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Inhaltsverzeichnis

ZKBW-Dialog Nr. 75 vom 15.04.2013

DFG-Ausschreibung „Neuausrichtung überregionaler Informationsservices"

Der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat in seiner Sitzung am 15.03.2013 über mehrere Anträge entschieden, die zur Ausschreibung „Neuausrichtung überregionaler Informationsservices“ eingereicht wurden. Der Bedarf einer solchen Neuausrichtung wurde zuvor sowohl im DFG-Positionspapier zur „Weiterentwicklung der Bibliotheksverbünde als Teil einer überregionalen Informationsinfrastruktur“ als auch in den „Empfehlungen zur Zukunft des bibliothekarischen Verbundsystems in Deutschland“ (des Wissenschaftsrats) formuliert. Die Ausschreibung betraf vier Themenfelder mit den Schwerpunkten „Bibliotheksdateninfrastruktur und Lokale Systeme“, „Langzeitverfügbarkeit“, „Electronic Resource Management – das Management digitaler Publikationen“ sowie „Forschungsnahe Informationsinfrastruktur“.

Zu allen Themenfeldern wurden Projektanträge eingereicht. Im Themenfeld 1 „Bibliotheksdateninfrastruktur und Lokale Systeme“ erhielt das Konzept „CIB“ den Zuschlag, das vom Hessischen Bibliotheks- und Informationssystem (HeBIS), dem Bibliotheksverbund Bayern (BVB) und dem Kooperativen Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) gemeinsam entwickelt wurde. Das Konzept sieht die Entwicklung einer cloudbasierten Infrastruktur für Bibliotheksdaten mit der verstärkten Anpassung und Einbindung bestehender Strukturen (Normdaten, Zeitschriftendatenbank, Fernleihe) in internationale Nachweissysteme vor und kann unter http://www.hebis.de/de/1ueber_uns/projekte/cib/Projektantrag_CIB.pdf nachgelesen werden. Der nicht geförderte Antrag, das Projektvorhaben libOS, das das Hochschulbibliothekszentrum des Landes Nordrhein-Westfalen (hbz), die Verbundzentrale des GBV, das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) und die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) vorgelegt haben, steht unter http://www.hbz-nrw.de/dokumentencenter/veroeffentlichungen/libos_antrag.pdf zum Abruf bereit.

5. Bibliothekskongress in Leipzig – Vorträge online

Derzeit sind 123 Vorträge (Stand: 10.04.2013), die auf dem 5. Leipziger Bibliothekskongress vom 11. bis 14.03.2013 gehalten wurden, auf dem BIB-OPuS-Publkationsserver abrufbar (http://www.bib-info.de/verband/publikationen/opus.html). Weitere Vorträge werden – in der Regel als Folien – ergänzt.

Rechtzeitig vor dem Bibliothekskongress in Leipzig ist Anfang März 2013 die neugestaltete Portal-Website bibliothekartag.de (http://www.bibliothekartag.de/) an den Start gegangen. Von der Website ist auch der BIB-OPuS-Server erreichbar, auf dem auch die Vorträge früherer Bibliothekartage und -kongresse abgerufen werden können. Der 103. Deutsche Bibliothekartag wird vom 03. – 06.06.2014 in Bremen stattfinden.

SWB-Online-Fernleihe und verbundübergreifende Fernleihe

Teilnehmerstand

Derzeit (Stand: 27.03.2013) nehmen insgesamt 218 (Teil-)Bibliotheken an der SWB-Online-Fernleihe teil (105 gebend und nehmend, 113 nur nehmend). Neu hinzugekommen sind die Stadtbibliothek Leipzig <197> (gebend und nehmend) sowie die Bibliothek der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart <Stg 259> und die Bibliothek des Staatsbetriebs Sachsenforst <Pir 3> in Pirna (nur nehmend).

Die Liste der an der SWB-Online-Fernleihe teilnehmenden Bibliotheken steht unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:teilnehmende_bibliotheken zum Abruf bereit.

12. Anwendertreffen Fernleihe

Das 12. Anwendertreffen Fernleihe fand am 24.01.2013 in der WLB Stuttgart statt.
Das BSZ informierte ausführlich über die Ergebnisse und Empfehlungen der (verbundübergreifenden) AG Leihverkehr vom 05.12.2012 in Göttingen. Die Sitzung der AG Leihverkehr beschäftigte sich u. a. mit folgenden Themen: - Elektronische Dokumentlieferung: Die elektronische Dokumentlieferung ist produktiv mit BVB, HeBIS und hbz und bald auch mit dem GBV. Der KOBV will die verbundübergreifende elektronische Lieferung im Laufe des Jahres 2013 realisieren; - Kopienversand im innerbibliothekarischen Leihverkehr: Umwandlung der PDFs in grafische Dateien ist nicht unbedingt notwendig, solange an den Endnutzer nicht elektronisch versandt wird; - Urheberrecht: Die AG Leihverkehr beschäftigte sich mit der Abgeltung urheberrechtlicher Entgelte in der Kopienfernleihe; - neue ISO-Norm zur Fernleihe; - AG Technik; - Altbestandszertifikat: Die AG Leihverkehr empfahl die Überprüfung des Altbestandszertifikats, nachdem das Zertifikat vor circa 5 Jahren in den Verbünden eingeführt wurde. (Anm.: Die Überprüfung wurde vom BSZ durchgeführt. Ergebnis: In allen nehmenden Bibliotheken, die das Altbestandszertifikat unterzeichnet haben, sind die Teilnahmebedingungen noch erfüllt.)
Das Anwendertreffen behandelte erneut das Thema „Elektronische Ressourcen im Leihverkehr“. Um den Erwerbungsvorschlag-Assistenten EVA zu testen, suchte das BSZ Bibliotheken, die sich als Testpartner zur Verfügung stellen. Das BSZ erstattete - wie bei jedem Anwendertreffen - einen Statusbericht zur verbundinternen und - übergreifenden Fernleihe und arbeitete gemeinsam mit den Teilnehmern die Liste von Aufgaben ab. Unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:info-bibliotheken:anwendertreffen:protokolle stehen das ausführliche Protokoll des 12. Anwendertreffens, die Aufgabenliste und Präsentationen zu EVA (von Wiebke Kassel) sowie zum Thema „Benutzername und Datenschutz“ (von Volker Conradt) zum Abruf bereit.

Zulassungen zum Leihverkehr in der Südwest-Verbundregion

in Sachsen:

Stadtbibliothek Ebersbach-Neugersdorf <1925>, Reichsstraße 1, 02730 Ebersbach-Neugersdorf, Tel. (03586) 763174, Fax (03586) 763189, E-Mail bibliothek@ebersbach-neugersdorf.de, SAX; SWB; ISIL DE-1925

Liste der Leihfristen und Verlängerungsmodalitäten

Das BSZ hat die aktualisierte Liste der Leihfristen und Verlängerungsmodalitäten mit dem Stand 01.02.2013 in das Fernleih-Wiki gestellt (https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:info-bibliotheken:leihfristen).

Zeitweise geschlossene Fernleihstellen in deutschen Bibliotheken

Die Zusammenstellung „Zeitweise geschlossene Fernleihstellen in deutschen Bibliotheken“ steht im BSZ-Fernleih-Wiki unter https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=fl-team:nachrichten:schliesszeitenliste zum Abruf bereit.

Urheberrecht + Open Access + Open Data

Urheberrecht

Bundeskabinett verabschiedet Gesetzentwurf zur Änderung des Urheberrechts: Das Bundesjustizministerium hat einen Referentenentwurf zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes erarbeitet. Der Entwurf enthält Regelungen zur Nutzung verwaister und vergriffener Werke sowie Formulierungen, die ein Zweitveröffentlichungsrecht im Urheberrecht festschreiben sollen. Der entsprechende Passus im Gesetzentwurf sieht vor, dass ein Autor sein akzeptiertes Manuskript zwölf Monate nach der Verlagsveröffentlichung auf der Plattform seiner Forschungseinrichtung zur nicht-kommerziellen, kostenlosen Nutzung bereit stellen darf. Der Entwurf schränkt das Zweitveröffentlichungsrecht ein auf Artikel, die im Rahmen einer mindestens zur Hälfte mit öffentlichen Mitteln finanzierten Forschungstätigkeit entstanden und in einer periodisch mindestens zweimal jährlich erscheinenden Sammlung erschienen sind. Die Quelle der Erstveröffentlichung ist anzugeben. Ausgenommen sind damit beispielsweise Forschungsergebnisse, die zunächst in einem unregelmäßig erscheinenden E-Journal oder in Jahrbüchern veröffentlicht worden sind. Bei der geplanten Regelung für verwaiste Werke orientiert sich das Justizressort an einer im Herbst 2012 verabschiedeten EU-Richtlinie. Erlaubt werden soll die nichtkommerzielle Nutzung von Büchern, Filmen und anderen schöpferischen Werken, für die nach „sorgfältiger Suche“ kein Urheber mehr aufzufinden ist. Institutionen, die öffentlich zugänglich und dem Gemeinwohl verpflichtet sind, können demnach entsprechende Werke digitalisieren und online stellen (nach: Börsenblatt online vom 22.02.2013 und heise online vom 21.02.2013). Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf am 10.04.2013 mit geringen Änderungen verabschiedet.
Der dbv kritisiert, dass das Zweitverwertungsrecht im Referentenentwurf beschnitten wird. Als problematisch erscheint u. a., dass der Gesetzentwurf von einer „Embargofrist“ von einem ganzen Jahr ausgeht. Der dbv plädiert stattdessen für ein halbes Jahr. Im Referentenentwurf wird Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern das Recht eingeräumt, die „akzeptierte Manuskriptversion“ ihres Aufsatzes auf dem Hochschulserver einzustellen. Demgegenüber fordert der dbv das Recht, den Aufsatz in der veröffentlichten Form elektronisch zur Verfügung zu stellen, um für die Wissenschaft die Zitierbarkeit des Aufsatzes zu gewährleisten. Zustimmend hat der dbv die vorgeschlagenen Regelungen zur Digitalisierung der sog. verwaisten und vergriffenen Werke zur Kenntnis genommen (vgl. dazu das Positionspapier des dbv vom 06.03.2013).

E-Books und Urheberrecht: Auf dem 5. Bibliothekskongress vom 11.-14.03.2013 in Leipzig war die Ausleihe von E-Books ein beherrschendes Thema. Anders als Bücher können Bibliotheken E-Books nicht kaufen, sondern nur Lizenzen erwerben. Die Verlage entscheiden, so die Kongressveranstalter, ob und zu welchen Bedingungen elektronische Bücher von Bibliotheken verliehen werden können. Die Bibliotheksverbände fordern auch im Sinne der Informationsfreiheit eine Reform des Urheberrechts. Bibliotheken soll die Ausleihe von E-Books in gleicher Weise wie die Ausleihe gedruckter Bücher garantiert werden.

BGH verweist Rechtsstreit um Vergütung von Werknutzungen in Intranets an Vorinstanz zurück: Der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 20.03.2013 über den sogenannten Intranet-Paragrafen 52 a des Urheberrechtsgesetzes verhandelt. Strittig ist dabei die Vergütung, die Verlagen zusteht, wenn Hochschulen Teile von Werken in Universitätsnetzen öffentlich zugänglich machen. Vor dem BGH hatte die VG Wort gegen die sechzehn Bundesländer als Träger verschiedener Hochschuleinrichtungen geklagt. Die Klage zielte auf den Abschluss eines Gesamtvertrags zwischen der Verwertungsgesellschaft, die die Interessen der Rechteinhaber (Autoren und Verlage) wahrnimmt, und den Bundesländern. Der BGH hat das Verfahren an die Vorinstanz, das Oberlandesgericht München, zurückverwiesen und seine Entscheidung in einer ausführlichen Pressemitteilung begründet.

Beiträge zum dbv-Symposium Urheberrecht veröffentlicht: Die Beiträge der Repräsentanten großer Wissenschaftsorganisationen und –verlage im Rahmen des dbv-Fachsymposiums „Urheberrecht für die Wissensgesellschaft – Herausforderungen in der digitalen Welt“ vom 25.10.2012 sind in der Zeitschrift Bibliothek - Forschung und Praxis Heft 1/2013 erschienen.

EU-Kommission bereitet Reform des Urheberrechts vor: Bei einem Treffen am 05.12.2012 in Brüssel haben sich die EU-Kommissare Barnier (Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen), Kroes (Kommissarin für die Digitale Agenda) und Vassiliou (Kommissarin für Bildung, Kultur, Mehrsprachigkeit, Jugend) geeinigt, die schon lange überfällige Überarbeitung des Urheberrechts anzugehen. Während 2013 der Austausch mit den verschiedenen Interessenvertretern im Vordergrund stehen wird, soll der Abschlussbericht für die nötigen rechtlichen Änderungen 2014 vorliegen. Der internationale Bibliotheksverband IFLA begleitet diesen Prozess, um die Anliegen der Bibliotheken und Bibliotheksnutzer einzubringen.

dbv unterstützt WIPO-Vorschlag zugunsten von seh- und lesebehinderten Menschen: Der dbv unterstützt in seiner Stellungnahme vom 12.02.2013 den Vorschlag für einen bindenden Vertrag der World Intellectual Property Organization (WIPO) zugunsten von seh- und lesebehinderten Menschen zu urheberrechtlich geschützten Inhalten.

Bundestag beschließt Leistungsschutzrecht: Das Leistungsschutzrecht für Presseverlage ist am 01.03.2013 mehrheitlich vom Bundestag beschlossen worden. Es sieht vor, dass Internet-Suchmaschinen wie Google künftig Lizenzen erwerben müssen, wenn sie Pressetexte auf ihren Seiten verwenden möchten („Lex Google“). Einzelne Wörter oder kleinste Textpassagen können laut der aktuellen Fassung aber auch künftig lizenzfrei genutzt werden. Das Gesetz definiert dabei die exakte Länge nicht. Der Bundesrat hat dem Gesetz nach anfänglichem Zögern ebenfalls zugestimmt. Ein nützliches FAQ zum Leistungsschutzrecht ist im Blog der Rechtsanwaltskanzlei Schwenke zu finden (http://rechtsanwalt-schwenke.de/faq-zum-presse-leistungsschutzrecht/).

Piratenpartei fordert neues Urheberrecht: Die Piratenpartei Nordrhein-Westfalens hat einen 92-seitigen Entwurf für ein neues Urheberrecht vorgelegt. Demnach sollen Privatkopien nach § 53 Urheberrechtsgesetz künftig immer erlaubt sein, unabhängig davon, ob die Quelle „rechtmäßig“ sei. Weitere Forderungen, die in dem Papier zu finden sind: Das Urheberrecht soll im Regelfall mit dem Tod des Urhebers erlöschen, und Bildungseinrichtungen sollen generell von Urheberrechtsabgaben befreit werden.

