Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


fl-team:publikationen:dialog79-html

ZKBW-Dialog Nr. 79 vom 02.06.2014

Überregionale Themen

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Fachinformationsdienste
Die seit Jahrzehnten laufende Förderung der Sondersammelgebiete (SSGs) durch die DFG wird reformiert: Die Sondersammelgebiete werden in sog. Fachinformationsdienste überführt. Folgende Veränderungen sind beabsichtigt:
• Stärkere Einbindung der Fachcommunity in die Weiterentwicklung der Angebote im Bereich Literaturversorgung sowie Fokussierung der Angebote auf die in der Forschung tätigen professionellen Wissenschaftler
• Möglichst weitgehende Umstellung auf elektronische Ressourcen (sofern entsprechende Lizenzierungsmöglichkeiten bestehen)
• Weitgehende Aufgabe des sogenannten vorsorgenden Bestandsaufbaus.

Die ersten fünf Fachinformationsdienste werden für geistes- und sozialwissenschaftliche Disziplinen eingerichtet. In den kommenden Jahren sollen Einrichtungen für weitere Fächer folgen. Gefördert werden zunächst folgende Dienste: - Fachinformationsdienst internationale und interdisziplinäre Rechtsforschung (Staatsbibliothek zu Berlin); - Fachinformationsdienst Kriminologie (UB Tübingen); - arthistoricum.net – Fachinformationsdienst Kunst (UB Heidelberg / SLUB Dresden); - Fachinformationsdienst Medien- und Kommunikationswissenschaft (UB Leipzig); - Fachinformationsdienst Musikwissenschaft (BSB München) (vgl. dazu auch den Artikel in: forschung. Das Magazin der DFG 1/2014. S.28-29).

Literatur zum Thema Fachinformationsdienste
In Jg.7 (2014) H. 1 der Zeitschrift BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen ist ein einführender Artikel von Thomas Bürger (SLUB Dresden) und Ulrich Johannes Schneider (UB Leipzig) zum Thema „Fachinformationsdienste für die Wissenschaften (FID): DFG fördert Bibliotheken in Sachsen“ nachzulesen. Zwei weitere Artikel beschäftigen sich mit dem Fachinformationsdienst Medien- und Kommunikationswissenschaft der UB Leipzig (Jens Lazarus und Leander Seige) und dem Fachinformationsdienst Kunst, der gemeinsam von der SLUB Dresden und der UB Heidelberg in Gestalt des Internet-Angebots arthistoricum.net (http://www.arthistoricum.net/) angeboten wird (Katja Leiskau und Annika-Valeska Walzel).

Kommission für IT-Infrastruktur der DFG veröffentlicht Papier zu Cloud-Diensten
Die Kommission für IT-Infrastruktur der DFG (KfR) veröffentlicht regelmäßig Empfehlungen für Planung und Betrieb der IT-Infrastruktur an Hochschulen und Universitätsklinika, zuletzt im Oktober 2010 für den Zeitraum von 2011 bis 2015. Zu diesen Empfehlungen hat die Kommission ein Addendum veröffentlicht, das sich mit dem Einsatz von Cloud-Diensten beschäftigt. Auch im wissenschaftlichen Bereich stellt sich die Frage, inwieweit cloud-basierte Angebote eine Alternative zu den bisherigen IT-Lösungen darstellen. Daraus leiten sich Fragen an die Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten von solchen Diensten ab, da hier ein Übergang von klassischen Investitionen und dem Betrieb von Geräten und Systemen zu einer Verrechnung von Dienstleistungen erfolgt. Die Nutzung von Cloud-Diensten birgt neben Vorteilen auch Risiken in Bezug auf Sicherheit, Datenschutz und Nachhaltigkeit. Vor diesem Hintergrund versteht die KfR ihr Addendum als Leitfaden für die Nutzung von Cloud-Diensten. In ihm werden für unterschiedliche Dienst- und Betriebsmodelle Vorteile, aber auch Risiken beschrieben. Das Papier schließt mit konkreten Orientierungspunkten zum Umgang mit Cloud-Diensten in IT-Infrastrukturplanungen und DFG-Projektanträgen. Das Addendum „Cloud-Dienste“ und die Empfehlungen der KfR für 2011–2015 finden sich im Volltext unter http://www.dfg.de/download/pdf/foerderung/programme/wgi/addendum_cloud_dienste_kfr_2014.pdf.

DFG unterstützt Erschließung von wissenschaftlichen und öffentlichen Sammlungen in Deutschland
Das am Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz angesiedelte Projekt „Entwicklung von Standards zur fotografischen Dokumentation lichtmikroskopischer Dauerpräparate in prekären Einschlussmedien“ ist nur eines von insgesamt zwölf Vorhaben an Museen, Hochschulen und außeruniversitären Instituten, die die DFG mit dem Ziel unterstützt, gewachsene Forschungssammlungen elektronisch zu erschließen, zu digitalisieren und online zugänglich zu machen. Im Mittelpunkt stehen ganz unterschiedliche Objektklassen: zum Beispiel Herbarien, eine historische Skelettsammlung und alte Bucheinbände oder eine Kollektion historischer Musikinstrumente. Die zwölf Projekte werden mit insgesamt 4,3 Millionen Euro unterstützt. In dem Bemühen um Objektdigitalisierung folgt die DFG den 2011 vom Wissenschaftsrat verabschiedeten Empfehlungen zu „Wissenschaftlichen Sammlungen als Forschungsinfrastrukturen“. Diese forderten die weitere Erschließung der wissenschaftlichen und öffentlichen Sammlungen in Deutschland. Weitere von der DFG geförderte Projekte werden u. a. von der SLUB Dresden, der BSB München und der SUB Göttingen bearbeitet.

Urheberrecht und Internetrecht / Open Access / Open Data

Urheberrecht / Internetrecht

Neuer Rahmenvertrag zur Betreiberabgabe
Die Rechtskommission im Deutschen Bibliotheksverband hat mitgeteilt, dass seit dem 01.01.2014 ein neuer Rahmenvertrag zur Betreiberabgabe nach § 54c UrhG gilt. Bund und Länder haben den bisherigen Rahmenvertrag über die Zahlung einer pauschalen Vergütung gekündigt und einen neuen Vertrag geschlossen, dem jede Hochschule oder Bibliothek ausdrücklich beitreten muss, wenn sie selbst Kopiergeräte betreibt. Die Vergütung ist nur für solche Geräte zu entrichten, die Eigentum der Bibliothek sind und für eine öffentliche Nutzung selbst betrieben werden. Der Beitritt erfolgt durch Anmeldung bei der VG Wort. Der Text des Rahmenvertrages steht unter http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/vereinbarungen/Rahmenvertrag__54c_181213_unterschrieben.pdf bereit. Auf der Website des dbv steht eine Liste mit den häufigsten Fragen und Antworten zur Verfügung (http://www.bibliotheksverband.de/fileadmin/user_upload/DBV/vereinbarungen/FAQs_Rahmenvertrag_Betreiberabgabe.pdf).

Wissenschaftsschranke für das Urheberrecht?
Eine Studie von Prof. Dr. Katharina de la Durantaye (Humboldt-Universität zu Berlin) beschäftigt sich mit der Frage, ob eine allgemeine Wissenschaftsschranke im Urheberrecht notwendig ist und wie eine solche aussehen sollte. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die deutschen Schrankenregelungen vor allem im internationalen Vergleich der Praxis nicht mehr gerecht werden und schlägt als Konsequenz mehrere Handlungsoptionen vor. Abschließend macht die Studie einen konkreten Formulierungsvorschlag für eine Wissenschaftsschranke im Urheberrecht. Die Studie steht auch als Volltext im pdf-Format zur Verfügung (http://durantaye.rewi.hu/doc/Wissenschaftsschranke.pdf).

Keine staatenübergreifenden Schrankenregelungen für Bibliotheken
Die Verhandlungen zwischen den mehr als 180 Mitgliedsstaaten der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) zugunsten staatenübergreifender Schrankenregelungen für Bibliotheken sind vorerst am Votum der Europäischen Union gescheitert. Damit bleiben die Schwierigkeiten, die sich für Bibliotheken aus einem international unterschiedlich geregelten Urheberrecht ergeben, bestehen. Seit 2011 war innerhalb des Standing Comittee on Copyright and Related Rights (SCCR) der WIPO immer wieder über eine Harmonisierung der Urheberrechts-Ausnahmen zugunsten von grenzüberschreitenden Bibliotheks-Services debattiert worden. Beim 27. Treffen des Gremiums vom 30.03. bis zum 03.05.2014 in Genf konnte jedoch trotz konstruktiver Diskussionen keine Einigung erzielt werden. An der Sitzung nahmen auch Repräsentanten der nationalen und internationalen Bibliotheksverbände teil, die die Vorschläge zu den Ausnahmeregelungen verschiedener Staaten und regionaler Gruppen (u.a. Afrika, Ecuador, Brasilien) unterstützten.

