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Inhaltsverzeichnis

ZKBW-Dialog Nr. 77 vom 18.10.2013

14. BSZ-Kolloquium: Vorträge online

Die Vorträge des 14. BSZ-Kolloquiums, das am 19.09.2013 mit über 180 Teilnehmern aus zahlreichen Bibliotheken, Archiven und Museen an der Universität Konstanz stattfand, gaben einen unmittelbaren und intensiven Einblick in die Arbeit des BSZ. Die Vorträge des Kolloquiums stehen unter der URL http://www.bsz-bw.de/kolloquium/2013.html zur Verfügung.

Am 20.09.2013 wurde die langjährige Direktorin des BSZ, Frau Dr. Marion Mallmann-Biehler, in feierlichem Rahmen aus ihrem Amt, das sie seit der Gründung des BSZ im Jahre 1996 innehatte, in den Ruhestand verabschiedet.

SWB-Online-Fernleihe und verbundübergreifende Fernleihe

SWB-Online-Fernleihe

Teilnehmerstand

Derzeit (Stand: 09.09.2013) nehmen insgesamt 226 (Teil-)Bibliotheken an der SWB-Online-Fernleihe teil (107 gebend und nehmend, 119 nur nehmend). Neu hinzugekommen ist die Stadtbibliothek Ebersbach-Neugersdorf/Sachsen <1925> (nur nehmend).

Die Liste der an der SWB-Online-Fernleihe teilnehmenden Bibliotheken (Stand: 09.09.2013) steht unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken zum Abruf bereit.

Erweiterungen der SWB-Online-Fernleihe

Am 24.09.2013 wurden u. a. folgende Erweiterungen der SWB-Online-Fernleihe produktiv:

* Fernleihschein: Angabe der E-Mail-Adresse der nehmenden Bibliothek

* Endnutzerformular: 'Andere Auflage ja/nein' wurde konfigurierbar gemacht

* Freie Eingabe: Automatische Nachrecherche bei freien Eingaben über die Dienstoberfläche; Ersetzen der Bestelldaten durch die ermittelten Titeldaten

* Dokumentlieferungen: erneutes Verschicken des PDF (war bisher beim Status „abgeschlossen“ nicht möglich)

* Statistik: Differenzierung zwischen automatischen und händischen Negativquittierungen

* Kontaktformular für Endnutzerbenachrichtigung: Damit der Endnutzer über negativ erledigte Fernleihbestellungen informiert werden kann, ist das Kontaktformular nur lokal einsehbar.

13. Anwendertreffen Fernleihe

Das 13. Anwendertreffen Fernleihe fand am 11.07.2013 in der WLB Stuttgart statt.
Das BSZ informierte ausführlich über die Ergebnisse und Empfehlungen der (verbundübergreifenden) AG Leihverkehr vom 29.05.2013 in Göttingen. Die Sitzung der AG Leihverkehr beschäftigte sich u. a. mit folgenden Themen: - Elektronische Dokumentlieferung: Die elektronische Dokumentlieferung ist produktiv zwischen SWB, BVB, HeBIS, hbz und GBV. Der KOBV wird die verbundübergreifende elektronische Lieferung im Laufe des Jahres 2013 realisieren; - Urheberrecht: Die Daten für die Abgeltung urheberrechtlicher Entgelte in der Kopienfernleihe wurden an die VG Wort geliefert; - neue ISO-Norm zur Fernleihe; - Altbestandszertifikat: Das BSZ hat das Altbestandszertifikat überprüft. Ergebnis: In allen nehmenden Bibliotheken, die das Altbestandszertifikat unterzeichnet haben, sind die Teilnahmebedingungen noch erfüllt. Zwei Bibliotheken sind hinzugekommen; - AG Transport: Treffen finden nur noch bei Bedarf statt; überregionale Fernleihe: Die Fernleihzahlen gehen bundesweit zurück.
Das BSZ berichtete über den Stand der Dinge bei der elektronischen Lieferung von Zeitschriftenaufsätzen: Seit Mai 2013 können Aufsätze in elektronischer Form auch mit dem GBV über die Online-Fernleihe ausgetauscht werden. Damit stellen alle deutschen Verbünde (mit Ausnahme des KOBV) Aufsätze über den elektronischen Weg zur Verfügung. Wichtig dabei ist nach wie vor, dass der gelieferte Aufsatz in Papierform an den Endnutzer weitergegeben wird; die Endnutzerfernleihe ist noch nicht realisiert. Der Bibliotheksverbund Bayern (BVB) hat ein DFG-Projekt beantragt, um Bestellungen auf E-Books auf den Weg zu bringen. Das Anwendertreffen behandelte das Thema „Elektronische Ressourcen im Leihverkehr“: Seit Kurzem ist auch die Lieferung von elektronischen Zeitschriften in der Online-Fernleihe möglich: Die in der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) eingetragenen Lizenzinformationen, die über die ZDB in die SWB-Verbunddatenbank gelangen, werden dafür ausgewertet. Die gewünschten Artikel aus den elektronischen Zeitschriften werden mit dem gleichen Workflow wie die gescannten Aufsätze behandelt. Die gebende Bibliothek stellt den Artikel im Zentralen Fernleihserver im BSZ ein, die nehmende Bibliothek holt sich diesen Artikel und gibt den Artikel in gedruckter Form an den Bibliothekskunden weiter.
Um den Erwerbungsvorschlag-Assistenten EVA zu testen, suchte das BSZ Bibliotheken, die sich als Testpartner zur Verfügung stellen. EVA erlaubt es, Fernleihbestellungen als Erwerbungsvorschläge an die zuständigen Fachreferenten weiterzuleiten.
Das BSZ erstattete - wie bei jedem Anwendertreffen - einen Statusbericht zur verbundinternen und - übergreifenden Fernleihe und arbeitete gemeinsam mit den Teilnehmern die Liste von Aufgaben ab.


Vereinheitlichung der Fernleihfristen / Verlängerungsmodalitäten

Die AG Benutzungsleitungen Baden-Württemberg hat einstimmig empfohlen, dem Vorschlag des BSZ zur Vereinheitlichung von Fernleihfristen und Verlängerungsmodalitäten zu folgen.

Die Regelung lautet wie folgt:

• Der Nutzer hat eine einheitliche Leihfrist von vier Wochen. Er kann einmal aktiv verlängern.
• Die gebende Bibliothek verbucht intern sechs Wochen Leihfrist, damit der Nutzer trotz Transport- und Bearbeitungszeiten volle vier Wochen Leihfrist erhalten kann. Außerdem wird eine automatische Verlängerung von vier Wochen gewährt. Wird das Buch von Nutzern der gebenden Bibliothek vorgemerkt, ergeht ein Rückruf an die nehmende Bibliothek. Die Verlängerungsfrist verkürzt sich entsprechend oder entfällt.
Verlängerungsanträge gleichwelcher Art entfallen und werden nicht mehr bearbeitet.

Die AG der Direktorinnen und Direktoren der Universitäts- und Landesbibliotheken Baden-Württembergs (AGBibDir) hat auf ihrer Sitzung am 27.08.2013 in der WLB Stuttgart die vorgeschlagene 4+4-Regelung beschlossen. Die lokale Umsetzung soll zeitnah erfolgen.


Zeitweise geschlossene Fernleihstellen in deutschen Bibliotheken

Die Zusammenstellung „Zeitweise geschlossene Fernleihstellen in deutschen Bibliotheken“ steht im BSZ-Fernleih-Wiki unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:nachrichten:schliesszeitenliste zum Abruf bereit.


Verbundübergreifende Fernleihe

Fernleih-Anwendertreffen der wissenschaftlichen Bibliotheken

Am 29.10.2013 findet das diesjährige Fernleih-Anwendertreffen der wissenschaftlichen Bibliotheken in der Bayerischen Staatsbibliothek (Friedrich-von-Gärtner-Saal) statt. Folgende Themen stehen auf der Tagesordnung: Fernleihinformationen in der EZB: Datenmodell, Verwaltung, Schnittstellen; Kopienlieferungen aus elektronischen Zeitschriften – die bayerische Lösung; Kopienlieferungen aus elektronischen Zeitschriften – die Lösung des SWB; Fernleihe von E-Books – ein offenes Problem.

Online-Fernleihe auf E-Journals

Regina Willwerth hat in der zweiten Ausgabe 2013 von VZG Aktuell - Neues aus der Zentrale einen lesenswerten Text zum Thema „Online-Fernleihe und elektronische Zeitschriften im GBV“ zu Papier gebracht: Willwerth beschränkt sich nicht nur auf die Online-Fernleihe auf E-Journals im GBV, sondern schildert die allgemeinen Herausforderungen, die E-Journals und die in den Lizenzverträgen definierten Nutzungsmöglichkeiten für die Verbundzentralen, Fernleihgremien, Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB), ZDB, EG Datenformate usw. darstellen. Derzeit sind die Fernleihinformationen für etwa 135 National- und Konsortialpakete in der EZB erfasst. Bezogen auf Zeitschriftentitel entspricht dies circa 22.500 elektronischen Zeitschriften. Das sind knapp 18 % aller in der ZDB nachgewiesenen E-Journals. Eine Auswertung der in den Lizenzverträgen definierten Nutzungsmöglichkeiten für die Fernleihe zeigt, dass in 88 Paketen der Kopienversand zugelassen ist, in immerhin 6 Paketen die elektronische Lieferung direkt an den Endnutzer gestattet wird, in 41 Paketen die Nutzung für die Fernleihe zugelassen ist, aber die elektronische Lieferung zwischen Bibliotheken explizit untersagt wird. Am 24.06.2013 gab die EZB die neuen Funktionen zur Eingabe von Fernleihinformationen frei. Damit ist es jetzt auch den EZB-Anwenderbibliotheken möglich, auf der Grundlage der Lizenzen Fernleihinformationen für Zeitschriftenpakete oder einzelne Zeitschriftentitel in der Administration der EZB einzugeben und zu pflegen. Die Bereitstellung dieser Schnittstelle durch die EZB ist eine wesentliche Voraussetzung für die möglichst umfassende Dokumentation der Fernleihverfügbarkeit von E-Journals. Als wesentliche Ziele bei der Integration von elektronischen Zeitschriften in den Leihverkehr formuliert Willwerth: - die überregionale Verfügbarkeit dieser im „Bestand“ von Bibliotheken beständig zunehmenden Medienart, - die automatische Zusammenführung paralleler Print- und elektronischer Ausgaben von Zeitschriften im Bestellvorgang, - die Vermeidung unnötiger Fernleihbestellungen, wenn ein Nutzer Zugriff auf den elektronischen Volltext hat.


Urheberrecht – Open Access – Open Data

Urheberrecht

Bundesrat stimmt Gesetzesänderung zum Urheberrecht zu: Auf seiner letzten Sitzung vor der Bundestagswahl hat der Deutsche Bundesrat am 20.09.2013 dem Gesetz zur Nutzung verwaister und vergriffener Werke und einer weiteren Änderung des Urheberrechtsgesetzes zugestimmt. In ihren begleitenden Erklärungen hatten sowohl der Rechts- als auch der Kulturausschuss dem Bundesrat empfohlen, das Gesetz zu billigen (vgl. dazu den Text in ZKBW-Dialog Nr. 76 vom 10.07.2013: „Bundestag verabschiedet Urheberrechtsnovelle“). Zum umstrittenen Zweitverwertungsrecht gibt es einen FAQ-Check, der unter http://www.ip.mpg.de/files/pdf2/Hartmann-OA-Tage2013-HandoutZweitverwertungsrecht.pdf abrufbar ist; eine rechtswissenschaftliche Einschätzung des Max-Planck-Instituts für Immaterialgüter- und Wettbewerbsrecht vom 20.02.2013 steht unter http://www.ip.mpg.de/files/pdf2/Stellungnahme-BMJ-UrhG_2013-3-15-def1.pdf bereit. Das Aktionsbündnis "Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft" hatte den Bundesrat vor der Abstimmung aufgefordert, der vom Bundestag im Juni 2013 beschlossenen Gesetzesvorlage nicht zuzustimmen. Der Gesetzesänderung zufolge sollen Forscher künftig Artikel zwölf Monate nach Erstveröffentlichung mit Verweis auf die ursprüngliche Publikation im Internet zugänglich machen dürfen. Die Beiträge müssen „im Rahmen einer mindestens zur Hälfte mit öffentlichen Mitteln finanzierten Forschungstätigkeit entstanden“ und in einer periodisch mindestens zweimal jährlich herauskommenden Sammlung erschienen sein. Dem Bündnis gingen diese Regelungen nicht weit genug: - Das gesamte an Hochschulen beschäftigte wissenschaftliche Personal wird von der Neuregelung nicht erfasst; - Beiträge außerhalb von Zeitschriften werden nicht berücksichtigt; - die Frist, nach der das Recht in Anspruch genommen werden kann, ist mit einem Jahr viel zu lang; - das Zweitveröffentlichungsrecht gilt nur für Werke in der Autorenversion, nicht in der besser zitierbaren Verlagsversion. Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) unterstützt ebenfalls diese Forderungen.

irights.info beantwortet Fragen zum Urheberrecht: iRights.info (http://irights.info/) bezieht seit 2005 in Hintergrundberichten, Nachrichten und anderen Veröffentlichungen Stellung zu Fragen des Urheberrechts und verwandten Rechtsgebieten. Die Plattform erläutert, was erlaubt und was verboten ist, fördert die Diskussion über Gegenwart und Zukunft des Urheberrechts und die Auswirkungen des Internets auf das Alltagsleben. Für diese Arbeit wurde iRights.info unter anderem mit dem Grimme Online Award in der Kategorie Information und dem Klicksafe-Preis für Sicherheit im Internet ausgezeichnet. Fast alle Texte und Graphiken bei iRights.info stehen unter Creative-Commons-Lizenzen. Das bedeutet, dass die Inhalte kostenlos von anderen weiter verwendet werden dürfen. Mit iRights Cloud betreibt die Informationsplattform auch ein gesondertes Informationsangebot zum Thema Cloud Computing.

Creative Commons Lizenzen: Im Gespräch erläutert der Rechtsanwalt Paul Klimpel die Fallstricke und verbreitetsten Missverständnisse der Creative Commons-Lizenzen (http://pb21.de/2013/09/pb020-die-verbreitetsten-missverstaendnisse-zu-freien-lizenzen/).

Neues Leistungsschutzrecht seit 01.08.2013 in Kraft: Das seit dem 01.08.2013 gültige Leistungsschutzrecht gibt Presseverlagen das Recht, ihre „Presseerzeugnisse oder Teile hiervon zu gewerblichen Zwecken öffentlich zugänglich zu machen, es sei denn, es handelt sich um einzelne Wörter oder kleinste Textausschnitte“ (= Text-Snippets). Aber auch nach der Einführung des Leistungsschutzrechts sind Inhalte der meisten Verlagshäuser in Deutschland auf Google News zu sehen. Google hatte Ende Juni 2013 als Hauptbetroffener auf die bevorstehende Einführung mit einem sogenannten Opt-in-Verfahren reagiert. Online-Medien, deren Nachrichten auch in Zukunft von Google News verbreitet werden sollen, müssen dem Suchmaschinenbetreiber explizit ihr Einverständnis erklären. Zu den Verlagen, die weiterhin in Google News vertreten sein werden, gehören die Axel Springer AG, Hubert Burda Media und Gruner + Jahr. Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung hat – wenn auch unter Vorbehalt – ihr Einverständnis erklärt. Medien wie SPIEGEL Online, ZEIT Online und Sueddeutsche.de haben – wenig überraschend – ebenfalls der Erklärung zugestimmt. Einige Verlage haben ihre Einverständniserklärung mit einem Zusatz versehen. Darin machen sie deutlich, dass sie im Gegensatz zu Google nicht der Meinung sind, dass die Textauszüge auf Google News unter die Ausnahmebestimmungen des Leistungsschutzrechts fallen. Die Verlage halten sich die Option offen, künftig auch für die Snippets entschädigt zu werden (nach: heise online vom 31.07.2013 und dpa).

Was dürfen Lehrer vervielfältigen?: Eine neue Website des Verbandes Bildungsmedien und der Kultusministerkonferenz beantwortet auf http://www.schulbuchkopie.de ausführlich, wie und was an Schulen analog und digital kopiert werden darf. Lehrkräfte können nun 10 Prozent, maximal 20 Seiten eines Printwerkes kopieren, und bei Werken, die ab 2005 erschienen sind, in demselben Umfang einscannen. Diese Kopien und Scans können Lehrer für den eigenen Unterrichtsgebrauch nutzen. Die Scans können auch auf verschiedenen Rechnern der Lehrkraft gespeichert werden. Bei Werken, die digital angeboten werden, gelten die Lizenzbedingungen der Verlage (nach: Börsenblatt online vom 28.06.2013).

Broschüre zu Open Educational Resources (OER): Unter freien Bildungsmaterialien (= Open Educational Resources) sind u. a. einzelne Arbeitsblätter, vollständige Kurse oder auch Videomaterialien zu verstehen, wenn sie unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden. In diesem Zusammenhang stellen sich grundlegende Fragen, zum Beispiel zu geeigneten Lizenzen, zum Urheberrecht oder auch zur Qualitätssicherung: Was ist eine offene Lizenz? Sind OER wirklich kostenlos? Insgesamt 16 Fragen zum Thema Open Educational Resources beantwortet die 32 Seiten umfassende Broschüre „Was sind Open Educational Resources? Und andere häufig gestellte Fragen zu OER“, die von der Deutschen UNESCO-Kommission in Bonn herausgegeben wurde und als PDF-Download zur Verfügung steht (http://www.unesco.de/oer-faq.html). Zudem enthält sie eine Übersetzung der Pariser Erklärung zu OER, die 2012 auf dem Weltkongress der UNESCO verabschiedet wurde. Diese fordert die Mitgliedstaaten der UNESCO auf, die Erstellung von offen lizenzierten Bildungsmaterialien zu fördern.

Literaturhinweise (in Auswahl)

Kramer, Bernd. „Publizieren bei Tag und Nacht“. duzMAGAZIN 08/2013. S.39-41.

B. Kramer, Journalist aus Berlin, beschreibt die Probleme, die durch die Reform des Urheberrechts Ende Juni 2013 neu entstanden sind. Die Novelle gestattet Wissenschaftlern nur ein eingeschränktes Zweitveröffentlichungsrecht: Sie sollen ihre Beiträge, die sie in einer mindestens zweimal im Jahr erscheinenden Zeitschrift publiziert haben, nach einer Frist von zwölf Monaten frei zugänglich (Open Access) zum zweiten Mal veröffentlichen dürfen. Das gilt aber nur für Aufsätze, die im Rahmen der öffentlichen Projektförderung oder an einer institutionell geförderten außeruniversitären Forschungseinrichtung geschrieben werden. Demnach wären nach Schätzungen renommierter Wissenschaftler über zwei Drittel aller wissenschaftlichen Zeitschriftenaufsätze in Deutschland von der Möglichkeit der frei zugänglichen Zweitveröffentlichung ausgenommen. Der dbv-Vorsitzende Frank Simon-Ritz spricht in einem Interview davon, dass es inhaltlich keinen Sinn ergibt, das Zweitveröffentlichungsrecht auf Zeitschriftenaufsätze zu beschränken. Das Recht sollte unbedingt auch auf Beiträge in Sammelbänden oder Kongresspublikationen ausgeweitet werden. Außerdem sollte es schon nach sechs, nicht erst nach zwölf Monaten gelten. Und – last but not least - : Autoren sollten ihre Beiträge im gleichen Format frei veröffentlichen dürfen, da es in der Wissenschaft nicht zuletzt um das korrekte Zitieren geht (, was nur bei Formatgleichheit korrekt möglich ist).

Upmeier, Arne. „Bibliotheken auf der Tagesordnung – und im Abschlussbericht: Enquete-Kommission 'Internet und digitale Gesellschaft' berücksichtigt Anliegen der Bibliothekare / Rückenwind jetzt nutzen!“ Buch und Bibliothek 65 (2013) H.7-8. S.485-487.

Die Enquete-Kommission 'Internet und digitale Gesellschaft' hat ihre Arbeit Ende April 2013 abgeschlossen. Der Abschlussbericht liegt vor, eine Liste der Papiere, die den Abschlussbericht bilden, ist im Internet abrufbar (http://www.bundestag.de/internetenquete/). Ausgedruckt handelt es sich um über 2.000 Seiten Papier, die von der Kommission in den letzten Jahren produziert worden ist. Arne Upmeier (UB der TU Ilmenau) 'scant' den Abschlussbericht unter dem Gesichtspunkt, an welchen Stellen und in welchen Zusammenhängen sich Aussagen zu bibliothekarischen Themen finden. Sein Fazit lautet, „dass Bibliotheken durch die Enquete-Kommission einigen Rückenwind bekommen haben“.

Open Access

Rund 50 % aller wissenschaftlichen Artikel frei zugänglich: Laut einer von der EU-Kommission finanzierten Studie (http://www.science-metrix.com/pdf/SM_EC_OA_Availability_2004-2011.pdf) ist etwa die Hälfte aller 2011 veröffentlichter wissenschaftlichen Artikel gemäß dem Open Access-Prinzip im Internet kostenfrei zugänglich. Der Anteil ist damit fast doppelt so hoch wie zuvor erwartet. In den Bereichen allgemeine Wissenschaft und Technik, biomedizinische Forschung, Biologie sowie Mathematik und Statistik stehen die meisten Artikel kostenlos zur Verfügung. Die größten Beschränkungen für den freien Zugang bestehen noch in den Sozial- und Geisteswissenschaften sowie in den angewandten Wissenschaften und den Ingenieurwissenschaften. Die Studie umfasst die EU und einige ihrer Nachbarländer sowie Brasilien, Japan, Kanada und die Vereinigten Staaten (nach: heise online vom 22.08.2013).

Neuer Helmholtz Open Access Newsletter ist online: Der 45. Helmholtz Open Access Newsletter vom 18.09.2013 ist unter http://oa.helmholtz.de/index.php?id=346 abrufbar. Das Archiv der Ausgaben 1 – 44 steht unter http://oa.helmholtz.de/index.php?id=111 zur Verfügung.

Open Access-Tagung in Dessau: Die Tagung „Open Access – Konsequenzen und Chancen für Museen und Sammlungen“ findet am 12./13.12.2013 in Dessau statt. Das Tagungsprogramm steht unter http://www.konferenz-kultur.de/Downloads/Tagungen/programm_opcen_access_deutsch.pdf zum Abruf bereit.

Open Data

SWB-Verbunddatenbank als Open Data: Als Beitrag zum Semantic Web veröffentlicht das BSZ seit Ende Juni 2013 Titelsätze im Format MARCXML aus der Katalogdatenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) als Open Data (http://swblod.bsz-bw.de/od/). Updates werden monatlich zur Verfügung gestellt. Am 18.09.2013 hat das BSZ Titelsätze aus der Katalogdatenbank des SWB als Linked Open Data veröffentlicht. Im Verbundsystem-Wiki (https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=v-team:daten:openaccess:start) sind mehr Informationen zu Linked Open Data und Open Access zu finden.

Linked Open Data im hbz: Für regelmäßige und detaillierte Nachrichten zu den Themen hbz-Open-Data-Aktivitäten und http://lobid.org/ (Linking Open Bibliographic Data) empfiehlt sich ein Besuch des hbz-Linked-Open-Data-Blogs unter https://wiki1.hbz-nrw.de/display/SEM/Home. Die technische Entwicklung und Planung kann auf GitHub unter http://github.com/lobid/lodmill verfolgt werden.

ZB MED unterstützt Open Data für Forschungsdaten: Die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin <38 M> in Köln setzt sich dafür ein, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nicht nur ihre Forschungsergebnisse, sondern auch ihre Forschungsdaten im Internet veröffentlichen. Zu diesem Zweck ist sie Mitglied des Daten-Repositoriums Dryad (http://datadryad.org/) geworden. Auf der Internetplattform werden Forschungsdaten, die wissenschaftlichen Publikationen zugrunde liegen, zitierfähig veröffentlicht. Die ZB MED übernimmt darüber hinaus für zwei Jahre die Kosten für den Datenupload bei Dryad für Autorinnen und Autoren, die auf der Open-Access-Plattform German Medical Science (gms) publizieren. Die ZB MED betreibt gms gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) und dem Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI).