DPLA empfiehlt CC0 als Lizenz: Das Board der Digital Public Library of America (DPLA) hat in einem Meeting empfohlen, CC0 als Lizenz für die Publikation von bibliographischen Metadaten zu verwenden, sofern man überhaupt davon ausgeht, dass die Daten urheberrechtlich geschützt werden können und müssen. Die Empfehlung liegt als PDF vor.

Britische Regierung kündigt Copyright-Reform an: Die britische Regierung hat eine Copyright-Reform angekündigt, mit der unter anderem die Privatkopie erstmals rechtlich verankert und Lehrern die Verwendung geschützter Materialien über interaktive digitale Medien im Unterricht erlaubt werden soll. Die Regierung hat die geplanten Änderungen in einem 56-seitigen Papier skizziert. Einschränkungen des exklusiven Verwertungsrechts sieht die Initiative unter anderem auch zugunsten der öffentlichen Verwaltung vor: Behörden soll es gestattet werden, von sich aus mehr Informationen Dritter online zu stellen analog zu bisherigen Papierkopien. Kultureinrichtungen wie Museen oder Bibliotheken soll es ermöglicht werden, jedes geschützte, nicht einfach zu ersetzendes Werk aus ihren Beständen zu digitalisieren. Menschen mit Behinderungen sollen das Recht erhalten, mediale Erzeugnisse in ein für sie aufnehmbares Format zu verwandeln, wenn dafür noch keine passende Lösung auf dem Markt ist. Für das Zitieren ist eine weitergehende Erlaubnis vorgesehen als bisher: Sie soll sich unabhängig vom Zweck auf jede Nutzung beziehen, solange diese „fair“ und nicht unverhältnismäßig ist sowie die Quelle genannt wird. Der gleiche Grundsatz ist für den Bereich Parodie und Karikaturen geplant (nach: heise online vom 21.12.2012: „Britische Regierung will Nutzerfreiheiten im Urheberrecht ausweiten“).

Google und französische Verlage einigen sich: Im Streit um ein geplantes Leistungsschutzrecht für Online-Inhalte in Frankreich haben sich Zeitungsverleger und der Internet-Konzern Google geeinigt. Google will mit einem 60 Millionen Euro umfassenden Fonds „Innovationsprojekte für das digitale Publizieren“ unterstützen. Gleichzeitig vereinbarten Google und die Verleger eine Kooperation bei der Online-Werbung, um die Einnahmen der Verlage im Web und auf Mobilgeräten mit Hilfe von Google-Diensten zu steigern. Das Projekt umfasst den Einsatz der Google-Dienste AdSense, AdMob (für mobile Werbeformate) und den Marktplatz AdExchange. Im Dezember 2012 hatte sich Google nach langem Streit mit belgischen Verlegern bereits auf eine umfassende Zusammenarbeit geeinigt (nach: heise online vom 02.02.2013).

Literaturhinweise (in Auswahl):

Chen, Esther. „Wissenschaftsschranke als parteiübergreifendes Ziel“. Buch und Bibliothek 65 (2013) H.1. S.6-7.

Esther Chen, derzeit Leiterin der Bibliothek des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig, berichtet über das Fachsymposium zum Urheberrecht für die Wissensgesellschaft, zu dem der dbv am 25.10.2012 nach Berlin eingeladen hatte.

DFN-Infobrief Recht. Jahresband 2012. Hrsg.: Verein zur Förderung eines Deutschen Forschungsnetzes. ISSN 2194-3036

Die Forschungsstelle Recht im DFN erarbeitet eine Vielzahl von Stellungnahmen und Handlungsempfehlungen, die u. a. auf den Webseiten des DFN-Vereins veröffentlicht werden. Die Publikationen sind in digitalisierter Form abrufbar unter der Adresse http://www.dfn.de/rechtimdfn/. Mit dem DFN-Infobrief Recht. Jahresband 2012 werden die digitalisierten Dokumente durch eine gedruckte Zusammenfassung ergänzt. Der inhaltliche Schwerpunkt der Artikel liegt beim Urheber- und Onlinerecht.

Simon-Ritz, Frank. „Auf den letzten Drücker“. Buch und Bibliothek 65 (2013) H.1. S.4-5.

'Auf den letzten Drücker' wurde verhindert, dass die beteiligten Akteure – in erster Linie Hochschulen und Hochschulbibliotheken – am 01.01.2013 vor einem Scherbenhaufen stehen, da der § 52a UrhG kurz vor Jahresschluss um zwei Jahre verlängert wurde. Der Direktor der UB Weimar und Vorstandsmitglied des dbv beschreibt die aktuelle Situation und erörtert die Konsequenzen.

Waespi, Oliver. „Aspekte des Urheberrechts im Literaturarchiv“. arbido 1/2013. S.17-19.

„Der Beitrag basiert auf einem Referat, das der Autor anlässlich der VSA-Fachtagung 2012 in Bern gehalten hat. Ziel des Beitrags ist es, Grundsätze und ausgewählte Probleme des Urheberrechts im Kontext von Literaturarchiven zu untersuchen. Als Beispiel wird insbesondere auf das Schweizerische Literaturarchiv (SLA) eingegangen, das die meisten bedeutenden Literaturnachlässe der Schweiz des 20. Jahrhunderts enthält. Es wurde auf der Grundlage des Nachlasses von Friedrich Dürrenmatt vom Bund gegründet und der Schweizerischen Nationalbibliothek angegliedert“ (nach dem Abstract).

Zechmann, Dorothea. „Verwaiste Werke: Zur Verabschiedung der europäischen Richtlinie zur Nutzung von verwaisten Werken“. Dialog mit Bibliotheken 2013/1. S.20-24.

Bei verwaisten Werken „handelt es sich um Werke, bei denen der oder die Rechteinhaber nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen zu finden sind. Dies können Bücher ebenso sein wie Tonträger, Artikel in Zeitungen oder Zeitschriften. Neben der Verwaisung droht diesen Werken das eigentliche Unglück, nämlich vergessen zu werden. Dem soll mit der europäischen Richtlinie 2012/28/EU zur Nutzung von verwaisten Werken entgegengewirkt werden“ (nach dem Abstract).

Open Access

UB Tübingen und Open Access: Die UB Tübingen konnte 2012 bei der DFG erstmals Mittel zur Errichtung eines Open-Access-Publikationsfonds einwerben, die ab 2013 zur Förderung des Publizierens in Open Access Zeitschriften vor allem für Wissenschaftler der Medizinischen und der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultäten bereitstehen. Wissenschaftlern, die ihre Ergebnisse in Open Access Zeitschriften veröffentlichen, die im Directory of Open Access Journals (http://www.doaj.org) gelistet sind, werden über diesen Fonds die Publikationsgebühren finanziert. Open Access bleibt auch in 2013 ein spannendes Thema: Das existierende Repository (Tobias-lib), das auf der OPUS-Software beruht, wird 2013 auf die neue Plattform D-Space überführt, die neue Features bietet und das Repository für die Nutzer noch attraktiver machen soll. Auf der Basis von D-Space ist auch die Einrichtung einer Universitätsbibliographie in Vorbereitung. Gemeinsam mit den Bibliotheken im Bibliothekssystem soll ein möglichst umfassender Nachweis des Publikations-Output der Universität geschaffen werden. Die Universitätsbibliographie soll mit dem Repository verknüpft sein, denn für die Sichtbarkeit der Tübinger Wissenschaftler ist es wichtig, dass möglichst viele Wissenschaftler auch die Volltexte ihrer in der Bibliographie nachgewiesenen Publikationen, i.d.R. auf dem Weg der Zweitveröffentlichung („grüner Weg“ in der Open Access Terminologie), auf dem Repository zur Verfügung stellen. Um Open Access in der Universität zu propagieren, wird der Entwurf einer Open Access-Policy der Universität in diesem Jahr diskutiert werden (nach: Marianne Dörr. „Rück- und Ausblick“. ub info 2013/1).

Deutsche Zentralbibliothek für Medizin unterstützt Open Access: Die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) in Köln setzt sich für Open Access ein. Seit einiger Zeit unterstützt die Zentrale Fachbibliothek das Directory of Open Access Journals (DOAJ). Ziel des DOAJ (http://www.doaj.org/) ist es, die Sichtbarkeit und die Nutzerfreundlichkeit von Open-Access-Journals im Internet zu verbessern. Nachdem die staatliche Förderung des in Schweden ansässigen Projekts ausgelaufen war, versuchte die Initiative, andere Quellen anzuzapfen. Organisationen und Privatpersonen können jetzt weltweit dem Directory „beitreten“ und dessen Arbeit unterstützen.

EconStor zählt mehr als 50.000 Volltexte: Der Open-Access-Publikationsserver EconStor der Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in Kiel zählt circa 50.000 wirtschaftswissenschaftliche Dokumente. Damit ist EconStor (http://www.econstor.eu/) in Deutschland die Nummer eins für die Wirtschaftswissenschaften. Im Ranking Web of Repositories kommt EconStor in der Rubrik frei zugänglicher Volltexte weltweit auf Platz 15, europaweit sogar auf Platz 7. Über 100 universitäre und außeruniversitäre Forschungsinstitute, wie das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) oder die Deutsche Bundesbank, nutzen EconStor zur Verbreitung ihrer Publikationen im Internet. Damit deckt der Dienst etwa 85 Prozent aller in Deutschland erscheinenden Arbeitspapiere in der Ökonomie ab.

TIB/UB Hannover fördert Open Access: Da für das Publizieren in renommierten Open Access Journals oft Autorengebühren fällig werden, hat die TIB/UB Hannover <89> Anfang Januar 2013 einen Publikationsfonds eröffnet. Alle Mitglieder der Universität können sich Kosten für das Publizieren in OA-Journals durch die TIB/UB Hannover erstatten lassen. Der Fonds in Höhe von 50.000,- Euro für das Jahr 2013 ist ausgestattet mit Fördermitteln der DFG sowie Eigenmitteln der Leibniz Universität Hannover. Ein Alleinerstellungsmerkmal des Publikationsfonds der TIB/UB ist, dass auch Open Access-Buchveröffentlichungen (Ausnahme: Qualifikationsarbeiten, z. B. Masterarbeiten oder Dissertationen) gefördert werden sowie Herausgeberschaften neu gegründeter Open Access-Journals.

Allianz der Wissenschaftsorganisationen setzt die Schwerpunktinitiative „Digitale Information„ fort: Die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen setzt seit Jahresbeginn 2013 ihre Initiative „Digitale Information“ fort. Im Mittelpunkt der Initiative steht der verbesserte und möglichst offene Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Transformation des wissenschaftlichen Publikationssystems hin zu Open Access – sowohl im Rahmen des sogenannten goldenen (Erstveröffentlichung) als auch des grünen Weges (Zweitveröffentlichung auf einem Repositorium). Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen setzt sich im nationalen und internationalen Kontext weiter dafür ein, dass die rechtlichen, finanziellen, technischen und organisatorischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden, Open Access-Publikationen in der Wissenschaft auf breiter Basis zu ermöglichen und umzusetzen.

OA-Journal „027.7 Zeitschrift für Bibliothekskultur“ Nr. 1 erschienen: Das erste Heft des OA-Journals „027.7 Zeitschrift für Bibliothekskultur / Journal for Library Culture“ ist erschienen (http://www.0277.ch/). Das erste Heft der neuen Bibliothekszeitschrift (ISSN 2296-0597) hat das Thema „Bibliothek 2.0 am Ende?!“. Die Redakteure sind allesamt Mitarbeiter der UB Basel.

Expertenkommission der Bundesregierung fordert Open Access: Die Expertenkommission für Forschung und Innovation (EFI) der Bundesregierung hat ihr Jahresgutachten 2013 zu Forschung, Innovation und Technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands als PDF (http://www.e-fi.de/fileadmin/Gutachten/EFI_2013_Gutachten_deu.pdf) veröffentlicht. Das Thema Open Access wird darin auch angesprochen: „Die Expertenkommission ist davon überzeugt, dass eine effiziente Organisation der Erstellung und Distribution von Forschungsergebnissen den Erkenntnistransfer fördert. Open Access, also der freie Zugang zu wissenschaftlichen Ergebnissen im Internet, führt zu mehr Wettbewerb und zu einer verstärkten Erschließung der Potenziale des Internets bei der Verbreitung von Wissen. Daher sollte Open Access gefördert werden. Dabei sind jedoch auch die Interessen der Forscher zu wahren. Der Aufbau und Ausbau von Open Access-Zeitschriften und -Repositorien sollte zunächst weiter mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden, so dass Open Access-Veröffentlichungen für Forscher attraktiv werden. Beim Aufbau neuer Strukturen ist jedoch darauf zu achten, dass sie langfristig tragfähig und möglichst effizient sind. Die Expertenkommission empfiehlt, in das Urheberrechtsgesetz ein vertraglich unabdingbares Zweitveröffentlichungsrecht für wissenschaftliche Autoren einzuführen, deren Beiträge im Rahmen einer überwiegend mit öffentlichen Mitteln finanzierten Forschungstätigkeit entstanden sind. Dieses soll nach einer angemessenen Frist im Anschluss an die Erstveröffentlichung greifen. Sofern ein Wissenschaftler über ein Zweitveröffentlichungsrecht verfügt, sollte er bei öffentlich geförderten Projekten verpflichtet sein, die Forschungsergebnisse nach Ablauf dieser Frist frei zugänglich im Internet zu publizieren“ (S. 12/13 der Kurzfassung).

Helmholtz-Zentren vereinbaren Abrechnung von Publikationsgebühren: Anfang 2013 haben zehn Helmholtz-Zentren mit Wiley Open Access einen Vertrag über die gebündelte Abrechnung von Publikationsgebühren geschlossen, die für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der beteiligten Zentren bei der Veröffentlichung in Zeitschriften des Open-Access-Verlages anfallen. Den Autorinnen und Autoren wird dadurch der Umgang mit Publikationsgebühren und damit das Publizieren in Open-Access-Zeitschriften erleichtert.

Leibniz-Gemeinschaft fördert Open Access: Anfang Februar 2013 fand eine zweitägige Konferenz zum Thema „Erfolgreiches Journal-Management: Potenziale durch Open Access!“ mit über 40 Teilnehmern in der Berliner Geschäftsstelle der Leibnitz-Gemeinschaft statt. Dabei wurde deutlich, dass eine zunehmende Zahl an Leibniz-Instituten bei der Publikation von Journals und Serien auf Open Access setzt. Insgesamt geben Leibniz-Institute 39 Open Access-Zeitschriften heraus. Eine Reihe von Instituten, die bislang ihre Publikationen auf Subskriptionsbasis oder über Pay-per-View-Modelle veröffentlichen, ist dabei, diese in Open Access umzuwandeln. Für die Umsetzung besteht jedoch Unterstützungsbedarf, was drei Leibniz-Einrichtungen - die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) in Köln, die Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in Kiel / Hamburg sowie Schloss Dagstuhl - Leibniz-Zentrum für Informatik – im Saarland, dazu veranlasste, ihre Erfahrungen mit erfolgreichen Open Access-Journalen in einem Workshop an interessierte Institute weiterzugeben. Weitere Infos zum Open-Access-Geschäftsmodell der Leibniz-Gemeinschaft sind unter http://www.leibniz-gemeinschaft.de/infrastrukturen/open-access/ nachzulesen.