Warum Europa ein überarbeitetes Urheberrecht braucht
Mit wenigen Infographiken macht die Website fixcopyright.eu (http://www.fixcopyright.eu/) deutlich, warum Europa eine Überarbeitung des geltenden Urheberrechts benötigt und welche Schritte dafür erforderlich sind. 85% der E-Books sind nicht für Öffentliche Bibliotheken zur Ausleihe erhältlich. Aktivitäten, die in einem europäischen Land erlaubt sind, sind in einem anderen verboten, z. B. wird die Privatkopie in den Niederlanden gestattet, in Großbritannien jedoch nicht. Eine Koalition, der u. a. die europäischen und der internationale Bibliotheksverband EBLIDA, LIBER und IFLA angehören, zeichnet für den Inhalt der Website verantwortlich.

VG Wort baut Meldeportal für Intranet-Nutzungen auf
Um einen sinnvollen Lizenzmechanismus für Nutzungen nach Paragraf 52a Urheberrechtsgesetz (sogenannter Intranet-Paragraf) zu schaffen, hat die VG Wort den Aufbau eines Meldeportals in Angriff genommen. Hochschulen sollen so die Möglichkeit erhalten, Verlagsangebote für die Nutzung von Inhalten – beispielsweise aus einem Lehrbuch – einzuholen und die benötigten Seiten oder Kapitel zu lizenzieren. Dem Meldeportal liegt die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zugrunde, der in seinem Urteil zu Paragraf 52a den Vorrang von Verlagsangeboten unterstrichen hatte. Die Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte in Intranets von Hochschulen ist seit Jahren zwischen Verlegern und der Hochschullandschaft umstritten. Paragraf 52a des Urheberrechtsgesetzes wurde zuletzt mit den Stimmen der schwarz-gelben Koalition bis Ende 2014 verlängert. Nach seinem Auslaufen könnte er – ebenso wie der Paragraf 52b (Bereitstellung von Inhalten in elektronischen Lesesälen) – durch eine allgemeine Wissenschaftsschranke ersetzt werden (nach: Börsenblatt online vom 10.04.2014).

Bibliotheken und Verleger streiten über E-Book-Verleih
„Zum Auftakt der europäischen Bibliothekskampagne The Right to E-Read forderten Vertreter des Bibliothekswesens Bundespolitiker auf, sich für die rechtliche Gleichstellung von E-Books und gedruckten Büchern einzusetzen. Bibliotheken dringen in Bezug auf E-Books und Elektronische Medien auf eine Ausweitung des Erschöpfungsgrundsatzes und des Verbreitungsrechtes im Urheberrecht, auf die entsprechende Ausweitung der Bibliothekstantieme auf elektronische Medien und die Anpassung des Mehrwertsteuersatzes von E-Books an die reduzierte Mehrwertsteuer für gedruckte Bücher. Hintergrund dieser Forderung ist die Weigerung einiger, unter anderem auch großer Verlage, Öffentlichen Bibliotheken die Entleihung von E-Books zu ermöglichen“. Die komplette Pressemitteilung des Deutschen Bibliotheksverbandes (dbv) ist unter http://www.bibliotheksverband.de/dbv/presse/presse-details/archive/2014%20/april/article/deutscher-bibliotheksverband-fordert-rechtliche-gleichstellung-von-e-books-und-gedruckten-buechern.html abrufbar.

EU-Länder erweitern Urheberrechtsausnahmen für Blinde
Die Europäische Union hat am 30.04.2014 in Genf das Abkommen über Urheberrechtsausnahmen für Blinde und sehbehinderte Menschen unterzeichnet. Das so genannte Marrakesch Abkommen (vollständiger Text als PDF) war im Sommer 2013 von den Mitgliedsländen der Weltorganisation für Geistiges Eigentum (WIPO) verabschiedet worden. Mit der Unterschrift unter den völkerrechtlich verbindlichen Vertrag verpflichten sich die Staaten, eine Blindenschranke in nationales Recht umzusetzen. Autorisierte Organisationen, etwa Blindenverbände oder Bibliotheken, sollen dadurch das Recht erhalten, Kopien geschützter Werke auch ohne die Zustimmung der Rechteinhaber in Braille-Schrift oder anderen für Sehbehinderte geeigneten Formaten anzufertigen, solange sie dabei kein kommerzielles Interesse verfolgen. Auch der grenzüberschreitende Austausch der angefertigten Kopien soll zugelassen werden (nach: heise online vom 01.05.2014). Auch Deutschland will das Abkommen über Urheberrechtsausnahmen für Blinde und sehbehinderte Menschen bereits im Juni 2014 unterzeichnen. Im deutschen Urheberrechtsgesetz existiert bereits in Paragraf 45a eine Schrankenregelung für behinderte Menschen. Demnach ist es zulässig, ein Werk für Behinderte zu vervielfältigen und zu verbreiten, allerdings nicht zu Erwerbszwecken.

EIFL legt Sieben-Punkte-Plan zum Urheberrecht vor
Im Rahmen der Konsultationen der EU-Kommission zu einer Überarbeitung der EU-Urheberrechtsrichtlinien hat die internationale Organisation EIFL (Electronic Information for Libraries) einen Sieben-Punkte-Plan veröffentlicht. Die Maßnahmen haben das Ziel, Bibliotheken zu helfen, auch in der digitalen Umgebung ihre Aufgaben zu erfüllen. Weitere Informationen (in englischer Sprache) stehen unter http://www.eifl.net/news/eifls-seven-point-plan-european-commission zum Abruf bereit.

Literaturhinweise (in Auswahl):

Hinte, Oliver; Katzenberger, Ruth. „Der Berliner Appell – Rechtliche Rahmenbedingungen für die digitale Langzeitarchivierung“. BIBLIOTHEKSDIENST 48 (2014) H.3-4. S.236-247.

„Der Medienwandel vom klassischen Printwerk hin zum elektronischen Medium beschäftigt Bibliotheken immer intensiver. Als traditionelle Gedächtnisinstitution sorgen sie dafür, dass nationales Kulturerbe für die Nachwelt verfügbar bleibt. Während die Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, um ein gedrucktes Buch zu erhalten, klar umrissen sind, ist die Sachlage bei elektronischen Medien wesentlich komplexer. Die Archivierung von elektronischen Inhalten stellt Bibliotheken vor ganz neue Herausforderungen. Der Berliner Appell zum Erhalt des digitalen Kulturerbes (http://www.berliner-appell.org/) fasst diese Herausforderungen zusammen und fordert die Umsetzung konkreter Maßnahmen. Am 16.09.2013 hat sich der dbv im Rahmen einer Presseerklärung ausdrücklich dem 'Berliner Appell' angeschlossen. Dieser Schritt ist mehr als begrüßenswert. Dieser Beitrag skizziert in erster Linie die rechtlichen Fragestellungen, die die digitale Langzeitarchivierung aufwirft“ (nach dem Abstract).

Das Institut für Medienrecht der Universität Münster aktualisiert im halbjährlichen Rhythmus sein Kompendium zum Internetrecht. Es steht kostenlos als PDF-Datei zum Download bereit, ebenso das Skript zum IT-Recht.

Die aktuellen Fassungen enthalten zahlreiche Hinweise auf die aktuelle Rechtsprechung und Literatur im Zeitraum 2013/2014. Dazu kommen neue Ausführungen zur Reform des Verbraucherschutzes ab dem 13.06.2014, zur Neuordnung des Domainwesens sowie zur Haftung von Internetprovidern (nach: heise online vom 18.03.2014).

Open Access

Links zu Open Access
Eine Reihe von hilfreichen Links zum Thema Open Access präsentiert die UB Leipzig <15> auf der Seite http://www.ub.uni-leipzig.de/projekte/openaccess/hilfreiche-links.html. Die Seite ist in folgende Abschnitte gegliedert: Allgemeine Informationen; Informationen zu Open Access Zeitschriften und Verlagen; Informationen zu Open Access Büchern; Open Access Suchmaschinen; Urheberrecht, Zweitverwertungsrecht und Lizenzen.

VDB unterstützt Open Access
Auch der Verein Deutscher Bibliothekare (VDB) unterstützt den Open Access-Gedanken. Seit einiger Zeit wird deshalb der Umstieg der Vereinskommunikation auf Open Access im Rahmen einer Online-Fachzeitschrift vorbereitet. Das Erscheinen der neuen Open-Access-Zeitschrift ist für Herbst 2014 geplant. Der VDB begrüßt nachdrücklich die Gründung von OA-Zeitschriften im Bibliothekswesen und ist der Ansicht, dass sich gerade die bibliothekarische Fachdiskussion künftig auf Open-Access-Veröffentlichungen stützen wird.

Literaturhinweise (in Auswahl):

Schwerpunkt: Open Access. Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie 60 (2013) H.5.

