat am 18. Juni 2015 ihre dreimillionste Fachpublikation aufgenommen. Die Datenbank hat sich in den vergangenen Jahren zu einem mächtigen Werkzeug entwickelt, das Informatikforscher weltweit zur Suche nach Artikeln, Ideen und Experten nutzen. Über die Webseiten dblp.uni-trier.de und dblp.dagstuhl.de erlaubt dblp einen Überblick in die komplexen Zusammenhänge und Netzwerke der internationalen Informatikforschung. Jeden Monat besuchen knapp eine halbe Millionen Nutzer aus aller Welt den dblp-Dienst. Die Sammlung gilt als die größte ihrer Art innerhalb der Informatik und wächst jedes Jahr um mehr als 325.000 neue Einträge. Um die thematische Breite der dblp-Datenbank zu vergrößern und um das Angebot langfristig zu verstetigen und auszubauen, wird dblp seit 2011 als gemeinsamer Dienst der Universität Trier und Schloss Dagstuhl - Leibniz-Zentrum für Informatik im Saarland betrieben. Bereits seit der Gründung sah dblp sich dabei dem Ideal der „offenen Daten“ verpflichtet, indem die Datenbank zum Nutzen der internationalen Forschung frei zur Verfügung steht. Dabei genießt dblp ein hohes Ansehen und wurde bereits mit mehreren Preisen wie dem „ACM SIGMOD Contributions Award“ ausgezeichnet.

SLUB Dresden hat 100.000 Bände digitalisiert
Anfang Juni 2015 verließ der 100.000. digitalisierte Band das Dresdner Digitalisierungszentrum (DDZ). Der Jubiläumsband stammt aus dem DFG-geförderten Projekt „Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 18. Jahrhunderts“ (VD 18) und beschreibt die Entdeckung der unterirdischen Stadt Herculaneum am Anfang des 18. Jahrhunderts. Seit vielen Jahren ist das DDZ mit einer Digitalisierungsleistung von 2 bis 3 Millionen Images pro Jahr eines der aktivsten im Land. Neben dem VD 18 ist es auch jetzt durch mehrere DFG-geförderte Projekte ausgelastet. Als weitere Beispiele seien hier die Notenbestände der Dresdner Hofkirche und der Königlichen Privat-Musikaliensammlung aus der Zeit der sächsisch-polnischen Union, historische Zeitungen und in Kürze die italienischen Handschriften genannt. Darüber hinaus unterstützt der Freistaat Sachsen seit 2015 mit dem Landesdigitalisierungsprogramm für Wissenschaft und Kultur die Digitalisierung von Kulturgut aus Bibliotheken und weiteren Wissenschafts- und Kultureinrichtungen Sachsens. Die SLUB koordiniert das Programm (via http://blog.slub-dresden.de/beitrag/2015/06/09/100000-baende-online-neuer-meilenstein-in-den-digitalen-sammlungen/). Ein Beitrag von Achim Bonte mit dem Titel „Digitalisierung in die Fläche bringen: Start des Sächsischen Landesdigitalisierungsprogramms für Wissenschaft und Kultur“ kann in BIS: Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen Jg. 8. Nr. 2 (Juli 2015) nachgelesen werden.

arthistoricum.net: SLUB Dresden erweitert FID um Fotografie und Design
„arthistoricum.net – Fachinformationsdienst Kunst, Fotografie, Design“ lautet seit kurzem der vollständige Name des gemeinsamen FID der SLUB Dresden (und der UB Heidelberg). Die Erweiterung des Untertitels entspricht den inhaltlichen Schwerpunkten des Gesamtprojekts. Neben der Kunst ab 1945 zählen Fotografie und Design zum Sammelauftrag der SLUB. Durch die Ergänzung erhält die Gattung Fotografie mit ihrer großen Bedeutung als Quelle sowohl für fotohistorische Forschung und für alle kunsthistorischen Inhalte ebenso mehr Sichtbarkeit wie das junge Forschungsfeld der Designforschung und -geschichte. Neben der klassischen Literaturversorgung mit Print- und elektronischen Publikationen ist in der neuen FID-Förderlinie der DFG auch die Online-Bereitstellung weiterer Medienarten (zum Beispiel Bilder) erwünscht und förderfähig. In Verbindung mit der Namensergänzung und entsprechend den FID-Programmzielen werden aktuell für die Fachcommunity neue digitale Inhalte zu Designthemen für die Veröffentlichung auf arthistoricum.net (http://www.arthistoricum.net/) und in der Bilddatenbank der Deutschen Fotothek (http://www.slub-dresden.de/sammlungen/deutsche-fotothek/) vorbereitet.