MPG und De Gruyter schließen Vereinbarung über Open Access: Die Max-Planck-Gesellschaft (MPG) und der Verlag De Gruyter haben eine Rahmenvereinbarung über die Publikation aller Veröffentlichungen der Max-Planck-Institute geschlossen. Der Vertrag bezieht sich auf zu veröffentlichende Werke, die unter der Federführung der 80 Max-Planck-Institute im In- und Ausland entstehen. Sie sollen für jeden Nutzer kostenfrei im Internet abrufbar sein. Die Vereinbarung umfasst alle Disziplinen, in denen die MPG tätig ist, das heißt sowohl die Naturwissenschaften als auch die Geistes- und Sozialwissenschaften und schließt Monographien und Sammelbände ein. Durch die Rahmenvereinbarung wird den Wissenschaftlern ein rechtlicher und organisatorischer Rahmen für Veröffentlichungen in Open Access geboten und auf die zunehmenden Anfragen aus den Max-Planck-Instituten reagiert. De Gruyter bietet im Gegenzug eine größtmögliche Verbreitung der Inhalte und will neben dem weltweit freien Zugang über De Gruyter Online (http://www.degruyter.com) jeweils auch Druckfassungen auf den Markt bringen.

De Gruyter nutzt Creative Commons-Lizenz CC BY-NC-ND: De Gruyter und seine Verlagstochter Versita publizieren nach eigenen Angaben alle Werke, die Open Access (OA) veröffentlicht werden, unter einheitlicher Anwendung der Creative Commons-Lizenz CC BY-NC-ND. Die Lizenzkennung BY-NC-ND bedeutet, dass der Nutzer das Werk bzw. den Inhalt vervielfältigen, verbreiten und zu folgenden Bedingungen öffentlich zugänglich machen darf: Der Name des Autors/Rechteinhabers muss in der von ihm festgelegten Weise genannt werden; das Werk bzw. dessen Inhalt darf in seiner OA-Form nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden (NC = Non-Commercial); das Werk bzw. dessen Inhalt darf nicht bearbeitet, abgewandelt oder in anderer Weise verändert werden (ND = No Derivatives). Die Creative Commons-Lizenz CC BY-NC-ND ist bereits Grundlage des Rahmenvertrags zur Publikation von Open Access-Büchern, den De Gruyter mit der Max-Planck-Gesellschaft Anfang 2013 geschlossen hat. Bei De Gruyter und Versita wurden 2012 über 10.000 Open Access-Beiträge in circa 300 Zeitschriften publiziert. Hinzu kommen Bücher und Buchkapitel, die bereits seit 2009 im Open Access-Verfahren veröffentlicht werden können. Die Verlage bieten neben reinen Open Access-Zeitschriften auch die Möglichkeit zur OA-Publikation in etablierten Abonnement-Zeitschriften an (sogenanntes hybrides Open Access) (nach: Börsenblatt online vom 14.02.2013).

Portal wbv-open-access gestartet: Der W. Bertelsmann Verlag (wbv) hat das Portal wbv-open-access.de gestartet. Auf der frei zugänglichen Plattform stellt der Verlag Publikationen und Dokumente aus den Bereichen Bildung, Beruf und Sozialforschung zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung. In der Startphase ermöglicht http://wbv-open-access.de den Zugriff auf über 50 Publikationen des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE), des Nationalen Forums Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung (nfb) und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR). Das Angebot wird laufend ergänzt und erweitert.

PeerJ verfolgt neuen wirtschaftlichen Ansatz: Einen neuen wirtschaftlichen Ansatz verfolgt die am 19.02.2013 offiziell gestartete Online-Zeitschrift PeerJ, die naturwissenschaftliche Disziplinen wie Biologie und Medizin abdeckt. Statt auf einzelnen Veröffentlichungsgebühren für Autoren oder Abonnements für Leser basiert das Magazin auf einem „membership model” mit abgestuften Mitgliedsbeiträgen.

Website und Blog zum Thema Open Access: Eine informative Website mit dem Titel Zugang zum Wissen im digitalen Zeitalter - Open Access to Scientific Information (http://www.zugang-zum-wissen.de/) ist von Eberhard R. Hilf (Institute for Science Networking Oldenburg GmbH an der Carl von Ossietzky Universität) zusammengestellt worden. Hilf präsentiert dort u. a. Grundsatzdokumente, Blogs, Fachportale und Links zu OA-Rechtsfragen. Ein eigens für OA-Fragen erstellter Blog (http://www.zugang-zum-wissen.de/journal/), der in unregelmäßigen Abständen aktualisiert wird, ergänzt die Website zum Thema Open Access.

Open Access-Zeitschriften nur mit Links: Ein französisches Forschungszentrum will die Zusammenstellung von Fachzeitschriften mit „Open Access“-Artikeln des arXiv-Servers (http://arxiv.org/) stark vereinfachen und auf diese Weise Wissenschaftsverlagen Konkurrenz machen. Üblicherweise werden kostenfreie Online-Magazine gesondert formatiert. Bei der geplanten Variante soll das wissenschaftliche Magazin dagegen aus einer reinen Verzeichnisstruktur in Form eines anklickbaren Inhaltsverzeichnisses bestehen. Die Idee einer Online-Zeitschrift, die nur aus Links besteht, beschränkt die Arbeit der Herausgeber auf die Auswahl von Artikeln. Schon heute übernehmen Akademiker für Veröffentlichungen in traditionellen Fachzeitschriften wichtige Teile des Publikationsprozesses wie das Editieren oder das Prüfen von Artikeln. Um Kosten zu sparen, soll bei der neuen Initiative darauf verzichtet werden, Texte auf Zeile oder in ein gleichmäßiges Layout zu bringen. Diskutiert wird außerdem, jeden ausgewählten Artikel über den reinen Link zum Textarchiv auch mit einer gesonderten Webseite für namentliche Kommentare oder Rezensionen zu versehen (nach: heise online vom 21.01.2013 – „Open Access: Neuer Ansatz für Fachpublikationen“).

Open Access in den Geisteswissenschaften: Die neu gegründete Open Library of Humanities (OLH) ist eine in Großbritannien angesiedelte Open-Access-Publikationsplattform, deren Ziel der Aufbau eines „Megajournals“ nach dem Vorbild der Public Library of Science (PLoS) ist (zu den sogenannten „Megajournals“ vgl. Lambert Heller im TIB-Blog: „PLoS ONE und Co: Das Phänomen 'Megajournal'"). Damit soll das Ziel verfolgt werden, eine kostengünstige, verlässliche Open-Access-Lösung für die Geistes- und Sozialwissenschaften aufzubauen.

US-Regierung und Senat wollen Open Access in der Wissenschaft stärken: Die US-Regierung hat im Februar 2013 angekündigt, Open Access im Rahmen der Forschungsförderung zu verankern. Publikationen, die an nationalen Forschungseinrichtungen entstehen, sollen nach einer Embargoperiode von 12 Monaten frei zugänglich gemacht werden. Darüber hinaus umfasst die Verordnung auch die dauerhafte Zugänglichkeit von Forschungsdaten.
Zwei US-Senatoren, ein Republikaner und ein Demokrat, haben einen Gesetzentwurf (https://www.eff.org/sites/default/files/fastr.pdf) in den Senat eingebracht, der Open Access-Veröffentlichungen fördern soll. Laut dem Vorstoß für einen „Fair Access to Science and Technology Research Act“ (FASTR) sollen die Ergebnisse staatlich geförderter Forschung spätestens sechs Monate nach ihrer Erstpublikation in einem wissenschaftlichen Journal online frei zugänglich gemacht werden. Der Gesetzentwurf will damit Durchbrüche in Technologie, Forschung, Medizin und zahlreichen anderen einzelnen Disziplinen schneller der Öffentlichkeit zugänglich machen, um weitere Entdeckungen zu fördern. Eingeschränkt ist die Regelung auf Forschungsresultate, die von großen Behörden mit einem jährlichen Förderbudget von mindestens 100 Millionen US-Dollar unterstützt werden. Dazu zählen etwa die National Institutes of Health (NIH), die pro Jahr rund 90.000 wissenschaftliche Papiere fördern, oder die National Science Foundation (NSF) (nach: heise online vom 18.02.2013).

Literaturhinweise (in Auswahl):

Beucke, Daniel; Haeberli, Justine; Mimkes, Julika. „Open-Access-Statistik – Vom Projekt zum Dienst“. Bibliothek. Forschung und Praxis 36 (2012) Nr. 3. S.312-318.

Im Rahmen des DFG-geförderten Projekts Open-Access-Statistik werden international vergleichbare Nutzungsstatistiken erzeugt sowie eine dauerhafte Infrastruktur zur Erfassung und Verarbeitung von Nutzungsdaten aufgebaut. Erklärtes Ziel ist es, auf diese Weise die Akzeptanz von Open Access bei Autoren und Rezipienten von wissenschaftlichen Publikationen zu erhöhen (nach dem Abstract).

Flohr, Ralf; Siegert, Olaf; Vlaeminck, Sven. „6. Open-Access-Tage 2012 in Wien. Ein Konferenzbericht“. ZfBB 59 (2012) H.6. S.317-323.

Hillenkötter, Kristine. „Die Open-Access-Komponente in den DFG-geförderten Allianz-Lizenzen“. Bibliothek. Forschung und Praxis 36 (2012) Nr. 3. S.300-304.

Die Entwicklung der DFG-geförderten Allianz-Lizenzen und deren wesentliche Merkmale werden skizziert. Im Zentrum des Beitrags steht die Beschreibung der Open-Access-Komponente der Allianz-Lizenzen, die darauf bezogene Darstellung und Bewertung der ersten Verhandlungsergebnisse sowie die Chancen und Herausforderungen, die daraus für die wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland abzuleiten sind. Abschließend erfolgt eine kurze Einbettung der Aktivitäten in den internationalen Kontext (nach dem Abstract).

Maget, Sara; Di Rosa, Elena. „Internationale Open Access Week in Dresden: SLUB berät zum wissenschaftlichen Publizieren“. BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 5 (2012) Nr.4. S.236-237 (http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/10190/BIS_4_2012_Maget-DiRosa.pdf)

Die beiden Autorinnen, Mitarbeiterinnen des Open Access Services der SLUB Dresden, berichten über die Open Access Week, die vom 22. bis 28.10.2012 in Dresden stattfand. Wichtige Informationen zum Open Access-Service der SLUB sind unter http://openaccess.slub-dresden.de, http://www.qucosa.de/startseite und http://www.slub-dresden.de/service/schreiben-publizieren/bibliometrie zu finden.

Schäffler, Hildegard. „Open-Access – Ansätze und Perspektiven in den Geistes- und Kulturwissenschaften“. Bibliothek. Forschung und Praxis 36 (2012) Nr. 3. S.305-311.

Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage nach Bedeutung, spezifischen Formen und Perspektiven von Open Access in den Geistes- und Kulturwissenschaften. Im Mittelpunkt stehen dabei Varianten des sekundären und primären Publizierens im Open Access, d.h. die nachträgliche Herstellung freier Zugänglichkeit traditionell publizierter Werke bzw. die genuine Publikation im Open Access. Anhand konkreter Beispiele werden verschiedene Spielarten dargestellt und mit Blick auf die Zukunft elektronischen Publizierens in den Geisteswissenschaften in einen größeren Zusammenhang gestellt (nach dem Abstract).

Schimmer, Ralf. „Open Access und die Re-Kontextualisierung des Bibliothekserwerbungsetats“. Bibliothek. Forschung und Praxis 36 (2012) Nr. 3. S.288-292.

In dem Beitrag wird der aktuelle Stand der Open-Access-Debatte aufgegriffen und die Frage gestellt, welche strategisch-organisatorischen Anforderungen insbesondere hinter den zunehmenden Forderungen nach einer Transformation des traditionellen Subskriptionsmodells hin zu einem Publikationskostenansatz stehen. .. Eine entscheidende Rolle kommt hier dem Erwerbungsetat der Bibliotheken zu (nach dem Abstract).

Stäcker, Thomas. „Wie schreibt man Digital Humanities richtig? Überlegungen zum wissenschaftlichen Publizieren im digitalen Zeitalter“. BIBLIOTHEKSDIENST 47 (2013) H.1. S.24-50.

Der erste Teil des umfangreichen Beitrages von Thomas Stäcker (HAB Wolfenbüttel) widmet sich der neuen Art zu schreiben, indem er die technischen und formalen Voraussetzungen für elektronische Publikationen unter die Lupe nimmt. Der zweite Teil versucht unter der Überschrift 'Open Access – Open Source' die Anforderungen und Auswirkungen elektronischen Publizierens auf das akademische Publizieren im Ganzen auszuloten (nach dem Abstract).

Stöber, Anja (Red.). „Open-Access-Rechte in Allianz- und Nationallizenzen: Eine Handreichung für Repository-Manager, Bibliothekare und Autoren“. Bibliothek. Forschung und Praxis 36 (2012) Nr. 3. S.364-368.

Die Handreichung ist als praxisorientierte Anleitung für all jene gedacht, die aufgrund der verhandelten Open-Access-Rechte Publikationen beispielsweise auf der eigenen Website oder dem institutionellen Repositorium durch eine Zweitveröffentlichung frei zugänglich machen möchten. So werden beispielsweise die wichtigsten Begriffe erläutert sowie mittels verschiedener Checklisten Hilfestellung bei der Bearbeitung gegeben. Die Handreichung wurde von einer gemeinsamen Untergruppe aus Mitgliedern der beiden Allianz-Arbeitsgruppen „Nationale Lizenzierung“ und „Open Access“ erarbeitet und ist über die Website der Allianz-Initiative frei verfügbar.

Open Data

Bereitstellung der SWB-Daten als Linked Open Data: Die Freistellung von Katalogdaten ist in Deutschland und in anderen Ländern inzwischen verbreitet. Dadurch wird die Nutzung dieser Daten für viele Vorhaben erheblich erleichtert, z. B. zur Integration in Resource Discovery Services oder in Fachportalen, aber auch für die Katalogisierung. Das BSZ ist gerade dabei, die Daten ebenfalls freizustellen. Das BSZ-Kuratorium hat diese Initiative unterstützt und in seiner Sitzung vom 19.07.2012 die Freistellung der SWB-Katalogdaten empfohlen. Das BSZ hat am 08.01.2013 über diesen Sachverhalt die SWB-Bibliotheken informiert und darum gebeten, dass diejenigen Einrichtungen, die ihre Katalogdaten nicht freistellen wollen, ihr Veto bis 15.02.2013 einlegen. Es sind nur wenige Einsprüche eingegangen, d.h. die große Mehrheit der SWB-Teilnehmereinrichtungen ist für die Bereitstellung der SWB-Daten als Linked Open Data. Die Bereitstellung der Titeldaten aus der Verbunddatenbank mit den entsprechenden Bibliothekssigeln als „Open Data“ im MARC-XML-Format wird in Kürze erfolgen. Auf dieser Basis findet anschließend auch die Bereitstellung der Daten als „Linked Open Data“ statt. Dabei wird das in der DINI KIM-AG Titeldaten innerhalb der deutschsprachigen Verbundsysteme und der Deutschen Nationalbibliothek in den letzten Monaten vereinbarte RDF-Format zum Einsatz kommen. Dieses gemeinsame Format wurde Ende März 2013 auf dem KIM-Workshop in Mannheim präsentiert. Die Universitätsbibliotheken in Konstanz, Mannheim und Tübingen haben ihre Daten bereits freigegeben. Alle Informationen finden sich im BSZ-Wiki unter Open Access für Daten aus dem SWB (https://wiki.bsz-bw.de/doku.php?id=v-team:daten:openaccess:start).