Aus dem Editorial von Anne Lipp: „Der Beitrag von Johannes Fournier und Roland Weihberg („Das Förderprogramm 'Open Access Publizieren' der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Zum Aufbau von Publikationsfonds an wissenschaftlichen Hochschulen in Deutschland“) gibt Einblick in einen DFG-geförderten Prozess, in dem Hochschulen dabei unterstützt werden, eben solche Publkationsfonds aufzubauen. Eine Änderung des Publikationswesens wirkt sich auch auf die Rolle der Bibliotheken aus. Wenn die Art, wie wissenschaftliche Information verbreitet wird, sich signifikant verändert, dann verändert sich auch die Rolle der Bibliotheken in diesem Prozess – so die These des Beitrages von Ralf Schimmer, Kai Geschuhn und Margit Palzenberger („Open Access in Zahlen. Der Umbruch in der Wissenschaftskommunikation als Herausforderung für Bibliotheken“). Einen systemübergreifenden Versuch, über politische Entscheidungen zu mehr Open Access Gold zu kommen, beschreibt Wolfram Horstmann („Finch und die Folgen – Open Access in Großbritannien“) in seinem Beitrag zu den aktuellen Diskussionen und Maßnahmen zu Open Access Gold in Großbritannien“.

Blumtritt, Ute; Di Rosa, Elena; Rösch, Henriette. „Freier Zugang zu aktuellem Wissen: Die Open Access-Publikationsfonds in Sachsen“. BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 7 (2014) Nr.1 S.48-50.

2014 wurden an den drei großen Universitäten Sachsens jeweils Publikationsfonds, aus denen die bei der Veröffentlichung von Artikeln in Open-Access-Zeitschriften teilweise anfallenden Gebühren finanziert werden, eingerichtet (Universität Leipzig) bzw. weiterbetrieben (Universitäten Dresden und Chemnitz). Das von der DFG unterstützte Förderprogramm „Open Access Publizieren“ unterstützt die Universitäten dabei, nachhaltig tragfähige Strukturen für Open Access zu etablieren (wie einen möglichst leistungsstarken Publikationsservice für Autorinnen und Autoren und die Verstetigung eines Publikationsfonds nach Auslaufen der DFG-Förderung. Entsprechend beteiligt sich jede antragstellende Hochschule von Anfang an mit einem Eigenanteil in Höhe von mindestens 25 % des jährlich kalkulierten Mindestbedarfs.

Doß, Brigitte; Janello, Christoph; Thiessen, Peter. “Open Access und Geisteswissenschaften: Widerspruch oder Zukunft?“. Bibliotheksforum Bayern 2014. H.1. S.30-33.

Die Autoren berichten über das Symposium 'Open Access, E-Humanities & EScience' des Exzellenzportals 'Leibniz Publik' der Bayerischen Staatsbibliothek, zu dem am 23./24.10.2013 Wissenschaftler, Vertreter von Verlagen und des Buchhandels sowie Bibliothekare im Gärtnersaal der BSB zusammen kamen.

Steinhauer, Eric W. „Gesetzliche Rahmenbedingungen zur Förderung von Open Access – ein kurzer Problemaufriss anlässlich eines neuen argentinischen Gesetzes“. BIBLIOTHEKSDIENST 48 (2014) H.3-4. S.248-253.

„Es werden unterschiedliche Wege aufgezeigt, Open Access mit rechtlichen Instrumenten zu fördern. Besonders hervorgehoben werden dabei aktuelle Bestrebungen, durch eine entsprechende gesetzliche Verpflichtung für von der öffentlichen Hand bezahlte Wissenschaftler die Zahl der frei zugänglichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu erhöhen. Als Beispiel für eine solche Verpflichtung wird ein jüngst in Argentinien erlassenes Gesetz in einer Übersetzung vorgestellt“ (nach dem Abstract).

Open Data

bpb veröffentlicht Dossier zu Open Data
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat ein Dossier zum Thema Open Data und Big Data veröffentlicht. Das Dossier enthält u.a. ein Glossar der wichtigsten Begriffe rund um Open Data und einen Text zum Für und Wider der Idee, Daten öffentlich frei verfügbar und nutzbar zu machen. Das Dossier kann unter http://www.bpb.de/dialog/netzdebatte/179223/schwerpunkt-open-big-data abgerufen werden.

Titeldaten der DNB bis einschließlich Bibliographiejahrgang 2012 kostenfrei verfügbar
Seit dem 01.01.2014 stehen alle Titeldaten, deren bibliografische Verzeichnung vor dem 01.01.2013 erfolgt ist, im Format MARC 21 kostenlos und gemeinfrei (Creative Commons Zerohttp://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/) zur Nachnutzung zur Verfügung. Normdaten, Kataloganreicherungsdaten und Titeldaten der Reihe O (Online-Publikationen) sind generell kostenfrei ebenso wie Titeldaten in den Formaten DNB Casual und RDF/XML. Voraussichtlich Mitte des Jahres 2015 werden alle Daten der Deutschen Nationalbibliothek kosten- und gemeinfrei zur Verfügung stehen.

Titel- und Bestandsdaten der ZDB zur freien Nachnutzung bereitgestellt
Die Staatsbibliothek zu Berlin und die Deutsche Nationalbibliothek haben seit Mitte Mai 2014 alle bibliographischen Titeldaten und den weitaus größten Teil der Besitznachweise der ZDB unter CC0-Bedingungen (vgl. http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/) zur Nachnutzung zur Verfügung gestellt. Der Lizenzstatus wird im jeweiligen Exemplardatensatz abgebildet. Alle deutschen Verbundsysteme haben für ihre Bibliotheken der CC0-Lizenz für Titel- und Exemplardaten in der ZDB grundsätzlich zugestimmt und nur wenige Einrichtungen als Ausnahmen benannt. Bibliotheken, die keinem Verbund angehören, werden ebenfalls mit „CC0“ gekennzeichnet. Der Österreichische Bibliothekenverbund lässt eine CC0-Lizenz für seine ZDB-Exemplardaten zurzeit nicht zu.

Literaturhinweise (in Auswahl):

Schwerpunkt: Forschungsdaten. Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie 60 (2013) H.6.

„Das Thema hat viele Aspekte“, so Uwe Rosemann in seinem Editorial. „Mit der Referenzierbarkeit einer Datenentität ist die Möglichkeit der Wertung der Daten als eigenständige wissenschaftliche Leitung verbunden, aber auch ggf. die Reproduzierbarkeit von Forschungsergebnissen und damit auch deren Transparenz, Glaubwürdigkeit und Plausibilität. Weiterhin existiert die Option der Nachnutzung in anderen Forschungszusammenhängen und damit auch eine ökonomische Komponente, die in der Forschungsfinanzierung von Bedeutung werden kann.“

Hauser, Julia. „Der Linked Data Service der Deutschen Nationalbibliothek“. Dialog mit Bibliotheken 2014/1. S.38-42.

Die DNB stellt seit 2010 ihre Daten im Semantic-Web-konformen Format RDF über den Linked Data Service bereit. Sie schafft damit erstmals für Anwender und Nutzergruppen einen Zugang für die Nachnutzung ihrer Daten, der keine Kenntnisse bibliothekarischer Formate voraussetzt. Mittlerweile ist der Dienst, der anfangs als Prototyp im Rahmen von Projekten weiterentwickelt wurde, soweit gefestigt, dass RDF als gleichberechtigtes Exportformat angeboten werden kann: Der Linked Data Service hat sich vom Projekt hin zum Produkt 'gemausert'.

Neubert, Joachim. „Linked Open Data und die Bibliothekspraxis“. ZfBB 61 (2014) H.2. S.59-67.

„Um 2008 begannen Bibliotheken sich hierzulande für Linked Open Data zu interessieren. Die Semantic Web in Libraries Konferenz SWIB startete 2009 als Fachtagung für innovative Bibliothekare - mit seitdem stets steigender Beteiligung. Wenn das Thema auch inzwischen etabliert ist - ist es auch für die Praxis in Bibliotheken relevant geworden? Dieser Artikel demonstriert an Beispielen das Potential von Linked Open Data für Applikationen mit praktischem Mehrwert für BibliotheksnutzerInnen. Er geht dann auf Datensets und Services ein, die in den letzten Jahren als Bausteine für solche Applikationen verfügbar geworden sind. Und schließlich skizziert er Entwicklungen, die Linked Open Data stärker ins Zentrum der (IT-)Landschaft von Bibliotheken rücken“ (nach dem Abstract).