Savifa wird abgeschaltet und von CrossAsia abgelöst
Mit Unterstützung der DFG haben die Bibliothek des Südasien-Instituts (SAI) <16/77> in Heidelberg und die UB Heidelberg <16> die Virtuelle Fachbibliothek Savifa aufgebaut. Vor dem Hintergrund einer Kooperation zwischen SAI, UB und der Staatsbibliothek zu Berlin wurde Savifa im August 2015 vom Netz genommen. Zentrale Module von Savifa wie die Bereiche E-Publishing, Digitale Sammlungen und die Odisha Bibliographie wurden bereits in die von der Staatsbibliothek zu Berlin aufgebaute Virtuelle Fachbibliothek CrossAsia integriert und sind dort im neuen Design zugänglich. Neu eingerichtet wurde der sogenannte “Blaue Leihverkehr” mit einer verlängerten Leihfrist von einem Jahr für Material in südasiatischen Sprachen. Ziel der drei Partnerorganisationen ist es, CrossAsia zu einem Informations- und Rechercheportal für alle Themenbereiche der Asienwissenschaften auszubauen. Im Mai 2015 wurde bei der DFG ein gemeinsamer Antrag für einen Fachinformationsdienst Asien (FID Asien) gestellt, so dass im Falle einer positiven Begutachtung auf CrossAsia weitere Dienstleistungen für die Asienwissenschaften entstehen. Für die Forschung sollen neue attraktive Dienste und Mehrwerte geschaffen werden, wie z.B. eine Rezensionsplattform oder der Ausbau des Bereichs Elektronisches Publizieren.

Digitale Pflanzen-Kataloge der Universität Hohenheim
Die Universität Hohenheim hat nach jahrelanger Arbeit unter dem Titel Hohenheimer Gärten eine Website ins Netz gestellt, auf der sie vier verschiedene Datenbanken präsentiert:
1. Pflanzen der Hohenheimer Gärten: eine neue Datenbank mit Informationen, Bildern und neuer taxonomischer Zuordnung der Pflanzen, die auch für Smartphone und Tablet geeignet ist,
2. die Homepage der Hohenheimer Gärten,
3. die Gehölzdatenbank für das Landesarboretum: seit 2005 werden die Gehölze des Exotischen Gartens und des Landschaftsgartens hier in tabellarischer Form gezeigt (mit Standortkarten),
4. den Bienenweidepflanzenkatalog des Landes Baden-Württemberg, der unter Mitwirkung der Hohenheimer Gärten und des Institutes für Botanik der Universität Hohenheim als Online-Datenbank verfügbar ist.

BLB Karlsruhe digitalisiert badische Zeitungen
Die Badische Landesbibliothek <31> in Karlsruhe hat eine Reihe badischer Zeitungen aus den vergangenen drei Jahrhunderten komplett digitalisiert und mit insgesamt über 900.000 Seiten in ihre Digitalen Sammlungen integriert. Für das Projekt hat das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK) Mittel aus dem Ausbauprogramm „Hochschule 2012“ zur Verfügung gestellt.

Europeana und Israelische Nationalbibliothek via KVK erreichbar
Über den Karlsruher Virtuellen Katalog (http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html) kann seit Ende Juli 2015 auch in Europeana (http://www.europeana.eu/portal/) recherchiert werden. Europeana umfasst digitale Bestände (Bilder, Texte, Tonaufnahmen, Videos) in Europas Museen, Bibliotheken, Archiven und audio-visuellen Sammlungen. Derzeit sind über 30 Millionen Objekte nachgewiesen. Auch die Israelische Nationalbibliothek (The National Library of Israel) und ihr neues Katalogsystem Merhav sind seit Kurzem über den Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) erreichbar. Einschließlich Europeana und Merhav sind jetzt insgesamt 71 Kataloge und Recherche-Portale über den KVK abfragbar.