Titeldaten des Bibliographie-Jahrgangs 2011 der DNB kostenlos verfügbar: Seit dem 01.07.2012 werden alle Normdaten, Kataloganreicherungsdaten und ein Großteil der Titeldaten der DNB kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Daten werden gemeinfrei (Creative Commons Zero) zur Nachnutzung angeboten. Titeldaten der Reihe O (Online-Publikationen) sind generell kostenfrei. Für Titeldaten in den Formaten MARC 21 und MAB2 hat die Deutsche Nationalbibliothek eine Moving Wall, eine sich verschiebende Zeitgrenze eingeführt, die sich nach der sogenannten Heftnummer der Deutschen Nationalbibliografie (der früheren Nummer des Wöchentlichen Verzeichnisses) richtet und aktuell auf dem 31.12.2011 liegt. Das bedeutet, dass nur noch der Bezug von Titeldaten in den Formaten MARC 21 oder MAB2 kostenpflichtig ist, deren bibliographische Verzeichnung nach dem 31.12.2011 erfolgt ist. Voraussichtlich Mitte 2015 werden alle Daten der Deutschen Nationalbibliothek kostenfrei zur Verfügung stehen. Nähere Informationen stehen unter http://www.dnb.de/DE/Service/DigitaleDienste/Geschaeftsmodell/neuesGeschaeftsmodell.html bereit (nach: ZD-News Nachrichtensammlung. Band 19).

Gemeinsamer Verbundkatalog (GVK) als Open Data: Die Metadaten des GVK (im Umfang der Marc21-Festlegungen für bibliographische Beschreibungen) und fernleihrelevante Nachweisinformationen sind unter der Lizenz CC0 als Open Data freigegeben worden. Ausgeschlossen bleibt dabei die Freigabe von Informationen, an denen Rechte Dritter bestehen. Dies bedeutet z. B., dass Aufsätze mit Bestand der Zentralbibliothek der Wirtschaftswissenschaften (ZBW) ausgenommen sind, ebenso alle Sacherschließungselemente des Standard Thesaurus Wirtschaft (STW) der ZBW auf bibliographischer und lokaler Ebene. Die selektive Nutzung der Daten über Online-Schnittstellen ist analog der Nutzung über Schnittstellen wie Z39.50 oder SRU kostenfrei. Für die Bereitstellung von Abzügen des Gesamtbestandes oder von einzelnen Bibliotheken ist der Aufwand gemäß der Entgeltordnung der Verbundzentrale des GBV (VZG) zu erstatten (nach: VZG aktuell 2013/1).

Neue Entwicklungen im Open-Data-Bereich von HeBIS: Seit dem Spätsommer 2012 bietet HeBIS den Linked Open Data (LOD)-Service an, der den Download sämtlicher Titeldaten des Verbundkatalogs als LOD ermöglicht. In Zukunft sollen auch die als LOD veröffentlichten Daten anderer Anbieter importiert werden. Im Pilotprojekt werden LOD-Titeldaten der British National Bibliography (BNB) in den HeBIS-Verbundkatalog übernommen. Das Angebot der BNB umfasst derzeit Daten zu bereits veröffentlichten Büchern und Zeitschriften, die unter der Creative Commons Lizenz CCO frei genutzt werden können. Die Teilnehmer der Arbeitsgruppe „Titeldaten der DINI AG KIM“ hatten sich nach Abschluss der SWIB2012 in Köln zu einem halbtägigen Workshop getroffen, um sich über den Stand der (inter)nationalen Kooperation zu informieren. Bei diesem Workshop wurde über das Bibframe-Datenmodell und über die Aktivitäten der Bibliographic Framework Transition Initiative diskutiert. Eine Empfehlung wurde erarbeitet, die festlegte, welche Kernelemente eines Titeldatensatzes zukünftig als LOD im deutschsprachigen Raum umgesetzt werden sollten. Außerdem baut HeBIS andere offen zur Verfügung gestellte Daten erstmals in eine eigene Dienstleistung ein: Ab dem 2. Quartal 2013 enthält der Profildienst für die Erwerbung die jeweils aktuellen Daten der BNB, die als Open Data zur Verfügung stehen. Die Daten sind trotz ihres reduzierten Beschreibungsumfangs erwerbungstauglich und durchgängig mit Dewey-Notationen versehen. Weiterführende Informationen und eine ausführliche Linkliste zum Thema Open Data sind auf der HeBIS-Website unter http://www.hebis.de/de/1ueber_uns/projekte/lod/lod_index.php zu finden (nach: HeBIScocktail Sonderausgabe Bibliothekskongress 2013).

Konferenz „Semantic Web in Bibliotheken“: Vom 26. bis 28.11.2012 fand in Köln die Konferenz „Semantic Web in Bibliotheken (SWIB12)“ statt. Der Themenschwerpunkt der SWIB 2012, die erstmals komplett in englischer Sprache gehalten wurde, lautete „Towards an International Linked Open Data Library Ecosystem“. Das Programm, die Vortragsfolien und ausgewählte Videos stehen unter http://swib.org/swib12/programme.php zum Abruf bereit. Ein Bericht über die Tagung ist in Heft 2/2013 der Zeitschrift Buch und Bibliothek auf S.96 zu finden.

Geobasisdienste als Open Data: Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg hat im Rahmen der Umsetzung der Open-Data-Strategie des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg unter den Bedingungen der Lizenz CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/deed.de) eine Reihe von Geobasisdaten und Geodatendienste zur Nutzung freigegeben. Die möglichen Einsatzgebiete der Kartenausschnitte und Luftbilder reichen von Vereinsschriften, Wandertafeln und Flyern bis hin zu Immobilien-Exposés und Ausstellungstafeln. Die Namensnennung hat in folgender Weise zu erfolgen: „Datenquelle: LGL, www.lgl-bw.de“. Bereits im März 2012 hat das Land Baden-Württemberg den Prototyp eines Open Data Portals (http://opendata.service-bw.de/) gestartet, das zu einem hochwertigen Open Data Portal weiterentwickelt werden soll. Der Protoyp stellt exemplarisch Datensätze in einem von Maschinen lesbaren und interpretierbaren Format zur Verfügung. Außerdem erschließt die Webseite exemplarisch weitere, aktuell noch nicht von Maschinen les- und interpretierbare Datensätze, auf Daten beruhende Berichte sowie Dokumente. Darüber hinaus sind Dienste und Anwendungen staatlicher Behörden zu finden, beispielsweise Kartendienste, das Landesinformationssystem des Statistischen Landesamts, diverse Online-Register, die Landtagsdrucksachen oder das Landesrecht Baden-Württemberg.

Dossier Open Data: „Open Data steht für die Idee, Daten öffentlich frei verfügbar und nutzbar zu machen. Welches Potential verbirgt sich hinter den Daten, die Behörden und Ministerien, Parlamente, Gerichte und andere Teile der öffentlichen Verwaltung produzieren? Was kann man mit den Umwelt- und Wetterdaten, Geodaten, Verkehrsdaten, Haushaltsdaten, den Statistiken, Publikationen, Protokollen, Gesetzen, Urteilen und Verordnungen machen? Das Dossier [der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)] stellt Fallbeispiele vor, von der Kontrolle der Arbeit amerikanischer Kongressabgeordneter bis zu Baustellenmeldungen in deutschen Kommunen. Es klärt über das Potential offener Daten für eine nachhaltige demokratische Entwicklung auf und zeigt, wie Datenjournalisten mit diesen Datensätzen umgehen“.

Weitere Informationen zu den Themen Fernleihe, Dokumentlieferung und Internet-Recherche

Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ)

Die Datenbank des Südwestdeutschen Bibliotheksverbundes (SWB) (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.1/) enthielt Ende März 2013 circa 59,1 Mio. Bestandsnachweise und circa 18,1 Mio. Titelnachweise.

Das 14. BSZ-Kolloquium wird am 19. und 20.09.2013 an der Universität Konstanz stattfinden. Weitere Informationen zum BSZ-Kolloquium werden fortlaufend unter http://www.bsz-bw.de/kolloquium/2013.html bereitgestellt.

Der BSZ-Newsletter informiert per E-Mail über Neuigkeiten, insbesondere über neue Dienstleistungen, Aktualisierungen von SWB-Datenbanken, Hinweise auf Updates und aktualisierte Webseiten, interessante Links und Veröffentlichungen, Termine und Veranstaltungen. Der BSZ-Newsletter kann auf der Seite http://www.bsz-bw.de/publikationen/newsletter/index.html kostenfrei abonniert werden. Dort steht auch ein Archiv sämtlicher Ausgaben bereit. Auch der ZKBW-Dialog veröffentlicht regelmäßig interessante Inhalte des aktuellen BSZ-Newsletters in Auswahl.

SWB-Verbundsystem

Das vom BSZ entwickelte Resource Discovery System BOSS wird kontinuierlich ergänzt und verbessert. Als erster Kunde wurde die Bibliothek des Bundesverwaltungsgerichts <B 791> in Leipzig gewonnen, dessen BOSS-Sichten im Frühjahr 2013 online gehen werden. Ein weiterer Pilotkunde ist die Bibliothek der HTWG Konstanz <Kon 4>, für die gerade eine Beta-Installation vorbereitet wird und die im Sommer 2013 live gehen wird. Der neue Flyer zu BOSS mit dem Stand Februar 2013 ist online verfügbar unter http://swop.bsz-bw.de/volltexte/2013/1066/. BSZ - One Stop Search (BOSS) ist ein Resource Discovery System (RDS) für Literaturrecherche und Beschaffung der Bibliotheken im SWB-Verbund. BOSS präsentiert dem Nutzer die Metadaten des lokalen Bibliothekskatalogs, des Verbundkatalogs und einer umfassenden Sammlung von Zeitschriftenaufsätzen unter einer Oberfläche als einen Suchraum (One Stop Search) zusammen mit allen Zugangs- bzw. Bestellmöglichkeiten. Ausführliche Informationen finden sich auf der BSZ-Wiki-Seite zu BOSS.

Bibliothekssysteme

Das BSZ hat inzwischen 43 Bibliotheken auf das Bibliothekssystem aDIS/BMS migriert; drei Horizon-Systeme stehen noch aus. Derzeit sind folgende Migrationen in Arbeit:
Bibliotheken des Landesarchivs Baden-Württemberg (Horizon, 6 aDIS-Mandanten) • Fachhochschule Ludwigsburg (Libero) • Pädagogische Hochschule Freiburg (Bibdia, in Zusammenarbeit mit der UB Freiburg). Auf der Warteliste stehen weitere 5 Bibliotheken.

Das BSZ hat zwei weitere Koha-Systeme in Betrieb genommen:
• Im Januar 2013 für das Haus der Heimat in Stuttgart, • Ende 2012 für das Leibniz-Institut für Neue Materialien (INM) in Saarbrücken. Damit betreibt das BSZ jetzt 11 Koha-Systeme, zwei weitere sind derzeit in Vorbereitung. Das Open Source Bibliothekssystem Koha wird weiterhin sehr häufig im In- und Ausland beim BSZ nachgefragt. Katrin Fischer vom BSZ ist Quality Assurance Manager bei der Koha Community und Ansprechpartnerin im BSZ.

MARE - Museen, Archive und Repositorien

Der vom BSZ eingerichtete und gehostete Dokumentenserver Cologne Open Science (http://opus.bsz-bw.de/fhk/), das Repositorium für wissenschaftliche Arbeiten an der FH Köln, bietet freien Zugang zu Forschungsergebnissen der Fachhochschule Köln. Veröffentlicht werden ausschließlich qualitätsgeprüfte Publikationen im Volltext, insbesondere Dokumente, die ein redaktionelles Peer-Review-Verfahren durchlaufen haben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Fachhochschule Köln garantiert Cologne Open Science einen hochwertigen elektronischen Publikationsservice. Die Leitlinien informieren ausführlich über Ziele und inhaltliche Kriterien des Publikationsservice. Cologne Open Science ist Teil eines internationalen Netzwerkes institutioneller Repositorien und wird weltweit über wissenschaftliche Suchmaschinen und Datenbanken erschlossen. Die DINI-Zertifizierung des Publikationsservice ist für 2013 zu erwarten. Cologne Open Science markiert zugleich den Höhe- und Endpunkt des überaus erfolgreichen Einsatzes der Repositoriensoftware OPUS 3 am BSZ, die bereits über fünf Jahre für bis zu dreißig Bibliotheken verwendet wird und die sich stets als zuverlässig und komfortabel bewährt hat.

Seit Mitte Februar 2013 verfügt das BAM-Portal (http://www.bam-portal.de/) über ein neues Design und eine Reihe neuer bzw. verbesserter Funktionen. Das neue Design wurde unter Einbeziehung aktueller Design-Patterns weiterentwickelt, wobei Wert darauf gelegt wurde, das gewohnte Erscheinungsbild in seinen Grundzügen zu erhalten, um die Wiedererkennung der eingeführten Marke BAM sicherzustellen. Folgende neue bzw. verbesserte Funktionen wurden erfolgreich umgesetzt: • Neue Detailansicht mit Querverweisen auf Bibliotheksbestände als Links, z. B. bei Autoren / Verfassern, Serien und übergeordneten Werken sowie geographischen Bezügen. Neu sind auch die Blätterfunktion der Detailansicht sowie eine Druckfunktion. • Sessionsbezogene Suchhistorie mit einer festen Laufzeit von 30 Minuten und Löschfunktion • Merkliste mit Druck- und Löschfunktion • Erweiterte Suche: Verbesserung der Suche nach Zeiträumen Der nächste Schritt der Weiterentwicklung ist die Umsetzung der Präsentation von Suchergebnissen in Form von Facetten. Bei der Beta-Version des BAM-Portals (http://beta.bam-portal.de/) ist sie bereits erfolgreich realisiert. Im Rahmen einer Neuindexierung der mehr als 66 Mio. Datensätze werden die Facetten in BAM derzeit inhaltlich gefüllt.