Deutsche Digitale Bibliothek geht in den Regelbetrieb

Mit rund acht Millionen Datensätzen haben Bund und Länder die Vollversion der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB freigeschaltet. Rund anderthalb Jahre nach dem Start der Beta-Version der Deutschen Digitalen Bibliothek, deren Kompetenznetzwerk das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) angehört, ist am 31.03.2014 in Berlin das „reguläre“ Portal präsentiert worden. Das neue Zugangsportal zu Kultur und Wissen bot anfangs Zugriff auf etwa fünf Millionen Datensätze. Sie stammten aus rund 90 Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen wie Museen, Archiven oder Bibliotheken. Mittlerweile sind etwa acht Millionen Objekte aus über 100 Institutionen darin verzeichnet. Ziel ist weiter die Eingliederung digitaler Bestände aus bis zu 30.000 Einrichtungen. Technisch wartet die überarbeite Version mit semantischen Suchmöglichkeiten auf: Die automatische Darstellung inhaltlicher Bezüge zwischen einzelnen Objekten soll unter anderem Überraschungsfunde ermöglichen. Nutzer können außerdem zwischen benachbarten Einträgen hin und her navigieren und erhalten kontextbezogen weitere Suchtreffer. Zudem werden sie auf Zusatzinformationen inner- und außerhalb der DDB verwiesen. Die neue Suchfunktion bietet relevanzbasierte Trefferlisten sowie die automatische Vervollständigung von Suchworten in Form der von kommerziellen Angeboten bekannten Vorschlagfunktion. Dazu kommen eine Zeitraumsuche sowie rollenbasierte Facetten, mit der eine Person als Urheber oder als Rolle in einem digitalisierten Buch einfacher aufgefunden werden soll. Nutzer können sich mit einem eigenen Konto auf der Plattform anmelden und erhalten so Zugriff auf einen personalisierbaren Bereich für Favoritenlisten, Anmerkungen und eigene Themenseiten. Auch können sie persönliche Suchanfragen speichern und Objekte aus der Datenbank sowie persönliche „virtuelle Sammlungen“ über soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook oder Google+ teilen. Mobile Endgeräte werden auch besser unterstützt. 26 Millionen Euro sind bereits für Infrastruktur und Betrieb in die DDB geflossen (nach: heise online vom 31.03.2014).

Virtuelle Fachbibliotheken

Alle Virtuellen Fachbibliotheken (ViFas) sind via DBIS (= Datenbank-Infosystem) unter folgendem Link zu erreichen: http://rzblx10.uni-regensburg.de/dbinfo/dbliste.php?bib_id=alle&colors=&ocolors=&lett=fs&Suchwort=virt+fachb.

Die TIB Hannover <89> hat Anfang April 2014 die von ihr betriebenen Virtuellen Fachbibliotheken (ViFas) abgeschaltet: Dies betrifft die Virtuelle Fachbibliothek Technik (ViFaTec), die Virtuelle Fachbibliothek Physik (ViFaPhys) und die Virtuelle Fachbibliothek Holzwirtschaft (ViFaHolz) sowie die von der TIB bereitgestellten Module für das Chemieportal Chem.de. Die von der TIB zwischen 2000 und 2005 aufgebauten und von der DFG geförderten Virtuellen Fachbibliotheken entsprechen aus Sicht der TIB in ihrer jetzigen Form nicht mehr dem Informationsbedürfnis der Nutzer und dem Stand der aktuellen informationswissenschaftlichen Diskussion. Die TIB hat sich aus diesem Grund entschieden, die ViFas ab April 2014 nicht mehr als eigenständige Angebote weiter zu betreiben. Inhalte der Virtuellen Fachbibliotheken finden die Nutzer nach der Abschaltung an anderer Stelle: Angebote wie „Find an expert“, wichtige Datenbanken und aktuelle Quellen sind in das Datenbank-Infosystem (DBIS) beziehungsweise in LOTSE (Library Online Tour and Self Paced Education), den Wegweiser zur Literatursuche und zum wissenschaftlichen Arbeiten, überführt worden. Insbesondere die ViFaTec und die ViFaPhys haben GetInfo (http://www.getinfo.de), das Portal für Technik und Naturwissenschaften der TIB, als Suchsystem genutzt. Die übergreifende und fachspezifische Suche in Fachdatenbanken und Katalogen für die TIB-Fachgebiete Technik sowie Architektur, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik bleiben über GetInfo erhalten. Die URLs von ViFaTec, ViFaPhys und ViFaHolz werden künftig auf GetInfo weitergeleitet. Unter „Informationsdienste“ wird in GetInfo nicht mehr auf diese ViFas verlinkt, sondern auf den jeweiligen Fachausschnitt in LOTSE. Die TIB wird sich weiterhin als Kooperationspartner der Virtuellen Fachbibliothek Mathematik (vifamath) engagieren, die von der SUB Göttingen <7> betrieben wird.

Aus dem Bibliotheksservice-Zentrum (BSZ)

SWB-Verbundsystem
Die Datenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/) enthielt Ende April 2014 rund 63,1 Mio. Bestandsnachweise und 19,7 Mio. Titelnachweise.

Im März 2014 wurden weitere Digitalisataufnahmen der an der Pilotphase des VD18-Projektes beteiligten Bibliotheken in die SWB-Datenbank übernommen. Zusätzlich zu den bereits im Dezember 2012 eingespielten 43.500 Aufnahmen wurden weitere circa 14.000 Titelsätze aus der GBV-Datenbank und erstmals circa 27.000 Titelsätze aus der Datenbank des BVB selektiert, konvertiert und eingespielt. Damit sind nun zusammen mit den Digitalisataufnahmen der SWB-Pilotbibliothek SLUB Dresden circa 110.000 Sätze aus dem VD18-Projekt in der SWB-Datenbank vorhanden. In der nächsten Zeit werden die Sätze maschinell mit einem LFER-Lokalsatz (lizenzfreie elektronische Ressourcen) ergänzt. Dieser ermöglicht die Bereitstellung der Daten und eine Nachnutzung in den Lokalsystemen.

Neben fachbezogenen Ausschnitten aus der SWB-Datenbank (Fachkataloge Zeitgenössische Kunst und Technikgeschichte der SLUB Dresden, Kommunikations- und Medienwissenschaft / Publizistik und Orientwissenschaft der UB Leipzig,) und den Regionalbibliographien (Sächsische Bibliographie Online, Saarländische Bibliographie, Euregio-Bodensee-Datenbank) gibt es weitere spezielle Ausschnitte wie zum Beispiel die Bach-Bibliographie des Bach-Archivs Leipzig (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.355/). Die Online-Bibliographie verzeichnet das Internationale Bach-Schrifttum und basiert auf den Daten des Bestandskatalogs der Bibliothek des Bach-Archivs und den Daten der internetbasierten Bach-Bibliography von Yo Tomita (Queens University Belfast). Seit 2012 wird die Bach-Bibliography vom Bach-Archiv Leipzig in enger Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Yo Tomita betreut und laufend erweitert. Die Fachbibliographie verzeichnet selbständige und unselbständige Schriften und enthält derzeit 65.000 Titel (Stand: März 2014). Aufgenommen werden Monographien, Zeitschriftenaufsätze, Rezensionen, elektronische Publikationen und zusätzlich Musikalien. Ergänzt wird die Bach-Bibliographie durch das Portal Bach digital (http://www.bachdigital.de/), das vom Bach-Archiv, der Universität Leipzig, der SLUB Dresden und der Staatsbibliothek zu Berlin gemeinsam betreut wird und Scans von Werken Bachs und handschriftliche Quellen der Bach-Familie präsentiert.

MARE (Museen, Archive, Repositorien)
Die bislang vollständigste Sammlung historischer Zeitschriften der Bodenseeregion wurde durch ein Digitalisierungsprojekt frei zugänglich gemacht: Der Verein der Bibliotheken der Regio Bodensee schuf eine digitale Bibliothek der historischen Zeitschriften des Bodenseeraums. Rund 350.000 Seiten an historischen und naturwissenschaftlichen Zeitschriften wurden von der ersten Ausgabe bis zur Gegenwart digitalisiert und im Volltext auf der digitalen Plattform des Bibliotheksservice-Zentrums Baden-Württemberg (BSZ) zur Verfügung gestellt. Die Digitalisierung der Zeitschriften erfolgte im Rahmen des INTERREG IV-Projektes Kulturelles Erbe der Regio Bodensee online. Die deutschsprachigen Zeitschriften gehen bis auf das 18. Jahrhundert zurück und sind in Baden-Württemberg, Bayern, Vorarlberg sowie in den Schweizer Kantonen Appenzell-Innerrhoden, Schaffhausen, St. Gallen und Thurgau erschienen. Die digitale Bibliothek ermöglicht es, die Bestände von rund um den See verstreuten Bibliotheksstandorten virtuell zusammenzuführen. Die virtuelle Bibliothek verschafft damit insbesondere der historischen Bodenseeforschung neue Potentiale. Die digitalisierten Texte sind im Volltext recherchierbar, was eine zeitschriftenübergreifende Suche nach Stichworten - zum Beispiel Orte, Personen oder Flurnamen - möglich macht und bislang unentdeckte Querverbindungen aufzeigt. Die digitale Bibliothek wird vom Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg betreut und ist unter http://www.bodenseebibliotheken.de/zeitschriften.html frei verfügbar.

Das Repositorium der Hochschule für Technik und Wirtschaft Aalen wurde vom BSZ erfolgreich von der Software Opus3 auf die Software Opus4 migriert. Das Repositorium ist unter http://opus-htw-aalen.bsz-bw.de/home erreichbar.