Kostenfreie Titeldaten der DNB: Alle Titeldaten der Deutschen Nationalbibliothek, die unter Creative Commons Zero-Bedingungen zur freien Nachnutzung angeboten werden, stehen im Format MARC 21 als Gesamtpaket kostenfrei zur Verfügung. Der Umfang beträgt mehr als 11,5 Mio. Titeldaten. Mit einer Creative Commons Zero-Lizenz (CC0) werden derzeit die Titeldaten bis einschließlich Bibliographiejahrgang 2011 angeboten. Für die Nutzung ist eine kostenlose Anmeldung erforderlich. Titeldaten des laufenden und des vorhergehenden Jahrganges sind kostenpflichtig.

EU-Kommission startet Konsultation zu Open Data: Nach einer Meldung von heise online vom 30.08.2013 sieht die EU-Kommission großes Potenzial in öffentlichen Verwaltungsinformationen. Sie hat daher im Rahmen einer Consultation on guidelines on recommended standard licences, datasets and charging for the re-use of public sector information, die Ende August 2013 veröffentlicht wurde, um Hinweise gebeten, wie die vor kurzem vom EU-Parlament beschlossene Open-Data-Strategie umgesetzt werden kann. Die Kommission erhofft sich davon praktische Ratschläge, um die Weiterverwendung etwa von Wetter- oder Verkehrsinformationen, Daten aus öffentlich finanzierter Forschung, Statistiken und anderen Arten von Informationen des öffentlichen Sektors zu fördern. Interessierte Kreise können bis zum 22.11.2013 Beiträge einreichen. Mitte November will die EU-Kommission zudem zu einer Anhörung zum Thema der Befragung einladen. Die Ergebnisse sollen in spezielle Open-Data-Leitlinien für die Verwaltung einfließen, die 2014 veröffentlicht werden sollen.

Berliner Geodaten stehen als Open Data zur Verfügung: Die amtlichen Geodaten der Berliner Vermessungsverwaltung stehen als Open Data bereit. Die Daten (u. a. automatisierte Liegenschaftskarten, topographische Landkartenwerke, Luftbilder und daraus abgeleitete Informationen über Bodenrichtwerte) dürfen für jeden kommerziellen und nicht-kommerziellen Verwendungszweck genutzt werden. Die Daten sind über das Geoportal der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/geoinformation/) zu beziehen. Im April 2012 gab der Berliner Senat das erste Open-Data-Portal in Deutschland (http://daten.berlin.de/) frei.

Schweizer Open-Data-Portal geht an den Start: Die Schweizer Regierung hat ihr Open-Data-Portal (http://opendata.admin.ch) mit über 1.600 öffentlichen Datensätzen unter anderem zu Wahlergebnissen, Kennzahlen von Kantonen und Gemeinden sowie demographischen und Geodaten gestartet. Das Portal bietet einen zentralen Zugang zu den offenen Datenbeständen der Schweiz. Auf der Website finden sich bereits erste Anwendungen auf Grundlage der bereitgestellten Daten.

Passauer Jurist fordert Open-Data-Gesetz: Nach einer Meldung von heise online vom 19.09.2013 sieht der Passauer Jurist Dirk Heckmann eine verfassungsrechtliche Pflicht des Staates zur Veröffentlichung von Verwaltungsdaten. Die Behörden hätten im vernetzten Zeitalter eine „Bringschuld“, Informationen auf Abruf „proaktiv“ zur Verfügung zu stellen, erklärte der Staats- und Internetrechtler am 19.09.2013 auf der 8. Internationalen Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten in Berlin.

Literaturhinweise (in Auswahl):

(Open) Linked Data in Bibliotheken. Hrsg. von Patrick Danowski und Adrian Pohl. München: De Gruyter, 2013 (Bibliotheks- und Informationspraxis; 50)

„Das Buch ist sowohl eine Einführung in die Themen Linked Data, Open Data und Open Linked Data als es auch den konkreten Bezug auf Bibliotheken behandelt. Hierzu werden konkrete Anwendungsprojekte beschrieben. Der Band wendet sich dabei sowohl an Personen aus der Bibliothekspraxis als auch an Personen aus dem Bibliotheksmanagement, die noch nicht mit dem Thema vertraut sind“. Das Buch steht Open Access zur Verfügung.

„SWIB12 – Semantic Web in Bibliotheken 2012: Towards an International Linked Open Data Library Ecosystem“. ZfBB 60 (2013) H.2. S.85-88.

Seit 2009 veranstalten die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) und das hbz jedes Jahr gemeinsam die Konferenz 'Semantic Web in Bibliotheken (SWIB)'. 2012 fand die SWIB vom 26. bis 28.11. in Köln statt. Vier Autoren (Timo Borst, Aenne Löhden, Joachim Neubert, alle ZBW Kiel; Adrian Pohl, hbz) berichten über die Konferenz, die unter dem Motto „Towards an International Linked Open Data Library Ecosystem“ stand.

Neue Recherchemöglichkeit nach Bibliotheken, Archiven und Museen

Auf den Internet-Seiten der Deutschen ISIL-Agentur und Sigelstelle ist die neue Suchmöglichkeit Bibliotheken, Archive, Museen und verwandte Einrichtungen freigeschaltet worden (http://sigel.staatsbibliothek-berlin.de/suche/). Hier kann im Datenbestand der ISIL- und Sigeldatei der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz - gesucht werden. Die Datei ist eng an die Zeitschriftendatenbank (ZDB) gekoppelt und enthält circa 15.000 Einträge zu Bibliotheken, Archiven, Museen und sonstigen Einrichtungen mit einem ISIL (= International Standard Identifier for Libraries and Related Organizations). Die Suche kann über alle Einrichtungen oder gefiltert nach Sparten durchgeführt werden. Jede Adresse wird auf einem Stadtplan angezeigt, dazu gibt es Angaben zu Öffnungszeiten, Kontaktmöglichkeiten, Internet-Links und Barrierefreiheit. Zusätzlich werden weitere Informationen - vornehmlich bei Bibliotheken - zu Leihverkehr, Sammelschwerpunkten und übernommenen Einrichtungen angezeigt.

In einem gesonderten Abschnitt stehen die Links zu URI (= Uniform Resource Identifier - einheitlicher Bezeichner für Ressourcen) der Einrichtung und zur SRU-(= Search / Retrieve via URL, ein auf HTTP basierendes Protokoll, um Datenbankabfragen durchzuführen), JSON-(= Java Script Object Notation) und RDF / XML-(= Resource Description Framework / Extensible Markup Language) Darstellung des Eintrags. Sofern eine ZDB-Teilnahme besteht, gibt es einen Link zu den Zeitschriftentiteln der Einrichtung im Katalog der Zeitschriftendatenbank.

Büchertransport der Region Baden-Württemberg – Jahresbericht 2012

Die Statistik der Büchertransportdienste der baden-württembergischen Bibliotheken zeigt insgesamt einen Rückgang der transportierten Bände an. Der Austausch zwischen den Bibliotheken des Landes hat beim Bücherauto um 8,7 % abgenommen und blieb bei den Containerdiensten etwa konstant (+ 0,8 %). Auch beim Containerversand in weitere Leihverkehrsregionen stagnierten die Zahlen (- 0,6 %). Insgesamt wurden 271.410 Bände transportiert (- 5,8 %). Diese weiterhin hohen Transportzahlen verdeutlichen, wie wichtig die Büchertransportdienste für die schnelle und leistungsfähige Literaturversorgung der Bibliotheken im Rahmen der Fernleihe sind.

Bücherautodienst: Mit dem Bücherauto wurden an baden-württembergische Bibliotheken 171.667 Bände geliefert. Im Vorjahr waren es 187.926 Bände, was einer Abnahme von 16.259 Bänden (- 8,7 %) entspricht. Pro Band sind 0,59 Euro an Kosten entstanden. Dies entspricht den Kosten des Vorjahres. In diesem Betrag sind auch die Containeranbindungen an die UB Heidelberg, Bibliothek der Universität Konstanz, UB Mannheim und das kiz Ulm enthalten, deren Bände über das regionale Transportzentrum an der KIT-Bibliothek Karlsruhe mit dem Bücherauto an die weiteren Bibliotheken des Landes transportiert werden. Darüber hinaus werden Sendungen dem Bücherauto für die überregionalen Containerdienste mitgegeben, die über das Transportzentrum verschickt werden.

Containerdienste: Innerhalb von Baden-Württemberg wurden 3.553 Container verschickt (+ 0,1 %). Im Vorjahr waren es 3.550 Container. Mit dem überregionalen Containerversand wurden 99.743 Bände in 3.186 Containern transportiert. Dies bedeutet eine leichte Abnahme um 0,6 % gegenüber dem Vorjahr mit 100.302 Bänden. Mit durchschnittlich 31 Bänden waren die Container weiterhin sehr gut beladen.

Der Vergleich der Leihverkehrsregionen zeigt, dass 46.992 Sendungen von/nach Bayern (+ 11,4 %) verschickt wurden. Die Regionen Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen wurden über das HUB Göttingen mit 36.633 Bänden beliefert (- 16,2 %). Mit 16.118 Bänden (+ 11,8 %) ist das Saarland auch weiterhin wichtiger Fernleihpartner im Einzugsbereich des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB).

(nach: Hannsjörg Kowark – Vorwort zum Jahresbericht 2012)

Weitere Informationen zu den Themen Fernleihe, Dokumentlieferung und Internet-Recherche

Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ)

Der BSZ-Newsletter informiert per E-Mail über Neuigkeiten, insbesondere über neue Dienstleistungen, Aktualisierungen von SWB-Datenbanken, Hinweise auf Updates und aktualisierte Webseiten, interessante Links und Veröffentlichungen, Termine und Veranstaltungen. Der BSZ-Newsletter kann auf der Seite http://www.bsz-bw.de/publikationen/newsletter/index.html kostenfrei abonniert werden. Dort steht auch ein Archiv sämtlicher Ausgaben bereit. Die neueste Ausgabe des BSZ-Newsletters (2/2013) steht unter http://swop.bsz-bw.de/volltexte/2013/1104/pdf/bsz_newsletter_2013_2.pdf zur Verfügung. Auch der ZKBW-Dialog veröffentlicht regelmäßig interessante Inhalte des aktuellen BSZ-Newsletters in Auswahl.

SWB-Verbundsystem

Die Datenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/) enthielt Ende September 2013 circa 61,1 Mio. Bestandsnachweise und circa 19 Mio. Titelnachweise.

Der Verbund der Frankfurter Museumsbibliotheken (http://www.museumsbibliotheken.frankfurt.de/) mit rund 500.000 Titeln aus 17 Frankfurter Bibliotheken hat den Vertrag zum SWB-Beitritt am 06.09.2013 unterschrieben.

Der SWB hat die Daten des Fachinformationsverbundes für internationale Beziehungen und Länderkunde (FIV) übernommen. Dabei handelt es sich um circa 720.000 Titelsätze mit Lokaldaten (zumeist Aufsätze). Bisher wurden nur die Daten der beiden zur SWB-Verbundregion gehörenden Einrichtungen Bibliothek des Instituts für Auslandsbeziehungen <212> in Stuttgart und Frankreich-Bibliothek des Deutsch-Französischen Instituts (dfi) <Lg 3> in Ludwigsburg in die SWB-Datenbank importiert. Nun werden auch die Daten der übrigen FIV-Bibliotheken geladen (http://www.fiv-iblk.de/fiv/mitglieder.htm). Damit wird der SWB-Verbund um eine der größten sozialwissenschaftlichen Literaturdatenbasen in Europa mit dem Schwerpunkt auf globalen und regionalen, außen- und sicherheitspolitischen, wirtschaftlichen und sozialen Themen bereichert.

Das BOSS–Projekt (= BSZ One Stop Search) entwickelt sich weiterhin sehr erfolgreich. BOSS präsentiert dem Leser die Metadaten des lokalen Bibliothekskatalogs, des Verbundkatalogs und einer umfassenden Sammlung von Zeitschriftenaufsätzen unter einer Oberfläche als einen Suchraum (One Stop Search). Im Juli 2013 wurde der BOSS-Regelbetrieb aufgenommen. Zeitgleich haben zahlreiche Hochschulbibliotheken in Baden-Württemberg das BSZ mit dem Aufbau einer BOSS-Installation beauftragt, die den lokalen Bibliothekskatalog der Einrichtung mit einem RDS-System ihrer Wahl unter einer Oberfläche integriert. Für über 20 Einrichtungen hat das BSZ nun Entwürfe der entsprechenden, auf die Corporate Identity abgestimmte, Sichten bereitgestellt und arbeitet an weiteren Anpassungswünschen. Die Pädagogische Hochschule Freiburg und die Hochschule Aalen befinden sich bereits im Regelbetrieb, die Hochschule Heilbronn, die Hochschule Biberach und die Hochschule für Gestaltung Schwäbisch-Gmünd haben den Beta-Betrieb aufgenommen. Mehr Infos zu BOSS gibt es im BSZ-Wiki (https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=projekte:boss:start).

Bibliothekssysteme

Das BSZ hat im IBS-Projekt die Bibliothekssysteme aller Hochschulbibliotheken auf das neue, landeseinheitliche System aDIS/BMS migriert, zuletzt die Hochschule für Öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg sowie die Pädagogische Hochschule Freiburg. Derzeit noch in Arbeit ist das Horizon-System des Landesarchivs Baden-Württemberg, auf der Warteliste stehen weitere drei staatliche und eine nicht-staatliche Bibliothek. Auch die Landesbibliotheken in Stuttgart und Karlsruhe und die UBs in Freiburg, Hohenheim, Stuttgart und Tübingen sowie das kiz Ulm sind erfolgreich auf das neue integrierte Lokalsystem aDIS/BMS umgestiegen. Zusätzlich zum Support für die Hochschulbibliotheken hat das BSZ nach Ende des IBS-Projekts am 30.09.2013 zentrale Aufgaben für alle IBS-Bibliotheken in Baden-Württemberg übernommen. Weitere Infos stehen unter http://www.bsz-bw.de/bibliothekssysteme/adis/index.html bereit.

Zuletzt hat das BSZ das Bibliothekssystem Koha in der Evangelischen Hochschule in Freiburg installiert und erfolgreich in Betrieb genommen. Es ist die erste Hochschule, die mit der neusten Version 3.12 live gegangen ist. Das BSZ stellt dieses Jahr noch zwei weitere Bibliotheken auf Koha um, darunter die Hochschule Hamm-Lippstadt. Das Interesse an Informationen über Koha wächst kontinuierlich.

Museen, Archive und Repositorien

Die Großstadtbibliotheken Stuttgart, Mannheim und Heilbronn lassen derzeit die Datenquellen, die in ihre BibNetz-Portale eingebunden sind, durch das BSZ neu zusammenstellen und aktualisieren. Mit der Stadtbibliothek Ulm wurde ein neues BibNetz-Portal eingerichtet, insbesondere im Hinblick darauf, die Fernleihe zu ermöglichen, sofern ein Medium in den fünf Ulmer Bibliotheken nicht erhältlich ist. Auch BibNetz Schweiz (http://www.bibnetz.ch), das gemeinsame Metasuchportal der Bibliotheken in Basel, Bern, Luzern, Winterthur und Zürich, das das BSZ betreibt und hostet, erhielt Zuwachs: Die Freihandbibliothek St. Gallen ist dem Konsortium beigetreten, das ein Wissensportal für die deutschsprachige Schweiz realisiert.

Ende August 2013 ging mit tatkräftiger Unterstützung des BSZ das Portal der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) mit über 12 Millionen Einzelnachweisen online. SPK digital erlaubt den Zugriff auf die digitalisierten Bestände der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatsbibliothek zu Berlin, des Geheimen Staatsarchivs Preußischer Kulturbesitz, des Ibero-Amerikanischen Instituts und des Staatlichen Instituts für Musikforschung sowie Sonderkatalogen wie Kalliope, dem Verbundkatalog der Nachlässe und Autographen. Das BSZ ist Hosting- und Entwicklungspartner der SPK, SPK digital basiert auf der bewährten Technologie des BAM-Portals. Auch für das Arnold-Bergsträsser-Institut (http://www.abi-bibliothek.de/) in Freiburg hat das BSZ ein Bibliotheksportal entwickelt, das auf der BAM-Technologie beruht (bibnetzPlus).

Die Software SWBexpo, die das BSZ zur Präsentation von Daten und Bildern aus Museen und Archiven entwickelt hat, ist für eine wachsende Zahl von Sammlungen im Einsatz. Fast alle Häuser, die beim BSZ die Dokumentationssysteme imdas pro oder archivis pro nutzen, haben inzwischen einen solchen Webkatalog bestellt, bereiten ihre Bestände dafür auf oder haben ihn bereits in Produktion. Neben der Staatsgalerie Stuttgart, der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe und dem Sozialwissenschaftlichen Archiv der Universität Konstanz, die die Anwendung bereits seit eineinhalb Jahren nutzen, betreiben auch die Staatlichen Museen für Naturkunde in Karlsruhe, die Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart sowie das Universitätsarchiv Freiburg einen solchen Katalog. Der digitale Katalog für die Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha wird im Oktober 2013 online gehen.

In SWBregio werden Webseiten von Städten, Kommunen und den mit ihnen verbundenen Körperschaften gesammelt, erschlossen, der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt und dauerhaft archiviert. In den letzten Monaten konnten mehrere neue Kunden gewonnen werden, so dass der Dienst mittlerweile von neun städtischen Archiven zur Archivierung ihrer kommunalen Websites und weiterer, verwandter Webpräsenzen genutzt wird. Insgesamt werden auf diese Weise rund 100 verschiedene Websites regelmäßig gespiegelt. Infos und Referenzen sind unter http://www.bsz-bw.de/mare/lza/swbregio.html zugänglich.

Die Deutsche Internetbibliothek (DIB) bietet seit nunmehr 10 Jahren eine umfangreiche Linksammlung und eine öffentliche, kostenlose E-Mail-Auskunft an. Während sich der Dienst anfänglich einer großen Nachfrage erfreute, führten technische Entwicklungen und die zunehmenden Kenntnisse der Nutzer im Medium Internet in den letzten Jahren zu einer stetigen Abnahme der Nutzungsintensität. Nachdem vom Deutschen Bibliotheksverband (dbv), der die Schirmherrschaft über die Deutsche Internetbibliothek (DIB) wahrgenommen hatte, die Einstellung des Dienstes empfohlen wurde, hat sich das BSZ als Betreiber der DIB dazu entschieden, den Dienst zum Jahresende vollständig einzustellen. Den Bibliotheken, die den Dienst mit der Beantwortung von E-Mail-Anfragen und der Übernahme von Themengebieten im Linkkatalog über diese lange Zeitspanne unterstützt haben, sei hiermit herzlich für ihre Beiträge gedankt.

InfoDesk (http://www.bsz-bw.de/mare/auskunft/infodesk.html) wird auf eine neue Softwarebasis gestellt: Im BSZ wird aktuell eine Ablösesoftware für die technisch in die Jahre gekommene Virtuelle Auskunft InfoDesk entwickelt, ein erster Prototyp liegt vor. Voraussichtlich im ersten Quartal 2014 wird eine Version vorliegen, die den Anwendern des Dienstes für eigene Tests zur Verfügung gestellt werden kann.

Das BSZ hat je zwei Opus4-Installationen neu aufgebaut bzw. von Opus3 nach Opus4 migriert. Neu installiert wurde das Repositorium für das Deutsche Volksliedarchiv in Freiburg (http://dva.bsz-bw.de/home), ein wissenschaftliches Forschungsinstitut des Landes Baden-Württemberg, das populäre Musikkulturen in ihren verschiedenen historischen und gegenwärtigen Ausprägungen erforscht. Für die Fachhochschule Köln hat das BSZ eine neue Instanz für ihr Repositorium aufgebaut und hostet diese auch. Die Altdaten aus der von der FH Köln gehosteten Opus3-Installation wurden migriert und auf Opus4 angepasst. Der Opus-Server steht unter http://epb.bibl.fh-koeln.de/home bereit. Die Repositorien der Fachhochschule Frankfurt und der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) in Konstanz wurden erfolgreich von der Software Opus3 auf die Software Opus4 migriert. Somit sind zwei weitere vom BSZ gehostete Repositorien auf die aktuelle Softwarebasis gestellt. Die Repositorien sind unter http://opus.htwg-konstanz.de für die HTWG Konstanz und http://fhffm.bsz-bw.de/home für die FH Frankfurt erreichbar.

Nach der Installation eines Publikationsservers auf Basis der Software DSpace für die Württembergische Landesbibliothek Stuttgart lässt das Deutsche Institut für Urbanistik in Berlin einen ebensolchen Server beim BSZ aufbauen. Das BSZ ist bislang einziger Hoster für DSpace im deutschen Bibliothekswesen.

Die digitale Zeitschrift Informationsmittel - IFB: Digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft (http://ifb.bsz-bw.de/) wird seit 1993 von Klaus Schreiber herausgegeben, der mit seinem Mitarbeiterstab von Bibliothekaren und Wissenschaftlern Informationsmittel aller Gattungen und medialen Angebotsformen rezensiert. Die kontinuierlich wachsende Sammlung kritischer Rezensionen ist ein unverzichtbares Arbeitsinstrument für Bibliothek und Wissenschaft. Das Rezensionsorgan hat sich seit seiner Gründung als analoge Zeitschrift schrittweise digitalisiert und erscheint seit 2009, gehostet vom BSZ, ausschließlich als laufend erweitertes Internetportal. Die URLs zu den Rezensionen werden als Kataloganreicherungen in den SWB-Verbund eingespielt und stehen über den Datenaustausch der Verbundsysteme in Deutschland in den OPACs aller Bibliotheken zur Verfügung.

Am Institut für Museumsforschung (IfM) in Berlin (IfM) wird derzeit eine deutsche Übersetzung des vom Getty Research Institute herausgegebenen Art and Architecture Thesaurus (AAT) vorbereitet, an der das BSZ im Rahmen von MusIS beteiligt ist. Der AAT ist ein hierarchisch gegliederter Thesaurus für die Objekterschließung von kunst- und kulturhistorischen Sammlungen. Ursprünglich als englischsprachiger Thesaurus angelegt, wurde er bereits ins Niederländische, Spanische und zum Teil ins Chinesische übertragen. Aufgrund seiner Multilingualität und seines Begriffsumfangs (circa 35.000 Begriffe mit 245.000 Bezeichnungen für die Bereiche Kunst, Architektur und materielle Kultur) hat er sich als internationaler Standard durchgesetzt. Mit finanzieller Förderung durch den Bund und das Land Berlin wird bis Ende 2013 das Projekt „Aufbau einer deutschen Fassung des AAT“ durchgeführt. Im Rahmen dieses Projektes wird die circa 17.000 Begriffe enthaltende Objekt-Facette bearbeitet. Projektpartner ist neben dem Getty Research Institute, der digiCULT-Verbund eG und dem IfM auch das Kunsthistorische Institut in Florenz, das Fachwissenschaftler für die parallel laufenden Übersetzungen vermittelt und mit seiner umfangreichen Bibliothek als Referenzbibliothek zur Verfügung steht. Das Projekt wird von einer Expertenkommission begleitet, der u.a. auch das BSZ angehört.

SWB (Südwest-Region und Sachsen)

Südwest-Region

Das Landesarchiv Baden-Württemberg hat die neue Ausgabe seiner Archivnachrichten Nr. 47 (September 2013) veröffentlicht. Das Schwerpunktthema der neuen Ausgabe, die unter http://www.landesarchiv-bw.de/sixcms/media.php/120/55650/Archivnachrichten_47.pdf heruntergeladen werden kann, lautet „Farbe im Archiv“.