UB Leipzig richtet FID für Medien- und Kommunikationswissenschaft ein
Im Herbst 2014 wurde an der UB Leipzig <15> die Projektentwicklung des Fachinformationsdienstes (FID) für Medien- und Kommunikationswissenschaft begonnen. Der FID wird von der DFG gefördert und trägt den Namen adlr.link (= Advanced Delivery of Library Resources for Communication and Media Studies). adlr.link richtet sich an alle hauptamtlich beschäftigten Forschenden des Faches in Deutschland, also Professorinnen und Professoren und die Beschäftigten des Mittelbaus, aber auch an externe Forschende ohne direkte Anbindung an eine Hochschule und Promovierende. Interdisziplinär arbeitende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können ebenfalls die Dienste von adlr.link nutzen, wenn ihre Forschungen das Fach der Kommunikations- und Medienwissenschaften berühren. adlr.link vereinigt eine Vielzahl an Dienstleistungen in einer Oberfläche: Ein zentraler Service ist die nutzergesteuerte Erwerbung von Print-Publikationen. Neben dieser Dienstleistung stellt adlr.link den bisherigen Bestand des Sondersammelgebietes über den Leihverkehr zur Verfügung. E-Books und Open Access-Dokumente aus verschiedenen Repositorien können direkt im Volltext recherchiert und abgerufen werden. Für die Zeitschriftenrecherche kommt ein Fachausschnitt des UB Leipzig-eigenen Artikelindexes zum Einsatz. adlr.link wird in enger Zusammenarbeit mit den beiden großen Fachgesellschaften, der Deutschen Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) und der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM), entwickelt. Die Projektwebsite http://adlr.link wurde kürzlich freigeschaltet und bietet einen Überblick über den Stand des Projekts (vgl. auch dazu den Beitrag von Sebastian Stoppe. „adlr.link startet an der UB Leipzig: Fachinformationsdienst für Medien- und Kommunikationswissenschaft eingerichtet“. BIS: Das Magazin für Bibliotheken in Sachsen 8 (2015) H.2. S.86-87).

Datenbank „Sammlung online“ der Kunsthalle Mannheim
Mit dem Ziel, die komplette Sammlung langfristig der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, hat die Kunsthalle Mannheim die Datenbank „Sammlung online“ auf ihrer Homepage freigeschaltet (http://sammlung-online.kunsthalle-mannheim.de/eMuseumPlus). In einem ersten Schritt wurden rund 800 Werke der Graphischen Sammlung sowie ausgewählte Datensätze zu Malerei und Skulptur online gestellt. In den kommenden Monaten soll die Datenbank erweitert werden.

Historische Bestände der UB Mannheim – digital
Die digitalen Sammlungen der Universitätsbibliothek Mannheim präsentieren alte Drucke und handschriftliche Nachlässe vom 15. bis zum 20. Jahrhundert. Inzwischen umfassen diese Sammlungen mehr als tausend Einzeltitel, die in sechs Unterabteilungen eingeteilt sind: Sammlung Desbillons, Sammlung Mammelsdorf, Sammlung Weickum, Sammlung Naturkunde, Varia, Nachlass Otto Selz. Ein Teil dieser historischen Werke ist bereits via OCR (Texterkennung) als Volltext verfügbar. Am Beispiel Führer durch die Industrie- und Hafenanlagen von Mannheim Rheinau und Ludwigshafen aus dem Jahr 1909 sind die Vorteile der Texterkennung selbst erfahrbar: Wenn man auf das kleine „T“ klickt, sieht man an diesem Symbol, dass das Werk bereits im Volltext vorliegt.