Auf der Grundlage der vom Institut für angewandte Kindermedienforschung (IfaK) an der Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart betreuten musealen Sammlung KinderMedienWelten (http://www.kindermedienwelten.de/) ist das Online-Spiel „Mexii und die verlorene Zukunft“ entstanden. Mit dem Online-Spiel begibt sich der Spieler auf eine Zeitreise durch die Kinderzimmer verschiedener Epochen des 20. Jahrhunderts zu den Kindermedien und Spielzeugen der jeweiligen Zeit. Die Grundlage des Spiels, die mehr als 4.000 Exponate umfassende Sammlung KinderMedienWelten, kann virtuell unter http://www.bsz-bw.de/hdm-web/Kindermedien/startseite.htm besichtigt werden. Sie wurde von Prof. Dr. Manfred Nagl aufgebaut und vom Institut für angewandte Kindermedienforschung (IfaK) erschlossen, das die Sammlung aktuell betreut. Die Kindermedien aus dem letzten Jahrhundert finden sich im Spiel in vier Kinderzimmern aus der Zeit zwischen 1920 und 1999 wieder. Darunter sind z. B. Grammophone und Schellackplatten, Laterna magicas und Stereoskope, View-Master, Groschenhefte oder Kofferplattenspieler. Das BSZ unterstützt das Projekt durch Hosting des Online-Spiels, Umsetzung des Digitalen Katalogs der KinderMedienWelten sowie Bereitstellung der Datenbanken und Beratung in Fragen der Museumsdokumentation im Rahmen von MusIS.

Digitale Angebote und Internet-Portale von SWB-Bibliotheken

Baden-Württembergs Bibliotheken entscheiden sich für CC-Lizenz
Baden-Württembergs wissenschaftliche Bibliotheken sind überein gekommen, ihre Digitalisate künftig unter eine Creative Commons Lizenz zu stellen. Konkret wurde die Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0-Lizenz in deutscher Übertragung ausgewählt (CC-BY-SA 3.0 DE). Diese Lizenz besagt, dass die lizensierten Inhalte frei genutzt werden dürfen, wenn die Urheber benannt sind und die Inhalte unter gleichen Lizenzbedingungen weiter gegeben werden. Die Bedingungen der CC-BY-SA-Lizenz sind nachzulesen unter https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/.

SLUB Dresden: Stand der Digitalisierung
Die SLUB Dresden <14> hat 2007 mit der Massendigitalisierung begonnen; das Dresdner Digitalisierungszentrum sich in dieser Zeit zu einem der führenden in Deutschland entwickelt. Fast drei Millionen Seiten konnten allein im vergangenen Jahr eingescannt werden. Einige Schwerpunkte 2013 waren Drucke des 17. Jahrhunderts, Aufführungsmaterial der sächsischen Oper zwischen 1765 und 1900 und Bücher zur sächsischen Geschichte. Ein herausragendes Merkmal der Digitalen Sammlungen der SLUB ist die breite Medienvielfalt. Neben den gedruckten Materialen sind das beispielsweise in der Bilddatenbank historische Fotografien und in der digitalen Mediathek Videoclips und Audiofiles, zu denen durch das Projekt "Archiv der Stimmen" noch viele weitere hinzukommen werden. Bald werden auch historische Zeitungen das Angebot bereichern, denn im DFG-geförderten Pilotprojekt zur Digitalisierung historischer Zeitungen ist die SLUB eine von fünf Pilotbibliotheken.

SLUB Dresden präsentiert mehr als 22.000 Karten im Kartenforum
Die SLUB Dresden <14> stellt in ihrem Kartenforum (http://kartenforum.deutschefotothek.de) derzeit 22.222 Karten und topographische Ansichten online zur Verfügung. Was in Vorbereitung des 800jährigen Stadtjubiläums von Dresden 2006 mit der Digitalisierung von 100 Karten und Ansichten von Dresden aus dem 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert seinen Anfang nahm, hat in der Folgezeit eine rasante Fortsetzung erlebt (nach: BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 7. 2014. Nr. 1. S.66).

SLUB Dresden digitalisiert Uhrmacherzeitschriften
Mit den Deutschen Uhrmacherzeitschriften werden sukzessive seltene Periodika zur Uhrmacherei ab dem Jahr 1876 frei im Internet verfügbar gemacht. Es handelt sich um insgesamt sechs Zeitschriftenreihen aus der Bibliothek des Mathematisch-Physikalischen Salons der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Bibliothek der Stiftung Deutsches Uhrenmuseum Glashütte. Sie werden durch die SLUB Dresden digitalisiert und in Kooperation mit den beiden Partnern auf Artikelebene erschlossen.

World Digital Library wächst kontinuierlich
In der World Digital Library (http://www.wdl.org) sind 10.244 Objekte nachgewiesen (Stand: 12.05.2014). Die WDL ist ein gemeinschaftliches Digitalisierungsprojekt unter der Federführung der Library of Congress (LoC). Enthalten sind u. a. Manuskripte, Landkarten, Atlanten, Bücher, Drucke, Fotografien, Filme, Tonaufnahmen und andere kulturelle Objekte. Der gesamte Inhalt stammt von 102 unterschiedlichen Einrichtungen aus insgesamt 46 Ländern weltweit. Aus Europa haben u. a. die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, die Nationalbibliotheken Russlands, der Ukraine, Weißrusslands, Dänemarks und Schwedens sowie Forschungsbibliotheken in Italien, der Schweiz und anderen Ländern Europas kulturelle Objekte eingebracht.

DVA Freiburg wird in die Universität integriert
Das Deutsche Volksliedarchiv (DVA) in Freiburg, dessen Bibliothek SWB-Teilnehmer ist <Frei 99>, wird als universitäre Forschungs- und Dokumentationseinrichtung für populäre Kultur und Musik in die Universität Freiburg integriert. Das Land Baden-Württemberg und die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg haben eine entsprechende Zielvereinbarung geschlossen. Die rund 70.000 Bände umfassende Bibliothek beinhaltet Arbeiten, schriftliche Quellen und Tonmaterial zum deutsch- und fremdsprachigen Volkslied sowie kulturgeschichtliche Fachliteratur. Tonträger und Material zur Arbeiterliedkultur und zum Musical an deutschsprachigen Theatern (Deutsches Musicalarchiv) sowie Sammlungen und Nachlässe von Einzelpersonen und Institutionen runden den Bestand ab. Das DVA hat u. a. das Historisch-Kritische Liederlexikon (http://www.liederlexikon.de/) und das Songlexikon (http://www.songlexikon.de/) im Internet veröffentlicht.

Verzeichnis der deutschsprachigen Liedflugschriften
Die Staatsbibliothek zu Berlin <1a> und das Deutsche Volksliedarchiv – Forschungseinrichtung des Landes Baden-Württemberg zu populärer Kultur und Musik in Freiburg i.Br. werden bis 2015 ihre Sammlungen deutschsprachiger Liedflugschriften des 16. bis 20. Jahrhunderts inhaltlich erschließen, digitalisieren und im Internet präsentieren. Als Kooperationspartner beteiligt ist darüber hinaus das Österreichische Volksliedwerk Wien (eine Sondersammlung der Österreichischen Nationalbibliothek), das die Daten der dort bereits erschlossenen und digitalisierten Liedflugschriften zusätzlich zur Verfügung stellt. Damit umfasst das neu entstehende Verzeichnis der deutschsprachigen Liedflugschriften digital (http://staatsbibliothek-berlin.de/die-staatsbibliothek/abteilungen/historische-drucke/projekte/vd-lied-digital/) über 15.000 Flugschriften, die circa 33.000 Lieder enthalten. Die DFG fördert das Kooperationsprojekt seit 2013. Die Liedflugschriften-Sammlungen in Berlin, Freiburg und Wien werden aufgrund ihrer sich ergänzenden chronologischen und regionalen Schwerpunkte zu einem virtuellen Gesamtbestand zusammengeführt.

UB Heidelberg macht Drucke des 17. und 18. Jahrhunderts zugänglich
Seit Anfang April 2014 sind in HEIDI (http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/kataloge/heidi.html) nicht nur die von der UB Heidelberg <16> digitalisierten historischen Drucke nachgewiesen. In die HEIDI-Suche integriert wurden die Katalogisate zu circa 93.000 digitalisierten Drucken des 17. und 18. Jahrhundert aus dem deutschsprachigen Raum, die in anderen Altbestandsbibliotheken in ganz Deutschland digitalisiert und im Open Access bereitgestellt wurden. Die Nachweise in HEIDI werden in regelmäßigen Abständen aktualisiert und erweitert. Ebenfalls vorgesehen ist der Nachweis von digitalisierten Drucken des 16. Jahrhunderts. Die Digitalisierung erfolgt im Zusammenhang der von der DFG unterstützten nationalen Projekte Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts (VD 17) und Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 18. Jahrhunderts (VD 18). Nachdem im VD17 ein großer Teil des typografisch gedruckten deutschen Kulturguts des 17. Jahrhunderts in einer Datenbank katalogisiert worden ist, soll in einem zweiten Schritt dieses Kulturgut digital zugänglich gemacht werden. Innerhalb der nächsten sechs bis zehn Jahre soll ein Großteil der momentan circa 282.500 im VD 17 nachgewiesenen Titel digitalisiert werden. Das VD 18 ist die retrospektive Nationalbibliographie für Druckwerke des Erscheinungszeitraums 1701-1800. Neben der bibliographischen Verzeichnung der Drucke stehen hier von Anfang an die Digitalisierung sowie die Tiefenerschließung im Vordergrund.