Das Landesarchiv Baden-Württemberg hat zwei Sammelbände veröffentlicht, die den aktuellen Diskussionsstand zur digitalen Archivierung in Archiven wiedergeben: „Digitale Archivierung in der Praxis“ enthält 21 Beiträge von der im März 2012 ausgerichteten 16.Tagung des Arbeitskreises Archivierung von Unterlagen aus digitalen Systemen. Behandelt wurden die Themen Kosten, Übernahme, Systeme, Tools, Objektarten, Grundsätze und Perspektiven. Außerdem sind die vier Beiträge aus dem Workshop „Brauchen wir Koordinierungsstellen zur digitalen Archivierung?“ vom 18.07.2012 enthalten. Der Band „Das neue Handwerk - Digitales Arbeiten in kleinen und mittleren Archiven“ enthält die 10 Vorträge des 72.Südwestdeutschen Archivtags am 22./23.07.2012 in Bad Bergzabern. Die Aufsätze beschreiben praktische Probleme und Lösungsansätze bei der digitalen Archivierung und der Digitalisierung. Beide Bände sind über den Buchhandel zu beziehen. Die Inhaltsverzeichnisse der beiden Bände können von der Website des Landesarchivs abgerufen werden (http://www.landesarchiv-bw.de/web/51696 und http://www.landesarchiv-bw.de/web/55282).

Der Verein der Bibliotheken der Regio Bodensee (http://www.bodenseebibliotheken.de/), deren Mitglieder in den vier Ländern Deutschland (u.a. Bibliothek der Universität Konstanz, Hochschulbibliothek Konstanz, Hochschulbibliothek Weingarten, Leopold-Sophien-Bibliothek Überlingen und das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg), Österreich (u.a. Vorarlberger Landesbibliothek Bregenz), Schweiz (u.a. Stiftsbibliothek St. Gallen, UB St. Gallen, Zentralbibliothek Zürich) und Liechtenstein (u.a. Liechtensteinische Landesbibliothek) beheimatet sind, digitalisieren im Rahmen des Interreg-IV-Projekts Kulturelles Erbe der Regio Bodensee Online historische Zeitschriften mit regionalem Bezug. Die Digitalisierung findet in der Weise statt, dass die Volltexte der historischen Zeitschriften des Bodenseeraumes im Internet über zwei Zugangsmöglichkeiten präsentiert werden: formaler Zugang über Titel, Heft, Seite (Blätterfunktion) sowie inhaltlicher Zugang über OCR/Volltextrecherche. Unter http://www.bodenseebibliotheken.de/zeitschriften.html steht bereits die Mehrzahl der regionalen Zeitschriften (von Alemania. Zeitschrift für alle Gebiete des Wissens. 1926-1937 bis Westallgäuer Heimatblätter. Zeitschrift des Vereins für Heimatkunde im Westallgäu. 1921 -) im Volltext zur Verfügung. Das BSZ hat dafür die Software SWBexpo bereit gestellt.

In der neuen Ausgabe des Newsletters Masala (Jg. 8. Nr. 4. Oktober 2013) von Savifa, der Virtuellen Fachbibliothek Südasien (http://www.savifa.uni-hd.de/) informiert die Bibliothek des Südasien-Instituts <16/77> in Heidelberg wieder über Ausstellungen, Vorträge, Konferenzen, Neuigkeiten und Neuerwerbungen aus dem Sondersammelgebiet Südasien und Savifa.

Die UB Heidelberg <16> behauptet im Bibliotheksindex BIX 2013 (http://www.bix-bibliotheksindex.de/) zum vierten Mal in Folge ihren Spitzenplatz. Der BIX dient der Leistungsmessung von öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken und wurde 1999 von der Bertelsmann Stiftung (http://www.bertelsmann-stiftung.de/) und dem Deutschen Bibliotheksverband e. V. (http://www.bibliotheksverband.de/) entwickelt. Seit 2005 führt der dbv ihn zusammen mit dem Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (http://www.hbz-nrw.de/) im Rahmen des Kompetenznetzwerks für Bibliotheken (http://www.bibliotheksportal.de/) fort. Als einzige unter den großen Universitätsbibliotheken erreicht die UB Heidelberg in ihrer Vergleichsgruppe, den zweischichtigen Bibliothekssystemen, in allen vier gemessenen Kategorien Angebot, Nutzung, Effizienz und Entwicklung die Spitzengruppe und liegt damit vor anderen großen UBs in Deutschland. Neben den grundlegenden Dienstleistungen in der Medienbearbeitung und der Benutzung wird in der Kategorie Entwicklung die Zukunftsfähigkeit der Bibliothek gemessen. Dazu gehören unter anderem die Investitionen in den Ausbau elektronischer Dienstleistungen sowie die Höhe der eingeworbenen Dritt- und Sondermittel, mit denen zahlreiche Projekte realisiert werden. Die Neuentwicklungen an der UB Heidelberg betreffen zum Beispiel die Sondersammelgebiete Ägyptologie, Klassische Archäologie, Europäische Kunstgeschichte und Südasien, die Digitalisierung historischer Bestände, aber auch die Reorganisation der Bibliotheksstrukturen in den Asienwissenschaften (nach dem UBlog-Eintrag vom 09.07.2013).

Auf der Website der UB Heidelberg wurde die Bibliographie „German Sales 1930 – 1945" veröffentlicht, die durch die Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin <B 11> zusammengestellt wurde. Damit steht zum ersten Mal eine annähernd vollständige, systematisch erschlossene und online frei zugängliche bibliographische Datenbasis für Recherchen nach den zwischen 1930 und 1945 in Deutschland, Österreich und der Schweiz erschienenen Auktionskatalogen zur Verfügung. Dieser dritte Baustein des internationalen Projekts „German Sales 1930 – 1945. Art Works, Art Markets, and Cultural Policy“ ergänzt die bereits vorhandenen Angebote der beiden Projektpartner: Auf der Grundlage der bibliographisch ermittelten Bestände wurden im hauseigenen Digitalisierungszentrum der UB Heidelberg circa 3.100 Auktionskataloge digitalisiert und online gestellt. Für die Recherche in den digitalisierten Katalogen stehen eine differenzierte Suchmaske und ein Browsing-Einstieg nach dem Sitz des Auktionshauses bereit. Alle Kataloge wurden im SWB bzw. in der ZDB katalogisiert und sind damit auch über die Suche in arthistoricum.net oder über artlibraries.net zugänglich. Im Getty Provenance Index® des Getty Research Institute (http://www.getty.edu/research/) in Los Angeles werden die in Berlin und Heidelberg erstellten Komponenten zusammengeführt und ergänzt. Die in Berlin erstellten bibliographischen Beschreibungen sowie die Angaben zu annotierten Exemplaren und ihren Standorten bilden innerhalb des Provenance Index die „Sales Descriptions-Datenbank“. Von der UB Heidelberg werden die Volltexte der digitalisierten Kataloge übernommen und mittels automatisierter Syntaxanalyse in die entsprechenden Felder der „Sales Contents-Datenbank“ eingelesen und nachbearbeitet (mehr als 250.000 Datensätze aus circa 1.800 Katalogen) (nach dem UBlog-Eintrag vom 29.09.2013).

Die Universität Heidelberg ist nach einer der bekanntesten Hochschulranglisten, dem QS World University Ranking (http://www.topuniversities.com/university-rankings), derzeit die beste deutsche Hochschule. Die Heidelberger Universität landete auf der weltweiten Rangliste auf Platz 50 und verbesserte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um fünf Plätze. Mit der TU und der Ludwig-Maximilians-Universität München auf den Rängen 53 und 65 sind noch zwei deutsche Universitäten unter den besten hundert Hochschulen weltweit platziert. Im Ranking von 800 Universitäten belegen die Universität Freiburg Platz 102, das KIT Karlsruhe Platz 116 und die Universität Tübingen Platz 134. Die besten Universitäten der Welt sind das Massachusetts Institute of Technology (MIT) auf Platz 1, Harvard University (2) und die britische University of Cambridge (3).

Anlässlich des 500. Jubiläums der Universität Heidelberg im Jahr 1886 wurde die Berichterstattung zu den Feierlichkeiten in circa 70 Tageszeitungen aus dem In- und Ausland gesammelt und in zwei großformatigen Bänden zusammengebunden. Da die Bände heute nicht mehr benutzbar sind, weil das Papier gelb und bröselig geworden ist, wurden sie digitalisiert und von der UB im Volltext unter http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/unihd1886 bereit gestellt.

In den Beständen der UB Heidelberg finden sich zahlreiche zeitgenössische Publikationen, die von der UB anlässlich des 400. Jubiläums der Hochzeit zwischen dem Kurfürsten Friedrich V. und Elisabeth Stuart, der Tochter König Jakobs I., am 14.02.1613 in digitaler Form zugänglich gemacht wurden (http://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/digi/hochzeit1613.html). Die meisten der Druckschriften entstammen der Sammlung Batt. Sie dokumentieren die Reaktionen auf die Hochzeit und andere historische Ereignisse, u. a. die Annahme der böhmischen Königskrone durch Friedrich V. im Jahre 1619 und deren Folgen. Auch in der Bilddatenbank HeidICON stehen digitalisierte Bilder von Kurfürst Friedrich V. und Elisabeth Stuart zur Verfügung.

zbMATH (http://zbmath.org/), das weltweit größte Informationssystem für Mathematik, wird gemeinsam von FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur, der European Mathematical Society (EMS) und der Heidelberger Akademie der Wissenschaften herausgegeben. Das FIZ Karlsruhe hat in den letzten Monaten eine neue Benutzeroberfläche für zbMATH entwickelt. Ziel war es, den Wissenschaftlern ein leicht zu bedienendes Informationstool mit erweiterter Funktionalität bereitzustellen. Das Zentralblatt für Mathematik (ZBMATH) erschien ursprünglich 1931 bei Springer und gilt seither als das umfassendste und älteste Referate-Organ der Wissenschaftsdisziplin. Es wird heute als Online-Datenbank unter dem Namen zbMATH geführt und geht mit seinen vielfältigen Dienstleistungen über das ursprüngliche Konzept einer Fachzeitschrift hinaus. Mit der nahezu vollständigen Wiedergabe der mathematischen Literatur gilt es als das führende Publikationsorgan in der Mathematik. Drei Millionen Zitate aus 3.500 Fachzeitschriften und über 1.100 Buchreihen und 170.000 Monographien sind bislang erfasst.

Das von der DFG geförderte Registry of Research Data Repositories (http://www.re3data.org/), an dem neben der KIT-Bibliothek Karlsruhe <90> auch das Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ) und das Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft (IBI) der Humboldt-Universität zu Berlin beteiligt sind, hat bereits 611 Forschungsdaten-Repositorien indexiert. 398 davon werden mit Hilfe des re3data.org-Vokabulars (http://www.re3data.org/schema/2-0/) detailliert beschrieben. re3data.org kooperiert mit der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation e.V. (DINI).

Die Bibliothek der Hochschule für Wirtschaft, Technik und Gestaltung Konstanz <Kon 4> hat zum sechsten Mal am Leistungsvergleich BIX des dbv teilgenommen. Nach den drei ersten Plätzen im Gesamtranking in Folge in den vergangenen Jahren konnte sie sich auch im diesjährigen, neu konzipierten Ranking in allen vier BIX-Kategorien mit jeweils einem Stern an der absoluten Spitze positionieren. Sie erhält damit vier Sterne als beste deutsche Hochschulbibliothek.

Im Landesarchiv Baden-Württemberg - Staatsarchiv Ludwigsburg wurde vor vielen Jahren eine Namenskartei über die Stuttgarter Passakten aus den Jahren 1914 bis 1944 mit ungefähr 145.000 Einträgen erstellt. Diese Kartei wurde im Sommer 2013 in eine Datenbank überführt und steht (mit Ausnahme der Personen, deren Geburtstag weniger als 110 Jahre zurückliegt) auch im Internet (https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=18554) zur Verfügung. Darunter befinden sich auch die Passakten berühmter Stuttgarter: König Wilhelm II., der bereits 1918 abdankte, Kurt Schumacher, der spätere SPD-Vorsitzende, und Karl Otto von Weizsäcker, der Vater des späteren Bundespräsidenten. In der Datenbank sind nur der Name, das Geburtsdatum und der Beruf einsehbar und nicht die Dokumente selbst. Wird man fündig, muss man nach wie vor das Staatsarchiv Ludwigsburg persönlich aufsuchen oder eine Reproduktion anfordern. Eine Einschränkung muss allerdings gemacht werden: Einen Pass hat damals nur beantragt, wer vermögend war und sich Auslandsreisen leisten konnte oder wer beruflich im Ausland zu tun hatte.

Das erste Forum Bibliothekspädagogik fand am 07.06. 2013 in der Stadtbibliothek Mannheim <1370> statt. Die Veranstaltung wurde geplant, organisiert und durchgeführt von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg, der Hochschule der Medien (HdM) Stuttgart, der Fachhochschule Köln, der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig und der Mannheimer Stadtbibliothek. Die ekz Reutlingen war mit einem Stand vertreten und unterstützte die Tagung als Sponsor. Die Präsentationen der Tagung, darunter Vorträge von Monika Ziller (StB Heilbronn und ehem. Vorsitzende des dbv) und Ingeborg Simon (Professorin an der HdM Stuttgart), sind unter http://forumbibliothekspaedagogik.wordpress.com/bilder-und-mehr-2/ online verfügbar.

Die UB Mannheim <180> hat im BIX 2013 (http://www.bix-bibliotheksindex.de/ergebnisse/wissenschaftliche-bibliotheken.html), dem bundesweiten Kennzahlenvergleich für öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken, erneut gut abgeschnitten. Je ein Stern hat die UB in den Kategorien Angebot, Entwicklung und Nutzung erlangt. Bei der Effizienz wurde ein halber Stern an die UB vergeben. Damit bestätigt sich der Platz im oberen Feld der einschichtigen Bibliotheken ein weiteres Mal. Die UB Mannheim ist in der Vergleichsgruppe zusammen mit der Bibliothek der Universität Konstanz <352> in Baden-Württemberg auf dem Spitzenplatz.

Am 15./16.07.2013 fand im Deutschen Literaturarchiv Marbach eine Fortbildungsveranstaltung der Kommission für Fachreferatsarbeit des Vereins Deutscher Bibliothekare für Fachreferenten der neueren Philologien mit dem Titel „Neue Aufgabenfelder im Fachreferat der Modernen Sprach- und Literaturwissenschaften” statt. Einige Vorträge, die dort gehalten wurden, sind auf der VDB-Website (http://www.vdb-online.org/veranstaltungen/614/) abrufbar (Die neue Virtuelle Fachbibliothek Linguistik – Heike Renner-Westermann, Frankfurt; ein Ko-Referat zu den geänderten Förderrichtlinien der DFG – Volker Michel, Frankfurt; Praxiseinblicke in die linguistische Korpusanalyse und die Erwartungen/Möglichkeiten bibliothekarischer Unterstützung – Susanne Strubel-Burgdorf, Bonn).

Studierende der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart haben die App „Zeitfenster“ (http://www.zeitfenster-app.de/) entwickelt. Via App wird das Smartphone oder der Tablet-Computer zur Zeitmaschine, und man blickt durch die Kamera wie durch ein Fenster in die Vergangenheit. Historische Fotografien überlagern die aufgenommene Realität, so dass Betrachter Stadtbild, Architektur und Ereignisse genau aus der Perspektive des damaligen Fotografen sehen und nacherleben. Zeitreisen via App konnte das Team bereits für Stuttgart, Berlin und Nürtingen entwickeln. Weitere Städte sollen folgen.

Vier Bibliotheken, die Stadtbibliothek Ditzingen, die Mediathek Lahr, die Stadtbücherei Nürtingen und die Stadtbücherei Wertheim, bieten ihren Kunden vielfältige Services und optimieren kontinuierlich ihren kompletten Geschäftsgang. Dafür wurden sie am 30.09.2013 in Stuttgart geehrt. Sie erhielten an der Hochschule der Medien (HdM) ein Qualitätszertifikat, das vom Institut für Qualitätsmanagement und Organisationsentwicklung in Bibliotheken und Hochschulen der HdM vergeben wird und für drei Jahre gültig ist. Getragen wird das Qualitätsprojekt vom Institut für Qualitätsmanagement und Organisationsentwicklung in Bibliotheken und Hochschulen (IQO) der Hochschule der Medien Stuttgart und der Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen beim Regierungspräsidium Stuttgart. Das IQO entwickelt seit 2007 das Konzept und ist für die Auditierung und Zertifizierung der Bibliotheken verantwortlich. Für die öffentlichen Bibliotheken der Region Stuttgart nimmt die Fachstelle Stuttgart eine beratende und koordinierende Rolle zwischen Hochschule und teilnehmenden Bibliotheken ein. Informationen zu den ausgezeichneten Bibliotheken hat die HdM Stuttgart unter http://www.hdm-stuttgart.de/bi/forschung/iqo/ab/ab_bibliotheken bereit gestellt.

Das Linden-Museum in Stuttgart erinnert noch bis zum 11.01.2015 in einer Kabinett-Ausstellung an den aus Stuttgart stammenden Bibliothekar, Orientalisten, Forschungsreisenden und Maler Julius Euting. Anlass der Ausstellung in Kooperation mit der Julius Euting-Gesellschaft sind Eutings 100. Todestag (02.01.2013) und sein 175. Geburtstag (11.07.2014). Euting studierte in Tübingen Theologie und orientalische Sprachen, wurde Bibliothekar in Tübingen und dann in Straßburg, nachdem das Deutsche Reich im deutsch-französischen Krieg das Elsass in seinen Besitz genommen hatte. Später wurde er Direktor der Universitäts- und Landesbibliothek Straßburg. Die Ausstellung erinnert vor allem an die Forschungsreisen Eutings, die ihn nach Tunesien, in die Türkei und durch weite Teile des Nahen Ostens und der Arabischen Halbinsel führten. Der wichtigste Teil seines schriftlichen Vermächtnisses, seine Reisetagebücher, wurden von der UB Tübingen <21> digitalisiert und sind online zugänglich (http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/Md676-22).

Die Stadtbibliothek Stuttgart <480> mit der Zentralbibliothek am Mailänder Platz, den 17 Stadtteilbibliotheken, der Fahrbibliothek und den Krankenhausbibliotheken wurde zur Bibliothek des Jahres 2013 gewählt. Mit der Auszeichnung würdigt der Deutsche Bibliotheksverband e. V. die Qualität und Innovation der Bibliotheksarbeit in Stuttgart, die sich an der Konzeption, der Zukunftsorientierung, der nachhaltigen Wirkung, den Serviceleistungen, der Öffentlichkeitsarbeit und der Vernetzung in der Stadt orientiert. Die Stadtbibliothek erhält ein Preisgeld in Höhe von 30.000 Euro von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.

Die Open Education Database (OEDB) hat in ihr Ranking der zehn futuristischsten Bibliotheken (http://oedb.org/ilibrarian/10-futuristic-libraries/) zwei aus Deutschland aufgenommen: die Stadtbibliothek Stuttgart und die Philologische Bibliothek der Freien Universität in Berlin.

Das Stadtmuseum Stuttgart, das 2016 im Wilhelmspalais am Charlottenplatz eröffnet werden soll, gibt es bereits virtuell (http://www.stadtmuseum-stuttgart.de/). Die ständige Ausstellung wird die Gegenwart und Geschichte der Stadt beleuchten. Sonderausstellungen vertiefen Einzelbereiche der ständigen Ausstellung. Der Schwerpunkt wird auf Themen der Stadtgeschichte und Fragen der Architektur und Stadtplanung liegen. Besondere Sammelbereiche sind Stuttgart 21 und der Protestbewegung gegen den Tiefbahnhof sowie der Migrationsgeschichte der vielen zugewanderten Stuttgarterinnen und Stuttgarter gewidmet.

Die WLB Stuttgart <24>, die BLB Karlsruhe <31> und die Universitätsbibliotheken Freiburg <25>, Hohenheim <100>, Stuttgart <93> und Tübingen <21> sowie das kiz Ulm <289> haben ihre lokalen Bibliothekssysteme abgelöst und sind erfolgreich auf das neue integrierte Lokalsystem aDIS/BMS der Firma aStec umgestiegen.

Die WLB Stuttgart hat die neue Ausgabe ihres WLBforums (Jg. 15. 2013. H.2) veröffentlicht. Das Heft steht als PDF unter http://www.wlb-stuttgart.de/fileadmin/user_upload/die_wlb/WLB-Forum/WLBforum_2013_2.pdf zum Abruf bereit.

Die Bundesakademie für musikalische Jugendbildung in Trossingen hat mit Unterstützung des Deutschen Musikrates und mit Fördermitteln der Stiftung Deutsche Jugendmarke das Bundesbigbandarchiv - bbA (http://www.bundesbigbandarchiv.de/) eingerichtet. Das Bundesbigbandarchiv ist ein Online-Noten-Portal, das Kompositionen deutscher Jazzkomponistinnen und Jazzkomponisten anbietet. Ins Archiv aufgenommen werden Originalkompositionen, die jederzeit beim bbA eingereicht werden können, und die durch ein qualifiziertes Fachgremium in verschiedene Schwierigkeitsgrade eingestuft werden. Das Fachgremium bewertet und kommentiert die Werke und begleitet die Projekte auf künstlerisch-pädagogischer Ebene.

INKA, der von der UB Tübingen <21> betreute Inkunabel-Katalog deutscher Bibliotheken (http://www.inka.uni-tuebingen.de/), zählt derzeit (Stand: 06.09.2013) 16.582 bibliographische Titel und 69.869 nachgewiesene Exemplare. Zuletzt wurde ein Link auf die Einbanddatenbank (bei Verwendung des entsprechenden Registerfeldes) eingefügt.

Unter dem Namen Digital South Asia (http://idb.ub.uni-tuebingen.de/digitue/southasia/) digitalisiert die UB Tübingen gedruckte und handschriftliche Quellen aus und über Südasien. Den Anfang machen die Epigraphiya Karnataka (Mysore), eine Sammlung von über 9.000 Inschriften aus Karnataka, die in 18 Bänden herausgegeben wurde. Das Digitalisierungsprojekt beschreiben Cristina Bignami und Elena Mucciarelli in englischer Sprache (http://idb.ub.uni-tuebingen.de/digitue/bilder/EpigraphiaCarnaticaPresentation.pdf). Indische Handschriften aus der Sammlung der UB Tübingen sollen folgen.

Unter http://www.1628blog.de dokumentiert der Historiker Robert Meier Ereignisse, die 1628/29 in Wertheim stattgefunden haben. Im Zentrum seiner Einträge steht die örtliche Hexenverfolgung, aber auch sonstiger Klatsch, Geschäftsnachrichten und Alltägliches. Auf diese Weise entsteht ein Spiegel der Geschehnisse, der es bei regelmäßiger Lektüre ermöglicht, die Dynamik der Hexenverfolgung in Echtzeit nachzuvollziehen.

Sachsen

Das Kartenforum (http://kartenforum.deutschefotothek.de/) der SLUB Dresden <14> ist ein von der Deutschen Fotothek betreutes und von der DFG gefördertes Informationsportal von Bibliotheken, Museen und Archiven. Derzeit werden rund 21.000 der wichtigsten, hochauflösend digitalisierten kartographischen Quellen, insbesondere zur Geschichte und Landeskunde Sachsens, aus den Sammlungen der beteiligten Partner angeboten. Die Karten wurden hochauflösend digitalisiert und sind online frei durchsuchbar nach Titel, Titelstichwort, Land/Ort, Bauwerk, Künstler, Datierung, Stichwort und Maßstab. Mit der Zeitleiste kann das gesamte Spektrum historischer Fragestellungen recherchiert werden, um räumliche und städtebauliche Entwicklungen zu visualisieren.