Württembergische Kirchengeschichte Online freigeschaltet
Am 22.07.2015 wurde das Internetportal Württembergische Kirchengeschichte Online - WKGO (https://www.wkgo.de/) im Evangelischen Oberkirchenrat Stuttgart freigeschaltet. Artikel zu Epochen der evangelischen württembergischen Kirchengeschichte finden sich dort ebenso wie Beiträge zu Institutionen, Regionen und speziellen Themen der württembergischen Kirchengeschichte. So kann man sich im WKGO beispielsweise über die Kirchengeschichte von Schwäbisch Hall, über das Syrische Waisenhaus Jerusalem, über den Predigtgottesdienst, die württembergische Reformationsgeschichte oder über die Stuttgarter Stiftskirche informieren. Dort, wo die Zustimmung der Autorinnen und Autoren eingeholt worden ist, stehen die Beiträge unter einer CC-BY-SA-Lizenz. Deren Anteil soll laufend erhöht werden. In der Personensuche (https://www.wkgo.de/personen/personensuche) lassen sich nicht nur Kurzbiografien bedeutender Persönlichkeiten recherchieren, sondern auch große, bislang unzugängliche Datenbestände aus dem Landeskirchlichen Archiv: Das Pfarrerbuch Herzogtum Württemberg mit knapp 10.000 Einträgen, das Verzeichnis der Stipendiaten des Evangelischen Stifts Tübingen bis 1930 (mit knapp 14.000 Einträgen) und das Verzeichnis der Personalakten des Archivs sind durchsuchbar und zum Teil bereits über Normdaten miteinander verknüpft. Die mit GND-Nummern versehenen Einträge verweisen über die BEACON-Technik auf andere, online verfügbare Quellen. Die Beiträge auf WKGO sind vielfältig mit den Angeboten der Landeskirchlichen Zentralbibliothek (http://www.zentralbibliothek.elk-wue.de/) und ihrem vom BSZ bereitgestellten Zentralkatalog (http://swb2.bsz-bw.de/DB=2.339/INFO_ABOUT) verknüpft. Das Landeskirchliche Archiv bietet unter https://www.wkgo.de/quellen-literatur/archivische-findmittel einen - stetig wachsenden - Teil seiner Bestandsfindmittel zur Recherche an (via http://www.ub.uni-dortmund.de/listen/inetbib/msg56101.html).

Linden-Museum Stuttgart präsentiert sich im Google Art Project
Das Linden-Museum Stuttgart, eines der bedeutendsten Völkerkunde-Museen Europas, präsentiert sich im Google Art Project mit derzeit 38 Ausstellungsstücken aus den unterschiedlichsten Zeitepochen (https://www.google.com/culturalinstitute/collection/linden-museum-stuttgart). Mit dem Google Art Project bietet das Stuttgarter Museum eine Art virtuellen Rundgang an. Das Besondere daran ist, dass die Objekte auf dem Bildschirm so vergrößert werden können, dass auch kleinste Details sichtbar werden.

WLB Stuttgart schließt Digitalisierung der Sammlung Nicolai ab
Das Projekt der Digitalisierung der Sammlung Nicolai in der WLB Stuttgart <24> ist abgeschlossen: Sämtliche 155 Bände der von Ferdinand Friedrich Nicolai (1730-1814), einem württembergischen Offizier, angelegten bedeutenden Sammlung von Graphiken, Karten und Plänen mit zusammen circa 22.800 Seiten stehen im Netz und sind über die digitalen Sammlungen abrufbar. Nicolai, der sich vor allem für die Offiziers-Ausbildung interessierte, sammelte vor allen Dingen Material zur Architektur und zum Festungsbau, daneben Schlachten- und Manöverpläne, Karten, Abbildungen von Maschinen und Erfindungen sowie Stadtpläne und Stadtansichten. Insgesamt sind circa 26.000 Scans entstanden, da etliche großformatige Karten, Pläne und Graphiken in mehreren Teilen gescannt werden mussten. Sämtliche Bände sind im SWB katalogisiert und verschlagwortet - sowohl die physischen Bände als auch die Digitalisate. Der Einstieg kann über den Katalog, über die Digitalen Sammlungen oder über die Seiten der Abteilung Karten und Graphik erfolgen. Dort gibt es nun eine eigene Überblicksseite zur Sammlung Nicolai (http://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/karten-und-graphik/sammlung-nicolai/), auf der auch die tabellarische Übersicht der einzelnen Bände der Sammlung als PDF zugänglich ist (http://www.wlb-stuttgart.de/fileadmin/user_upload/sammlungen/Karten_und_Graphik/nicolai-liste-homepage07.pdf).