UB Heidelberg erarbeitet Bibliographie zum Thema Fälschung
Seit kurzem steht als eines der ersten im Rahmen des neuen FID-Programms entwickelten Angebote eine von der UB Heidelberg gemeinsam mit Kunstwissenschaftlern erarbeitete Forschungsbibliographie mit Literatur zum Thema „Fälschung“ erstmals online zur Verfügung. Das neue Rechercheinstrument mit moderner Suchmaschinentechnologie ist Teil eines Themenportals zum Thema Kunstfälschung in arthistoricum.net (http://www.arthistoricum.net/) unter dem Titel FAKE. Das Phänomen der Fälschung (in) der Kunstgeschichte.

Jahrbuch des RGZM erscheint als Open-Access-Publikation / Denkmalpflege in Baden-Württemberg wird auf Server der UB Heidelberg verlagert
Das Jahrbuch des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM) in Mainz ist eine jährlich erscheinende archäologische Fachzeitschrift des RGZM. 1953 gegründet, wird das Jahrbuch mit einer Druckauflage von etwa 900 Exemplaren im hauseigenen Verlag produziert. Ein Jahrgang umfasst in der Regel zwei Bände sowie den Jahresbericht über die Tätigkeit des RGZM. Aufgenommen werden umfangreichere, grundlegende archäologische Beiträge zu den Forschungsschwerpunkten des Institutes. Alle Zeitschriftenbeiträge erhalten einen digitalen Objektbezeichner, der das Zitieren und Verlinken der Artikel vereinfacht. Das Hosting für das Jahrbuch online übernimmt die Universitätsbibliothek Heidelberg, die Kooperationspartner in diesem Projekt ist und die Langzeitarchivierung der Beiträge garantiert. Das Jahrbuch wird auch weiterhin als Printausgabe erscheinen. Eine Qualitätssicherung durch ein Peer-Review-Verfahren wird angestrebt (Links - Jahrbuch online: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/ojs/index.php/jahrb-rgzm und Verlagsseite des RGZM: http://web.rgzm.de/publikationen.html). - Die Zeitschrift „Denkmalpflege in Baden-Württemberg – Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege”, die seit mehr als 50 Jahren über Denkmale und Denkmalpflege im Land berichtet, wird auf einen Server der UB Heidelberg verlagert, um die Langzeitarchivierung, Zitierfähigkeit auf Aufsatzebene sowie die digitale Suche zu gewährleisten. Jeder Jahrgang umfasst vier Hefte mit bis zu 260 Seiten und zahlreichen Abbildungen. Seit 2013 stehen alle Hefte rückwirkend bis zum Jahrgang 1972 auch digital auf der Internetseite der Landesdenkmalpflege zur Verfügung (http://www.denkmalpflege-bw.de/). Aktuell stehen bereits die Jahrgänge 1989 bis 2014 in Heidelberg bereit. In den nächsten Monaten sollen nicht nur die Jahrgänge bis 1972 ergänzt, sondern auch rückwärts bis 1958 retrodigitalisiert und kostenfrei auf dem Heidelberger Server zur Verfügung gestellt werden. Das Projekt steht im Kontext des Heidelberger Arbeitsschwerpunkts “Elektronisches Publizieren im Open Acccess” innerhalb des von der DFG geförderten Fachinformationsdienstes Kunst. Zusammengeführt werden die Angebote unter “Publizieren” in arthistoricum.net (http://www.arthistoricum.net/).

Neue Ausgabe von Perspektive Bibliothek erschienen
Auf dem Server der UB Heidelberg ist die neue Ausgabe der Open Access-Zeitschrift der Münchner Bibliotheksreferendare Perspektive Bibliothek 2014/1 erschienen (http://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/bibliothek/issue/view/1562). Ein Aufsatz ist von ganz besonderem Interesse: Doris Haberl beschreibt den Einzug der Computertechnik in das wissenschaftliche Bibliothekswesen am Beispiel der baden-württembergischen Universitätsbibliotheken Konstanz und Ulm.

Aktuelle Ausgabe von Masala, dem Newsletter zum SSG Südasien
In der neuen Ausgabe des Newsletters Masala Jg. 9. 2014. Nr. 2 der Virtuellen Fachbibliothek Südasien Savifa (http://www.savifa.uni-hd.de/) informiert die Bibliothek des Südasien-Instituts <16/77> in Heidelberg wieder über Ausstellungen, Vorträge, Konferenzen, Neuigkeiten und Neuerwerbungen aus dem Sondersammelgebiet Südasien und der Virtuellen Fachbibliothek. Schwerpunktthema des aktuellen Newsletters ist der Film in Südasien.

Kleist-Archiv Sembdner in Heilbronn veröffentlicht Kleist-Bibliographie
Auf den Seiten des Kleist-Archivs Sembdner veröffentlicht Günter Emig kontinuierlich seine Kleist-Bibliographie (http://www.kleist.org/index.php/kleist-bibliographie). Nachgewiesen ist die Kleist-Literatur seit 1821.

Hohenheimer Holzbibliothek digitalisiert
Die Universität Hohenheim hat ihre über 200 Jahre Holzbibliothek (Xylothek) digitalisiert. Die Hohenheimer Holzbibliothek besteht aus zwei Serien: Eine 44 Bände umfassende ältere und eine neuere Serie mit 145 Bänden. Beide Serien stammen aus der Zeit um 1800, sind aber offenbar in verschiedenen Werkstätten gefertigt worden. Die Xylothek kann unter http://uhoh.de/xylothek online eingesehen werden.

BLB digitalisiert Bibliographie der badischen Geschichte
Die Badische Landesbibliothek Karlsruhe <31> hat die Bibliographie der badischen Geschichte digitalisiert. Die Bibliographie, die vielleicht sogar unter dem Namen Lautenschlager/Schulz bekannter ist, verzeichnet mehrere Tausend Literaturhinweise über Baden, die vor 1972 erschienen sind und vom früheren Direktor der Karlsruher Landesbibliothek Friedrich Lautenschlager und dem Bibliothekar Werner Schulz zusammengetragen wurden.

VDB-Regionalverband Südwest: Jahresversammlung in der BLB Karlsruhe
Die Materialien der Jahresversammlung des VDB-Regionalverbandes Südwest am 04.04.2014 an der BLB Karlsruhe (Präsentationsfolien, Fotos sowie ein ausführlicher Bericht über die Veranstaltung von Ludger Syré) stehen auf der Veranstaltungsseite zum Abruf bereit (http://www.vdb-online.org/veranstaltungen/622/).

Internet Archive im KVK
Das Internet Archive (https://archive.org/index.php) mit der Wayback-Machine ist jetzt vom KVK (http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/kvk.html) in sein Angebot aufgenommen worden. Laut Eigenwerbung ist es mit der Wayback-Machine möglich, auf circa 410 Milliarden Websites, die im Internet Archive gespeichert wurden, zuzugreifen. Die Zahl der über den KVK abfragbaren Nachweissysteme beläuft sich derzeit auf 69.

Erste historische Publikationen in der Statistischen Bibliothek
Seit April 2014 sind in der Statistischen Bibliothek (https://www.destatis.de/GPStatistik/content/below/index.xml), dem gemeinsamen Publikationsserver der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, die seit 1963 erschienenen Kreiskurzbeschreibungen für die alten Stadt- und Landkreise Baden-Württembergs online und kostenfrei verfügbar (im Suchfeld „Schnellsuche“ „Stadt- und Landkreise“ eingeben). Die Stadt- und Landkreise entsprechen dem Verwaltungszuschnitt vor der Kreis- und Gemeindereform in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Jedes Heft enthält knappe textliche Beiträge mit Zahlenübersichten zu den wichtigsten Fachgebieten. Eine geschichtliche Einleitung sowie geographische Angaben sind vorangestellt. Ein Beitrag über die kulturellen Besonderheiten des jeweiligen Kreises und am Ende eine Zusammenfassung mit Ausblick ergänzen die angebotene Gesamtschau. Diese Veröffentlichungsreihe wurde damals in großer Stückzahl publiziert und als Beilage mit dem Staatsanzeiger Baden-Württemberg an alle Abonnenten verteilt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, in der Statistischen Bibliothek auf 278 verschiedene Serien des Statistischen Landesamtes Baden-Württembergs zuzugreifen. Es handelt sich hauptsächlich um die seit 2004 veröffentlichten Statistischen Berichte mit Daten aus den verschiedenen Themenbereichen der amtlichen Statistik, die im PDF-Format vorliegen.

aDIS in der Fernleihe
Sibylle Baur, die Leiterin der Fernleihstelle der WLB Stuttgart <24>, beschreibt in einem Text, der in der Zeitschrift WLBforum erschienen ist, die wichtigsten Änderungen, die seit der Einführung von aDIS Gültigkeit haben. In aDIS gibt es seitdem zwei verschiedene Konten pro Bibliothek. Die passive Fernleihe greift auf das Konto aus dem Bereich Körperschaften zurück, ein Modul, das vorwiegend in der Medienbearbeitung zur Verwaltung von Lieferanten verwendet wird. Bei der aktiven Fernleihe werden Bibliotheken weiterhin als Benutzer geführt (S. Baur. „Die Fernleihe in aDIS/BMS“. WLBforum 16. 2014. H.1. S.11-12).