Seit August 2013 ist die SLUB Dresden mit drei bedeutenden Werken in der World Digital Library – WDL (http://www.wdl.org/) vertreten. Die Maya-Handschrift, der Sachsenspiegel und die Missa h-Moll von Johann Sebastian Bach sind die ersten Schätze aus den Beständen der SLUB, die in die weltweite Auswahl digitalisierter Quellen aufgenommen wurden.

Das Informations- und Forschungsportal zur illustrierten Presse (http://www.illustrierte-presse.de/) ist seit Dezember 2012 online: Das Digitalisierungsprojekt der SLUB Dresden in Kooperation mit dem Kommunikationswissenschaftler Professor Patrick Rössler (Universität Erfurt) wurde von der DFG, der Deutschen Nationalbibliothek sowie der Axel Springer AG als Rechtsnachfolgerin der älteren Ullstein-Presse unterstützt.

Am Institut für Afrikanistik der Universität Leipzig ist erstmals das Swahili-Forum (http://www.uni-leipzig.de/~afrika/swafo/) erschienen, eine Open-Access-Zeitschrift, in der - neben englischen, französischen und deutschen Beiträgen - regelmäßig wissenschaftliche Artikel in Swahili publiziert werden. Die weltweit einzige Zeitschrift mit wissenschaftlichen Artikeln in einer afrikanischen Sprache erscheint seit 1994. In Zusammenarbeit mit der UB Leipzig <15> wurden die Jahrgänge 1994 bis 2011 auf dem sächsischen Dokumenten- und Publikationsserver Quocosa (http://www.qucosa.de/) archiviert. Zusätzlich wurde die Zeitschrift mit einem modernen Webdesign versehen. Das bekannte Swahili-Wörterbuch Sacleux (Swahili-Französisch) ist in einer durchsuchbaren PDF-Version ebenfalls auf der Website zu finden (http://www.uni-leipzig.de/~afrika/swafo/index.php/sacleux).

BVB (Bayern)

Die Beiträge der aktuellen Ausgabe des Bibliotheksforums Bayern, befassen sich mit „Bildähnlichkeitssuche und 3D-Interaktion“ und widmen sich dem 400.Geburtstag eines der berühmtesten Pflanzenbücher, des „Hortus Eystettensis“. Weitere Schwerpunkte sind Bibliotheken in Bayern sowie die Lese- und Literaturförderung.

Im Zuge der Einstellung des Lehrbetriebs der Philosophisch-Theologischen Hochschule Benediktbeuern (PTH) zum Ende des Sommersemesters 2013 übergeben die Salesianer Don Boscos einen Großteil ihrer Bibliothek <Ben 1> an die Philosophisch-Theologische Hochschule Benedikt XVI. der niederösterreichischen Zisterzienserabtei Heiligenkreuz in Niederösterreich. Dabei handelt es sich um rund 265.000 Bände der Studienbibliothek, schwerpunktmäßig theologische und philosophische Fachbücher, die bisher für den Studienbetrieb an der PTH in Benediktbeuern genutzt wurden. Rund 35.000 Bände sozialpädagogischer Fachbücher aus dem Bestand der bisherigen Bibliothek übernimmt die Katholische Stiftungsfachhochschule (KSFH) in Benediktbeuern. Die Bibliothek des früheren Augsburger Bischofs Dr. Joseph Freundorfer (1894 – 1963), rund 6.500 Bände, geht in den Besitz der Diözese Augsburg über. Im Eigentum der Salesianer Don Boscos und damit am Standort Benediktbeuern erhalten bleiben dagegen die für den Orden wichtigen Werke der praktischen Theologie und Spiritualität, bedeutende Literatur zur Geschichte des Klosters Benediktbeuern und seinem Umfeld, eine wissenschaftlich wertvolle Gebetsbuchsammlung, ein Bestand speziell salesianischer Fachliteratur sowie der rund 3.500 Bände umfassende Altbestand der Bibliothek mit Werken, die vor 1850 erschienen sind.

Die DFG hat zum 01.05.2013 ein Zeitungsdigitalisierungsprojekt der BSB München <12> in Kooperation mit vier weiteren Bibliotheken bewilligt. Kooperationspartner sind die Staatsbibliothek zu Berlin, die SUB Bremen, die SLUB Dresden sowie die ULB Halle. Ziel des Pilotprojektes ist die Bereitstellung von über 1,5 Millionen digitalisierten Seiten, die Erprobung unterschiedlicher methodischer Verfahren sowie die Verbesserung der Präsentations- und Nachweissituation von historischen Zeitungen. Im Rahmen des Projektes wird die BSB eine der bedeutendsten Zeitungen des 19. Jahrhunderts, die Allgemeine Zeitung / Cotta‘sche Zeitung (1798-1928), digitalisieren und im Open Access bereitstellen sowie anhand einer ausgewählten Wochenschrift (Der gerade Weg) eine Tiefenerschließung mittels automatischer Artikelseparierung erproben. Ein methodischer Schwerpunkt in der Pilotphase liegt vor allem in der Evaluation der OCR von Frakturschriften. Das Pilotprojekt ist auf zwei Jahre ausgerichtet.

Der niederländische Erich Kästner-Bibliograph und -Forscher Johan Zonneveld hat mit der Internationalen Jugendbibliothek (IJB) <M 336> in München eine Vereinbarung zur Übernahme seines umfangreichen Archivs abgeschlossen. In dem Archiv befinden sich die gesamte Sammlung der Primär- und Sekundärliteratur, audiovisuelle Materialien von und über Erich Kästner sowie weitere Materialien. Besonders wertvoll sind einige originale Manuskripte von Erich Kästner sowie Johan Zonnevelds Fotoalben über die Wirkungsorte Erich Kästners. Das Archiv soll der Internationalen Jugendbibliothek im Jahr 2023 übergeben und in einer neu zu gestaltenden Erich Kästner-Forschungsstelle der Literaturwissenschaft zur Verfügung gestellt werden. Bis dahin wird Johan Zonneveld das Archiv noch weiter ergänzen und fortführen.

Wissenschaftler der Universität Regensburg haben ein neues Online-Tool zur quantitativen Untersuchung von Shakespeare-Werken entwickelt. Welcher Shakespeare-Charakter sagt was und zu welchem Zeitpunkt? Wie häufig kommt er während des Stücks zu Wort? Mit der Website To See or Not to See (http://thomaswilhelm.eu/shakespeare/) lassen sich diese Fragen beantworten und die jeweilige Auswertung grafisch darstellen. Das Online-Tool ist am Institut für Information und Medien, Sprache und Kultur der Universität Regensburg entwickelt worden. Es ist Bestandteil des Moduls „Digital Humanities“, das die Geisteswissenschaften mit den Fächern Medieninformatik und Informationswissenschaft verbindet.

Die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) ist ein Service zur Nutzung wissenschaftlicher Volltextzeitschriften. Der Dienst wurde 1997 von der UB Regensburg <355> entwickelt. Inzwischen wird die EZB als Nutzerservice in rund 600 Bibliotheken bzw. Forschungseinrichtungen in Deutschland und in aller Welt eingesetzt. Die circa 120 internationalen EZB-Partner, darunter auch die Library of Congress, verteilen sich auf zehn Staaten. Die EZB umfasst über 70.000 Titel aus allen Fachgebieten, davon mehr als 11.000 reine Online-Zeitschriften. Etwa 40.000 Fachzeitschriften sind im Volltext frei zugänglich. Die an der EZB beteiligten Einrichtungen bieten ihren Nutzern zusätzlich den Zugriff auf die Volltexte der von ihnen abonnierten E-Journals. Die UB Regensburg hat unlängst zu ihrem Zeitschriftendienst eine Android-App für Tablets und Smartphones entwickelt. Die EZB Mobile App der UB Regensburg steht kostenfrei zum Download im Google Play Store (https://play.google.com/store/apps/details?id=de.unibib.regensburg.ezb) bereit.

GBV (Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Niedersachsen, Norddeutschland, Sachsen-Anhalt und Thüringen)

Die Folien und Videos zu den auf der 17. Verbundkonferenz des GBV am 27./28.08.2013 in Oldenburg gehaltenen Vorträgen stehen auf den Konferenz-Webseiten zur Verfügung (http://verbundkonferenz.gbv.de/?page_id=2973), auch die aus dem Workshop „FAG Fernleihe und Endbenutzer“ am Nachmittag des 27.08.2013.

Der Jahresbericht 2012 der Verbundzentrale des GBV (http://www.gbv.de/Verbundzentrale/Publikationen/PDF/JB2012_mittel.pdf) steht als PDF zur Verfügung. Das Kapitel über das Fernleihsystem (Online-Fernleihe; Kopienversand im Leihverkehr; Beschleunigte Fernleihe; Lieferung von Aufsatzkopien; Verbundübergreifende Fernleihe; Internationale Online-Fernleihe; Doctor-Doc, ein Recherche- und Verwaltungstool für Aufsatzbestellungen, das sich in erster Linie für kleinere Bibliotheken mit Servicefunktion eignet; subito PreOrder) kann auf den Seiten 22 bis 25 nachgelesen werden. Die Jahresberichte 1996 bis 2012 stehen außerdem zum Abruf bereit.

Die Verbundzentrale des GBV hat die zweite Ausgabe 2013 von VZG Aktuell – Neues aus der Zentrale veröffentlicht und als PDF-Datei zur Verfügung gestellt. Besonders lesenswert sind ein Text aus der Feder von Regina Willwerth zum Thema „Online-Fernleihe und elektronische Zeitschriften im GBV“ und ein Beitrag von Reiner Diedrichs und Ute Sandholzer mit dem Titel „Nach der DFG-Entscheidung zur Neuausrichtung überregionaler Informationsservices“.

Die Verbundzentrale des GBV hat als Ergänzung zu den aktuellen Rezensionen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) auch die Nutzungsrechte für das Archiv der Jahrgänge 1949 bis 1992 erworben. Aktuell ist der Zeitraum 1949 bis 1975 digitalisiert und erschlossen. Von 26.256 Rezensionen konnten 14.010 eindeutig 29.956 Titel im Gemeinsamen Verbundkatalog (GVK) zugeordnet werden. Problematisch für den Abgleich sind die fehlenden ISBNs und die z.T. unvollständigen bibliographischen Angaben.

Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Seit Ende August 2013 ist die neue Website der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) online (http://www.preussischer-kulturbesitz.de/). Die SPK stellt darin ihre Aufgaben vor, zu denen das Vermitteln und Erschließen, Erforschen und Erweitern sowie Bewahren und Restaurieren der vielfältigen Sammlungen gehören. Mehrere Bildreihen illustrieren die Tätigkeitsfelder der Stiftung und ihrer Einrichtungen, darunter der Staatsbibliothek zu Berlin, vor. Für die schnelle Orientierung über die zahlreichen Institutionen und deren Lage in der Stadt Berlin wurde für die Website eine Standortkarte entwickelt.

Seit September 2003 berichtet die Staatsbibliothek zu Berlin <1a> jeden Monat über die fachlichen Aktivitäten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, besondere Ereignisse, Neuerwerbungen, neue Dienstleistungen, Teilnahme an Tagungen und Kongressen und vieles mehr. Die Monatsberichte können unter http://staatsbibliothek-berlin.de/die-staatsbibliothek/portrait/monatsberichte/ abonniert werden.

Im Juni 2013 erschien der sechste CrossAsia-Newsletter (http://crossasia.org/fileadmin/user_upload/Newsletter_PDF/CrossAsia_Newsletter_006.pdf) u. a. mit Informationen zu neuen Angeboten in CrossAsia, der Virtuellen Fachbibliothek für Ost- und Südostasien, und mit einem Bericht vom Arbeitstreffen „CrossAsia: 10 Jahre Digitale Infrastrukturen in den Ostasienwissenschaften“, das im April 2013 stattgefunden hatte. Außerdem warb die stellv. Leiterin der Ostasienabteilung und Fachreferentin für Japan, Ursula Flache, am 01.06.2013 für die Angebote der Ostasienabteilung beim 21. Treffen der Initiative zur Historischen Japanforschung an der Universität Hamburg. Am 18.06.2013 gab sie vor Studierenden der Japanologie der Universität Leipzig eine Einführung in die über die Virtuelle Fachbibliothek für Ost- und Südostasien – CrossAsia – angebotenen Datenbanken.

Die neue Suche des Slavistik-Portals der Staatsbibliothek zu Berlin <1a> wurde Ende Januar 2013 freigeschaltet. Die Virtuelle Fachbibliothek Slavistik (Slavistik-Portal) setzt eine neue Suchfunktion ein, über die mehrere Datenbanken, Fachbibliographien und Kataloge parallel durchsucht werden können. Auf diese Weise sind der slawistischen Fachwissenschaft die sieben Fachbibliographien aus dem Retrokonversionsprojekt der Staatsbibliothek zu Berlin 130 Jahre der deutschsprachigen Slavistik, überregionale Bibliographien wie EBSEES - Europäische Bibliographie zur Osteuropaforschung oder RussGus - Regionalwissenschaftliche Datenbank, mehrere Bibliographien aus internationalen Kooperationsprojekten mit den Slawisten und Linguisten aus der Tschechischen Republik, die Nationallizenzdatenbanken Universal Database of Social Sciences & Humanities oder Primary Sources for Slavic Studies und die Metadaten aus dem Europeana-Projekt, die den Bereich Osteuropa betreffen, in einer Suche virtuell zusammengeführt. Die Suchmaschine, die auf einer Open Source-Software aufgebaut ist, bietet vielfältige Such- und Facettierungsmöglichkeiten. Anfang Juli 2013 wurde die Datenbank Russische Kultur und Gender Studies (RuKult) in die parallele Suche integriert. Der Neuerwerbungsdienst Slavistik (http://www.slavistik-portal.de/neuerwerbungen.html) wurde vollständig überarbeitet und deutlich benutzerfreundlicher gestaltet. Der Neuerwerbungsdienst ermöglicht die Recherche nach allen Büchern, die von der Staatsbibliothek zu Berlin im Lauf von über zehn Jahren im Fach Slavistik angeschafft wurden (circa 4.500 bis 5.000 bibliographischen Einheiten pro Jahr).

Der finanziellen Förderung der DFG ist es zu verdanken, dass die Staatsbibliothek zu Berlin für ihr Sondersammelgebiet „Ausländische Zeitungen“ die Datenbank Library PressDisplay anschaffen konnte. Knapp 2.200 Tages- und Wochenzeitungen aus 87 Ländern in 42 Sprachen können im Volltext und im Originallayout bis zu 90 Tage nach deren Erscheinen von den bei der Bibliothek eingetragenen Nutzern online gelesen werden. Einzelne Artikel können gespeichert, ausgedruckt oder über soziale Netzwerke weiterverteilt werden. Auch eine maschinelle Übersetzung der Artikel ins Englische oder ins Französische wird angeboten sowie eine „Vorlesefunktion“ für Blinde und Sehbehinderte.

Seit 1904 entsteht in Berlin der Gesamtkatalog der Wiegendrucke (GW), die einzige international ausgerichtete Bibliographie aller im 15. Jahrhundert erschienen Drucke. Bisher sind – mit Verzögerungen aufgrund von Krieg und deutscher Teilung – elf Bände erschienen, in denen etwa die Hälfte der circa 30.000 erhaltenen Inkunabel-Ausgaben beschrieben ist. Vor wenigen Tagen erschien im Verlag Anton Hiersemann (Stuttgart) die erste Lieferung von Bd. XII, die eine neue Liste aller Institutionen weltweit umfasst, die Inkunabeln (= Wiegendrucke) in ihrem Bestand haben. Die Druckausgabe des GW, der seit zehn Jahren mit einer Datenbank auch im Internet präsent ist (http://www.gesamtkatalogderwiegendrucke.de), wird in Kooperation mit dem Hiersemann Verlag fortgesetzt.

Mitte August 2013 nahm die Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin die Arbeit am Projekt Bach Digital II auf. Im Projekt Bach Digital I (2008–2010) wurden die autographen Partituren und Stimmensätze Johann Sebastian Bachs digital zugänglich gemacht. Im Projekt Bach Digital II werden frühe Abschriften seiner Werke, deren Schreiber bis spätestens 1735 geboren wurden, katalogisiert und digitalisiert. Bach Digital II wird gemeinsam von der Staatsbibliothek zu Berlin (Projektleitung), dem Bach-Archiv Leipzig, der SLUB Dresden sowie dem Universitätsrechenzentrum Leipzig durchgeführt. Die DFG fördert das Projekt. Die Katalogdaten der in der Staatsbibliothek aufbewahrten Quellen werden in das international maßgebliche Nachweisinstrument für Musikhandschriften RISM-OPAC = Répertoire international des Sources Musicales (http://opac.rism.info/) einfließen. Die digitalen Abbildungen werden auf der Website der Staatsbibliothek zu Berlin (http://digital.staatsbibliothek-berlin.de/dms) wie auch im Internetportal Bach Digital (http://www.bach-digital.de/) präsentiert.

Mit der Veröffentlichung der Bibliographie „German Sales 1930 – 1945" durch die Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin <B 11> steht zum ersten Mal eine annähernd vollständige, systematisch erschlossene und online frei zugängliche bibliographische Datenbasis für Recherchen nach den zwischen 1930 und 1945 in Deutschland, Österreich und der Schweiz erschienenen Auktionskatalogen zur Verfügung. Gegliedert nach Ländern und Städten finden sich in alphabetischer Sortierung die einzelnen Auktionshäuser mit Adress-, Inhaberangabe und Zeitraum des Bestehens sowie die bibliographischen Angaben zu allen publizierten Katalogen. Informationen zum Umfang, zur Anzahl der Lose, der Gattung des Auktionsguts, den Sammlern, Schätzpreislisten, zum Standort der annotierten Exemplare, zu weiterführender Literatur sowie statistische Auswertungen zum Auktionsmarkt der Zeit ergänzen diese Angaben.

Niedersachsen

Das Georg-Eckert-Institut (GEI) in Braunschweig hat einen neuen Namen: Nachdem das Institut Anfang 2011 Teil der Leibniz-Gemeinschaft geworden ist und der Niedersächsische Landtag alle Änderungen am Gründungsgesetz des GEI im Juni 2013 einstimmig befürwortet hat, lautet der Name nun: Georg-Eckert-Institut – Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung. Mit dem neuen Namen stellt das Institut gleichzeitig sein neues Logo und sein neues Corporate Design vor. Im Jahresbericht 2012 ist das Corporate Design erstmals umgesetzt: Die digitale Ausgabe steht auf der Website des GEI zum Download zur Verfügung unter http://www.gei.de/fileadmin/bilder/Textbilder/Presse/GEI_JB_2012_Online.pdf.

Die Curricula Workstation (http://curricula-workstation.edumeres.net/) des Georg-Eckert-Instituts - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) in Braunschweig bietet einen zentralen Zugang zu deutschen und internationalen Lehrplänen in gedruckter und elektronischer Form und ermöglicht die Recherche nach derzeit fast 5.000 Lehrplänen der Fächer Geschichte, Geographie, Sozialkunde/Politik und Werteerziehung/Religion. Neben einer Suche nach Lehrplänen über die Eingabe des Landes, der Bildungsstufe, des Lernbereichs und des Erscheinungsjahres ist auch eine Volltextsuche in elektronischen Lehrplänen möglich. Die Curricula Workstation wird durch Mittel der DFG finanziert. Weitere Projekte sind die Digitalisierung historischer Schulbücher (http://www.gei-digital.de), die Datenbank zugelassener Schulbücher – GEI-DZS (http://www.edumeres.net/nc/informationen/literaturrecherche/gei-dzs.html) sowie das Informations- und Kommunikationsportal für die Bildungsmedienforschung (http://www.Edumeres.net).

Das von der DFG geförderte Virtuelle Kupferstichkabinett (http://www.virtuelles-kupferstichkabinett.de/) enthält derzeit (Stand: Anfang August 2013) 46.030 Beschreibungen und Abbildungen von Druckgraphik des 15. bis 19. Jahrhunderts aus den Sammlungen des Herzog Anton Ulrich-Museums Braunschweig und der Herzog August Bibliothek (HAB) Wolfenbüttel <23>. Bei Eingabe mehrerer Suchbegriffe in der Suchmaske erfolgt eine durch ein logisches UND verbundene Suche. Soll die Suche auf eine der Sammlungen begrenzt werden, muss auf das Logo der Sammlung geklickt werden, die bei der Suche nicht einbezogen werden soll. Ziel des Projekts ist die virtuelle Zusammenführung repräsentativer Teile der beiden Graphischen Sammlungen. Ihre Kernbestände haben gemeinsame Ursprünge in den Sammlungen der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel. Dieser historisch zusammenhängende Bestand ist zwischen dem 18. und dem frühen 20. Jahrhundert auf beide Institutionen, das Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig und die HAB Wolfenbüttel, verteilt worden. Ergänzt wird die Datenbank durch ein Glossar, das eine ausführliche Bibliographie enthält und weiterführende Informationen zu Technik und Terminologie der Druckgraphik.

Die von der SUB Göttingen <7>, der Staatsbibliothek zu Berlin <1a>, der SLUB Dresden <14> und der SUB Hamburg <18> gemeinsam mit zwei Unternehmen entwickelte Open-Source-Software GOOBI (http://www.goobi.org/) unterstützt Digitalisierungsprojekte in Bibliotheken, Archiven, Museen und Dokumentationszentren. Am 05.06.2013 wurde die Software als eines der fünf innovativsten Projekte Deutschlands im Rahmen der Verleihung des dbb Innovationspreises 2013 ausgezeichnet.

Im Rahmen der Ausschreibung „Aufbau von Kompetenzzentren für die Lizenzierung elektronischer Ressourcen“ hat die DFG ein Gemeinschaftsprojekt bewilligt, das die SUB Göttingen, die Staatsbibliothek zu Berlin und die Verbundzentrale des GBV zusammen durchführen. Diese Einrichtungen erhalten Unterstützung beim Aufbau eines Kompetenzzentrums, das im System der „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ als zentrale Dienstleistung die Aushandlung von Lizenzverträgen für elektronische Publikationen anbietet. Unter http://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/info_wissenschaft_13_49/ stehen ausführlichere Infos bereit.

Mit der Darstellung der Europäischen Union (EU) in deutschen Schulbüchern beschäftigt sich ein gemeinsames Forschungsprojekt der Universität Göttingen und des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung (GEI) in Braunschweig. Die Wissenschaftler untersuchen, wie die europäische Entwicklung des vergangenen Jahrzehnts in den Schulbüchern für den politischen Fachunterricht an allgemeinbildenden Schulen dargestellt wird. Niedersächsische Lehrkräfte äußern sich zu den Vor- und Nachteilen der eingesetzten Lehrbücher, darüber hinaus wollen die Forscher auch Schülerinnen und Schüler zu den bearbeiteten Kapiteln befragen. Das Land Niedersachsen fördert das Projekt mit dem Titel „Schulbücher als Vermittler der Europäischen Integration? Eine Studie zum politischen Fachunterricht“ drei Jahre lang mit insgesamt 200.000 Euro. Weitere Informationen sind unter http://www.uni-goettingen.de/de/265134.html verfügbar.

Das Land Niedersachsen fördert mit dem Forschungsprogramm „PRO*Niedersachsen“ 20 neue Forschungsvorhaben aus den Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften mit insgesamt 2,6 Millionen Euro. Es werden Vorhaben unterstützt, die sich fach- und institutionenübergreifend mit niedersächsischen Themen befassen. Unter den geförderten Projekten befindet sich u.a. die kritische Neuausgabe der Reisetagebücher von Ulrich Jasper Seetzen (1767 bis 1811) durch die Landesbibliothek Oldenburg <45>. Schwerpunkt ist der Abschnitt Jever - Konstantinopel samt „Reise-Plan“ Seetzens. Seetzen, geboren im Jeverland, bereiste ab 1802 den Nahen Osten, wo er 1811 auf dem Weg nach Sanaa im Jemen unter ungeklärten Umständen starb. Seine Tagebücher und Arabisch-Vokabellisten sind noch heute wichtige Quelle der Arabistik.