Exlibris der WLB Stuttgart
Nach den Provenienzen präsentiert die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart auch eine Zusammenstellung der wichtigsten Exlibris auf ihrer Website. „Exlibris sind Produkte der graphischen Kleinkunst zur Besitzkennzeichnung von Büchern. Sie dienen dazu, vom Druckbild her identische Buchexemplare voneinander zu unterscheiden. Diebstähle sollen verhindert, Ausleiher an die Rückgabe erinnert werden. Institutionelle und vor allem private Sammlungen werden durch Exlibris in ihrem Zusammenhang präsentiert. Exlibris dienen auch als zusätzliche Verzierung des Buches. Sie können durch Stil und Motivik ein individuelles Sammelprofil und bibliophiles Programm sowie Zusammenhänge mit Entwicklungen der Zeit oder persönlichen Voraussetzungen der besitzenden Person (etwa Beruf und Herkunft) andeuten.“ Die WLB Stuttgart stellt die wichtigsten Techniken, Motive und Teilsammlungen vor.

„Virtuelle“ Hugo-Borst-Schau in der WLB Stuttgart
Auch in diesem Jahr gibt es in der Württembergischen Landesbibliothek wieder eine Ausstellung von Stücken aus der Sammlung Hugo Borst unter dem Titel „Bücher, die die große und die kleine Welt bewegten“. Zu sehen sind Erstausgaben, die vor 250, 200 bzw. 150 Jahren erschienen sind. Sich wiederholende Themen in unterschiedlichen Literaturgattungen deuten auf geistesgeschichtliche Tendenzen der jeweiligen Zeit hin. Die Beschreibung der Exponate ist abrufbar unter: http://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/alte-und-wertvolle-drucke/bestand/sammlung-hugo-borst/. Dort finden sich auch Andeutungen zum Zeitkontext der Jahre 1765, 1815 und 1865. Der gedruckte Katalog von Hugo Borst „Bücher, die die große und die kleine Welt bewegten“ liegt digitalisiert vor (http://www.wlb-stuttgart.de/referate/drucke/borst/borst.htm). Darin können einerseits Titel des Hauptteils in der Folge der Erscheinungsjahre 1749 bis 1899 recherchiert werden, andererseits ist ein Zugriff über das Autorenregister möglich.

WLBforum-Sonderheft 250 Jahre Württembergische Landesbibliothek
Am 11. Februar 2015 hat die Württembergische Landesbibliothek ihre 250-jährige Geschichte mit einem Festakt und einer Jubiläumsausstellung begangen. 600 Gäste waren in das Haus der Wirtschaft gekommen. Der Festakt mit Grußworten der Wissenschaftsministerin, Frau Theresia Bauer, der Kulturbürgermeisterin der Stadt Stuttgart, Frau Dr. Susanne Eisenmann, Friedrich Herzog von Württemberg, des Generaldirektors der Bibliothèque nationale et universitaire de Strasbourg, Albert Poirot, sowie der Festrede des Generaldirektors der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden, Prof. Dr. Thomas Bürger, hat sehr viel positive Resonanz erfahren. Auf vielfältigen Wunsch, die Reden noch einmal nachlesen zu können, hat sich die Direktion der WLB entschlossen, das Bibliotheksjubiläum in einem Sonderheft des WLBforum zu dokumentieren. Das Sonderheft steht unter http://www.wlb-stuttgart.de/fileadmin/user_upload/die_wlb/WLB-Forum/WLBforum_2015_Jubi_NET.pdf zum Abruf bereit. Alle „regulären“ Ausgaben der Zeitschrift WLBforum (seit Jahrgang 2000) sind unter http://www.wlb-stuttgart.de/die-wlb/wir-ueber-uns/wlb-forum/ zugänglich.

Tübingen Open Journals
Seit Mitte Juni 2015 ist ein neuer elektronischer Service der UB Tübingen <21> öffentlich erreichbar: Tübingen Open Journals (https://open-journals.uni-tuebingen.de). Der neue Dienst bietet Herausgeberinnen und Herausgebern von wissenschaftlichen Zeitschriften die Möglichkeit, für das Publizieren und die Verwaltung des redaktionellen Prozesses das Managementsystem Open Journal Systems (OJS) zu nutzen. OJS ermöglicht die bequeme Abwicklung des gesamten elektronischen Publikationsprozesses im Webbrowser von der Einreichung des Beitrags über die Begutachtung (Peer Review) und die Archivierung bis zur Veröffentlichung im Netz. Als Pilotzeitschrift konnte die renommierte Zeitschrift Ethik und Gesellschaft unter der Herausgeberschaft von Prof. D. Möhring-Hesse (Tübingen) und Prof. Dr. Meireis (Bern) gewonnen werden. Diese und weitere Zeitschriften, die im Lauf des Jahres folgen werden, können gefunden werden, wenn auf der UB-Website auf „Publizieren“ und anschließend unter „Tübingen Open Journals“ auf das Aufzugslogo geklickt wird (nach ub info. Hauszeitschrift der Universitätsbibliothek Tübingen 2015/7).