WLB Stuttgart informiert über Missionsbibeln
Ein besonders interessanter Teil der umfassenden Bibelsammlung der Württembergischen Landesbibliothek <24> in Stuttgart betrifft Ausgaben in außereuropäischen Sprachen. Die meisten davon beruhen auf Übersetzungen von Missionaren, die gerade als Sprachforscher bleibende Leistungen erbracht haben. Häufig sind Bibelausgaben die ersten gedruckten Bücher überhaupt in der betreffenden Sprache und werden von Grammatiken, Wörterbüchern u.s.w. begleitet. Die älteste noch erhaltene Missionsbibel und das älteste gedruckte Buch in einer asiatischen Sprache ist ein malaiisches Matthäusevangelium von 1629. Eine Übersicht zur Geschichte der frühen Missionsbibeln ist seit Kurzem auf der Website der WLB frei verfügbar (http://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/bibeln/bestand/missionsbibeln/). Dort sind Informationen zu den wichtigsten Ausgaben, zu Missions- und Bibelgesellschaften sowie zu den Übersetzern zu finden.

WLB Stuttgart zeigt Erstausgaben aus der Sammlung Borst
Die WLB Stuttgart zeigt alljährlich unter dem Motto „Bücher, die die große und die kleine Welt bewegten“ Erstausgaben aus der Sammlung Borst, die vor 250, 200 bzw. 150 Jahren erschienen sind. Die Beschreibung der Exponate ist abrufbar unter http://www.wlb-stuttgart.de/die-wlb/kulturprogramm/ausstellungen/buecher-die-die-grosse-und-die-kleine-welt-bewegten/. Dort finden sich Andeutungen zum Zeitkontext der Jahre 1764, 1814 und 1864.

Wasserzeichen aus Tübinger Handschriften
Aus dem DFG-Projekt der Katalogisierung der Handschriften (Signaturengruppe Mc) der UB Tübingen <21> konnten die damals angefertigten und noch vorhandenen Durchzeichnungen der Wasserzeichen im vergangenen Jahr in ein Folgeprojekt bei der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart eingebracht, gescannt und in das Wasserzeichen-Informationssystem (http://www.wasserzeichen-online.de) aufgenommen werden. Die Tübinger Wasserzeichen sind nun dort z. B. über die Institutionensuche auffindbar. Die Wasserzeichen sind ein wichtiges Merkmal bei der Datierung von Handschriften.

UB Tübingen erschließt Kolleg- und Vorlesungsnachschriften
Die UB Tübingen hat im Rahmen eines Projektes der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg ihren Bestand an Kolleg- und Vorlesungsnachschriften (Mh II) und des Universitätsarchivs (S 100) erschlossen. Beide Sammlungen beinhalten handschriftliche Aufzeichnungen des 18. bis 20. Jahrhunderts über den akademischen Unterricht an der Universität Tübingen und bilden daher eine thematisch wertvolle Zusammenstellung zur Geschichte des universitären Lehrangebots, des akademischen Lehr- und Lernalltags und zur Wissenschaftsgeschichte. Vertreten sind alle Fachgebiete von der Anatomie bis zur Zoologie; einen Schwerpunkt bilden jedoch Jura und Theologie. Die Kolleg- und Vorlesungsnachschriften können im Tübinger Handschriftenkatalog recherchiert werden (http://www.inka.uni-tuebingen.de/hand.php) (nach: ub info 2014/4).

SWB-Online-Fernleihe und verbundübergreifende Fernleihe

SWB-Online-Fernleihe

Teilnehmerstand

Derzeit (Stand: 16.05.2014) nehmen insgesamt 305 (Teil-)Bibliotheken an der SWB-Online-Fernleihe teil (109 gebend und nehmend, 196 nur nehmend). Neu hinzugekommen sind die Mediathek Bad Friedrichshall <1007>, Stadtbücherei Balingen <2007>, Bibliothek der Evangelischen Akademie Bad Boll <Bol 1>, Otto-Rombach-Bücherei Bietigheim-Bissingen <1893>, Stadtbibliothek Böblingen <2074>, Bücherei Denkendorf <2038>, Stadtbücherei Donzdorf <2105>, Stadtbücherei Esslingen am Neckar <2062>, Stadtbücherei Gerlingen <2117>, Stadtbibliothek Göppingen <1079>, Stadtbücherei Gundelsheim <2078>, Stadtbibliothek Heubach <2072>, Stadtbücherei Horb a. N. <2005>, Stadtbücherei Künzelsau <2027>, Stadtbücherei Lorch <2118>, Ortsbücherei Magstadt <2082>, Stadtbücherei Oberndorf a.N. <2096>, Bücherei Pleidelsheim <2073>, Gemeindebücherei Rot am See <2081>, Stadtbücherei Sachsenheim <2054>, Stadtbücherei Vaihingen <2035>, Stadtbücherei Waiblingen <1819> (alle nur nehmend).

Die Liste der an der SWB-Online-Fernleihe teilnehmenden Bibliotheken steht unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken zum Abruf bereit.


Neuzulassungen zum Leihverkehr in der Südwest-Region

Das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) hat folgende Bibliotheken zum überregionalen Leihverkehr der deutschen Bibliotheken zugelassen:

Stadtbücherei Besigheim <2108>, Auf dem Kies 29, 74354 Besigheim

Öffentliche Bücherei Creglingen <2124>, Im Romschlössle, 97993 Creglingen

Stadtbücherei Donzdorf <2105>, Hauptstraße 44, 73072 Donzdorf

Stadtbücherei Gerlingen <2117>, Schulstraße 13, 70839 Gerlingen

Stadtbibliothek Herrenberg <2119>, Tübinger Straße 36, 71083 Herrenberg

Stadtbücherei Horb a. N. <2005>, Marktplatz 4, 72160 Horb a. N.

Bücherei Köngen <2128>, Kiesweg 5, 73257 Köngen

Stadtbücherei Lorch <2118>, Schulplatz 3, 73547 Lorch

Ortsbücherei Magstadt <2082>, Marienstraße 7 (Eingang Schillerstraße), 71106 Magstadt

Städtische Mediothek Niederstetten <2019>, Hauptstraße 52/1, 97996 Niederstetten

Stadtbücherei Oberndorf a. N. <2096>, Klosterstraße 14, 78727 Oberndorf a. N.

Stadtarchiv Rottweil <2123>, Engelgasse 13, 78628 Rottweil

Mediothek Tauberbischofsheim <1000>, Blumenstraße 5, 97941 Tauberbischofsheim

Stadtbücherei Vaihingen <2035>, Marktgasse 6, 71665 Vaihingen an der Enz

Die Leihverkehrsliste für die Südwest-Region ist im BSZ-Fernleih-Wiki unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken:baden-wuerttemberg zugänglich.


Neuzulassung zum Leihverkehr in Sachsen

Hochschule für Telekommunikation Leipzig, HfTL Trägergesellschaft mbH, Bibliothek <L 226>, Gustav-Freytag-Straße 43-45, 04277 Leipzig


Protokoll des Anwendertreffens Fernleihe vom 23.01.2014 veröffentlicht

Das Protokoll des letzten Anwendertreffens Fernleihe wurde im BSZ-Fernleih-Wiki veröffentlicht und ist an der üblichen Stelle verlinkt (https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:info-bibliotheken:anwendertreffen:protokolle).


WLB Stuttgart schult ehemalige Landespostbibliotheken

Die Württembergische Landesbibliothek hat am 07.04.2014 eine Schulung zur SWB-Online-Fernleihe für die (ehemaligen) Landespostbibliotheken durchgeführt. Insgesamt 78 Personen haben an der Schulung teilgenommen.


Verbundübergreifende Fernleihe

Die Vorträge, die auf dem Erfahrungsaustausch „Überregionaler Leihverkehr“ am 29.10.2013 in München gehalten wurden, sind in das BSZ-Fernleih-Wiki eingestellt worden (https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:info-bibliothe-ken:erfahrungsaustausch:protokolle).

Das Protokoll der Sitzung der (überregionalen) AG Leihverkehr vom 11.12.2013 in Göttingen steht im GBV-Verbund-Wiki zum Abruf bereit (http://www.gbv.de/wikis/cls/AG_Leihverkehr_der_Arbeitsgemeinschaft_der_Verbundsysteme - „Protokolle“).