Der Freiburger Münsterbauverein e. V. hat damit begonnen, seine Objektsammlungen beim BSZ im Museumsdokumentationssystem imdas pro der Firma Joanneum Research (Graz) zu inventarisieren. Seit 1890 ist der Verein (http://www.muensterbauverein-freiburg.de) für die Bauunterhaltung des Münsters verantwortlich. An der Münsterbauhütte gibt es auch ein Museum zum Freiburger Münster, zu dessen Sammlungen u. a. Steinobjekte aus dem Münster, Steinmetzzeichen, Planzeichnungen und eine umfangreiche Fotosammlung zählen. Alle Objekte sollen zukünftig in MusIS dokumentiert werden. Weitere Infos zu MusIS sind auf der Website des BSZ erhältlich (http://www.bsz-bw.de/mare/museen/musis.html).

Mit der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) in Wien konnte für InfoDesk (http://www.bsz-bw.de/mare/auskunft/infodesk.html), der Virtuellen Auskunft des BSZ, ein neuer und wichtiger Kunde gewonnen und der Anwenderkreis ins Nachbarland Österreich ausgeweitet werden. Die ÖNB hat den produktiven Betrieb Mitte Februar 2013 aufgenommen. Zum Einsatz kommen deutsch- und englischsprachige Auskunftsformulare und der Direkt-Mail-Import.

Seit 2010 stellt das BSZ Archiven das Dokumentationssystem archivis pro (http://www.imdas.at/index.php?id=298) zur Verfügung, das mittlerweile eine erfreuliche Nutzung erfährt. Die drei nutzenden Archive kommen aus den Bereichen Wissenschaft und Kommune. Zum Jahresende 2012 waren in den archivis pro Datenbanken dieser Archive über 550.000 Archivalien aus über 1.000 Beständen erfasst. Nach dem - zugangsgeschützten - Prototyp eines Digitalen Katalogs für die Präsentation von Archivbeständen im Internet, der für das Sozialwissenschaftliche Archiv der Universität Konstanz aufgebaut wurde, werden auch für die anderen Nutzer solche Webauftritte eingerichtet. Einer davon wird mit ausgewählten Beständen in Kürze online gehen. Weitere Informationen sind auf der BSZ-Website nachzulesen (http://www.bsz-bw.de/mare/museen/archivis.html).

SWB (Südwest-Region und Sachsen)

Südwest-Region

Die Vorträge, die anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums des dbv-Landesverbandes Baden-Württemberg am 01.02.2013 im Landtag von Baden-Württemberg in Stuttgart gehalten wurden, stehen auf der Website des dbv zur Verfügung. Die Fotos dazu sind unter http://www.bibliotheksverband.de/landesverbaende/baden-wuerttemberg/aktivitaeten/bilder.html zu sehen.

Ein neues Internet-Portal der Universität Freiburg informiert über bedrohte Tierarten. Auf der Seite Conservation Genetic Resources for Effective Species Survival (http://www.congressgenetics.eu) sind mehr als 4.000 Studien zu dem Thema aufbereitet worden. Darüber hinaus informiert das Portal über die Bedeutung der Genetik für die Artenvielfalt. In erster Linie richtet sich das Internet-Portal an Fachleute aus Politik, Verwaltung, Naturschutzverbänden und Medien. Es ist das Ergebnis eines Forschungsprojekts, an dem sich Wissenschaftler aus zehn europäischen Ländern beteiligt haben.

Die neue Ausgabe des Newsletters Masala Jg. 8. Nr. 1 (2013) von Savifa, der Virtuellen Fachbibliothek Südasien (http://www.savifa.uni-hd.de/), der von der Bibliothek des Südasien-Instituts <16/77> in Heidelberg herausgegeben wird, ist dem Thema „Wirtschaft in Südasien“ gewidmet. Außerdem informiert der Newsletter über Ausstellungen, Vorträge und Konferenzen sowie Neuigkeiten aus dem Sondersammelgebiet Südasien und Savifa.

Die UB Heidelberg <16> vermittelt ihre Benutzer des Online-Katalogs HEIDI nach einem Bericht der FAZ vom 13.02.2013 und der Stuttgarter Zeitung vom 16.02.2013 mit einem Mausklick direkt an den Versandhändler Amazon. Diesen Weg weist – allerdings ohne einen entsprechenden Hinweis – ein Umschlagbild des gesuchten Buchs, von dem ein Link zur Internetseite des Online-Unternehmens führt. Grund für die Verlinkung ist der Wunsch der UB, im Online-Katalog so viele Infos wie möglich anzubieten. Neben dem Inhaltsverzeichnis oder einer Rezension des Titels zählt dazu auch ein Coverbild. Da Amazon weitaus die meisten Umschlagbilder führt, bezieht die UB, aber auch zahlreiche andere Bibliotheken, diese von dem Internethändler. Amazon knüpft allerdings die Veröffentlichung des Buchcovers an die Bedingung einer Verlinkung. Der dbv hat inzwischen eine Vereinbarung mit der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH (MVB) abgeschlossen, die künftig allen Bibliotheken die kostenlose Nutzung ihrer Datenbank mit Buchcovern zur Anreicherung der Bibliothekskataloge gestattet. Die MVB ist die Wirtschaftstochter des Börsenvereins des deutschen Buchhandels und unter anderem Betreiberin der beiden Verkaufsplattformen Libreka! und buchhandel.de. Ähnlich wie bei Amazon muss für die Nutzung durch die Bibliothek auf das Verkaufsangebot von buchhandel.de verlinkt werden (vgl. dazu http://www.mvb-online.de/microsites/buchhandelde---bibliotheken/angebot-fuer-bibliotheken/angebot-fuer-bibliotheken.html). Anders als bei Amazon sind bei Buchhandel.de allerdings auch zahlreiche kleinere Buchhändler vertreten, aber leider nur in sehr geringem Maße fremdsprachige Titel (vgl. dazu auch die Pressemitteilung des dbv vom 04.03.2013).

Das Kleist-Archiv Sembdner <Hb 4> (http://www.kleist.org/) in Heilbronn veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen einen Kleist-Rundbrief (http://www.heinrichvonkleist.org/index.php/kleist-newsletter). Der zuletzt veröffentlichte Rundbrief vom März 2013 informiert u. a. über die Zehnjahreskumulation der Kleist-Bibliographie 2001-2010 mit Nachweisen, die zum Teil nicht im Web zu finden sind, die Zeitungsausschnittsammlung zu Kleist, eine Datenbank zu Kleist auf dem Theater (http://www.heinrichvonkleist.org/index.php/kleist-auf-dem-theater/188-kleist-auf-dem-theater) und die Kleist-Jahrbücher 1921ff. Das Heilbronner Archiv bietet auch Links zu Heinrich von Kleist an, die im Netz zu finden sind.

Eine Initiative der Arbeitsgemeinschaften der Regionalbibliotheken zielt darauf ab, die Kriegssammlungen 1914-1918 wieder in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken. Anlass ist die 100. Wiederkehr des Beginns des Ersten Weltkriegs im nächsten Jahr. Aufgrund ihres universalen Sammelanspruchs bzw. ihres regionalen Sammelauftrags haben sich die wissenschaftlichen Landes- und Stadtbibliotheken damals in der Kriegssammelbewegung besonders engagiert. Sie halten bis heute solches Quellenmaterial in großer Fülle bereit und haben sich in der Arbeitsgemeinschaft der Regionalbibliotheken des Deutschen Bibliotheksverbandes, deren Vorsitzende die Direktorin der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe <31>, Julia Hiller von Gaertringen, derzeit ist, vorgenommen, das Material vernetzt sichtbar und leichter zugänglich zu machen. Damit ergänzen sie das nationalbibliothekarische Projekt Europeana Collections 1914-1918 und das Clio-online Themenportal Erster Weltkrieg. 1917 veröffentlichte Oberstleutnant Albert Buddecke ein Verzeichnis der 217 deutschen "Haupt-Kriegssammlungen" im Besitz von Archiven, Bibliotheken, Museen, Behörden und Privatpersonen. Die Arbeitsgemeinschaft der Regionalbibliotheken ermittelt derzeit den Verbleib sowie den Erhaltungs- und Erschließungszustand dieser Sammlungen. Sie wird die Informationen über das Webportal kriegssammlungen.de bereitstellen, in dem die Sammlungen nach einheitlichem Standard detailliert beschrieben sind. kriegssammlungen.de wird die Recherche nach einzelnen Sammlungsgegenständen wie Lazarettzeitungen, Plakaten oder Tagebüchern ermöglichen und die Frage beantworten, welche Materialien heute noch in welcher der verzeichneten Sammlungen, darunter in der Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, vorhanden sind. Das Projekt wird in Kooperation mit Aibe-Marlene Gerdes durchgeführt, die derzeit in Freiburg ihre Dissertation über die Kriegssammlungen der Mittelmächte im Ersten Weltkrieg abschließt. Das Webportal wird Anfang 2014 freigeschaltet. Zusätzlich gibt die AG der Regionalbibliotheken in der Reihe der Sonderbände der Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie einen Themenband zu den Kriegssammlungen 1914-1918 heraus. Ausführliche Informationen zu dem Projekt hat die BLB Karlsruhe unter http://www.blb-karlsruhe.de/blb/blbhtml/besondere-bestaende/kriegssammlungen.php bereitgestellt.

Die (Beta-Version der) Deutschen Digitalen Bibliothek - DDB (http://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/) ist vom Karlsruher Virtuellen Katalog (KVK) in sein Angebot der erreichbaren Kataloge (in der Rubrik „Digitale Medien“) aufgenommen worden. Die Hathi Trust Digital Library wurde ebenfalls in die Rubrik „Digitale Medien“ aufgenommen. Die Hathi Trust Digital Library „ist die gemeinsame Digitale Bibliothek bedeutender US-amerikanischer Forschungs- und Universitätsbibliotheken und der Biblioteca de la Universidad Complutense de Madrid. Neben den von den Bibliotheken selbst gescannten Werken sind auch die aus der Zusammenarbeit einzelner Partnerbibliotheken mit Google, dem Internet Archive und Microsoft stammenden Digitalisate enthalten. Die Sammlung umfasst mehr als 10 Millionen Bände vieler unterschiedlicher Fachgebiete” (nach: DBIS). Auch der Verbundkatalog Belgischer Bibliotheken UniCat (Union Catalogue of Belgian Libraries) hat der KVK in sein Angebot integriert. UniCat bietet Zugriff zu den Beständen der wichtigsten wissenschaftlichen Bibliotheken (u. a. Universitäts- und Fachhochschulbibliotheken, Museumsbibliotheken und Bibliotheken des Kulturerbes) in Belgien. Darüber hinaus sind auch die Kataloge der drei Bibliotheksverbünde Anet, LibisNet und Boréal in UniCat durchsuchbar. Mit der DDB, der Hathi Trust Digital Library und UniCat beträgt die Zahl der über den KVK aktuell abfragbaren Nachweissysteme 68.

Die Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek der Israelitischen Kultusgemeinde <Kon 7> in Konstanz ist im November 2012 30 Jahre alt geworden. Die Bibliothek zählt heute circa 4.300 Bücher. Eröffnet wurde die Bücherei am 12.11.1982 durch Shimon Zygmunt Nissenbaum, dem Gründer der israelitischen Kultusgemeinde Konstanz/Freiburg. Der Konstanzer Schriftsteller Erich Bloch und Else Levi-Mühsam übernahmen Ende 1982 die Leitung. Mit der Aufnahme der Bibliothek in den SWB beim Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ) wurde im Mai 2001 erstmals eine Judaica-Bibliothek, die nicht einer Hochschule angegliedert ist (und zugleich erstmals die Bibliothek einer jüdischen Gemeinde in Deutschland) einem Bibliotheksverbund angeschlossen. Im Februar 2009 wird in der Katalogisierungsdatenbank des SWB die originalsprachliche Erfassung von Titeln in nicht-lateinischer Schrift möglich. Die Bibliothek der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg und die Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek in Konstanz katalogisieren seitdem als erste Bibliotheken in Deutschland ihren Bestand im hebräischen Original online in einem regionalen Verbundkatalog. Damit können die Benutzer im Online-Katalog des SWB auch mit hebräischen Schriftzeichen nach Autoren und Titeln suchen. Im Oktober 2009 richtet das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg für die Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek einen eigenen Online-Katalog (http://swb.bsz-bw.de/DB=2.326/) ein, der fortlaufend aus der Katalogisierungsdatenbank des SWB aktualisiert wird (nach der Chronik der Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek (Judaica) Konstanz).

Nach Beendigung der Digitalisierung aller Kriegsgräberlisten in Baden-Württemberg Ende 2011 sind diese nun durch das Landesarchiv Baden-Württemberg - Abteilung Staatsarchiv Ludwigsburg online gestellt worden (https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=24488) (nach: Archivalia vom 01.03.2013).

Seit Ende Februar 2013 sind etwa 100.000 Aufnahmen von Gräbern auf jüdischen Friedhöfen in Baden-Württemberg im Netz zu finden. Eine Fotodatenbank des Staatsarchivs Ludwigsburg (http://www.landesarchiv-bw.de/web/54891) dokumentiert rund 55.000 jüdische Grabsteine der 145 jüdischen Friedhöfe im „Ländle“. Die Datenbank ist einer Kooperation zwischen dem Staatsarchiv im Landesarchiv Baden-Württemberg, dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart und dem Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden in Deutschland in Heidelberg zu verdanken. Gefördert hat das Projekt die Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg.

Die UB Mannheim <180> besitzt eine bedeutende und umfangreiche Sammlung von historischen Drucken. Kern dieser Sammlung ist die Bibliothek des aus Frankreich vertriebenen Jesuitenpaters Desbillons, der auf Einladung des Kurfürsten Karl-Theodor im 18. Jahrhundert zusammen mit seiner Bibliothek nach Mannheim übersiedelte. Die UB digitalisiert ihre historischen Bestände mit eigenen Mitteln und mit Unterstützung durch die DFG und stellt sie in der Digitalen Bibliothek (http://digi.bib.uni-mannheim.de/) zur Verfügung. Derzeit legt sie den Schwerpunkt auf die Digitalisierung historischer Reisebeschreibungen des 16. bis 18. Jahrhunderts, die vorwiegend aus der Sammlung Desbillons stammen.

Die UB Mannheim hat einen neuen Service: Ein Chat steht allen Kunden zur Verfügung, der für Infos und Beratung rund um die Bibliothek genutzt werden kann. Der Chat ist auf der Homepage der Bibliothek (http://www.bib.uni-mannheim.de/) prominent platziert.