SWB-Online-Fernleihe und verbundübergreifende Fernleihe

SWB-Online-Fernleihe

Erweiterungen der SWB-Online Fernleihe

Seit Juni 2015 hat das BSZ u. a. folgende Erweiterungen der SWB-Online-Fernleihe von der Testumgebung in die Produktion übernommen:

Elektronische Ressourcen: Priorisierung von elektronischen Zeitschriftenausgaben im Leitweg,
Kopienbestellungen aus E-Books (realisiert analog zu den Kopienbestellungen aus E-Journals),
Vormerkungen zwischen GBV und SWB,
Statistik für die Erwerbung.


Teilnehmerstand

Derzeit (Stand: 06.08.2015) nehmen insgesamt 365 (Teil-)Bibliotheken an der SWB-Online-Fernleihe teil (115 gebend und nehmend, 250 nur nehmend). Neu hinzugekommen sind die Bibliothek des Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasien) Rottweil <Rtw 2> (gebend und nehmend) sowie die Stadtbücherei Eppingen <2285>, Mediothek Güglingen <2312>, Kreis- und Fahrbibliothek Hainichen <2275>, Stadtbibliothek Klingenthal <Ch 99>, Stadtbibliothek Kurort Oberwiesenthal <2308> (alle nur nehmend).

Die Liste der an der SWB-Online-Fernleihe teilnehmenden Bibliotheken steht unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken zum Abruf bereit.


Neuzulassungen zum Leihverkehr in der Südwest-Verbundregion

in Baden-Württemberg:

Das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) hat folgende Bibliotheken zum überregionalen Leihverkehr der deutschen Bibliotheken zugelassen:

Mediathek Bad Krozingen <2144>, Bahnhofstraße 3b, 79189 Bad Krozingen

Archivbibliothek des Kreisarchivs Calw <2316> , Vogteistraße 42-46, 75365 Calw

Stadtbücherei Eppingen <2285>, Wilhelmstraße 9, 75031 Eppingen

Bibliothek des Kreisarchivs Esslingen <Ess 6>, Pulverwiesen 11, 73728 Esslingen a. N.

Mediothek Güglingen <2312>, Wilhelm-Arnold-Platz 5, 74363 Güglingen

Ortsbücherei Murr <2330>, Hindenburgstraße 60, 71711 Murr

Seminarbibliothek des Staatlichen Seminars für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasien) Rottweil <Rtw 2>, Königstraße 31, 78628 Rottweil

Die aktuelle Leihverkehrsliste für die Südwest-Region ist im BSZ-Fernleih-Wiki unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken:baden-wuerttemberg zugänglich.


in Sachsen:

Stadtbibliothek Kurort Oberwiesenthal <2308>, Karlsbader Straße 3, 09484 Oberwiesenthal


Zeitweise geschlossene Fernleihstellen in deutschen Bibliotheken

Die Zusammenstellung „Zeitweise geschlossene Fernleihstellen in deutschen Bibliotheken“ steht im BSZ-Fernleih-Wiki unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:nachrichten:schliesszeitenliste zum Abruf bereit.


Verbundübergreifende Fernleihe

Protokoll der 18. Sitzung der AG Leihverkehr

Das Protokoll der 18. Sitzung der AG Leihverkehr vom 11.12.2014 in Göttingen ist im GBV- Verbund-Wiki zu finden (http://www.gbv.de/wikis/cls/AG_Leihverkehr_der_Arbeitsgemeinschaft_der_Verbundsysteme#Protokolle).