Ein großer Teil der rund 300.000 im Verzeichnis der im deutschen Sprachraum erschienenen Drucke des 17. Jahrhunderts (VD 17) wurde bereits digitalisiert. Diese Leistung ist durch die Zusammenarbeit von mittlerweile 18 deutschen Bibliotheken möglich geworden, die einem Masterplan zur Digitalisierung der Drucke des 17. Jahrhunderts folgen. Im Rahmen dieses Masterplanes, der die möglichst vollständige Digitalisierung der verzeichneten Werke vorsieht, überführt die Herzog August Bibliothek <23> in Wolfenbüttel in einem auf drei Jahre angelegten Projekt etwa 5.000 Werke der so genannten „Mainstream“-Literatur in digitale Form, wodurch sich die Zahl der in der VD 17-Datenbank zur Verfügung stehenden Digitalisate auf insgesamt 70.000 erhöht. Die Auswahl der zum „Mainstream“ zugeordneten Literatur setzt sich aus besonders zentralen und weit verbreiteten Titeln des 17. Jahrhunderts zusammen, bei denen eine hohe Bedeutung für die Forschung vermutet werden kann. Kriterium für die Auswahl der Werke ist der Nachweis von wenigstens einem Exemplar im Bestand von mindestens drei der am VD 17 beteiligten Bibliotheken. Nach dem Vorbild bereits durchgeführter Massendigitalisierungsprojekte wird die Herzog August Bibliothek im Laufe des Projekts insgesamt rund 750.000 Seiten digitalisieren.

Norddeutschland

Die Website zum Bibliothekartag 2014 in Bremen, der vom 03. bis 06.06.2014 im Messe und Congress Zentrum Bremen stattfindet, ist online. Alle Links rund um die Bibliothekartage seit dem 89. Deutschen Bibliothekartag in Freiburg sind auf der vom Verein Deutscher Bibliothekare (VDB) und Berufsverband Information Bibliothek (BIB) bereit gestellten zentralen Portalseite http://www.bibliothekartag.de/ zu finden.

Nach mehr als einem Jahr Vorbereitung konnten Anfang Juli 2013 die Katalogdaten der Stadtbibliothek Bremen <478> in den Gemeinsamen Verbundkatalog (GVK) integriert werden. Eingespielt wurden 336.917 Titelsätze mit 552.319 Exemplaren. Seit dem 10.07.2013 katalogisiert die Stadtbibliothek Bremen ihre Neuzugänge im GVK.

Die VolkswagenStiftung fördert das Kooperationsprojekt „Fiction Meets Science“ (http://www.fictionmeetsscience.org/) zum Thema Wissenschaftsromane. In dem Projektverbund der Universitäten Bremen und Oldenburg sowie des Hanse-Wissenschaftskollegs wird die literarische Aufbereitung des Wissenschaftsbetriebs untersucht. Die VolkswagenStiftung unterstützt den Verbund innerhalb der Förderinitiative „Schlüsselthemen für Wissenschaft und Gesellschaft“ mit 770.500 Euro. Wissenschaftsromane und ihre Rezeption werden mit literaturwissenschaftlichen und soziologischen Fragen untersucht.

Die UB Greifswald <9> hat 130.000 Seiten Greifswalder Tageszeitungen digitalisiert. Damit konnten die Inhalte der besonders empfindlichen Zeitungen aus dem 19. Jahrhundert gesichert werden. Die Zeitungsansichten werden über die Digitale Bibliothek Mecklenburg-Vorpommern (http://ub-goobi-pr2.ub.uni-greifswald.de/ - „Sammlungen“ anklicken) bereitgestellt. Weitere rund 500 Pommersche Zeitungen mit etwa 20.000 Bänden und über 3 Mio. Seiten befinden sich im Bestand verschiedener polnischer und deutscher Einrichtungen. Sie sind akut vom Zerfall bedroht. Die Ksiaznica Pomorska in Posen und die UB Greifswald erfassen ihre Bestände in einer gemeinsamen Datenbank (http://gso.gbv.de/DB=2.69/). Im Anschluss werden die Zeitungen digitalisiert und mit Metadaten angereichert. Zusätzlich wird versucht, Bestandslücken durch Digitalisate aus anderen Einrichtungen zu ergänzen. Auf diese Weise sollen möglichst komplette Ausgaben zur wissenschaftlichen und privaten Nutzung online zur Verfügung gestellt werden.

Die 34. ASpB-Tagung (http://www.aspb2013.de) fand vom 11. bis 13.09.2013 unter dem Motto „Leinen los! Innovationen und strategische Turn Arounds in Spezialbibliotheken“ in Kiel statt. Die Vorträge, die dort gehalten wurden, sind im ASpB-Tagungsarchiv nachzulesen, darunter die Opening Keynote von Prof. Dr. Rudolf Mumenthaler (HTW Chur) zur Zukunft wissenschaftlicher Bibliotheken, der Vortrag zum Thema „Der Weg der Bibliotheken in die Cloud“ von Robert Scheuerl (BSB München) und der Vortrag „Kooperative Digitalisierungsprojekte als Basis virtueller Zusammenführung verstreuter Bestände. Ein Erfahrungsbericht zu internationalen Kooperationen“ von Albert Weber (Institut für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg).

Die UB Kiel <8> und die Herzog August Bibliothek <23> in Wolfenbüttel haben am 01.09.2013 ein gemeinsames DFG-finanziertes Forschungsprojekt gestartet. Ziel des zunächst auf drei Jahre angelegten Projektes ist die handschriftenkundliche Beschreibung und inhaltliche Erschließung der mittelalterlichen Handschriften aus dem Augustiner-Chorherrenstift Bordesholm, die den ältesten Teilbestand der UB Kiel bilden. Während der Projektlaufzeit soll nach den Richtlinien der DFG ein Handschriftenkatalog in gedruckter und digitaler Form entstehen, der Bestand digitalisiert und eine neuartige Erfassungsmethode für Wasserzeichen erprobt werden. Weitere Informationen sind unter http://www.uni-kiel.de/aktuell/pm/2013/2013-237-handschriften.shtml erhältlich.

Das Archivmaterial zum Schriftsteller Uwe Johnson (1934-1984) kann wieder genutzt werden. Ein Jahr nach dem Umzug von Marbach nach Rostock wurde das Uwe-Johnson-Archiv am 17.10.2013 in den Räumen der Universität Rostock eröffnet. Die neu eingerichtete Uwe Johnson-Forschungsstelle (http://www.ujfs.uni-rostock.de/forschungsstelle/) und die UB Rostock <28> haben in den vergangenen 12 Monaten gemeinsam die Voraussetzungen dafür geschaffen, das Archiv der Öffentlichkeit wieder zur Verfügung stellen zu können. Die Forschungsstelle hat einen Überblick über den Umfang und die Beschaffenheit der etwa 50.000 Seiten Manuskripte, Briefe und weiteren Archivalien erarbeitet und die Bestände vollständig dokumentiert. Die UB Rostock schließt die Katalogisierung der umfangreichen Bibliothek Johnsons mit rund 8.000 Büchern bis Jahresende ab. Alle juristischen und organisatorischen Voraussetzungen für den Betrieb des Archivs sind gewährleistet. Eine Online-Bibliographie zu Uwe Johnson mit der Berichtszeit 2010-2011 hat die Forschungsstelle unter http://www.ujfs.uni-rostock.de/bibliographie/ ins Netz gestellt. Sie setzt die Bibliographie fort, die Nicolai Riedel 1976 begonnen hat.

Thüringen

Die Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek (ThULB) Jena <27> hat den Nachlass Walter Euckens (1891-1950) und seiner Frau Edith Eucken-Erdsiek (1896-1985) übernommen. Rund 270.000 Blatt an Manuskripten, Briefen und Materialsammlungen sind ihr übergeben worden.

hbz (Nordrhein-Westfalen und Teile von Rheinland-Pfalz)

Das hbz hat seinen Newsletter 2013/3 für den Zeitraum 01.Mai bis 31.August 2013 veröffentlicht. Der Newsletter behandelt folgende Themen: Verbund; Portale; Digitale Inhalte; Publikationssysteme; Linked Open Data; Deutsche und Österreichische Bibliotheksstatistik; Digitalisierung und Catalogue Enrichment und Marketing.

BASE (= Bielefeld Academic Search Engine) hat Ende August 2013 die 50 Millionen-Marke durchbrochen. Exakt 50.073.859 Dokumente aus 2.699 Quellen waren am 28.08.2013 frei durchsuchbar. Die Zahl der indexierten Dokumente konnte seit Jahresbeginn um 10 Millionen gesteigert werden, die Zahl der indexierten Quellen hat sich auf rund 2.700 aus 88 Ländern erhöht. Deutlich gesteigert wurde auch die Zahl der Dokumente, die automatisch mit einer DDC-Notation klassifiziert und damit über ein Browsing durchsuchbar gemacht werden konnte. Mittlerweile sind über das DDC-Browsing 7,5 Millionen Dokumente auffindbar. Wen der „nationale“ Nachweis von OAI(= Open Archives Initiative)-Metadaten interessiert, kann sich über http://de.base-search.net/ einen Überblick verschaffen. Derzeit können 232 deutsche Quellen mit knapp 4 Millionen Dokumenten durchsucht werden.

Die Gesellschaft für Informatik e. V. (GI), deren Geschäftsstelle sich im Wissenschaftszentrum in Bonn befindet, bietet auf ihrer Website ein umfangreiches Informatik-Lexikon an (http://www.gi.de/service/informatiklexikon.html). Ebenfalls von Nutzen ist das Informatik-Begriffsnetz, das von der GI unter http://public.beuth-hochschule.de/~giak/ präsentiert wird. Seit kurzem kooperiert die GI mit Springer DE und bietet ihren Mitgliedern Informatik- und andere Fachliteratur in einem Portal an. Neben der GI-eigenen Literatur haben (leider nur) Mitglieder im Abonnement Zugriff auf rund 30.000 Fachbücher und knapp 300 Fachzeitschriften (http://www.gi.de/portal). – Die GI hat eine Liste von knapp 40 Fragen und Antworten (FAQ) zur Spähaffäre und den Enthüllungen durch Edward Snowdon veröffentlicht. Die Liste ist unter http://www.gi.de/themen/ueberwachungsaffaire-2013 zugänglich.

Die Max-Weber-Stiftung, deren Geschäftsstelle sich in Bonn befindet, und die Gerda-Henkel-Stiftung in Düsseldorf haben im Juli 2013 eine neue Internet-Reihe mit dem Titel „Max meets LISA“ (http://www.lisa.gerda-henkel-stiftung.de) gestartet. In einem jeweils einstündigen Gespräch unterhalten sich Geschichts-, Sozial- und Kulturwissenschaftler über die gesellschaftliche Relevanz ihrer Arbeit und die Zukunft ihrer Wissenschaftsdisziplinen. Die Videoreihe ist auf vier Ausgaben pro Jahr angelegt. Zur Premiere waren die Historiker Paul Nolte (Berlin) und Maren Möhring (Potsdam) eingeladen.

Einen Einblick in die Arbeit der ULB Düsseldorf <61> bietet der kürzlich erschienene Jahresbericht 2012. Der Bericht für das vergangene Jahr und die Jahre seit 2005 sind im Jahresberichtsarchiv zu finden. Wie war die finanzielle Ausstattung? Wofür wurden die Mittel verausgabt? Welche neuen Services hat die ULB entwickelt? Neben den wichtigsten Kennzahlen liegt ein besonderes Augenmerk auf der Dokumentation der vielfältigen an der ULB durchgeführten Projekte.

Die Digitalisate der Pharmaziehistorischen Bibliothek Dr. Helmut Vester der ULB Düsseldorf sind auch über den Katalog des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (GVB), den Katalog der UB Braunschweig und über die Virtuelle Fachbibliothek Pharmazie (ViFaPharm) recherchierbar. Neben der Bereitstellung in den Digitalen Sammlungen der ULB Düsseldorf (http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/vester) steht der wertvolle Präsenzbestand damit auch im zentralen Rechercheportal Pharmazie für die internationale wissenschaftliche Erschließung unter http://www.vifapharm.de zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit der UB Braunschweig und der Firma semantics konnten im letzten halben Jahr rund 2.570 Datensätze eingespielt und freigegeben werden. Bis zum Abschluss des Digitalisierungsprojekts Vester Ende 2013 werden rund weitere 500 Titel hinzukommen. Die Sammlung Vester der ULB, deren Kern rund 6.600 Bücher des 16. bis 20. Jahrhunderts bilden, umfasst Titel aus allen Bereichen der Pharmaziegeschichte. Hervorzuheben sind eine umfangreiche Sammlung von Pharmakopöen (= Arzneibücher) nahezu aller deutschen Regionen und zahlreicher europäischer Länder sowie eine große Anzahl von Kräuter- und Pflanzenbüchern des 16. bis 19. Jahrhunderts. Seit 2010 fördert die DFG die Digitalisierung der Monographien der Sammlung.

Das von der DFG geförderte Projekt zur Erschließung und Digitalisierung von historischen Düsseldorfer Theaterzetteln aus dem 19. Jahrhundert konnte nach einer Laufzeit von 18 Monaten abgeschlossen werden. 13.069 historische Theaterzettel der Düsseldorfer Bühnen aus den Jahren 1802 bis 1918, die sich im Bestand der ULB Düsseldorf befinden, wurden katalogisiert, digitalisiert und online zur Verfügung gestellt. Die Theaterzettel sind unter http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/theaterzettel zugänglich.

Köln hat zahlreiche Bibliotheken und Archive. Die zehn größten Kölner Bibliotheken haben sich vor elf Jahren unter dem virtuellen Dach der KölnBib (http://www.koelnbib.de) zusammengeschlossen. Zwei weitere Archive sind kürzlich dem Verbund beigetreten: das Rheinisch-Westfälische-Wirtschaftsarchiv (http://www.ihk-koeln.de/Rheinisch_Westfaelisches_Wirtschaftsarchiv.AxCMS) und der FrauenMediaTurm - FMT (http://www.frauenmediaturm.de/).

Die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) <38 M> in Köln steht für Wissenschaftler aus den Fachgebieten Medizin, Gesundheit, Ernährungs-, Umwelt- und Agrarwissenschaften als Ansprechpartner zum Thema Digital Object Identifier (DOI) zur Verfügung. In Kooperation mit der Technischen Informationsbibliothek (TIB) in Hannover fungiert die ZB MED als Vergabestelle für DOI in Deutschland. Die Bibliothek ist Mitglied von DataCite e.V., einer internationalen Non-Profit-Vereinigung, die Dienstleistungen und Know How zum Thema Referenzierung von Forschungsdaten bereitstellt. DOI sind dauerhafte und eindeutige Bezeichner eines elektronischen Objektes und somit ein wichtiges Referenzierungsmittel.

Die FH Köln hat in der Reihe B.I.T. online innovativ als Band 44 das Buch MALIS Praxisprojekte 2013: Projektberichte aus dem berufsbegleitenden Masterstudiengang Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Fachhochschule Köln. Hrsg. von Achim Oßwald et al. Wiesbaden: Dinges & Frick, 2013. 260 S., Euro 29,50 ISBN 978-3-934997-51-6 herausgegeben. Es ist als Open-Access-Publikation unter http://www.b-i-t-online.de/daten/BIT_Innovativ_44_MaLIS.pdf oder unter http://www.fbi.fh-koeln.de/institut/papers/malisbuch2013.php verfügbar. Der Band präsentiert Arbeitsergebnisse von Teilnehmerinnen und Teilnehmern des berufsbegleitenden Masterstudiengangs Bibliotheks- und Informationswissenschaft (MALIS – Master in Library and Information Science) der FH Köln. Die Beiträge beschäftigen sich u. a. mit der Einführung eines RFID-basierten Selbstabholbereichs für Fernleihbestände an der ULB Düsseldorf (Martin Reymer), Vorbereitungen zur Langzeitarchivierung einer Fotokollektion (Melanie Engels) und Virtuellen Lernräumen an Hochschulen (Anke Petschenka).

Die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln <Kn 3> (http://www.museenkoeln.de/kunst-und-museumsbibliothek/) wird womöglich zerschlagen. Dagegen haben mehrere Künstler, darunter Gerhard Richter und Rosemarie Trockel, Museumsdirektoren, darunter Max Hollein und Peter Weibel, Kunsthistoriker und Bibliothekare in einem Aufruf protestiert, der stattdessen den Einzug der Kunst- und Museumsbibliothek in den Neubau des Historischen Archivs der Stadt Köln fordert. Der Einzug war im Oktober 2009 vom Rat der Stadt entschieden worden. Wegen Sparmaßnahmen droht der ursprüngliche Plan jedoch aufgegeben zu werden. Die Folge wäre eine Aufteilung der Bibliotheksbestände auf mehrere Einrichtungen und damit die Zerschlagung.

Das Zentrum für Bibliotheks- und Informationswissenschaftliche Weiterbildung an der Fachhochschule Köln hat für 2012 erstmals einen Jahresbericht vorgelegt. Mit dem Charakter eines Magazins soll der Bericht neben Transparenz auch allgemein Interesse für das Thema Weiterbildung und das Kölner Angebot wecken.

Seit 2007 veröffentlicht das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ) einen regelmäßig erscheinenden Jahresbericht, der in Wort und Bild einen zusammenfassenden Überblick über das Dienstleistungsangebot des LBZ mit seinen fünf Standorten gibt. Kürzlich ist der Jahresbericht 2012 als PDF-Dokument erschienen. Alle Jahresberichte des LBZ sind unter http://www.lbz-rlp.de/cms/service/publikationen/jahresberichte/index.html abrufbar.

Seit dem Heft 6/2013 ist das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ)neben der Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) BerlinMitherausgeber der Zeitschrift BIBLIOTHEKSDIENST, die im Verlag De Gruyter erscheint. „Sach- und fachgerecht“ wird der BIBLIOTHEKSDIENST weiterhin von Annette Gerlach betreut, langjährige Mitarbeiterin der ZLB und neue Leiterin des LBZ Rheinland-Pfalz. Unterstützt wird sie in dieser Aufgabe von Barbara Koelges, der Leiterin der Öffentlichkeits- und Pressearbeit des LBZ.

Das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ) hat eine neue Ausgabe ihrer Fachzeitschrift bibliotheken heute (Heft 2/2013) veröffentlicht. Sämtliche Ausgaben seit 2005 stehen im Volltext unter http://www.lbz-rlp.de/cms/service/publikationen/bibliotheken-heute/index.html zum Abruf bereit.

Das im Fach Kunstgeschichte der Universität Trier angesiedelte und von der DFG geförderte Projekt „Edition der Zunftordnungen für Maler bis um 1800“ publiziert die deutschsprachigen Zunft- und Handwerksordnungen für Bildende Künstler bis etwa 1800. Die Editionsarbeit geht Hand in Hand mit dem EU-Projekt artifex (http://www.artifex.uni-trier.de), das ergänzendes Quellenmaterial herausgibt und darüber hinaus die Künstlerausbildung ausgewählter Städte und Persönlichkeiten, Künstlerfeste und Selbstinszenierungen untersucht. Nach Abschluss beider Projekte liegen alle deutschsprachigen mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Ausbildungsordnungen für Maler ediert vor. Damit kann für das Alte Reich erstmals auf eine Quellensammlung zurückgegriffen werden, die die Ausbildung von Malern in Zünften oder Gilden des deutschsprachigen Raumes regelte. Die Quellensammlung bildet die Grundlage für neue Forschungserkenntnisse zur Lebenswirklichkeit von Künstlern in der Frühen Neuzeit.

HeBIS (Hessen und Teile von Rheinland-Pfalz)

Die Vortragsfolien des Online-Fernleihe-Anwendertreffens von HeBIS am 09.09.2013 in Frankfurt am Main können unter der Internet-Adresse http://www.hebis.de/de/1fernleihe/biblinfos/veranstaltungen/HeBIS-Fernleihe-Anwendertreffen_2013n.pdf abgerufen werden. Ein Bericht über das Treffen steht unter http://www.hebis.de/de/1cocktail/cocktail_detail.php?we_editObject_ID=9981 zur Verfügung.

Der Deutsche Bildungsserver (http://www.bildungsserver.de/), der im Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung – DIPF (http://www.dipf.de/) in Frankfurt am Main koordiniert wird, stellt ein umfangreiches Online-Dossier zum Thema „Alphabetisierung“ bereit. Das Dossier gibt einen Überblick über die wichtigsten Initiativen, Akteure und Informationen. Es enthält Angaben und Links zu den relevanten Alphabetisierungsmaßnahmen, Projekten und Kampagnen in Deutschland, stellt die wichtigsten Akteure und Bündnisse in diesem Bereich vor und erläutert die Initiativen der UNESCO und weiterer internationaler Einrichtungen. Außerdem enthält die Zusammenstellung zahlreiche Hinweise auf Lernportale, Texte und Materialien zu dem Thema. Der Deutsche Bildungsserver, ein Gemeinschaftsservice von Bund und Ländern, ist der zentrale Internet-Wegweiser zum Bildungssystem in Deutschland.

AVL digital (http://avldigital.wordpress.com/) ist ein gemeinsames Blog der UB Frankfurt am Main, der Bibliothek des Zentrums für Literatur- und Kulturforschung in Berlin und der Deutschen Gesellschaft für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft (DGAVL) in Bonn. Ansprechpartner ist Volker Michel, Fachreferent für die Sondersammelgebiete Germanistik, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Frankfurter Universitätsbibliothek. AVL digital berichtet über Neuigkeiten aus der Forschung, gibt Hinweise auf aktuelle Rezensionen, informiert über Bibliotheksnachrichten und weist auf Veranstaltungen hin.

Über 100 seltene deutschsprachige botanische Zeitschriften aus dem Zeitraum 1753 bis 1914 sind über die Digitalen Sammlungen der UB Frankfurt <30> (http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/botanik) online zugänglich. Bis Anfang Oktober 2013 kommen weitere achtzig hinzu. Das 2011 begonnene zweijährige Projekt wurde von der DFG gefördert. Vorrangig wurden die Bestände der beiden Projektpartner UB Frankfurt und Bibliothek des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin-Dahlem <188/24> der Freien Universität Berlin digitalisiert. 26 weitere Bibliotheken aus ganz Deutschland trugen dazu bei, die seltenen Zeitschriften möglichst vollständig zu digitalisieren. Die Volltexte sind auch über die Virtuelle Fachbibliothek Biologie (vifabio) für Wissenschaftler zugänglich, die Einbindung in weitere Portale wie Biodiversity Heritage Library Europe (http://www.bhl-europe.eu/) ist vorgesehen.

Die Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz <36> ist seit Ende 2012 Teilnehmerbibliothek am Projekt des VD 17 (http://www.vd17.de/). Sie meldet seitdem ein- bis zweimal jährlich Titel aus der laufenden Erfassung von Rara und anderen Altbeständen, die noch nicht im VD 17 enthalten sind. Dabei liefert sie die Titelaufnahmen nach den Regeln des HeBIS-Verbundes und – falls nötig – neue Normdatensätze für Personen und Körperschaften. Außerdem erstellt sie die Scans der Schlüsselseiten. Die weitere Bearbeitung erfolgt in der BSB München auf der Basis von Kopien aussagekräftiger Seiten bzw. des Originals, das per Kurier oder Wertpaket nach München transportiert wurde.