Das Deutsche Literaturarchiv Marbach hat den Nachlass des Philosophen Nicolai Hartmann aus dem Besitz der Familie erworben. Hartmanns Archiv besteht zum größten Teil aus den Handschriften, die als Druckvorlagen seiner Bücher, Vorträge und Aufsätze dienten. Erhalten sind unter anderem das Manuskript seiner berühmten Marburger Abhandlung „Grundzüge einer Metaphysik der Erkenntnis“ (1921) und seine „Ethik“ (1925). Hartmann, 1882 in Riga geboren und 1950 in Göttingen gestorben, zählt zu den bedeutendsten deutschen Philosophen des 20. Jahrhunderts. Der Nachlass von Nicolai Hartmann ergänzt die bedeutende Marbacher Sammlung zur Philosophie des 20. Jahrhunderts. - Das DLA Marbach hat eine aus Brasilien stammende Exilbibliothek erhalten. Die gut 700 Bücher umfassende Sammlung hatte der in Stuttgart geborene jüdische Rechtsanwalt und Schriftsteller Karl Lieblich während seines zwanzigjährigen Exils in São Paulo aufgebaut. Er war 1938 nach Brasilien emigriert. Als Lieblich 1958 nach Stuttgart zurückkehrte, blieb seine Bibliothek in São Paulo. Karl Lieblichs Nachlass befindet sich bereits seit 1986 in Marbach. – Die Schriftstellerin Helga M. Novak hat eigene Texte, Briefe und Manuskripte dem DLA Marbach übergeben. Unter den Dokumenten befinden sich auch Briefwechsel der Autorin mit Günter Grass und Wolf Biermann. Novak wurde 1966 als erste Schriftstellerin aus der DDR ausgebürgert.

Eine überarbeitete Fassung der ASB (Allgemeine Systematik für öffentliche Bibliotheken) wird von der ekz bibliotheksservice GmbH in Reutlingen seit Anfang 2013 in Form eines Wikis angeboten. Schwerpunkt der Überarbeitung waren die Einführung von Notationen für Lernhilfen zu den einzelnen Sachgruppen sowie die Untergliederung des Themenfeldes „Internet“. Die ASB online ist unter http://asb-kab-online.ekz.de/asb-kab/index.php/Hauptseite zugänglich.

Peter Amelung, der ehemalige Leiter der Abteilung Alte und wertvolle Drucke der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, verfasste 1976 einen Katalog der Inkunabeln der Stadtbibliothek Reutlingen <293>, in dem insgesamt 99 Frühdrucke verzeichnet sind. Die Stadtbibliothek Reutlingen hat den Katalog als PDF ins Netz gestellt (http://www.stadtbibliothek-reutlingen.de/text/info/inkunabelkatalog.pdf).

Rechtswissenschaftler, Informatiker und Philosophen aus Saarbrücken sind dabei, eine Suchmaschine zu entwickeln, die mit Hilfe von Methoden der künstlichen Intelligenz Argumente und Argumentationsstrukturen inhaltlich erfasst. Der Software-Prototyp wird anhand des Textkorpus der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts entwickelt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt ARGUMENTUM (http://argumentum.eear.eu/) mit 1,4 Millionen Euro. Beteiligt sind die Universität des Saarlandes, das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und die Europäische EDV-Akademie des Rechts (EEAR).

Herausragende Schriften von Studierenden der Stuttgarter Hochschule der Medien (HdM) erscheinen zweimal jährlich im Sammelband „Hotspot„ im Münchner Grin Verlag. Die in „Hotspot“ veröffentlichten Beiträge sind Ergebnisse herausragender Forschungsarbeiten, die im Rahmen von Bachelor-, Studien- oder Projektarbeiten gemeinsam mit Studierenden des Studiengangs Online-Medien-Management an der HdM durchgeführt wurden.

Prof. Heidrun Wiesenmüller (Hochschule der Medien Stuttgart) hat ihre Online-Umfrage zum internationalen Regelwerk RDA (Resource Description and Access) ausgewertet und die Ergebnisse im Volltext auf den BSZ-Server gestellt (http://verbund-swop.bsz-bw.de/volltexte/2013/343/).

Die Staatsgalerie Stuttgart ermöglicht seit 2009 mit Hilfe ihres Digitalen Katalogs (http://www.staatsgalerie.de/digitalerkatalog/) den Online-Zugang zu ihren Sammlungen. Circa 500 Werke kommen alljährlich hinzu. Folgende Suchaspekte stehen zur Verfügung: Künstler, Titel, Material, Standort, Inventarnummer und Bereich.

Die Stadtbibliothek Stuttgart <480> hat ihren Jahresbericht 2012 als PDF veröffentlicht. Demnach zählten die Stadtbibliothek am Mailänder Platz, die 17 Stadtteilbibliotheken und die zwei Bücherbusse insgesamt 2.691.892 Besucherinnen und Besucher, 6.574.129 mal wurden Bücher, CDs, DVDs, Zeitschriften etc. ausgeliehen, und 1.372.524 Medien befinden sich im Angebot der Stadtbibliothek.

Die DINI-Jahrestagung findet am 08./09.10.2013 an der UB Stuttgart <93> statt.

Die Stiftung Mercator (http://www.stiftung-mercator.de/), eine der großen privaten Stiftungen in Deutschland, die reformerische Ziele in ihren Themenbereichen Integration, Klimawandel und Kulturelle Bildung verfolgt, zeichnet neun deutsche Universitäten, darunter Dresden, Freiburg und Stuttgart, für deren Einsatz von Sammlungen in der universitären Lehre aus (http://www.stiftung-mercator.de/sammlehr). Ein Projekt der Universität Stuttgart, das in enger Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach durchgeführt und mit 101.000 Euro gefördert wird, trägt den Titel „Objekt Text: Bibliotheken, Sammlungen, Manuskripte“. Das Vorhaben wird folgendermaßen beschrieben: „In den geisteswissenschaftlichen Fächern ist in den vergangenen Jahren die Abkehr von den großen Theorieentwürfen und die theoretisch grundierte Hinwendung zu den Objekten zu beobachten. Die Literaturwissenschaft entdeckt – wissenschaftshistorisch betrachtet - neu, was zu ihren zentralen Aufgaben und Verfahren gehört: die Arbeit am Buch, am Manuskript, an unikalen Beständen und Sammlungen. Die Studierenden des Stuttgarter Lehrprojekts (Master) entwickeln aufgrund der einzigartigen Bestände des Deutschen Literaturarchivs Marbach (DLA) in gezielt dafür entwickelten Unterrichtsformaten Grundfragen der literaturwissenschaftlichen Forschung. Die literarischen Objekte werden nicht nur auf das Anschauungs- und Vermittlungspotential für die Lehre, sondern von Anfang an auf das spezifische Erkenntnispotential hin befragt. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zum reflektierten Umgang mit Überlieferung und zur forschungsorientierten Lehre in den Geisteswissenschaften“.

Die Bibliothek für Zeitgeschichte in der Württembergischen Landesbibliothek <24> in Stuttgart ermöglicht mit Hilfe der Plakat-Datenbank (http://avanti.wlb-stuttgart.de/bfz/plakat/index.php) die Recherche in einem Teilbereich ihrer Plakatsammlung. Die gesamte Sammlung umfasst circa 30.000 Bild- und Schriftplakate seit der Kaiserzeit bis in das Jahr 2005. In der Datenbank recherchierbar sind die Plakate aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, der Weimarer Republik, des Dritten Reichs und Teile der Sammlung aus dem Zeitraum von 1945 bis in die 1970er Jahre. Den thematischen Schwerpunkt des Bestandes bilden die deutschen politischen Plakate. Neben den von namhaften Plakatkünstlern gestalteten Blättern enthält die Sammlung auch zahlreiche Schriftplakate: Bekanntmachungen – so genannte Maueranschläge – von Verordnungen und Gesetzen sowie Werbeplakate für Veranstaltungen. Hervorzuheben sind hier die Bekanntmachungen der deutschen Militärbehörden während des Ersten Weltkriegs und der französischen Besatzungsbehörden im Rheinland 1918/19, aber auch die Gesetzesaushänge der Alliierten nach 1945. Eine Reihe von Plakaten dokumentiert die politischen Veranstaltungen vom Ende der Weimarer Republik in Stuttgart. Die Datenbank enthält zurzeit über 4.500 Datensätze, davon circa 2.500 mit Abbildungen. Sukzessiv werden weitere Digitalisate eingebunden (vgl. dazu auch Jörg Oberfell; Hans-Christian Pust. „Die Plakatdatenbank der Bibliothek für Zeitgeschichte“. WLBforum 2013/1. S.10-14).

Die Musik-Sammlung der WLB Stuttgart hat eine Reihe von Links online gestellt (http://www.wlb-stuttgart.de/sammlungen/musik/links/), die in die Rubriken „Bestandsverzeichnisse“, „Bibliographien“, „Elektronische Notenbibliotheken und Notenvolltexte“, „Klangarchive“ und „Verschiedene Datenbanken und Verzeichnisse“ untergliedert sind und in die Welt der Musik und der klassischen Komponisten einführen.

Die Sammlung Hugo Borst in der Württembergische Landesbibliothek (WLB) Stuttgart <24> präsentiert Erstausgaben, die vor 250, 200 bzw. 150 Jahren erschienen sind (vgl. dazu „Sammlung Hugo Borst“). Der Katalog der Sammlung mit dem Titel „Bücher, die die große und die kleine Welt bewegten“ wurde digitalisiert und steht unter http://www.wlb-stuttgart.de/referate/drucke/borst/borst.htm zum Abruf bereit. Alljährlich werden die entsprechenden Erstausgaben, seit dem 17.01.2013 die Erstausgaben der Jahre 1763, 1813 und 1863, in der Bibliothek ausgestellt. Eine Einführungsseite zur diesjährigen Ausstellung mit einer Liste der ausgestellten Objekte und Erläuterungen zum Zeithintergrund ist auf der Website der Sammlung Hugo Borst zugänglich.

Die Redaktion der Landesbibliographie Baden-Württemberg, für deren Inhalt die Badische Landesbibliothek <31> in Karlsruhe und die Württembergische Landesbibliothek <24> in Stuttgart verantwortlich sind und für deren technischen Betrieb das Statistische Landesamt Baden-Württemberg zuständig ist, hat den dritten Band (1977/78) der Landesbibliographie in die Datenbank konvertiert. Die Grundlage waren die gedruckten Bände, die eingescannt und danach halbautomatisch in die Datenbank eingebracht wurden. Dabei mussten die Datensätze zum Teil hochkatalogisiert und mit Sacherschließungsdaten ergänzt werden. Die Konversion wird mit Band 2 fortgesetzt, der rund 10.000 bis 11.000 Titel umfasst. Es wird mit einer Projektdauer von rund 1,5 Jahren für diesen Band gerechnet. Anschließend folgt der erste Band. Mit dem Abschluss des kompletten Projekts wird etwa im Jahr 2016 gerechnet. Derzeit sind Bücher, Broschüren, Zeitschriften und Aufsätze sowie audiovisuelle und elektronische Medien ab Erscheinungsjahr 1977 in der Landesbibliographie zu finden.

Die UB Tübingen <21> hat erfolgreich einen Antrag auf die Erschließung (die Digitalisierung erfolgt in Eigenleistung) ihrer Universitäts-Programmata bei der Stiftung Kulturgut Baden-Württemberg gestellt. Aus Haushaltsgründen der Stiftung wird der Projektstart erst 2014 erfolgen.

Seit Januar 2013 kann online in den Portraitsammlungen der UB Tübingen, des Universitätsarchivs sowie der Graphischen Sammlung am Kunsthistorischen Institut der Universität recherchiert werden (http://portraitsammlungen.uni-tuebingen.de/). Die Sammlungen umfassen insgesamt über 10.000 Portraits, die nicht nur betrachtet, sondern z. B. auch als JPEG heruntergeladen werden können. Für die Bestellung als TIFF-Datei gibt es ein Online-Formular. Die Bildnisse stammen aus dem 16. bis 20. Jahrhundert – meist Druckgrafiken auf Papier, aber auch Silhouetten, Zeichnungen und Fotografien – und zeigen vorwiegend europäische Herrscher, Künstler, Gelehrte und Studenten.

INKA, der von der UB Tübingen <21> betreute Inkunabel-Katalog deutscher Bibliotheken (http://www.inka.uni-tuebingen.de/), zählt derzeit (Stand: 13.03.2013) 16.585 bibliographische Titel und 69.864 nachgewiesene Exemplare. Zuletzt wurden die Exemplardaten der Diözesan- und Dombibliothek Köln ergänzt und ein Link auf die Einbanddatenbank (bei Verwendung des entsprechenden Registerfeldes) eingefügt.

Sachsen

Als dritte Bibliothek innerhalb des Projektes finc (http://www.finc.info) zur Einführung einer modernen Rechercheoberfläche für sächsische Hochschulbibliotheken (nach der UB Leipzig und der Bibliothek der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig) hat die UB der TU Chemnitz <Ch 1> Mitte Oktober 2012 ihren Katalog für die Öffentlichkeit freigegeben (http://katalog.bibliothek.tu-chemnitz.de/). Im Frühjahr 2013 folgt die Technische Universität Freiberg.

Nachdem seit Anfang Dezember 2012 die Dresdner Adressdaten verfügbar sind, stehen seit Ende Januar 2013 im Portal für historische Adressbücher Sachsens der SLUB Dresden <14> auch die Daten für Bautzen, Blasewitz, Meißen und Pirna sowie ein erstes Datenpaket aus Chemnitz (1847-1902) zum Abruf bereit (vgl. auch dazu Georgi, Simone. „Historische Adressbücher online“. BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 6. 2013. Nr.1. S.36-39).

Die SLUB Dresden soll in einen Staatsbetrieb umgewandelt werden. Einen entsprechenden Antrag haben die Koalitionsfraktionen von CDU und FDP dem Sächsischen Landtag zur Abstimmung vorgelegt. Die neue Rechtsform soll zum 01.01.2014 in Kraft treten. Bislang untersteht die SLUB direkt dem Wissenschaftsministerium in Dresden. Neben der Gründung eines Staatsbetriebes sollen durch den Koalitionsantrag zudem die Service- und Koordinierungsaufgaben für die Bibliotheken in Sachsen sowie die Neufassung der Ablieferungspflicht von Medienwerken durch Verleger und Herausgeber an die SLUB (Pflichtexemplare) gesetzlich geregelt werden (vgl. auch dazu Golsch, Michael. „Zukunft für die SLUB: Landtag bringt Gesetzesnovelle auf den Weg“. BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 6. 2013. Nr.1. S.28-31).

In Leipzig gibt es nahezu 150 Bibliotheken, die in einem Portal verzeichnet sind, das von Studierenden der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) gepflegt und kontinuierlich weiterentwickelt wird (http://bibliotheken-leipzig.de/).

BVB (Bayern)

Die Vorträge, die auf der 12. BVB-Verbundkonferenz am 20.11.2012 in Würzburg gehalten wurden, sind unter http://www.bib-bvb.de/web/guest/bvb-verbundkonferenz-2012 abrufbar. Darunter ist auch der Vortrag von Evelinde Hutzler und Berthold Gillitzer mit dem Titel „Überall verfügbar und dann doch nicht zu haben? Oder warum Bits und Bytes so schwer zu verleihen sind: elektronische Medien im Leihverkehr“, auf den Volker Conradt, der stellvertretende Leiter des BSZ, beim Anwendertreffen Fernleihe am 24.01.2013 in der WLB Stuttgart besonders hingewiesen hat.