Erfahrungsaustausch Fernleihe am 10.11.2015 in Göttingen

Der nächste überregionale Erfahrungsaustausch „Fernleihe“ wird am 10. November 2015 in Göttingen stattfinden. Es wird einige kurze Impulsredebeiträge zu den Themen - Internationale Fernleihe, - WorldShare Interlibrary Loan, - Transportfelder in der ZDB- Adressdatei bzw. im Sigelverzeichnis, - RFID in der Fernleihe geben. Außerdem ist ein Besuch beim Büchertransportdienst Deutschland (BTD) vorgesehen. Ansonsten soll dem Gespräch zwischen den Kolleginnen und Kollegen wieder viel Raum gegeben werden.


Literaturhinweise

Einax, Susan. Die Fernleihe – ein Auslaufmodell? Eine Prozesskostenanalyse am Beispiel der Universitätsbibliothek Ilmenau. Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, 2015 (Berliner Handreichungen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft 385)

„Im Zuge der stattfindenden Entwicklungsprozesse in der Informationstechnologie und der damit einhergehenden Veränderung der gesellschaftlichen Ansprüche im heutigen digitalen Informationszeitalter unterliegt auch der innerbibliothekarische Leihverkehr einem stetigen Wandel. Konventionelle Fernleihprozesse werden sukzessive durch elektronisch geprägte Vorgänge abgelöst oder ergänzt. In der vorliegenden Arbeit wird ein Vergleich der sich im Zeitablauf entwickelten und derzeit parallel stattfindenden Abläufe im aktiven und passiven Leihverkehr vorgenommen. Dabei steht die Betrachtung der jeweils anfallenden Kosten im Mittelpunkt, wofür die Prozesskostenrechnung als eine verursachungsgerechte Form der Vollkostenrechnung Anwendung findet. Am Beispiel der Fernleihabteilung der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Ilmenau werden die Prozessabläufe beschrieben, grafisch visualisiert sowie unter Kostengesichtspunkten analysiert und diskutiert. Auf-bauend auf den Ergebnissen der Prozesskostenrechnung werden Aussagen über den zukünftigen Leihverkehr formuliert und der Frage nachgegangen, inwieweit die Fernleihe in ihrer derzeitigen Ausprägung Bestand haben wird. Diese Veröffentlichung geht zurück auf eine Masterarbeit im postgradualen Fernstudiengang M. A. Bibliotheks- und Informationswissenschaft (Library and Information Science) an der Humboldt-Universität zu Berlin“ (nach dem Abstract).
Online-Version: http://edoc.hu-berlin.de/series/berliner-handreichungen/2015-385

Plieninger, Jürgen. Recherchieren in Wissenschaftlichen Bibliotheken. Hrsg. Berufsverband Information Bibliothek / Kommission für One Person Libraries. 2015. (Checklisten; 39) Online-Version: http://www.bib-info.de/fileadmin/media/Dokumente/Kommissionen/Kommission%20f%FCr%20One-Person-Librarians/Checklisten/check39_01.pdf

Aus dem Vorwort von Jürgen Plieninger: „Recherche ist ein wichtiger Teil der bibliothekarischen Arbeit, von One Person Librarians zumal! Deshalb soll hier einmal der 'Kanon', also das Grundgerüst der Recherche, dargestellt werden. Zum einen als Grundlage für eigene Recherchen von Bibliotheken, die dies als Dienstleistungen für ihre Klientel anbieten, zum anderen aber auch als Hintergrund für die Lehre, also Informationskompetenzaktivitäten aller Art. In beiden Fällen werden Sie, liebe Leserinnen und Leser, Ihre eigenen Quellen am besten kennen - hier geht es vor allem um jene Quellen, die allgemein und darüber hinaus für die Recherche greifbar sind.“ Plieninger betont zwar die Wichtigkeit der Recherchekompetenz für One Person Libraries, aber seine frei zugängliche Publikation ist darüber hinaus auch für alle wissenschaftlichen (und auch öffentlichen) Bibliotheken eine hervorragende Überblicksdarstellung.


Neue Adressdaten, Namensänderungen, Bibliothekssigel und Sigelstreichungen

<neue Postanschrift:> RWTH Aachen, Universitätsbibliothek <82>, Templergraben 55, 52062 Aachen

<Auflösung einer Bibliothek und Sigelstreichung:> Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, Bibliothek/Mediothek in Bad Urach <Ur 1>

<Adressänderung:> Fachhochschule Bielefeld, Hochschulbibliothek <Bi 10>, Interaktion 1, 33619 Bielefeld. Die Postfachadresse hat sich nicht geändert (Postfach 10 11 13, 33511 Bielefeld).