Die am Fachbereich Germanistik und Kunstwissenschaften der Philipps-Universität Marburg angesiedelte „Arbeitsstelle Marcel Reich-Ranicki für Literaturkritik in Deutschland“ erhält nach dem Tod des Literaturkritikers am 18.09.2013 die Bibliothek aus dem Nachlass von Reich-Ranicki. Bereits 2010 hatte der Kritiker einen Großteil seiner Buchbestände sowie umfangreiches Arbeitsmaterial zur Erstellung seiner Rezensionen der Bibliothek Germanistik und Medienwissenschaften und der von seinem früheren Mitarbeiter Anz initiierten Arbeitsstelle vermacht. Im Rahmen des Studien- und Forschungsschwerpunktes „Literaturvermittlung in den Medien“ eröffnete das Institut für Neuere deutsche Literatur der Marburger Universität am 05.07.2010 die Forschungsstätte. Die Arbeitsstelle archiviert alle Zeitungsartikel, die der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki veröffentlicht hat, seine Buchpublikationen, Bücher über ihn und aus seiner Bibliothek sowie diverse andere Arbeitsmaterialien, die Reich-Ranicki der Arbeitsstelle zur Verfügung gestellt hat. Ergänzt wird das Archiv durch Materialien, die andere über Reich-Ranicki gesammelt haben. Reinhard Helling, der 1993 eine umfassende Diplomarbeit über das publizistische Wirken des Kritikers vorlegte, hat sein Archiv der Arbeitsstelle 2010 zur Verfügung gestellt. Sie dient der Forschung zum Lebenswerk des Literaturkritikers. Zu den Projekten gehören eine komplette Bibliographie Reich-Ranickis sowie eine Werkausgabe seiner Literaturkritiken. Dafür arbeitet die Marburger Arbeitsstelle eng mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach zusammen, wo sich unter anderem die nachgelassenen Korrespondenzen des Literaturkritikers befinden.

Unter der Überschrift „Aristokratismus. Historische und literarische Semantik von ‚Adel‘ zwischen Kulturkritik der Jahrhundertwende und Nationalsozialismus (1890-1945)“ werden Historiker und Literaturwissenschaftler der Philipps-Universität Marburg die Frage untersuchen, wie es kam und was es bedeutete, dass trotz abnehmender Bedeutung des Adels in Europa seit Ende des 19. Jahrhunderts in Politik, Kultur und Gesellschaft neue Ideen und Vorstellungen von „Adel“ auftauchten. Die DFG fördert das Projekt der Marburger Universität für eine Laufzeit von drei Jahren mit insgesamt 315.00 Euro. Zu dem Projekt gehören die Auswertung einer großen Zahl zeitgenössischer Zeitschriften und der Aufbau einer Datenbank über das semantische Feld „Adel“ und „Aristokratie“. Diese Datenbank, für die die DFG ebenfalls Mittel zur Verfügung gestellt hat, soll nach Abschluss des Projekts für die allgemeine Forschung und Nutzung zugänglich sein.

KOBV (Berlin und Brandenburg)

Im Rahmen von Berlin Open Data (http://daten.berlin.de/) steht die Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums, in der sämtliche von den Nationalsozialisten zwischen 1938 bis 1941 verbotenen Autoren und ihre Werke enthalten sind, frei im Internet zur Verfügung (http://daten.berlin.de/datensaetze/liste-der-verbannten-b%C3%BCcher). Die Liste wurde nur als vertrauliches Schriftstück an die Reichsschrifttumskammer sowie die Vorstände von Buchhandel und Bibliotheken weitergegeben. Der Webhoster Klaus Lehmann (Radeberg bei Dresden) hat eine (erheblich verbesserte) Allegro-Datenbank aus der Liste generiert (http://schrifttum.allegronet.de/). - In ähnlicher Weise stellt die Koordinierungsstelle Stolpersteine die Liste aller Stolpersteine in Berlin im Gedenken an die von den Nationalsozialisten vertriebenen und ermordeten Mitbürger mit mehr als 4.900 Einträgen bereit. Auch diese Zusammenfassung ist unter http://daten.berlin.de/datensaetze/liste-der-stolpersteine-berlin zu finden.

Das Onlineportal Lesungen.net (http://www.lesungen.net/), das vor zwei Jahren vom Literarischen Colloquium Berlin (LCB) gestartet wurde, ist erheblich erweitert worden. Das LCB bietet seit September 2011 über Lesungen.net historische und aktuelle Veranstaltungen seines Tonarchivs zum kostenfreien Nachhören und zum Download an. Als Kooperationspartner konnten die Literaturhäuser Basel und Wien gewonnen werden. Mit Hilfe finanzieller Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) wurde es vor kurzem möglich, neben der Reihe Studio LCB auch alle anderen Veranstaltungen aus dem LCB-Tonarchiv, das bis in die 1960er Jahre zurückreicht, sukzessive einzupflegen, darunter Tondokumente von Günter Grass, Christa Wolf, Max Frisch, Martin Walser, Herta Müller, Czesław Miłosz, Ernst Jandl oder Daniel Kehlmann.

Die aktuelle Ausgabe #23 der Online-Zeitschrift LIBREAS. Library Ideas, die am Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin herausgegeben wird, ist erschienen (http://libreas.eu/). Das neue - und bislang umfangreichste - Heft #23 der LIBREAS hat den Schwerpunkt „Forschungsdaten, Metadaten, Noch mehr Daten. Forschungsdatenmanagement“ und enthält Beiträge aus der deutschen und schweizerischen Forschung und Praxis.

Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) in Berlin hat im April 2013 eine interaktive Forschungsdatenbank auf seiner Internetseite veröffentlicht, die einen bundesweiten Überblick über Studienprojekte im Bereich der Versorgung hilfs-, pflegebedürftiger und behinderter Menschen ermöglicht. Mit dem Aufbau des Online-Dienstes will die Stiftung Know-how im Bereich der Pflege sichtbarer und damit effizienter nutzbar machen.

Deutsche Nationalbibliothek (DNB)

WebDewey Search ist das frei zugängliche Recherche-Instrument der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) für mit der Dewey-Dezimalklassifikation (DDC) erschlossene Ressourcen. WebDewey Search bietet dem Nutzer verschiedene Recherchemöglichkeiten: Über eine verbale Suche im Index der DDC-Registereinträge oder die Suche mit einer DDC-Notation kann der Nutzer gezielt zu einer Stelle in der DDC-Hierarchie gelangen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeiten des Browsens einmal über die Haupttafeln der DDC und einmal über die Hilfstafeln (z.B. Geografika). So kann man in den Hierarchien der Klassen bis auf die tiefsten Ebenen und damit zu sehr spezifischen Themen browsen. Zur Veranschaulichung: Über die verbale Suche mit den Suchbegriffen „Snowboarding“, „Alternative Medizin“ und „Diskursanalyse“ oder die DDC-Notationen 796.939, 615.5 und 401.41 gelangt der Nutzer über den Link des gewählten Katalogs auf die Suchergebnisseite der Deutschen Nationalbibliothek und weiterer angeschlossener Bibliotheks- bzw. Verbundkataloge (derzeit GBV, HeBIS, SWB; FU Berlin, SUB Göttingen) und damit an die für ihn relevante Literatur.

Seit kurzem ist der Katalog der Anne-Frank-Shoah-Bibliothek, der in den Verbundkatalog der Arbeitsgemeinschaft der Gedenkstättenbibliotheken (AGGB) integriert ist, auch direkt auf der Homepage der Deutschen Nationalbibliothek unter der Navigation Kataloge (http://www.dnb.de/kataloge) zu finden. Zum schnelleren und einfacheren Sucheinstieg kommt ein verbessertes Angebot an Suchoptionen (beispielsweise sind jetzt neben Titeln, Verfassern, Schlagwörtern, Sprache, Signatur und Format auch Neuerscheinungen zu einem bestimmten Thema suchbar).

Repräsentanten des deutschen Buchhandels stifteten der 1848/1849 in der Paulskirche zu Frankfurt tagenden Nationalversammlung eine 4.600 Bände umfassende Handbibliothek und empfahlen zugleich den Aufbau einer Reichsbibliothek. Nach dem Scheitern der Nationalversammlung gelangte diese Handbibliothek 1855 an das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg. Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens erhielt 1938 die Deutsche Bücherei Leipzig die Bestände. Die Sammlung umfasst deutschsprachige staats- und volkswirtschaftliche Bücher, philosophische Werke sowie Länder- und Städtebeschreibungen mit bibliophilem Charakter. Der Katalog der Reichsbibliothek ist im Original erhalten, das Bestandsverzeichnis steht auch in elektronischer Form zur Verfügung (http://d-nb.info/975382632/34). Die Benutzung erfolgt im Shoah-Lesesaal der DNB Leipzig (vgl. auch dazu Barbara Trettner. „Ein 'Schatz' in der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig“. Dialog mit Bibliotheken 2013/2. S.54-55).

Auf Wunsch des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Bernd Neumann, hat das Deutsche Exilarchiv 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek die Federführung und Koordination der virtuellen Ausstellung und des Netzwerks Künste im Exil (http://www.kuenste-im-exil.de/) übernommen. Dem Netzwerk gehören bereits über 25 Museen, Archive und Forschungseinrichtungen an (darunter das Deutsche Literaturarchiv Marbach, das Archiv der Akademie der Künste in Berlin und das Buddenbrookhaus / Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum in Lübeck). Aus den Beständen und mit Unterstützung des Expertenwissens der Netzwerkpartner wird die virtuelle Ausstellung stetig erweitert (vgl. auch dazu Anne-Marie Bernhard; Kathrin Massar. „Künste im Exil – Eine explorative virtuelle Ausstellung“. Dialog mit Bibliotheken 2013/2. S.4-6).

Die DNB hat eine neue Ausgabe ihrer Fachzeitschrift Dialog mit Bibliotheken (2013,2) veröffentlicht. Das Inhaltsverzeichnis steht unter http://www.dnb.de/DE/Service/Publikationen/dialogmitbibliotheken.html zum Abruf bereit; die Volltexte der Ausgaben 2006 bis 2012 stehen dort ebenfalls zur Verfügung.

Ausland / Internationaler Leihverkehr

Internationaler Leihverkehr

Die 13. IFLA Interlending and Document Supply Conference fand vom 16. bis 18.10.2013 an der Universität Peking statt. Gastgeber war das China Academic Library and Information System (CALIS).

Asien / Ozeanien

Wer mehr wissen möchte über die Bibliotheken und ihre Entwicklungen in dieser fernen Weltregion, der kann sich über den kostenlosen Newsletter CDNLAO (Conference of Directors of National Libraries in Asia and Oceania) auf dem Laufenden halten. In den drei Ausgaben pro Jahr findet sich jeweils ein Schwerpunktthema, beispielsweise zur Leseförderung in der nächsten Ausgabe. Die Newsletter sind in englischer Sprache (nach: dbv-Newsletter Nr. 8/2013).

Frankreich

In dem Blog Franco-Fil (http://francofil.hypotheses.org/) werden Online-Ressourcen für die geisteswissenschaftliche Forschung zu Frankreich vorgestellt sowie Hinweise und Tipps für die Informationssuche gegeben. Das Blog ist interdisziplinär ausgerichtet und wendet sich an alle Geisteswissenschaftler, Studierende und Forschende, die an Frankreich interessiert sind. Es wird vom Centre Interdisciplinaire d’études et de recherches sur l’Allemagne (CIERA) und dem Deutschen Historischen Institut Paris betrieben. Besonders erwähnenswert sind die sogenannten Mittwochstipps (so z. B. der Mittwochstipp 8, ein Hinweis auf die Base des Traités et Accords (- Traités anklicken), einer frei zugänglichen Online-Datenbank, die sowohl historische als auch aktuelle multi- und bilaterale Verträge und Abkommen Frankreichs mit Staaten und internationalen Organisationen umfasst).

Im Blog Franco-Fil führt die Historikerin und Bibliothekarin Mareike König in die Online-Recherche und Dokumentenbeschaffung in Frankreich (http://francofil.hypotheses.org/1130) ein. König veröffentlicht auf den Blog-Seiten eine unkommentierte Linkliste der besprochenen Websites sowie eine kurze Bibliographie. Erläuterungen zu den einzelnen Angeboten finden sich in der eingebundenen Präsentation der Einführung, die auch als PDF heruntergeladen werden kann.

IFLA

IFLA hat die IFLA-Library (http://library.ifla.org) freigeschaltet. Dort werden sämtliche IFLA-Papiere und –Dokumente zentral bereitgestellt.

Kroatien

EBLIDA (European Bureau of Library, Information and Documentation Associations) ist seit ihrer Gründung 1992 die europäische Dachorganisation der nationalen Bibliotheks-, Informations-, Archiv- und Dokumentationsverbände in Europa. EBLIDA, mit Sitz im niederländischen Den Haag, vertritt die Interessen des Bibliothekswesens auf europäischer Ebene bei EU-Kommissionen, beim Europarat und EU-Parlament. Themen sind die europäische Informationsgesellschaft, Bildung und Lebenslanges Lernen, Urheberrecht und Lizenzierung, freier Zugang zur Information und Digitalisierung, EU-Erweiterung und die Rolle der Bibliotheken und Archive in diesen Prozessen. EBLIDA veröffentlicht regelmäßig einen Newsletter, in dem sich neue Mitglieder vorstellen. In der Ausgabe Juli / August 2013 des EBLIDA-Newsletters stellt sich das Bibliothekssystem der Zagreb City Libraries (Knjiznice grada Zagreba) vor. Derzeit (Stand: 2012) zählen die Zagreber Bibliotheken circa 2,3 Mio. Medien. Die Zentralbibliothek wurde 1907 gegründet und ist damit die älteste im gesamten Bibliothekssystem der Stadt Zagreb. 2008 begann der Aufbau der digitalen Sammlung, die heute Digitized Zagreb Heritage (http://kgzdzb.arhivpro.hr/) heißt und wertvolle und seltene Bestände enthält.

OCLC / WorldCat

Unter http://www.oclc.org/worldcat/catalog.en.html sind aktuelle Statistikzahlen zum WorldCat abrufbar. Demnach haben circa 72.000 Bibliotheken aus 170 Ländern über 2 Milliarden Bestandsnachweise eingebracht. Mehr als 302 Millionen bibliographische Datensätze sind im WorldCat nachgewiesen, und über 486 Sprachen und Dialekte sind vertreten. Inzwischen sind rund 8,8 Mio. deutschsprachige Titel enthalten.

Schweiz

Das zweite Heft des OA-Journals 027.7 Zeitschrift für Bibliothekskultur (http://www.0277.ch/) ist erschienen. Das Heft hat das Schwerpunktthema „Die Farbe des Katalogs“. Dörte Böhner fragt sich, ob Discovery Systeme die Informationskompetenz verbessern, und Tobias Viegener beschäftigt sich mit der Schweizer Verbundlandschaft.

Die Schweizerische Nationalbibliothek etabliert sich in der digitalen Welt, entwickelt aber gleichzeitig ihre traditionellen Aufgaben weiter. Der soeben erschienene Jahresbericht 2012 zeigt, wie die NB mit der Umsetzung dieser doppelten Ausrichtung begonnen hat (http://www.nb.admin.ch/jahresbericht).

Die Zentralbibliothek (ZB) Zürich ist mit über 5 Millionen Dokumenten eine der größten Schweizer Bibliotheken. Sie ist darüber hinaus die Kantons- Stadt- und Universitätsbibliothek von Zürich. Die ZB hat im Juni 2013 ihren Jahresbericht für das vergangene Jahr als PDF-Dokument veröffentlicht (http://www.zb.uzh.ch/profil/jahresberichte/index.html.de).

Seit kurzem ist das gesamte Archiv des Kulturmagazins Du – kulturelle Monatsschrift online verfügbar: Unter http://retro.seals.ch/digbib/vollist?UID=dkm-001&id=&id2=&id3= sind alle Ausgaben seit dem ersten Jahrgang 1941 frei zugänglich. Mit einem Mausklick auf „Nachfolgerzeitschrift“ sind die weiteren Ausgaben, die unter geänderten Titeln (von 1965-1966 Du – Atlantis: kulturelle Monatsschrift und seit 1967 Du: die Zeitschrift der Kultur) erschienen sind, im Volltext erreichbar. Jedes Heft kann online gelesen oder als PDF ausgedruckt werden. Neue Ausgaben sind sechs Monate nach ihrer Veröffentlichung online abrufbar. Im Rahmen des ETH-Projekts SEALS – Server für digitalisierte Zeitschriften werden wissenschaftliche Zeitschriften retrodigitalisiert und über das Internet zugänglich gemacht. Das Projekt wird durch das Konsortium der Schweizer Hochschulbibliotheken sowie weiterer Institutionen aus dem Bibliotheksbereich durchgeführt, darunter auch der Schweizerischen Nationalbibliothek (SNB).

Die Zeitschrift arbido, das offizielle Verbandsorgan der Bibliothek Information Schweiz (BIS) und des Vereins Schweizerischer Ar¬chivarinnen und Archivare (VSA), ist ab dem Jahrgang 2000 in digitalisierter Form zur Verfügung gestellt worden. Die zukünftigen Ausgaben werden ebenfalls digital auf der Webseite http://www.arbido.ch publiziert, mit Ausnahme der jeweils aktuellen Printversion. Das Archiv arbido print ist unter http://www.arbido.ch/de/arbido_print_archiv.php zugänglich.

In der Reihe der Churer Schriften zur Informationswissenschaft, die von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur veröffentlicht wird, sind drei neue Schriften zum kostenfreien Download bereit gestellt worden: Nadja Böller. Modell zur strategischen Analyse von Konzepten zur Förderung der Informationskompetenz durch Hochschulbibliotheken; Nina Santner. Von der Mediothek zum Recherchezentrum; Daniela Denzer. Gründe für die Nichtnutzung von Bibliotheken bei Pensionierten in der Deutschschweiz.

Die Generalversammlung des BIS Bibliothek Information Schweiz hat am 06.09.2013 in Aarau einen neuen Ethikkodex (http://www.bis.ch/fileadmin/ressourcen/arbeitsgruppen/Ethikcode_d.pdf) für Schweizer Bibliothekare und Informationsfachleute verabschiedet. Das neue Dokument, das sich weitgehend auf den IFLA-Code of Ethics for Librarians and other Information Workers stützt und mit landesspezifischen Anpassungen versehen ist, löst damit den seit 1998 geltenden Ethikkodex der Schweizer Bibliothekare des BBS ab.

In einem Beitrag der Nr. 2/2013 der Zeitschrift arbido stellen Rolf Hubler und Stéphane Gillioz „Bibliotheken und Informationszentren zu Genderfragen im Internet“ in Europa und den USA vor: das FFBIZ – Frauenforschungs-, bildungs- und informationszentrum e. V. (Deutschland; http://www.ffbiz.de/, Archivdatenbank http://ffbiz.faust-web.de/); der Dachverband deutschsprachiger Frauen- / Lesbenarchive, -bibliotheken und -dokumentationsstellen ida – informieren dokumentieren archivieren (Deutschland und Schweiz; http://www.ida-dachverband.de/); Ariadne, die 1992 als frauenspezifische Serviceeinrichtung an der ÖNB Wien eingerichtete Dokumentationsstelle mit netzgestützten Bibliographien, Literaturlisten und einem informativen Newsletter (Österreich; http://www.onb.ac.at/bibliothek/ariadne.htm); die Schlesinger Library (USA; http://www.radcliffe.harvard.edu/schlesinger-library), die sich mit der Geschichte der amerikanischen Frauen beschäftigt; die Sophia Smith Collection (USA; http://www.smith.edu/libraries/libs/ssc/index.html), die in erster Linie Primärquellen in ihren Beständen hat; The Women’s Library (Großbritannien; http://www2.lse.ac.uk/library/newsandinformation/womenslibraryatLSE/home.aspx); die Gosteli-Stiftung – Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung (Schweiz; http://www.gosteli-foundation.ch/) und das Schweizerische Sozialarchiv (Schweiz; http://www.sozialarchiv.ch/startseite/), das sich über die Frauenforschung hinaus mit der sozialen Frage und den sozialen Bewegungen befasst.

Das Web-Interface der Elektronischen Bibliothek Schweiz (http://e-lib.ch/de/) wurde überarbeitet und der Seitenaufbau neu strukturiert. Von der Homepage aus leiten thematische Kategorien die Nutzer zu Kurzbeschreibungen der über das Portal recherchierbaren Informationen. Nahezu sämtliche Inhalte sind aktualisiert und werden in den vier Sprachen der Schweiz bereitgestellt. Weitere neue Funktionen: - themenorientierter Einstieg über sechs Kategorien, - zusätzliche Recherchemöglichkeiten, - Zugang zu Swissbib (http://www.swissbib.ch/), dem Metakatalog der Schweizer Hochschulbibliotheken und der Schweizerischen Nationalbibliothek.

CERN Workshop on Innovations in Scholarly Communication (OAI8) – Vorträge online: Die Vorträge, die auf dem CERN Workshop vom 19.06. bis 21.06.2013 an der Universität Genf gehalten wurden, sind online nachzulesen. Dafür muss die Website des CERN Workshops geöffnet werden, „Programme“ und im Anschluss „Detailed View“ angeklickt werden.

Singapur

Anlässlich der 76. IFLA-Weltkonferenz in Singapur vom 17. bis 22.08.2013 weist der dbv auf einige wichtige Links zum Bibliothekswesen des Stadtstaates am südlichsten Ausläufer des asiatischen Festlandes hin: Singapur erhielt bereits 2005 in der Publikation “Vorbildliche Bibliotheksarbeit in Europa, Singapur und den USA“ ein eigenes Kapitel (S.61-88) (http://www.bideutschland.de/download/file/bibliothek_2007/best_practice_recherche.pdf). In einem aktuellen englischsprachigen Artikel im IFLA-Journal (Vol. 39. Nr. 2/June 2013) werden die Bibliotheken in Singapur, das Bibliothekssystem sowie die technologischen Entwicklungen und die Unterstützung durch die politischen Gremien vorgestellt (http://www.ifla.org/files/assets/hq/publications/ifla-journal/ifla-journal-39-2_2013.pdf). Auf dem Bibliotheksportal sind bei den Länderberichten weitere Texte zu den Bibliotheken in Singapur zu finden. Mit der Einrichtung einer zentralen Stelle, des National Library Board (NLB), im Jahr 1995 und der entsprechenden Gesetzgebung gab es einen massiven Innovationsschub in der Bibliotheksentwicklung in Singapur hin zu einer zukunftsorientierten Bibliotheks- und Informationsarbeit. Professionelle Beratung, enge Zusammenarbeit mit verschiedenen Einrichtungen, Erstellung elektronischer Inhalte und intensive internationale Verflechtung, insbesondere mit China, Nordamerika, dem Mittleren Osten und Südostasien garantieren die fortschrittliche Arbeit. Ein aktueller Schwerpunkt des NLB in enger Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium ist ein umfassendes Programm zur Informationskompetenz. Seit November 2012 sind neben der Nationalbibliothek auch die nationalen Archive dem NLB zugeordnet.

Eine Sammlung von Fotos und Kunstwerken aus dem Stadtstaat verbirgt sich hinter dem Namen PictureSG. Die Sammlung mit einem Grundstock von circa 20.000 Bildern, der ständig wächst, hält Informationen über die soziokulturellen und historischen Entwicklungen in Singapur bereit. Sie wurde Ende 2011 vom National Library Board angestoßen und online gestellt. Ziel ist es, anhand dieser Sammlung das kulturelle Erbe zu sichern und breit zugänglich zu machen. Wegen der massiven Urbanisierung des Inselstaates sind die Fotos häufig die einzige Erinnerungsquelle an frühere Bauten, Straßenzüge, Lebensstile oder Veranstaltungsformen. Die Besucher sind eingeladen, die Fotos zu ergänzen (nach: dbv-Newsletter Nr. 8/2013).

USA

Die International Children’s Digital Library – ICDL (http://en.childrenslibrary.org/) ist ein US-amerikanisches Portal der internationalen Kinder- und Jugendliteratur, auf dem Schülerinnen und Schüler Kinderbücher aus allen Kulturkreisen und in allen Sprachen online lesen können. Die virtuelle Kinderbuch-Bibliothek sammelt herausragende Kinder- und Jugendbücher aus aller Welt, mit dem Ziel, jedem Kind die Teilhabe an den Schätzen der internationalen Kinder- und Jugendliteratur zu ermöglichen.

Seit Mitte August 2013 bietet das Getty Museum in Los Angeles rund 4.600 hochaufgelöste Fotos von Kunstwerken zur freien Verwendung an (http://www.getty.edu/art/). Auch knapp 600 historische Fotografien befinden sich darunter. Das Getty Museum beantwortet die wichtigsten Fragen (http://www.getty.edu/about/opencontentfaq.html) zu seinem Open Content Program auf einer FAQ-Seite.