Internationale Fernleihe

British Library informiert über Document Supply Services
Die British Library informiert aktuell über ihren internationalen Lieferservice: Auf der Seite http://www.bl.uk/reshelp/atyourdesk/docsupply/productsservices/index.html stellt die BL Infos bereit, die über den Publisher Digitisation Service, den Loan Service, über die Lieferung von Reprints, den Dienst EThOS (= Electronic Theses Online Service), den Higher Education Scanning Service und ihre Lizenzbedingungen Auskunft geben.

OCLC gibt Hinweise zur Migration auf WorldShare ILL
Auf WorldShare ILL Migration: Start Here stellt OCLC WorldCat eine Anleitung bereit, wie Bibliotheken von WorldCat Resource Sharing auf WorldShare ILL migrieren können. Bestellungen über den Dienst WorldCat Resource Sharing waren nur bis zum 14.04.2014 möglich; der Dienst wurde am 19.05.2014 abgestellt. Für die Migration gibt es mehrere Möglichkeiten: Ein Online-Kurs, der die Migration vorstellt, steht unter http://www.oclc.org/support/training/portfolios/resource-sharing/worldshare-ill/courses/wsill-start-here.en.html zur Verfügung. Eine Alternative stellen drei kurze Videos dar, die von der Start Here-Seite aus erreichbar sind.


Dokumentlieferung

FIZ Karlsruhe und DeepDyve Inc. ermöglichen Ausleihe von Online-Artikeln
Das FIZ Karlsruhe — Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur und DeepDyve Inc., ein Online-Dokumenten-Verleih für wissenschaftliche Artikel aus Forschung und Lehre, haben vereinbart, den Kunden von FIZ AutoDoc das Ausleihen von wissenschaftlichen Online-Artikeln zu ermöglichen. FIZ Karlsruhe hat den Verleih von wissenschaftlichen Artikeln über DeepDyve seit März 2014 in FIZ AutoDoc als neues Feature integriert. Zusätzlich zur Bestellung von wissenschaftlichen Publikationen als Volltext-PDFs können Kunden die Artikel von DeepDyve zu günstigeren Preisen „mieten“. Die Artikel können für 30 Tage ausgeliehen werden und in dieser Zeit mehrfach über einen Browser angezeigt, jedoch nicht gedruckt oder bearbeitet werden. Dies stellt sicher, dass keine Urheberrechte verletzt werden. Der Zugang zu DeepDyve erfolgt über das normale (kostenpflichtige) FIZ AutoDoc-Login. Mit über 10 Mio. verfügbaren Artikeln aus circa 10.000 Zeitschriften, deren Qualitätssicherung nach dem Peer-Reviewing-Verfahren erfolgt, bietet DeepDyve durch seine Zusammenarbeit mit führenden akademischen Verlagshäusern wie Reed Elsevier, Springer Science+Business Media und John Wiley & Sons eine umfassende Sammlung an wissenschaftlich relevanten, ausleihbaren Dokumenten.


Neue und geänderte Adressdaten und Bibliothekssigel

<neues Sigel:> Öffentliche Bibliothek Bad Krozingen <2144>, Basler Straße 32, 79189 Bad Krozingen, Tel. (07633) 40 71 70, E-Mail bibliothek@bad-krozingen.de, URL http://www.bad-krozingen.de/seite/de/stadt/065/cc_2/Bibliothek.html ISIL DE-2144 Leihverkehrsregion: BAW

<neues Sigel:> Stadtbücherei Besigheim <2108>, Auf dem Kies 29, 74354 Besigheim, Tel. (07143) 32258, E-Mail stadtbuecherei@besigheim.de, URL http://www.besigheim.de/,Lde/start/Kultur_+Bildung+und+Freizeit/Stadtbuecherei.html ISIL DE-2108 Leihverkehrsregion: BAW

<Adressänderung:> Stadtbibliothek Bingen <1319>, Mainzer Straße 11, 55411 Bingen

<Adressänderung:> Stadtbibliothek Bremerhaven <134>, Bürgermeister-Smidt-Straße 10, 27568 Bremerhaven

<neues Sigel:> Öffentliche Bücherei Creglingen <2124>, Im Romschlössle, 97993 Creglingen, Tel. (07933) 1494, E-Mail info@buecherei-creglingen.de, URL http://www.creglingen.de, ISIL DE-2124 Leihverkehrsregion: BAW

<neues Sigel:> Stadtbücherei Donzdorf <2105>, Hauptstraße 44, 73072 Donzdorf, Tel. (07162) 9 22-706, E-Mail stadtbuecherei@donzdorf.de, URL http://www.stadtbuechereidonzdorf.de/ ISIL DE-2105 Leihverkehrsregion: BAW

<geändertes Sigel:> Zentrum für Populäre Kultur und Musik, Bibliothek <jetzt: 25/99; früher: Frei 99> in 79098 Freiburg (Das Zentrum für Populäre Kultur und Musik ist aus dem Deutschen Volksliedarchiv hervorgegangen).

<neues Sigel:> Stadtbücherei Gammertingen <2098>, Sigmaringerstraße 23, 72501 Gammertingen, Tel. (07574) 73 62, E-Mail stadtbuecherei@gammertingen.de, URL http://www.gammertingen.de/stadtinfos/einrichtungen_stadtbuecherei.html ISIL DE-2098 Leihverkehrsregion: BAW

<neues Sigel:> Stadtbücherei Gerlingen <2117>, Schulstraße 13, 70839 Gerlingen, Tel. (07156) 205455, E-Mail stadtbuecherei@gerlingen.de, URL http://www.gerlingen.de/,Lde/start/Kultur/Stadtbuecherei.html ISIL DE-2117 Leihverkehrsregion: BAW

<geänderte Anschrift:> HafenCity Universität Hamburg, Universität für Baukunst und Metropolenentwicklung, Informations- und Medienzentrum / Bibliothek <1373>, Überseeallee 16, 20457 Hamburg

<neues Sigel:> Stadtbibliothek Herrenberg <2119>, Tübinger Straße 36, 71083 Herrenberg, Tel. (07032) 948230, E-Mail stadtbibliothek@herrenberg.de, URL http://www.stadtbibliothek.herrenberg.de/, ISIL DE-2119 Leihverkehrsregion: BAW

<neues Sigel:> Umladezentrum der Leihverkehrsregion Baden-Württemberg <623> c/o Karlsruher Institut für Technologie, KIT-Bibliothek, Straße am Forum 2, 76131 Karlsruhe, Tel. (0721) 6 08-43110, E-Mail fernleihe@bibliothek.kit.edu, ISIL DE-623 Leihverkehrsregion: BAW

<neues Sigel:> Bücherei Köngen <2128>, Kiesweg 5, 73257 Köngen, Tel. (07024) 983-500, E-Mail buecherei@koengen.de, URL http://www.esslingen.bib-bw.de ISIL DE-2128 Leihverkehrsregion: BAW

<neues Sigel:> Stadtbücherei Lorch <2118>, Schulplatz 3, 73547 Lorch/Württemberg, Tel. (07172) 1899180, E-Mail info@stblorch.de, URL http://stb.stadt-lorch.de/lissy/opac000.htm ISIL DE-2118 Leihverkehrsregion: BAW

<neues Sigel:> Stadtbibliothek Mosbach <2135>, Hospitalgasse 4, 74821 Mosbach, Tel. (06261) 893938, E-Mail stadtbibliothek@mosbach.de, URL http://www.mosbach.de/stadtbibliothek ISIL DE-2135 Leihverkehrsregion: BAW

<neues Sigel:> Stadtbücherei Oberndorf a.N. <2096>, Klosterstraße 14, 78727 Oberndorf/Neckar, Tel. (07423) 77 11 70, E-Mail stadtbuecherei@oberndorf.de, URL https://wwwopac.rz-kiru.de/oberndorf/index.asp ISIL DE-2096 Leihverkehrsregion: BAW

<neues Sigel:> Landratsamt Rottweil, Stabsbereich Archiv, Kultur, Tourismus <2156>, Königstraße 36, 78628 Rottweil, Tel. (0741) 244458, E-Mail archiv-amt@landkreis-rottweil.de, URL http://www.landkreis-rottweil.de ISIL DE-2156 Leihverkehrsregion: BAW

<neues Sigel:> Stadtarchiv Rottweil <2123>, Engelgasse 13, 78628 Rottweil, Tel. (0741) 494-330, E-Mail stadtarchiv@rottweil.de, URL http://www.rottweil.de/, ISIL DE-2123 Leihverkehrsregion: BAW

<neues Sigel:> Stadtbücherei Weikersheim <2140>, Laudenbacherstraße 3, 97990 Weikersheim, Tel. (07934) 30 54, E-Mail buecherei@weikersheim.de, URL http://www.stadtbuecherei-weikersheim.de/ ISIL DE-2140 Leihverkehrsregion: BAW

<Adressänderung:> Bibliothek Witten <367>, Ruhrstraße 69, 58452 Witten


/data/wiki/data/pages/fl-team/publikationen/dialog79-html.txt · Zuletzt geändert: 23-07-2014 18:41 von FL-Team

Informationssicherheit | Datenschutz | Impressum