<Adressänderung:> Stadtbibliothek Bonn <369>, Bottlerplatz 1, 53111 Bonn

<neues Sigel:> Kreisarchiv Calw, Archivbibliothek <2316>, Vogteistraße 42-46, 75365 Calw, Tel. (07051) 160314, E-Mail martin.friess@kreis-calw.de, URL http://www.kreis-calw.de/servlet/PB/menu/1175614_l1/index.html?QUERYSTRING=kreisarchiv ISIL DE-2316 BAW

<gelöschtes Sigel und Streichung von der Leihverkehrsliste NRW:> Dü 55 = Verein Deutscher Gießereifachleute, VDG-Informationszentrum Gießerei, Düsseldorf.

<neues Sigel:> Wilhelm-Röpke-Schule Ettlingen, Schulbibliothek, Beethovenstraße 1, 76275 Ettlingen, Tel. (07243) 500-701, E-Mail wrs@wrs-ettlingen.de, URL http://www.wrs-ettlingen.de/ ISIL DE-2321 BAW

geänderte Telefonnummern: UB Freiburg <25>, Tel. (0761) 203-3970 und (0761) 203-3925 (für Verlängerungen und Vormerkungen)

<neues Sigel:> Mediothek Güglingen <2312>, Wilhelm-Arnold-Platz 5, 74363 Güglingen, Tel. (07135) 96 41 50, E-Mail mediothek@gueglingen.de, URL http://www.mediothek-gueglingen.de ISIL DE-2312 BAW

<neues Sigel:> Stiftung Centre Culturel Franco-Allemand de Karlsruhe, Mediathek <2313>, Karlstraße 16 b, 76133 Karlsruhe, Tel. (0721) 16038-0, E-Mail info@ccf-ka.de, URL http://www.ccf-ka.de/ ISIL DE-2313 BAW

<Namensänderung:> vormals: Fachhochschule Köln; seit 01.09.2015: Technische Hochschule (TH) Köln

<Adressänderung:> Stadtbibliothek Lahnstein <1257>, Kaiserplatz 1, 56112 Lahnstein

<neues Sigel:> Bibliothek der Hochschule der Wirtschaft für Management <2328>, Neckarauer Straße 194, 68163 Mannheim, Tel. (0621) 490712-18, E-Mail bibliothek@hdwm.de, URL http://www.hdwm.de ISIL DE-2328 BAW

<Namensänderung:> vormals: Bundesakademie für Wehrverwaltung und Wehrtechnik (BAkWVT), Bibliothek <Mh 38> in Mannheim; jetzt: Bildungszentrum der Bundeswehr - Bundesakademie – Bibliothek, Seckenheimer Landstraße 12, 68163 Mannheim

<gelöschtes Sigel:> Roche Diagnostics GmbH, Zentralbibliothek <Mh 33> in Mannheim

<neues Sigel:> Ortsbücherei Murr <2330>, Hindenburgstraße 60, 71711 Murr, Tel. (07144) 2699-18, E-Mail ortsbuecherei-murr@t-online.de, URL http://www.gemeinde-murr.de ISIL DE-2330 BAW

<neues Sigel>: Gemeindebücherei Oberstenfeld <2315>, Gronauer Straße 1, 71720 Oberstenfeld, Tel. (07062) 4639, E-Mail buecherei@oberstenfeld.de, URL http://www.oberstenfeld.de/,Lde/start/leben/buecherei.html ISIL DE-2315 BAW

<Adressänderung>: Öffentliche Bibliothek Remshalden <2023>, Fronäckerstraße 43, 73630 Remshalden

<reaktiviertes Sigel:> Robert Bosch GmbH Information Center, Robert-Bosch-Campus 1, 71272 Renningen <Stg 15> ISIL DE-Stg15 BAW. Das Sigel wurde vor sechs Jahren gestrichen und kürzlich auf Antrag von der Sigelstelle reaktiviert.

<gelöschtes Sigel:> Geistliches Zentrum St. Peter/Schwarzwald, Bibliothek <Pt 1>. Die Bibliothek ist von Frei 164 (= Erzbischöfliche Bibliothek Freiburg) übernommen worden.

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