Zentrale Angebote und Informationen

Bildersuchmaschinen

Im Newsletter der Stadtbibliothek Stuttgart 8/2013 werden alternative Bildersuchmaschinen (zu Google Images und Bing Bilder) vorgestellt: Die Suchmaschine picsearch (http://www.picsearch.com/) durchsucht circa 3 Billionen Bilder. Es werden vor allem Bilder aus dem englischsprachigen Raum angezeigt, die bei einer Suche in der deutschen Google-Variante im Ranking eher nach unten geschoben werden. Picsearch wirbt vor allem mit ihrer familien- und schülerfreundlichen Einstellung: Sie ist einfach zu benutzen, liefert schnelle Ergebnisse und filtert alle jugendgefährdenden Inhalte aus den Treffern heraus.
Die Bildersuchmaschine Compfight (http://compfight.com/) bietet als besonderen Service die Möglichkeit, nachträglich die Treffer nach Lizenzen zu filtern (Any license, Creative commons, commercial).
Eine ganz andere Art der Bildersuche bietet TinEye (http://www.tineye.com/): Hier ist es möglich, ein vorhandenes Bild hoch zuladen bzw. die URL für ein bestimmtes Bild einzugeben, und die Suchmaschine sucht in einer Art „Rückwärtssuche“ nach Fundstellen des Bildes im Netz.
Wer Motive klassischer Meister sucht, wird in der Datenbank Zeno.org (http://www.zeno.org/) fündig. Sie ist laut Eigenwerbung „die größte deutschsprachige Volltextbibliothek“ und bietet neben Texten klassischer Werke als Besonderheit eine Sammlung von Kunstwerken aus dem Yorck Projekt (http://www.zeno.org/Kunstwerke) mit Angaben zu Originalgröße, Aufbewahrungsort und Entstehungsjahr. Die enthaltenen 40.000 Gemälde, Zeichnungen und Grafiken können über eine Stichwortsuche recherchiert werden. Darüber hinaus finden sich auf Zeno.org 10.000 Ansichten von Deutschland um 1900 (http://www.zeno.org/Ansichtskarten) sowie 5.000 Meisterwerke der Fotografie (http://www.zeno.org/Fotografien).

DFG

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ihren Jahresbericht 2012 vorgestellt. Er liefert auf rund 300 Seiten einen umfassenden Überblick über Förderaktivitäten und Neuerungen. Insbesondere mit dem Kapitel „Förderhandeln – Zahlen und Fakten“ präsentiert die DFG die Förderentwicklungen im vergangenen Jahr. 2012 hatte die DFG einen Jahresetat von gut 2,52 Milliarden Euro und förderte mehr als 30.900 wissenschaftliche Vorhaben.

Die AG Lizenzen der Allianz der Wissenschaftsorganisationen, der neben anderen Großforschungseinrichtungen, dem Wissenschaftsrat und der Hochschulrektorenkonferenz auch die DFG angehört, hat im Januar 2013 Grundsätze zum Erwerb von Allianz-Lizenzen entwickelt. Die Grundsätze können auch als Muster für Lizenzverträge anderer Art herangezogen werden. Sie sind abrufbar unter http://www.allianzinitiative.de/fileadmin/user_upload/Musterlizenzvertrag_2013.pdf.

Digitalisierung

Der Berliner Appell zum Erhalt des digitalen Kulturerbes, der aus der Initiative Nachhaltigkeit in der Digitalen Welt, einer Veranstaltung des Internet & Gesellschaft Collaboratory (CoLab) in Zusammenarbeit mit nestor, dem Kompetenznetzwerk Langzeitarchivierung, iRights.Lab Kultur und dem Institut für Museumsforschung, hervorgegangen ist, steht unter http://www.berliner-appell.org/ zum Abruf bereit. Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) hat sich dem „Berliner Appell“ angeschlossen und fordert eine nationale Digitalisierungsstrategie mit verbindlichen Standards, vernetzten Strukturen und wachsender finanzieller Unterstützung für die Digitalisierung des nationalen Kulturerbes.

Paul Klimpel und Jürgen Keiper haben einen Sammelband mit dem Titel “Was bleibt?: Nachhaltigkeit in der digitalen Welt” (ISBN 978-3-944-36203-8) herausgegeben. Der Sammelband beschäftigt sich u. a. mit Rechtsfragen der Digitalen Langzeitarchivierung. Der Band liegt online bei nestor unter der Lizenz CC-BY-SA auf (http://files.dnb.de/nestor/weitere/collab_was_bleibt.pdf).

Fahrbibliotheken

Die dbv-Kommission Fahrbibliotheken hat das Fahrbibliotheksportal neugestaltet. Unter http://www.fahrbibliothek.de/ sind alle deutschen Fahrbibliotheken mit ihren Websites aufgelistet. Darüber hinaus bietet das neue Forum Fahrbibliothek eine Plattform für den Meinungs- und Erfahrungsaustausch.

Klassifikation / Sacherschließung

Die Vorträge des Workshops Klassifikation und Sacherschließung (LIS'2013), der in Verbindung mit der European Conference on Data Analysis am 10. und 11.07.2013 in Luxemburg stattfand, sind unter http://tinyurl.com/kq5t5de abrufbar.

Kriegsgräberlisten

Das Landesarchiv Baden-Württemberg - Staatsarchiv Ludwigsburg hat die Listen von mehr als 78.000 Kriegsgräbern auf 2.000 Friedhöfen Baden-Württembergs freigegeben und online gestellt (https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/startbild.php?bestand=24488). Die eingescannten Listen erleichtern die Recherche nach Informationen über Familienangehörige erheblich. Eine direkte Suche nach Namen ist allerdings noch nicht möglich, bislang kann nur nach Orten gesucht werden. Ein Teil der Namen ist aber unter http://www.weltkriegsopfer.de recherchierbar, einer privat angelegten Informationsseite zu Kriegsgräberstätten und Kriegsopfer. Eine große Online-Datenbank wurde von der Deutschen Kriegsgräberfürsorge angelegt. Dort können Daten für mehr als 4,6 Mio. in erster Linie deutsche Opfer, die an den Kriegsschauplätzen in aller Welt gefallen sind, eingesehen werden (http://www.volksbund.de/graebersuche.html). Diese Datenbank wird kontinuierlich erweitert und soll eines Tages alle Namen der Opfer auf deutschem Boden enthalten.

Lernraum Hochschule

Die DINI-Arbeitsgruppe „Lernräume“ hat Empfehlungen zur Hochschule als Lernraum als Open-Access-Broschüre vorgelegt (http://www.uni-kassel.de/upress/online/OpenAccess/978-3-86219-654-8.OpenAccess.pdf). „Die AG Lernraum des DINI e.V. beleuchtet das Thema in seiner Komplexität und spannt den Bogen von hochschulstrategischen Fragen, der Notwendigkeit von Dienstleistungskooperationen über die Unterstützung von Kompetenzentwicklung, die Differenzierung von Arbeitsplatztypen zu virtuellen Lernraumelementen. Lernraum wird als ganzheitliches Konzept vorgestellt, welches Aspekte des sozialen Charakters von Lernen und die mannigfaltigen Lernformen an der Hochschule berücksichtigt.“

Namenforschung

Mit dem Portal Namenforschung im Netz (http://www.namenforschung.net/) sollen die namenkundlichen Forschungsprojekte an der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur sowie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) einem breiten Publikum präsentiert werden. Die neue Website richtet sich dabei sowohl an Fachleute als auch an interessierte Laien und bietet eine fundierte Übersicht zu aktuellen namenkundlichen Fragestellungen. Mit den Großprojekten „Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands“ sowie „Deutscher Familiennamenatlas“ ist in Mainz ein bundesweiter Schwerpunkt für Onomastik entstanden. Beide Vorhaben haben neu gestaltete Unterseiten im Portal erhalten, zu finden unter dem Menüpunkt „Projekte“. Der Bereich „Forschungsfelder“ zeigt thematisch sortiert Promotionen, Abschlussarbeiten und andere wissenschaftliche Untersuchungen zu verschiedenen Namenarten wie Ruf-, Straßen- oder Unternehmensnamen.

Wissenschaftler der Universität Kassel entwickelten Anfang 2012 die Vornamensuchmaschine Nameling (http://nameling.net), die werdenden Eltern Empfehlungen unterbreitet. Die Suchmaschine führte Vornamen nicht alphabetisch auf, sondern fragte den Nutzer nach einem Namen, der ihm gefällt und schlug Alternativen vor, die im Internet in ähnlichen Kontexten auftauchen. Jetzt gehen die Kasseler Wissenschaftler einen Schritt weiter: Die Suchmaschine erweitert ihre Funktionen und greift dabei auf ein Verfahren zurück, wie es auch erfolgreiche Internet-Kaufhäuser anwenden: „Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, kauften auch…“, heißt es da häufig. Nun soll es heißen: „Eltern, denen Gustav gefällt, gefällt auch …“. Die Nutzer erhalten personalisierte Empfehlungen nach Suchprofilen – dem eigenen oder denen von früheren Nameling-Nutzern. Außerdem bietet Nameling die Möglichkeit an, Namensvorschläge zu einer eingegebenen Liste mehrerer Namen anzuzeigen. So können Nutzer zum Beispiel gezielt nach passenden Vornamen zu den Namen der Eltern oder Geschwister suchen.

Provenienz-Recherche

Der Haushalt des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien fördert jährlich mit 2 Millionen Euro Forschungen nach NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut in deutschen öffentlichen Einrichtungen (Archive, Bibliotheken und Museen). Dazu gehören neben der systematischen Erschließung von Sammlungsbeständen in längerfristigen Projekten auch Projekte in der Grundlagenforschung und Forschungen zum historischen Kontext des NS-Kulturgutraubs sowie die Tiefenerschließung von Archivbeständen, die Erfassung und Auswertung von Auktionskatalogen und die Erstellung und Veröffentlichung von Findbüchern bzw. sachthematischen Inventaren im Internet. Aktuell erhalten u.a. die UB der TU Berlin, das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz – Pfälzische Landesbibliothek Speyer sowie die Institutsbibliothek des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg Fördermittel.

Ranking

Im Mitte August 2013 erschienenen Shanghai-Ranking (http://www.shanghairanking.com/ARWU2013.html) haben es wieder vier deutsche Universitäten unter die besten 100 der Welt geschafft. Auf Platz 50 landete die TU München und verbesserte sich damit um drei Plätze. Auf Platz 54 landete die Universität Heidelberg (im Vorjahr: Platz 62). Sie überholte die Universität München, die auf Platz 61 kam (2012: 60). Die Universität Freiburg rutschte von Platz 99 auf Platz 100. An der Spitze liegen weiterhin die US-amerikanischen Universitäten Harvard, Stanford und Berkeley. Cambridge ist die beste europäische Universität, die ETH Zürich die beste Hochschule auf dem europäischen Festland.

Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München liegt als beste deutsche Hochschule auf Platz 55 des im Oktober 2013 veröffentlichten Times Higher Education Rankings 2013/2014 (http://www.timeshighereducation.co.uk/world-university-rankings/). Danach folgen die Universität Göttingen (Platz 63), die Universität Heidelberg (Platz 68) und die FU Berlin (Platz 86). Auf die ersten drei Plätze kommen das California Institute of Technology sowie die Universitäten Harvard und Oxford (Großbritannien).

Römisches Reich

Im Projekt Orbis (http://orbis.stanford.edu/) haben Wissenschaftler der Stanford University die Infrastruktur des Römischen Reichs in einer Multimediaanwendung nachgebildet: Straßennetz, Seerouten, Geschwindigkeiten zu Fuß, zu Pferd, zu Wagen. Entstanden ist ein Routenplaner, der allerdings 2.000 Jahre zu spät kommt. In seiner Hochzeit umfasste das Römische Reich eine Fläche von etwa 8.300.000 km² (zum Vergleich: Deutschland hat 357.000 km2), darunter den gesamten Mittelmeerraum. Mal einen Boten nach Spanien zu schicken oder ein Heer an die Levante dauerte seine Zeit. Das Projekt Orbis hat den Reiseaufwand in einer Kartenapplikation fassbar gemacht. Ausgewertet wurden u. a. meteorologische Karten über Wind und Wellen, Berichte über Straßenverhältnisse oder die überlieferte Geschwindigkeit von Pferden, Ochsenkarren und Fußgängern (nach: Newsletter Schule & Bibliothek 9/Schuljahr 2012/13 der Stadtbücherei Heidelberg).

Suchmaschinen

Suchmaschinen sind das Tor ins Internet für die heutige Informationsgesellschaft: Die EU-Initiative klicksafe (http://www.klicksafe.de/suchmaschinen) veröffentlicht das neue Unterrichtsmodul „Wie finde ich, was ich suche? Suchmaschinen kompetent nutzen.“ Es enthält umfassende Informationen über die Funktionalität von Suchmaschinen und über das Suchverhalten von Kindern und Jugendlichen im Netz, ist aber als Basisinformation für Erwachsene gleichermaßen geeignet (nach: Newsletter Schule & Bibliothek 9/Schuljahr 2012/13 der Stadtbücherei Heidelberg).

Wolfgang Sander-Beuermann (Nienhagen) hat eine zentrale Übersicht zu Metasuchmaschinen (http://www.metasuchmaschine.org/) ins Netz gestellt, die Alternativen zu Google darstellen. Metasuchmaschinen sind Suchmaschinen, deren wesentliches Merkmal darin besteht, dass sie eine Suchanfrage im Internet an mehrere andere Suchmaschinen gleichzeitig weiterleiten und die Ergebnisse sammeln und aufbereiten. Klaus Graf hat Metasuchmaschinen einem Test unterzogen (http://archiv.twoday.net/stories/319820660/). Am besten schneiden eTools.ch, eine Metasuchmaschine aus der Schweiz (http://www.etools.ch/), und Metacrawler (http://www.metacrawler.com/) ab.

SUMA(= Suchmaschine)-EV hat eine englischsprachige Oberfläche der Metasuchmaschine MetaGer.de (http://www.metager.de/) entwickelt: MetaGer.net (http://www.metager.net/) anonymisiert - genau wie metager.de – die Internet-Adressen der Nutzer schon, während die Suche noch läuft. Diese Adressen werden weder gespeichert, noch werden sie an die unter dem Dach von MetaGer versammelten Suchmaschinen weitergegeben.

Vor kurzem hat die wissenschaftliche Suchmaschine Scirus (http://www.scirus.com/) bekanntgegeben, dass der Suchdienst zu Beginn des Jahres 2014 schließen wird.

Zitieren von Online-Quellen

Klaus Graf hat in seinen Archivalia-Blog einen Text gestellt, der konkrete Empfehlungen gibt, wie Online-Quellen zu zitieren sind bzw. wie „aus einer Zeichenfolge, die als Name eines digitalen Objekts angegeben wird, mittels eines Resolvers“ ein anklickbarer Link gemacht werden kann und „URLs sinnvoll zu kürzen (sind) oder überhaupt eine zitierfähige URL“ ermittelt werden kann. Der Blog-Eintrag steht unter http://archiv.twoday.net/stories/16539613/ zum Abruf bereit.

Neue und geänderte Adressdaten und Bibliothekssigel

E-Mail-Adresse für die aktive Fernleihe: UB der FU Berlin <188> - E-Mail a_fernleihe@ub.fu-berlin.de

<neues Sigel:> Bücherei im FORUM <1960>, Bachgasse 2, 72411 Bodelshausen, Tel. (07471) 70 82 76, E-Mail buecherei@bodelshausen.de, URL http://www.bodelshausen.de/pb/,Lde/Startseite/Kultur+_+Freizeit/Buecherei.html ISIL DE-1960 BAW

<neue E-Mail-Adresse:> Hochschule für angewandte Wissenschaften Deggendorf, Bibliothek <1050>, Edlmairstraße 6/8, 94469 Deggendorf, E-Mail fl@th-deg.de

<neues Sigel:> Amt für Bürgerservice und Informationsverarbeitung der Stadt Freiburg im Breisgau <1967>, Fahnenbergplatz 4, 79098 Freiburg/Breisgau, Tel. (0761) 2015530, E-Mail statistik@stadt.freiburg.de, URL http://www.freiburg.de/statistik ISIL DE-1967 BAW

<gelöschtes Sigel:> Bundesarchiv-Militärarchiv, Bibliothek <Frei 142> in Freiburg

<aufgelöste Fachinformationsstelle und neue Anschrift:> Das Flugmedizinische Institut der Luftwaffe wurde zum 30.09.2013 aufgelöst und in die neu aufgestellte Dienststelle Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe (ZentrLuRMedLw) überführt / neue Anschrift seit 01.10.2013: Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe - Fachinformationsstelle <Ffb 2> -, Straße der Luftwaffe 322, 82256 Fürstenfeldbruck

<neue Anschrift>: Stadtbücherei St. Pankratius <776>, Eschstraße 10, 48712 Gescher, E-Mail buecherei-gescher@bistum-muenster.de NRW

<neue Telefonnummer:> UB Hildesheim <Hil 2> - Fernleihe - , Marienburger Platz 22, 31141 Hildesheim, Tel. (05121) 883 93050

<neues Sigel:> Lessing-Gymnasium Karlsruhe, Bibliothek <1961>, Sophienstraße 147, 76135 Karlsruhe, Tel. (0721) 1 33 45 36, E-Mail info@lessing-gymnasium-karlsruhe.de, ISIL DE-1961 BAW

<neues Sigel:> Bundesarchiv <1958>, Potsdamer Straße 1, 56075 Koblenz, Tel. (0261) 505-0, E-Mail koblenz@bundesarchiv.de, URL http://www.bundesarchiv.de/ ISIL DE-1958

<neue Anschrift>: Wegen Umbaus ist die Kreis- und Autobibliothek Kronach <899> bis auf Weiteres ausschließlich unter folgender Adresse zu erreichen: Johann-Knoch-Gasse 9, 96317 Kronach. Auch alle Fernleihen müssen an diese Adresse geschickt werden.

<neue Anschrift>: Stadtbibliothek im Bildungscampus Nürnberg <75>, [Fernleihe], Gewerbemuseumsplatz 4, 90403 Nürnberg BVB BAY

<Namensänderung:> Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm (vormals: Fachhochschule), Hochschulbibliothek <92>, Keßlerplatz 12, 90489 Nürnberg (Postanschrift: 90121 Nürnberg), Tel. (0911) 58 80-4290 (Fernleihe), E-Mail-Adresse für Fernleihangelegenheiten fernleihe@th-nuernberg.de ISIL DE-92 BVB BAY

<neues Sigel:> Simplicissimus-Haus Renchen, Bibliothek <1968>, Hauptstraße 59, 77871 Renchen, Tel. (07843) 7070, E-Mail info@simplicissimushaus.de, URL http://www.simplicissimushaus.de/ ISIL DE-1968 BAW

<neues Sigel:> Stadtarchiv Reutlingen <1983>, Marktplatz 22, 72764 Reutlingen, Tel. (07121) 303-2386, E-Mail stadtarchiv@reutlingen.de, URL http://www.reutlingen.de/stadtarchiv ISIL DE-1983 BAW

<neue Anschrift:> Hochschule der Bildenden Künste Saar, Bibliothek <1252>, Keplerstraße 3-5, 66117 Saarbrücken, Tel. (0681) 92652-106, E-Mail bibliothek@hbksaar.de BAW

<neues Sigel>: Mediathek Schramberg <1964>, Berneckstraße 8, 78713 Schramberg, Tel. (07422) 29260, Fax (07422) 299339, E-Mail mediathek@schramberg.de ISIL DE-1964 BAW

<gelöschtes Sigel:> Hochschule Schwäbisch Hall GmbH, Hochschule für Gestaltung, Hochschulbibliothek <574>

<neues Sigel:> C. G. Jung-Institut Stuttgart e.V., Bibliothek <1954>, Alexanderstraße 92, 70182 Stuttgart, Tel. (0711) 24847058, E-Mail info@cgjung-stuttgart.de, URL http://www.cgjung-stuttgart.de/ ISIL DE-1954 BAW

<neues Sigel:> Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim, Zweigbibliothek Wiblingen <Hed 2/3>, Schlossstraße 38, 89079 Ulm/Donau, E-Mail bibliothek@dhbw-heidenheim.de, URL http://www.dhbw-heidenheim.de/Bibliothek.55.0.html ISIL DE-Hed2-3 BAW

Ausgewählte Literaturhinweise zu den Themen Fernleihe, Dokumentlieferung und Internet-Recherche

Apel, Jochen; Hermann, Martin. „Perspektive Bibliothek: Die Open-Access-Zeitschrift der Münchener Bibliotheksreferendare“. Bibliothek. Forschung und Praxis 37 (2013) H. 2. S.166.

Seit Juli 2012 gibt es die Open-Access-Zeitschrift Perspektive Bibliothek (http://www.perspektive-bibliothek.uni-hd.de). Grundlage für die dort erscheinenden Aufsätze sind schriftliche Arbeiten, die an der Bibliotheksakademie Bayern im Rahmen der theoretischen Referendarsausbildung angefertigt werden. Die bibliothekarische Fachöffentlichkeit profitiert zum einen vom Fachwissen der Referendare, zum anderen bietet Perspektive Bibliothek angehenden Berufseinsteigern die Möglichkeit, sich potenziellen Arbeitgebern mittels einschlägiger Veröffentlichungen in einer Fachzeitschrift zu präsentieren. Last but not least kann mit der stärkeren Sichtbarkeit der erbrachten Leistungen an der Bibliotheksakademie Bayern die Qualität der Ausbildung, die dort stattfindet, unterstrichen werden.

Bartels, Nicole; Kulbe, Nadine. „Provenienzforschung an der Pfälzischen Landesbibliothek Speyer: Die Suche nach NS-Raubgut am Beispiel pfälzischer Schulbibliotheken“. bibliotheken heute 9 (2013) H.2. S.90-92.

Das Landesbibliothekszentrum / Pfälzische Landesbibliothek in Speyer führt seit dem 01.10.2012 ein zunächst einjähriges Projekt zur Identifizierung von nationalsozialistischem Raubgut durch, das von der Arbeitsstelle für Provenienzforschung in Berlin gefördert wird. Zwei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen prüfen die Zugänge der Jahre 1933 bis 1950 auf raubgutverdächtige Bücher. Der Aufsatz versucht, die bei den Recherchen ermittelten Personen und Institutionen sowie die Hintergründe der Zugänge am Beispiel der Bereinigung des Schulbibliothekswesens der Pfalz darzustellen.

Bartholmei, Stephan; Schulze, Francesca. „Die Weiterentwicklung der Deutschen Digitalen Bibliothek“. Dialog mit Bibliotheken 2013/2. S.7-12.

Seit zehn Monaten steht die Beta-Version der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) öffentlich zur Verfügung und bietet einen zentralen Zugang zu digitalen Inhalten aus mehr als 90 deutschen Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen. Über das Portal sind rund 5,7 Mio. digitale Objekte und Einträge zu noch nicht digitalisiertem Kulturgut kostenfrei recherchierbar. Die Autoren geben einen Ausblick auf die Weiterentwicklung der DDB.

Berthold, Henrike; Bonte, Achim. „Zugriff für die Ewigkeit: Digitale Langzeitarchivierung an der SLUB“. BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 6 (2013) Nr.2. S.82-84.

Die SLUB Dresden ist die Archivbibliothek des Freistaates Sachsen und der TU Dresden, womit ihr auch die Bewahrung digitaler Dokumente obliegt. Nach gründlicher Prüfung der verfügbaren Systeme hat die SLUB im Sommer 2012 begonnen, ein digitales Langzeitarchiv auf der Basis von Ex Libris Rosetta aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. Mit den gewonnenen Erfahrungen und im Wege einer Lizenzerweiterung sollen in einem Folgeprojekt Dienstleistungen für die sächsischen Hochschulbibliotheken und andere Institutionen entwickelt und angeboten werden.