Der Freistaat Bayern hat im Dezember 2012 die Stadt- und Staatsbibliothek Augsburg <37> übernommen. Ein alter Vertrag hatte geregelt, dass die Stadt Augsburg den Unterhalt der Bibliothek trägt und für Miete und Verwaltungskosten des staatlichen Teils, der sich seit 1806 in der Bibliothek befindet, jedes Jahr eine Entschädigung erhält.

Die LIBER 42nd Annual Conference wird vom 26. bis 29.06.2013 in München von der Bayerischen Staatsbibliothek (BSB) ausgerichtet. Sie findet im Kardinal-Wendel-Haus, Mandlstraße 23, 80802 München statt.

Die BSB München <12> und die Hong Kong Public Libraries haben am 21.01.2013 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Die Hong Kong Public Libraries zählen zu den großen und innovativen Bibliotheken des ostasiatischen Raumes und nehmen die Informations- und Literaturversorgung sowohl für Wissenschaft und Forschung als auch für eine breitere Öffentlichkeit wahr. Die Vereinbarung zielt u. a. auf gemeinsame Digitalisierungsprojekte und den Austausch von Digitalisaten sowie auf gemeinsame Projekte im Bereich innovativer Technologien.

Ein neues Modul im Literaturportal Bayern, die Oberpfälzer Litera-Tour, vereint Reisebeschreibungen von Goethe, Hölderlin, Eichendorff u. a. über die Oberpfalz (http://www.literaturportal-bayern.de/themen?task=lpbtheme.default&id=378).

Im Literaturportal Bayern werden die Lebensstationen der Dichterin Franziska von Reventlow thematisch mit Bildern und Zitaten nachgezeichnet, sofern sie in Bayern angesiedelt sind (http://www.literaturportal-bayern.de/themen?task=lpbtheme.default&id=399).

In Zusammenarbeit mit der Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen hat die BSB München ein Prunkstück aus der Schatzkammer der Münchner Residenz digitalisiert: Das Gebetbuch Karls des Kahlen, das älteste überlieferte Königsgebetbuch Europas. Die digitale Version wird in der Bayerischen Landesbibliothek Online, dem Portal zu Geschichte und Kultur des Freistaats, präsentiert.

GBV (Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Niedersachsen, Norddeutschland, Sachsen-Anhalt und Thüringen)

Die 17. GBV-Verbundkonferenz findet am 27./28.08.2013 in Oldenburg statt.

Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Im Rahmen eines von der DFG geförderten Projekts werden an der Staatsbibliothek zu Berlin <1a> drei DDR-Tageszeitungen digitalisiert und im Volltext erschlossen. Im Dezember 2012 konnten die Jahrgänge 1945 bis 1964 der Berliner Zeitung im Portal DDR-Presse innerhalb des Zeitungsinformationssystems ZEFYS online gestellt werden. Damit steht zusammen mit dem Neuen Deutschland von 1946–1990, die vollständig präsentiert wird, mehr als ein Drittel des geplanten Projektvolumens für die Recherche in wichtigen Tageszeitungen der ersten zwanzig Jahre der DDR zur Verfügung. Im ersten Quartal 2013 konnte auch die dritte der im Projekt digitalisierten und im Volltext erschlossenen Zeitungen, die Neue Zeit, mit einem Teil der Jahrgänge ab 1945 präsentiert werden.

Die an der Staatsbibliothek zu Berlin angesiedelte Virtuelle Fachbibliothek Slavistik (Slavistik-Portal) hat eine neue Suche implementiert, über die mehrere Datenbanken, Fachbibliographien und Kataloge parallel durchsucht werden können. Auf diese Weise sind für die Slavistik die sieben Fachbibliographien aus dem Retrokonversionsprojekt der Berliner Staatsbibliothek „130 Jahre der deutschsprachigen Slavistik“, überregionale Bibliographien wie EBSEES – Europäische Bibliographie zur Osteuropaforschung oder RussGus - Regionalwissenschaftliche Datenbank, mehrere Bibliographien aus internationalen Kooperationsprojekten mit der Slavistik und Linguistik aus der Tschechischen Republik, die Nationallizenzdatenbanken „Universal Database of Social Sciences & Humanities“ oder „Primary Sources for Slavic Studies“ und die Metadaten aus dem Europeana-Projekt, die den Bereich Osteuropa (z. B. mit den Daten aus der polnischen Federacja bibliotek cyfrowych) betreffen, in einer Suchanfrage virtuell zusammengeführt.

Der neue CrossAsia Newsletter (Nr. 5 / Februar 2013) ist erschienen und widmet sich u. a. der Kooperation mit der Zhejiang Universität in China und dem Zugang zu einem umfänglichen Paket elektronischer Bücher (CADAL), den eigenen Digitalisierungsprojekten an der Staatsbibliothek zu Berlin sowie weiteren Neuerungen im Angebot für die deutschen Ostasienwissenschaften. Das CrossAsia Newsletter-Archiv ist unter http://crossasia.org/home/newsletter.html zugänglich.

Seit Anfang 2013 hat die Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK), die an der Staatsbibliothek zu Berlin angesiedelt ist, eine eigene Homepage. Auf der Seite http://www.kek-spk.de sind Infos zu Aktivitäten und Erfolgen der KEK – finanziert durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und die Kulturstiftung der Länder – abrufbar. Die Koordinierungsstelle wurde im Jahr 2011 auf Initiative von Kulturstaatsminister Bernd Neumann eingerichtet und hat zum Ziel, bundesweite Empfehlungen zur Erhaltung des gefährdeten schriftlichen Kulturguts in Deutschland zu erarbeiten.

Der Kinderbuchautor Otfried Preußler hat sein Archiv noch zu Lebzeiten der Berliner Staatsbibliothek geschenkt. Ende 2012 hat Preußler seine schriftstellerische Sammlung und umfangreiche Korrespondenz zu seinem Werk der Bibliothek übergeben. Darunter sind auch viele Briefe, die der am 18.02.2013 im Alter von 89 Jahren in Prien am Chiemsee verstorbene Autor von Kindern erhalten hat. Die Kinder teilten Preußler darin ihre Ansichten zur „kleinen Hexe“, „Krabat“, dem „Räuber Hotzenplotz“ und dem „kleinen Wassermann“ mit. Der Nachlass, der die umfangreiche Kinderbuchsammlung der Staatsbibliothek ergänzt, umfasst mehr als 100 Umzugskartons.

Niedersachsen

Schulbücher von den Anfängen des staatlichen Schulwesens im 17. Jahrhundert bis zum Ende des Ersten Weltkrieges hat das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) in Braunschweig digitalisiert und als „Die digitale Schulbuch-Bibliothek“ ins Internet gestellt (http://gei-digital.gei.de/). Wissenschaftler können bereits in rund 350.000 Schulbuchseiten einzelne Begriffe suchen, die Fundstellen visuell hervorheben und exportieren. Von besonderer Bedeutung ist das Zoomen von Ausschnitten auf einzelnen Seiten, damit auch detaillierte Karten in Schulbüchern höherer Auflösung online betrachtet werden können. In den letzten drei Jahren wurden durch Unterstützung der DFG rund 2.000 historische Geschichtsbücher und wertvolle Atlanten aus der Epoche des Deutschen Kaiserreichs digitalisiert. Bis 2015 werden Wissenschaftler in rund 5.000 Schulbüchern forschen können. Durch andere Bibliotheken digitalisierte Lehrwerke lassen sich ebenfalls in die Datenbank integrieren, das so zum zentralen Fachportal für digitale historische Schulbücher wird. An dem Kooperationsprojekt sind neben dem GEI die Bibliothek für bildungsgeschichtliche Forschung des Deutschen Instituts für internationale pädagogische Forschung (BBF/DIPF) und das Gauß-IT-Zentrum der TU Braunschweig beteiligt.

Norddeutschland

Am 24./25.01.2013 fand in Hamburg die Fortbildungsveranstaltung für Fachreferentinnen und Fachreferenten der Politikwissenschaft statt, die gemeinsam von der SUB Hamburg (SSG Politik, Friedensforschung) und der VDB-Kommission für Fachreferatsarbeit veranstaltet wurde. Die Vortragsfolien der Veranstaltung stehen unter https://www.sub.uni-hamburg.de/recherche/recherche-nach-faechern/politikwissenschaft-und-friedensforschung/fachfortbildungpolitik.html zur Verfügung. Die Vorträge behandelten u. a. folgende Themen: Das Sondersammelgebiet Politik, Friedensforschung der SUB Hamburg; Umstrukturierung und Neufassung des Förderprogramms „Überregionale Literaturversorgung“ durch die DFG; Weiterentwicklung der Virtuellen Fachbibliothek ViFaPol (http://vifapol.de/); Open-Access-Volltextserver für Politikwissenschaft und Verwaltungswissenschaften (http://edoc.vifapol.de/opus/); Informationsmittel in der Politikwissenschaft unter besonderer Berücksichtigung von Datenarchiven; Vermittlung von Informationskompetenz im Fach Politikwissenschaft; Zeitschriften der Politikwissenschaft; SSG-Online Contents Politikwissenschaft; der Open-Access Zeitschriftenserver Giga Journal Family.

Die Internet-Datenbank Medienwissenschaft / Hamburg: Berichte und Papiere (ISSN 1613-7477), die inzwischen weit über 100 zum Teil umfangreiche Verzeichnisse enthält (http://www1.uni-hamburg.de/Medien/berichte/index.html), macht thematisch geordnete Filmographien, Bibliographien, Literatur- und Forschungsberichte zugänglich. Sie wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert und erscheint nur im Ausnahmefall in gedruckter Form. Die Datenbank wird seit 2003 an der Universität Hamburg gepflegt und setzt die Arbeit eines filmbibliographischen Projekts an der Universität Kiel fort, das in den Jahren von 1999 bis 2002 bearbeitet wurde.

Das zweite deutsche Anwendertreffen rund um die Open Source-Suchumgebung VuFind findet vom 16. bis 17.09.2013 an der TU Hamburg-Harburg statt.

Die 34. Fachtagung der Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibliotheken (ASpB) findet in Kooperation mit der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) <206> unter dem Titel „Leinen los! Innovationen und strategische Turnarounds in Spezialbibliotheken“ vom 11. bis 13.09.2013 in Kiel statt.

Sachsen-Anhalt / Thüringen

Die Edition der gesamten Briefe des Zoologen Ernst Haeckel (1834-1919) ist Ziel eines Forschungsprojekts der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle. Das Projekt ist auf die Dauer von 25 Jahren angelegt und am Ernst-Haeckel-Haus der Friedrich-Schiller-Universität Jena angesiedelt. Insgesamt wird das Vorhaben mit acht Millionen Euro gefördert. Als Ergebnis soll die gesamte Korrespondenz des Leopoldina-Mitglieds Haeckel zum einen in digitaler Form zugänglich sein. Zum anderen werden ausgewählte Briefe erstmals in einer historisch-kritischen und kommentierten 25-bändigen Druck-Ausgabe veröffentlicht. Haeckel war eine der zentralen Figuren des Darwinismus und des gesamten politisch-weltanschaulichen Denkens des ausgehenden 19. Jahrhunderts (vgl. dazu die Pressemitteilung der Leopoldina vom 15.01.2013).

hbz (Nordrhein-Westfalen und Teile von Rheinland-Pfalz)

Das hbz hat nach den Vorträgen des ZFL-Anwendertreffens der wissenschaftlichen Bibliotheken vom 28.11.2012 in Köln auch die Mitschrift ins Netz gestellt.

Die Universitäts- und Landesbibliotheken in Bonn, Düsseldorf und Münster bilden die Landesbibliothek NRW und nehmen gemeinsam mit verteilten regionalen Zuständigkeiten das Pflichtexemplar für das Land Nordrhein-Westfalen wahr. Das Pflichtexemplargesetz wurde in Abstimmung mit den drei Bibliotheken novelliert und trat am 07.02.2013 in Kraft. Neu ist vor allem die Einbeziehung von elektronischen Publikationen.

Im Mai 1962 wurde die UB Bochum <294> gegründet. Die UB hat ihre Jubiläums-Festschrift mit dem Titel „Die Bibliothek als Erfolgsfaktor. Die Universitätsbibliothek Bochum nach 50 Jahren 1962-2012“ als Open Access-Publikation (http://repo.ub.rub.de/bibliographie/110791991/Festschrift.pdf) veröffentlicht.

Im Bonner Universitätsforum fand am 27./28.02.2013 die Tagung zum Thema „Informationsinfrastruktur gestalten für Forschung, Lehre und Verwaltung“ der DINI-AG E-Framework statt. Die Präsentationen der Tagung stehen unter http://www.dini.de/veranstaltungen/workshops/informationsinfrastruktur-mit-prozessmanagement-gestalten/programm/ zum Abruf bereit.

Die DFG hat das Projekt zur Erschließung der mittelalterlichen Handschriften der ULB Bonn <5> letztmalig um weitere zehn Monate verlängert. Das Projekt läuft im November 2013 aus. Die bisher entstandenen Katalogisate sind in Manuscripta Mediaevalia (http://www.manuscripta-mediaevalia.de) recherchierbar. – Die ULB Bonn konzentrierte sich in ihren Digitalisierungsbemühungen im letzten Jahr verstärkt auf handschriftliche Materialien und auf Zeitungen. So ging die Digitalisierung der Sammlung Kriegsbriefe (aus den Kriegen 1864, 1866 und 1870/71, aber auch aus den napoleonischen und den Befreiungskriegen) weiter voran. Auch die im Bestand der ULB Bonn befindlichen Briefe August Wilhelm Schlegels wurden 2012 digitalisiert und in den Digitalen Sammlungen (http://s2w.hbz-nrw.de/ulbbn/) veröffentlicht. Die Digitalisierung von Bonner und rheinischen Zeitungen konzentrierte sich im letzten Jahr auf Publikationen des Bergischen Landes.

In den Digitalen Sammlungen der ULB Düsseldorf <61> ist die Präsentation der rund 400 mittelalterlichen Handschriften, die den Kern des historischen Bestandes der Düsseldorfer UB bilden, im Aufbau. Unter http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/nav/classification/507874 sind derzeit 120 Handschriften (Stand: Mitte April 2013) zu finden. Ergänzend zu den vollständigen Digitalisaten steht eine Datenbank des Inventars der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Handschriftenfragmente zur Verfügung.

2012 blickte die Rheinische Landesbibliothek <929> (http://www.lbz-rlp.de/cms/rlb/) in Koblenz auf ihr 25-jähriges Bestehen zurück. 1987 wurde die neue Regionalbibliothek gegründet, die unter der Leitung von Dr. Ernst-Ludwig Berz zunächst in einer Fabrikhalle ihren provisorischen Benutzungsbetrieb aufnahm. Neben wissenschaftlicher Literatur aus der Stadtbibliothek, die als Dauerleihgabe in den Bestand der Rheinischen Landesbibliothek einging, bildete die Pädagogische Zentralbibliothek Rheinland-Pfalz mit circa 67.000 Bänden den Grundstock für die Sammlung der neuen Bibliothek. Seit 1999 befindet sich die Landesbibliothek am Koblenzer Bahnhofplatz. 2004 wurde sie zusammen mit der Pfälzischen Landesbibliothek <107> in Speyer, der Bibliotheca Bipontina <Zw 1> in Zweibrücken sowie den Büchereistellen in Koblenz und Neustadt zum Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz (LBZ) vereint. Als eine der ersten Regionalbibliotheken in Deutschland hat die Rheinische Landesbibliothek 2002 begonnen, Netzpublikationen und landeskundlich interessante Websites auf einem Archivserver namens edoweb (http://www.lbz-rlp.de/cms/landeskunde/edoweb/index.html) zu sammeln und dauerhaft zur Verfügung zu stellen. Ein ausführlicher Rückblick zum 25-jährigen Bestehen ist auf der Website des LBZ zu finden.