Braun, Katrin; Heine, Claudia. „Die Virtuelle Fachbibliothek Musikwissenschaft wird weiter ausgebaut“. Forum Musikbibliothek 34 (2013) H.2. S. 58-60.

Die beiden Autorinnen stellen Neuerungen in der Virtuellen Fachbibliothek Musikwissenschaft vor: So werden die Beiträge des ViFaMusik-Symposiums während der Tagung der Gesellschaft für Musikforschung seit einigen Monaten präsentiert, und das Handwörterbuch der musikalischen Terminologie (HmT) ist seit März 2013 auf der ViFaMusik-Website verfügbar. Außerdem wird die ViFaMusik mit Audioquellen und thematisch verbundenen Medien wie Katalogen, Datenbanken und Internet-Ressourcen bereichert.

Depping, Ralf. „'Zukunft und (Neu)Definition der Virtuellen Fachbibliotheken: Fachspezifischer One-Stop-Shop oder …?' – DFG-Workshop am 26. und 27. November 2012 in der TIB Hannover“. ZfBB 60 (2013) H.2. S.82-85.

Die bisherigen DFG-geförderten Sondersammelgebiete werden in den Jahren 2013 bis 2015 in das neue Förderprogramm 'Fachinformationsdienste für die Wissenschaft' überführt. Die zukünftigen Fachinformationsdienste haben nicht mehr zwingend die Aufgabe der vollständigen Sammlung und Archivierung der für das Fach relevanten wissenschaftlichen Literatur. Vielmehr soll sich das jeweilige Dienstleistungsprofil eines Fachinformationsdienstes noch enger an den spezifischen Bedürfnissen der individuellen Fach-Community orientieren. Netzbasierte elektronische Dienstleistungen werden zu den Kernaufgaben der Fachinformationsdienste gehören, doch der Betrieb einer Virtuellen Fachbibliothek ist dabei nicht zwingend. In einem Streitgespräch haben Jürgen Christof (SUB Hamburg) und Ralf Depping (USB Köln) das Spannungsfeld der Neupositionierung der DFG in Form von sechs Thesen und sechs Antithesen aufgezeigt.

Diedrichs, Reiner; Cramer, Corinna. „F.A.Z.-Rezensionen als Kataloganreicherung im Katalog des GBV: Ein Best-Practice-Beispiel“. BIBLIOTHEKSDIENST 47 (2013) H.6. S.450-461.

„Der Beitrag beschreibt das automatisierte Verfahren zum Einsatz von Buchrezensionen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zur Kataloganreicherung im GVK. Mit diesem Verfahren werden regelmäßig Buchrezensionen aus dem Datenbanksystem des FAZ-Archivs gezogen und den entsprechenden Einträgen im GVK zugeordnet. In dem Projekt ist es erstmals gelungen, bibliographische Angaben aus retrodigitalisierten Zeitungsinhalten zu extrahieren. Bisher wurden so die Jahrgänge 1949 bis 1974 mit ca. 20.000 Rezensionen bearbeitet“ (nach dem Abstract).

Dugall, Berndt. „35 Jahre im und mit dem HeBIS Verbund: Ein persönlicher Rückblick“. HeBIScocktail Ausg. 4-2013.

Der ehemalige Leiter der UB Frankfurt, Berndt Dugall, zieht eine persönliche Bilanz seines Berufsweges, der ihn an die Spitze der Frankfurter Universitätsbibliothek und des Hessischen Bibliotheks- und Informationssystems (HeBIS) geführt hat.

Dugall, Berndt. „Bibliotheken zwischen strukturellen Veränderungen, Kosten, Benchmarking und Wettbewerb“. ABI Technik 33 (2013) H.2. S.86-95.

„Bibliotheken stehen heute vor unterschiedlichen, aber überwiegend neuen Herausforderungen. Die Folgen einer zunehmenden Digitalisierung lassen tradierte Aufgaben und Arbeitsabläufe zunehmend obsolet werden. An ihre Stelle treten teilweise neue Anforderungen, die auch eine Hinwendung zu bisher ungewohnten Aufgaben bedeuten. Globalbudgets in den Hochschulen, verbesserte Controlling-Verfahren und wachsende Kosten-Nutzen-Analysen erzeugen weiteren Druck. Es kommt hinzu, dass auch Ranking-Verfahren mehr und mehr eingesetzt werden, um den zumindest relativen Stellenwert einer Einrichtung zu belegen. Nicht zuletzt stehen die Bibliotheken auch in einem zunehmenden Wettbewerb, sowohl untereinander als auch mit anderen Einrichtungen innerhalb und außerhalb von Hochschulen. Der Aufsatz[, die ergänzte Fassung eines Vortrags, der am 06.06.2013 im Rahmen einer Fortbildungsveranstaltung der Managementkommissionen des dbv und des VDB in Dortmund gehalten wurde,] versucht, die damit verbundenen Probleme und den Umgang mit ihnen aufzuzeigen“ (nach dem Abstract).

„'Fachinformationsdienste für die Wissenschaft' statt 'Sondersammelgebiete' – Gewinn oder Verlust?“ Einführung von Wilfried Sühl-Strohmenger; Thomas Bürger (PRO) / Ralf Depping (CONTRA). b.i.t. online. Bibliothek. Information. Technologie 16 (2013) Nr.3. S.211-213.

Derzeit sind 24 Universalbibliotheken, 12 Spezialbibliotheken und drei Zentrale Fachbibliotheken in das System der insgesamt 110 Sondersammelgebiete einbezogen. Seit 1998 traten ergänzend als neue Förderangebote die Virtuellen Fachbibliotheken und ab 2004 die Nationallizenzen hinzu. Die Einbeziehung der digitalen Medien hat wesentlich dazu beigetragen, dass die DFG ihr SSG-System 2010 einer Evaluierung unterzog. Ergebnis: Die digitalen Veröffentlichungen sollten wesentlich stärker in das SSG-System einbezogen werden (Stichwort: e-only), und das überregionale System der Literaturversorgung sollte viel mehr den aktuellen Erwartungen und der Nachfrage der Wissenschaftler entsprechen. Fachinformationen als forschungsnaher Service ist nun das leitende Prinzip des aus dem Sondersammelgebietssystem zu entwickelnden Systems. Thomas Bürger (SLUB Dresden) bezieht für den Systemwechsel Stellung, Ralf Depping (USB Köln) dagegen.

Heist, Andrea; Schmidt, Karin. „Die digitale Wiederherstellung der 'Aschebücher': Identifizierung, Ergänzung und ein interaktives Modell“. BIBLIOTHEKSDIENST 47 (2013) H.7. S.534-544.

„Seit 2009 werden restaurierte 'Aschebücher' (http://ora-web.klassik-stiftung.de/digimo_online/digimo.entry: im Untermenü 'Aschebücher') digitalisiert und im Dokumentenmanagementsystem (DMS) der Herzogin Anna Amalia Bibliothek (HAAB) erschlossen. Durch den Brand wurde ein Teil der Bücher so stark geschädigt, dass sie nicht mehr oder nur schwer identifiziert werden können, so dass die Fachöffentlichkeit mit Methoden des Internets unterstützend einbezogen wird und mittels eines interaktiven Moduls Hinweise zur Identifizierung geben kann. Es werden technische Anpassungen des DMS und organisatorische Zusammenhänge erläutert. Seit April 2012 konnten mit Hilfe zahlreicher Hinweise bereits eine Reihe von Titeln identifiziert werden“ (nach dem Abstract).

Junkes-Kirchen, Klaus. „Juristische Fallstricke rechtzeitig erkennen: Was Sie schon immer über Lizenzen gewusst haben sollten, aber nie auf die Idee gekommen sind zu fragen…“. Buch und Bibliothek 65 (2013) H.7-8. S.518-519.

„Bibliothekare sind keine Juristen, dennoch brauchen sie ein solides Grundgerüst an rechtlichen Kenntnissen. Dies gilt ganz besonders für Kolleginnen und Kollegen, die im Bereich Lizenzierung von E-Medien tätig sind. Welche Kompetenzen man in diesem relativ jungen Arbeitsfeld für Bibliothekare mitbringen sollte, erklärt der erfahrene Lizenz-Experte Klaus Junkes-Kirchen“ in seinem Beitrag (nach dem Abstract).

Kaiser, Max; Majewski, Srefan. „Austrian Books Online: Die Public Private Partnership der Österreichischen Nationalbibliothek mit Google: Rahmenbedingungen und Herausforderungen“. Bibliothek. Forschung und Praxis 37 (2013) H. 2. S197-208.

Austrian Books Online ist ein Massendigitalisierungsprojekt der ÖNB Wien in Kooperation mit Google. „Der Artikel beschreibt zunächst die Einbettung des Projekts in die Bibliothek und die Rahmenbedingungen der öffentlich-privaten Partnerschaft. Anschließend werden exemplarisch die Herausforderungen im Bereich der Buchlogistik und Metadatenbearbeitung sowie in der Qualitätssicherung beschrieben. Der Artikel schließt mit einem Ausblick auf zukünftige Entwicklungen in Austrian Books Online“ (nach dem Abstract).

Kastner, Stefanie. „Ein Land voller Stimmen. Bibliotheken in Brasilien: Zwischen Lesewäldchen und nationalem Leseplan“. Buch und Bibliothek 65 (2013) H.10. S. 696-699.

Die Autorin arbeitet seit September 2012 in Sao Paulo, wo sie Leiterin der Informations- und Bibliotheksarbeit des Goethe-Instituts mit Regionalauftrag für ganz Südamerika ist. Ausgestattet mit profunden Kenntnissen zum brasilianischen Bibliothekswesen stellt sie die Öffentlichen Bibliotheken, das Leseverhalten und Mediennutzung, die Schulbibliotheken und Verbände, Ausbildung und den Nationalen Leseplan Brasiliens vor.

Kellner, Stephan; Kempf, Klaus. „Zehn Jahre Bayerische Landesbibliothek Online (BLO): Eine Erfolgsgeschichte“. BibliotheksMagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 2/2013. S.72-76.

Der Referent für Bavarica und der Leiter der Abteilung Bestandsaufbau und Erschließung der BSB München blicken auf zehn Jahre Bayerische Landesbibliothek Online (http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/) zurück. Am Projekt sind derzeit 56 Partner unterschiedlicher Provenienz beteiligt (BSB München, Universitäts-, Landes- und Staatsbibliotheken, Gedächtniseinrichtungen wie Museen und Archive, Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und weitere Partner).

Krumeich, Kirsten. „Die 'Sammlung Aschebücher': Qualitätssicherung in der Digitalisierung“. BIBLIOTHEKSDIENST 47 (2013) H.7. S.507-522.

„Die Digitalisierungsstrategie der Herzogin Anna Amalia Bibliothek verfolgt langfristig das Ziel, bis zu 4.000 restaurierte 'Aschebücher' in digitalen Reproduktionen zugänglich zu machen. Sie werden als eigenständige Sammlung im Online-Angebot 'Monographien Digital' präsentiert. Zur Sicherung eines hohen Qualitätsstandards erfolgen Auswahl und digitale Transformation der Werke nach definierten Kriterien und Vorgaben. Ein qualifizierter externer Dienstleister wurde in einem dreistufigen Vergabeverfahren ermittelt. Kontinuierliches Management begleitet den Prozess und stellt die Qualität der Digitalisate ebenso wie die konservatorische Bewahrung der Originale sicher“ (nach dem Abstract).

Mangei, Johannes. „Dokumentation im Online-Katalog – der Beitrag der Erschließung zur Restaurierung, Digitalsierung und Identifizierung“. BIBLIOTHEKSDIENST 47 (2013) H.7. S.523-533.

„Metadaten zu Sammlungsgegenständen sind im Bibliotheksbetrieb ebenso notwendig wie selbstverständlich. Dass die Erschließung im Verbundkatalog aber auch wichtige Beiträge zu Projekten der Restaurierung, der Digitalisierung und Identifizierung von historischen Drucken leisten kann, wird gelegentlich übersehen. Dabei eignen sich Katalogdaten – außer für Recherche und Verbuchung – auch dazu, spezifischere Angaben zu den vom Brand betroffenen Beständen zu dokumentieren. Dafür stehen längst etablierte Strukturen zur Verfügung. Der Beitrag spricht sich für die regelwerksbasierte, standardisierte Verzeichnung solcher Sachverhalte innerhalb bestehender Datenbanken aus“ (nach dem Abstract).

Marburger, Ulrike; Henkel, Roland; Wittenberg, Andreas. „Die Einbanddatenbank (EBDB): Ein internationaler Verbund unter Berliner Federführung„. BibliotheksMagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 2/2013. S.77-81.

Die Autoren, allesamt Mitarbeiter der Staatsbibliothek zu Berlin, stellen die Einbanddatenbank (http://www.hist-einband.de) vor, die in enger Zusammenarbeit zwischen der Staatsbibliothek, der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel aufgebaut wurde. Neben den Gründungsmitgliedern beteiligen sich heute weitere Partner an dem Projekt: die BSB München, die Universitätsbibliotheken in Darmstadt und Rostock sowie aus dem kirchlichen Bereich die Bibliothek des Evangelischen Predigerseminars in Wittenberg. Ein internationaler Partner ist die UB Nijmegen (Niederlande). Weitere Institutionen aus dem In- und Ausland mit bedeutenden historischen Buchbeständen haben ihr Interesse an einer Mitarbeit bekundet.

Maylein, Leonhard; Langenstein, Annette. „Neues vom Relevanz-Ranking im HEIDI-Katalog der Universitätsbibliothek Heidelberg.“ b.i.t. online. Bibliothek. Information. Technologie 16 (2013) Nr.3. S.190-200.

„Das Relevanz-Ranking im Katalog der Universitätsbibliothek Heidelberg (HEIDI) … wurde in den letzten Jahren durch neue Entwicklungen und Methoden stark verbessert. Der Aufsatz beschreibt die Realisierung der bisherigen Ranking-Maßnahmen unter der neu eingesetzten Suchmaschinenplattform SOLR. Weiter werden verschiedene neue Möglichkeiten für Ranking-Anpassungen unter SOLR sowie deren Einsatz im HEIDI-Katalog dargestellt“ (nach dem Abstract).

Neubauer, Karl Wilhelm. „Informationsinfrastruktur für Bibliotheken in Deutschland: Verschwinden die Bibliotheken in der Cloud?“ b.i.t. online. Bibliothek. Information. Technologie 16 (2013) Nr. 5. S.363-376.

„Die Entwicklung der Informationsinfrastruktur für Bibliotheken in Deutschland ist nach langen Jahren des Stillstands endlich in Bewegung gekommen. Die Entscheidung der DFG zur Förderung des CIB-Antrags hat dazu einen wesentlichen Beitrag geleistet. Eine globale Cloud-Infrastruktur soll nunmehr die Lösung sein. Zwei global tätige Firmen bieten diese an. Wird nun alles in die globalen Clouds gehen? Globale Katalogisierungstendenzen machen deutlich, dass hierin regionale, kulturelle, sprachliche und nationale Eigenheiten schwer berücksichtigt werden können. Die globalen Clouds können auch Probleme bei Verfügbarkeit und Sicherheit von Daten der beteiligten Bibliotheken verursachen. Die Tendenzen der gegenwärtig anlaufenden Projekte im deutschen Sprachraum werden beschrieben. Die Überlegungen in fast allen Projekten richten sich nicht auf eine direkte Beteiligung an einer World-Cloud, vielmehr suchen sie eine projektbezogene Ebene. Das Verhältnis dieser zur World-Cloud erscheint derzeit noch unbestimmt. Es wird eine Cloud für den deutschen Sprachraum vorgeschlagen, die als Fernziel angestrebt werden sollte. Bis dahin wird auch erkennbar sein, welche technischen und organisatorischen Strukturen erfolgreich einzusetzen sind“ (nach dem Abstract). Neubauer äußert sich in seinem Text lobend über den Südwestdeutschen Bibliotheksverbund: „Der SWB ist mit der Vielfalt seiner Dienstleistungen sehr gut aufgestellt und möglicherweise derzeit der erfolgreichste traditionelle Bibliotheksverbund in Deutschland. Er dürfte sogar der einzige Verbund sein, der dies von seinem Landtag gerade neuerdings bestätigt bekommen hat (s. Drucksache 35/3576, Abschnitt 2, Seite 4ff des Landtags von Baden Württemberg). Der SWB hat insofern wenig Anlass, sich derzeit um die globale Cloud zu bemühen, und kann in Ruhe abwarten, welche Lösungen sich am Markt erfolgreich durchsetzen werden.“

Osieka, Michael. „Zeitungsausschnitt-Sammlung der USB Köln: Zeitfenster zur Rheinischen Geschichte“. Pro Libris 2/13. S.78-79.

„Seit Herbst 2011 präsentiert die USB Köln ihre umfangreichen Sammlungen in einem eigenen Sammlungsportal (http://www.ub.uni-koeln.de/sammlungen/index_ger.html). Das Innovative dieses Portals ist, dass die Sammlungen hier nicht einfach nur aufgelistet werden, sondern dass sie über entsprechende Kataloge nach den unterschiedlichsten Kriterien durchsuchbar sind. Die USB Köln war damit die erste Bibliothek in NRW, die ihre Schätze auf diese Weise einem breiten Publikum zur Kenntnis brachte. Im Rahmen dieses Portals bildet die Zeitungsausschnitt-Sammlung (http://zeitungsausschnitte.ub.uni-koeln.de/portal/home.html?=de) einen wichtigen Bestandteil der Unterabteilung Digitale Sammlungen (http://www.ub.uni-koeln.de/sammlungen/syst/index_ger.html)“ (nach dem Abstract ergänzt durch die entsprechenden Links).

Pagel, Christiane. „Virtuelles Kupferstichkabinett. Druckgraphik der Frühen Neuzeit online“. Wolfenbütteler Notizen zur Buchgeschichte 37 (2012) H.1/2. S.91-104.

Mehr als 46.000 druckgraphische Blätter der Frühen Neuzeit führt die frei zugängliche Online-Graphikdatenbank Virtuelles Kupferstichkabinett (http://www.virtuelles-kupferstichkabinett.de) aus den Graphischen Sammlungen der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel und des Herzog Anton Ulrich-Museums in Braunschweig zusammen.

Riek, Ilona. „ViFa Benelux – Fachportal für die Beneluxforschung“. Pro Libris 2/13. S.91.

Die Projektleiterin, die an der ULB Münster beschäftigt ist, stellt die Virtuelle Fachbibliothek Benelux vor (http://www.vifa-benelux.de), ein von der DFG gefördertes Gemeinschaftsprojekt der ULB Münster und der USB Köln.

Risch, Uwe. „CIB – Kernelemente einer neuen Infrastruktur für Bibliotheken“. HeBIScocktail 3/2013.
URL http://www.hebis.de/de/1cocktail/cocktail_detail.php?we_editObject_ID=9946

Im Themenfeld 1 „Bibliotheksdateninfrastruktur und Lokale Systeme“ der DFG-Ausschreibung „Neuausrichtung überregionaler Informationsservices“ erhielt das Konzept „CIB“ den Zuschlag, das vom Hessischen Bibliotheks- und Informationssystem (HeBIS), dem Bibliotheksverbund Bayern (BVB) und dem Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) gemeinsam entwickelt wurde. Das Konzept sieht die Entwicklung einer cloudbasierten Infrastruktur für Bibliotheksdaten mit der verstärkten Anpassung und Einbindung bestehender Strukturen (Normdaten, Zeitschriftendatenbank, Fernleihe) in internationale Nachweissysteme vor und kann unter http://www.hebis.de/de/1ueber_uns/projekte/cib/Projektantrag_CIB.pdf nachgelesen werden. Uwe Risch erläutert in seinem Text, den er in der Ausgabe 3/2013 der Online-Zeitschrift HeBIScocktail veröffentlicht hat, die drei 'Überzeugungen', auf denen das Konzept basiert (keine Katalogisierung in regionalen Verbunddatenbanken, sondern in einer international ausgerichteten Umgebung mit internationalem Regelwerk; Verlagerung der heute in Form von Lokalsystemen erbrachten Funktionen in weitgehend cloudbasierte Systeme; Aufbau eines nationalen Datenpools mit den laufend aktualisierten Daten aller deutschen Bibliotheken, z. B. für die Fernleihe), und stellt die Kernelemente des Projekts vor.

Siebert, Irmgard. „Sammlungen entdecken, erhalten, erschließen und vernetzen: Zehn Jahre Qualitätsdigitalisierung an der ULB Düsseldorf“. Pro Libris 2/13. S.62-69.

„Die Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf digitalisiert ihr kulturelles Erbe seit zehn Jahren auf höchstem Niveau. Bislang wurden zahlreiche Projekte nicht nur erfolgreich abgeschlossen, sondern durch die mit der Digitalisierung verbundene Aufarbeitung der Sammlungen auch mehrere wissenschaftliche Untersuchungen, vor allem zur lokalen Geschichte, angeregt und in entsprechenden Publikationen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht“. Die Direktorin der ULB Düsseldorf stellt einige der Projekte vor: die Digitalisierung von etwa 740 handschriftlichen mittelalterlichen Fragmenten, von Werken der Düsseldorfer Malerschule, der Pharmaziehistorischen Bibliothek Dr. Helmut Vester, von Schulprogrammen und Theaterzetteln und last but not least von ausgesuchten Handschriften und Inkunabeln. Außerdem digitalisiert die ULB in ihrer landesbibliothekarischen Funktion ausgewählte Bestände mit landesgeschichtlichem Bezug: Düsseldorfer Drucke und Modejournale, die Verhandlungen der Rheinischen Provinzialstände bzw. des Rheinischen Provinzial-Landtags, Teile der Bibliothek des Historischen Museums der Stadt Düsseldorf und die Fotosammlung Quedenfeldt. Sämtliche digitalisierten Bestände der ULB Düsseldorf sind unter http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ erreichbar.

Syré, Ludger. „Schätze des Mittelalters im Internet: Die Handschriften aus der früheren Klosterbibliothek St. Peter können online neu entdeckt werden“ / Karasch, Angelika. „Eine Rekonstruktion. Die Virtuelle Bibliothek des barocken Klosters St. Peter auf dem Schwarzwald“. Momente. Beiträge zur Landeskunde von Baden-Württemberg 3/2013. S.2-5 und S.6-7.

Der Leiter der Digitalisierung an der BLB Karlsruhe und die Leiterin der Historischen Sammlungen der UB Freiburg stellen in zwei gesonderten Beiträgen die digitalisierten Handschriften des Klosters St. Peter, die sich bereits seit 1807 in der damaligen Großherzoglichen Hofbibliothek Karlsruhe befinden (http://digital.blb-karlsruhe.de/Handschriften/nav/classification/21211), und die Virtuelle Bibliothek St. Peter (http://www.ub.uni-freiburg.de/go/sanktpeter) vor.

Ulrich, Paul S. „Auf Entdeckungsreise in den Theaterzetteln der Staatsbibliothek zu Berlin“. BibliotheksMagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 2/2013. S.56-62

Der ehrenamtliche Mitarbeiter der Staatsbibliothek zu Berlin, Paul S. Ulrich, erläutert die systematische Erfassung der Theaterzettelbestände der Staatsbibliothek zu Berlin in einer Datenbank, die seit Anfang 2005 vorangetrieben wird. Im Gegensatz zur Erfassung der Theaterzettel in anderen Bibliotheken hat sie eine vollständige inhaltliche Erschließung sämtlicher genannter Personen mit biographischen Angaben zum Ziel. Die Staatsbibliothek besitzt noch über 300.000 Theaterzettel aus Deutschland, Österreich und ehemals deutschsprachigen Gebieten. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Textes waren bereits rund 26.000 Theaterzettel einzeln über den GBV recherchierbar. Unter http://staatsbibliothek-berlin.de/die-staatsbibliothek/abteilungen/handschriften/recherche-und-ressourcen/einblattmaterialien/theaterzettel/a-z/ befindet sich eine Auflistung nach Orten und Theatern auf der Website der Staatsbibliothek.

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