Die Stadt Köln hat Ende Januar 2013 ihre neue Bilddatenbank freigeschaltet. An den Start geht Kulturelles Erbe Köln (http://www.kulturelles-erbe-koeln.de/) mit zunächst gut 300.000 Fotos von etwa 200.000 Objekten, Ausstellungen und Ereignissen. Ein thematischer Schwerpunkt des neuen Portals, das vom Rheinischen Bildarchiv (http://www.stadt-koeln.de/5/kulturstadt/rheinisches-bildarchiv/) bereit gestellt wird, liegt auf den Kölner Museen. Neben Fotografien von Kunstwerken und anderen Objekten aus den Sammlungen gibt es auch Bilder von Ausstellungseröffnungen, von Präsentationen der Objekte und Fotos von wichtigen Ereignissen in den städtischen Häusern. Weitere Schwerpunkte bilden Fotografenbestände und Architekturdokumentationen.

Mit rund 8.000 Bildern (Fotos, Flugblättern, Plakaten) ist der FrauenMediaTurm <Kn 184> in Köln am 08.03.2013, dem Internationalen Frauentag, online gegangen. Parallel zur Literaturdatenbank (http://www.frauenmediaturm.de/recherche/literaturdatenbank/) mit über 60.000 verschlagworteten Texten stellt der FrauenMediaTurm visuelle Dokumente unter dem Titel FMTvisuell ins Netz. Sie sind nach Namen, Ereignissen und Quellen recherchierbar. Weitere Infos sind über die Homepage des FrauenMediaTurms (http://www.frauenmediaturm.de/home/) erhältlich.

Ein im Sommer 2009 unter Federführung der UB Trier <385> von mehreren rheinland-pfälzischen Bibliotheken bei der DFG beantragtes Digitalisierungsprojekt ist im Herbst 2012 zum Abschluss gekommen. Projektteilnehmer waren neben der UB Trier das Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz, die Stadtbibliotheken Koblenz <69>, Trier <121> und Worms <123> sowie die Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars Trier <Tr 2>. Knapp 2.300 Werke mit mehr als 400.000 Einzelscans wurden während der zweijährigen Projektdauer digitalisiert und sind im Portal dilibri (http://www.dilibri.de/) kostenfrei zugänglich (darunter die „Chronica der freyen Reichs-Stadt Speier“ des Juristen und Historikers Christoph Lehmann mit Ausgaben von 1611, 1662 und 1711 aus dem Bestand der Pfälzischen Landesbibliothek und zwei kostbaren 1698 bzw. 1765 in Koblenz erschienenen Werken mit dem Titel „Coblentzer Wahlfahrt“, die die Wallfahrt der Koblenzer Matthiasbruderschaft mit allen Standorten beschreiben). dilibri ist die digitalisierte Sammlung von landeskundlichen Werken zu Rheinland-Pfalz sowie von Beständen aus rheinland-pfälzischen Bibliotheken.

Die Webseite des rheinland-pfälzischen Direktbestelldienstes LITexpress (http://www.lit-express.de/) wurde aktualisiert. Die Suchmaske wurde direkt auf die Startseite integriert, unter dem Navigationspunkt „Für Bibliotheken“ sind Informationen verzeichnet, die für teilnehmende oder an der Teilnahme interessierte Bibliotheken relevant sind.

HeBIS (Hessen und Teile von Rheinland-Pfalz)

Das Fernleihaufkommen der HeBIS-Online-Fernleihe entwickelt sich nach dem Höchststand im Jahr 2008 weiterhin langsam aber stetig zurück. Von 2008 bis 2012 betrug der Rückgang 18 %, von 2011 auf 2012 circa 8,7 % (in Zahlen: -17.730 Bestellungen). Die Erledigungsquote liegt bei 82 %. Im Rahmen der verbundübergreifenden Fernleihe sind die Zahlen ebenfalls rückläufig. Von den Partnerverbünden wurden im Jahre 2012 64.647 Bestellungen geliefert, HeBIS-Bibliotheken im Gegenzug 33.399 Bestellungen. Die Lieferungen der HeBIS-Bibliotheken sind stark rückläufig und haben den niedrigsten Wert seit 2008. Gleichzeitig sind die Lieferungen der Partnerverbünde ebenfalls auf dem niedrigsten Wert seit 2008.

Der Hessische Landtag hat am 22.11.2012 ein Gesetzespaket zur Neuregelung des Archivwesens und des Pflichtexemplarrechts beschlossen. Danach sind die Verlage künftig zur Ablieferung sämtlicher von ihnen publizierten Medien bei der zuständigen regionalen Pflichtexemplarbibliothek verpflichtet. Das gilt auch für elektronisch vertriebene Bücher und Zeitschriften. Damit ist Hessen das fünfte Bundesland, in dem für digitale Medien eine Abgabeverpflichtung besteht

(nach: HeBIScocktail Ausgabe Nr. 1/2013).

Der Internationale Suchdienst (ITS/International Tracing Service) im hessischen Bad Arolsen ist ein Zentrum für Dokumentation, Information und Forschung über die nationalsozialistische Verfolgung, Zwangsarbeit sowie den Holocaust. Es dokumentiert das Schicksal von Millionen Opfern des Nationalsozialismus. Seine bis heute gültige Bezeichnung „International Tracing Service (IST)“ erhielt die Einrichtung am 01.01.1948. Arbeitete der ITS anfänglich unter alliierter Kontrolle, übernahm 1955 ein Internationaler Ausschuss diese Aufgabe. Bis Ende 2012 wurde der ITS im Auftrag des Ausschusses vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) geleitet. Jahrzehntelang standen die Suche nach NS-Opfern, insbesondere von ehemaligen KZ-Häftlingen, und die Aufklärung ihrer Schicksale im Vordergrund. Im Laufe der Zeit wurden die Aufgaben des Suchdienstes erweitert. Dazu zählt der Aufbau eines Archivs, das Dokumente über die NS-Verfolgung, Ausbeutung durch Zwangsarbeit und Überlebende sammelt und bewahrt. Seit der Öffnung des Archivs und des Abschlusses einer Kooperationsvereinbarung mit dem Bundesarchiv im November 2007 widmet sich der ITS verstärkt der Forschung, Erinnerung und Bildungsarbeit. Für die Forschungsarbeit bietet der ITS ein Inventarverzeichnis (http://www.its-arolsen.org/de/das-archiv/suche-im-inventarverzeichnis/index.html), das eine Stichwortsuche in den Beständen des Archivs ermöglicht, und die Suche über die derzeit vorhandenen onlinefähigen Findmittel des ITS-Archivs an (http://findmittel.its-arolsen.org/MidosaXSearch/index.html).

Die DFG hat einen Antrag der UB Mainz <77> zur Profilierung des Sammelschwerpunkts Frankreichforschung bewilligt und stellt in den kommenden drei Jahren rund 125.000 Euro für den Erwerb konventioneller und elektronischer Medien zur Verfügung. Damit will die UB zum Beispiel drei hochwertige und noch in keiner deutschen Bibliothek verfügbare Volltextdatenbanken zur 1848er-Revolution, zur Dreyfus-Affäre und zum Zweiten Weltkrieg lizenzieren. Während der Förderzeit ist es das Ziel des Schwerpunktes, sich zu einem Forum Interkulturelle Frankreichforschung (FIFF) zu profilieren. Der bisherige „Sammelschwerpunkt Frankreichforschung: Kultur – Gesellschaft – Regionen“ wurde 1991 als Spezialbibliothek gegründet. Hauptziel war es, im Rahmen der überregionalen Literaturversorgung den Bereich der regionalen und der unkonventionellen Information zu Frankreich abzudecken.

Das Institut für Ethnologie und Afrikastudien der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat mit Unterstützung einer Doktorandengruppe das Online-Bildarchiv Afrikanische Unabhängigkeitsjubiläen angelegt und unter https://bildarchiv.uni-mainz.de/AUJ/ zugänglich gemacht. Das Bildarchiv ermöglicht den Zugriff auf mehr als 16.000 Bilder von den Feierlichkeiten in elf afrikanischen Ländern, die in den letzten Jahren ihr 50-jähriges Unabhängigkeitsjubiläum begangen haben, sowie von den Feierlichkeiten rund um den 20. Jahrestag der Unabhängigkeit in Namibia Ende 2010. Die Nutzer des Online-Bildarchivs können sich mehr als 12.000 Fotos von unterschiedlichen Veranstaltungen der Jubiläumsprogramme und weiteren Veranstaltungen, die im Rahmen der Unabhängigkeitsjubiläen veranstaltet wurden, ansehen. Dokumentiert sind u.a. Unabhängigkeitsparaden, Kulturparaden und -karnevals, Theateraufführungen, Konzerte, Fackelzüge, Konferenzen und Fußballspiele, aber auch Wahlkampfveranstaltungen und nationale Feiertage in den besuchten Ländern, wie z.B. das Ende des Ramadan, das Pfingstfest oder der Tag der Nationalflagge. Außerdem umfasst die Sammlung auch Fotos von circa 500 Dokumenten (Poster, Flyer, Buchseiten und Broschüren) sowie von knapp 3.000 Zeitungsartikeln diverser archivierter Tageszeitungen, die in den Nationalarchiven der erforschten Länder eingesehen wurden. Darüber hinaus enthält die Online-Datenbank mehrere Listen von Dokumenten und „grauer Literatur“, die nicht über den regulären Buchhandel zu beziehen ist, sowie von Zeitungen und Objekten, die ebenfalls im Rahmen des Forschungsprojekts „Afrikanische Unabhängigkeitsfeiern“ gesammelt wurden. Die knapp 150 Dokumente und 6.000 Zeitungsartikel, wozu Artikel aus über 150 lokalen afrikanischen Tageszeitungen überwiegend in Englisch und Französisch, aber auch Afrikaans, Deutsch, Malagasy und Swahili zählen, sind in der Bibliothek des Instituts für Ethnologie und Afrikastudien an der JGU archiviert und recherchierbar.

KOBV (Berlin und Brandenburg)

Seit dem 20.12.2012 steht unter http://opus4.kobv.de/ die neue OPUS Version 4.3.0, die vom KOBV erarbeitet wurde, zum Download bereit. Zusätzlich wurde eine neue (umfassend ergänzte) Version der Dokumentation erstellt.

Ende November 2012 kamen interessierte Kollegen und Kolleginnen in der KOBV-Zentrale zusammen, um sich in einem von der AG B3Kat angeregten Workshop über das Thema „Geschäftsgänge Digitalisierung“ auszutauschen. So berichteten die Staatsbibliothek zu Berlin und einzelne KOBV-Bibliotheken über bestehende Workflows, die ZLB Berlin gab einen Einblick zum Stand von DigiTAB, dem Digitalisierungsprojekt der ZLB, die BVB-Zentrale präsentierte ihre ADAM-Objekte und deren Verankerung im B3Kat (Anm.: ADAM ermöglicht, digitale Datenobjekte zur Kataloganreicherung zu speichern und zu verwalten). Die vorgestellten Digitalisierungsvorhaben erstreckten sich von Inhaltsverzeichnissen (PDFs) über die Volltext-Digitalisierung urheberrechtsfreier Titel bis zur Digitalisierung nicht urheberrechtsfreier Werke (eBooks on Demand) und der entsprechenden Rechteverwaltung. Die Vortragsfolien finden sich auf der KOBV-Homepage unter „Vergangene Veranstaltungen“ (nach dem KOBV-Newsletter 24 / 2012).

1963 wurde die Deutsche Kinemathek (http://www.deutsche-kinemathek.de/) in Berlin gegründet. In den folgenden fünf Jahrzehnten hat sich die Kinemathek zu einem der bedeutendsten Filmarchive Deutschlands entwickelt. Heute besitzt sie etwa 13.000 Filme, 21.000 Plakate, 25.000 Drehbücher und mehr als eine Million Fotos. Dazu kommen Projektoren und Kameras sowie Dekorationsentwürfe und Architekturmodelle. Das ist das Ergebnis einer weltweiten Sammeltätigkeit, die nicht erst mit der Gründung der Kinemathek begann. Grundstock war die Sammlung des Regisseurs und ersten Kinemathek-Direktors Gerhard Lamprecht, die der Westberliner Senat 1963 ankaufte. Der Bestand wurde in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich erweitert. 1993 kam der Nachlass von Marlene Dietrich dazu: ein filmhistorischer Schatz mit 440 Paar Schuhen, 50 Handtaschen und über tausend Textilien. In den Jahren kamen weitere Neuerwerbungen in das Berliner Filmarchiv: zum Beispiel das Produktionsarchiv des Regisseurs Werner Herzog oder die Sammlung von Sir Ken Adam. Der Filmarchitekt war unter anderem „Production Designer“ der James-Bond-Filme. Heute steht die Kinemathek vor neuen Herausforderungen: Historisches Filmmaterial muss dringend digitalisiert werden, da Filmrollen in modernen Kinos nicht mehr abgespielt werden können. Finanziell unterstützt wird die Kinemathek dabei vom Bund: Im Rahmen der Digitalisierungsoffensive erhält sie 200.000 Euro aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers.

Im Audimax der Humboldt-Universität zu Berlin fand vom 04. bis 06.03.2013 die 12. Inetbib-Tagung mit dem Leitthema „Angebot und Nachfrage: Was erwarten unsere Nutzer und unsere Nichtnutzer von uns?“ statt. Die wichtigsten Vorträge und Folien stehen unter http://www.ub.tu-dortmund.de/inetbib2013/ zum Nachlesen bereit.

Die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Medizinisches Bibliothekswesen e. V. findet in diesem Jahr vom 16.09. bis 18.09.2013 an der Medizinischen Bibliothek der Charité in Berlin statt.

Die Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) Berlin <109> hat eine Auswahlbibliographie zum Themenjahr 2013 „Zerstörte Vielfalt – Berlin in der Zeit des Nationalsozialismus“ zusammengestellt.

Aktuelle politische und gesellschaftliche Fragen und diskutierte Kulturthemen stehen im Zentrum des neuen Projekts „Themenraum“ (http://www.zlb.de/aktivitaeten/newsroom) der Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Jeden Monat bündelt die ZLB das Wissen der ganzen Bibliothek zu einem Thema. Angereichert mit digitalen Angeboten, interaktiven Apps und aktuellen Publikationen der bpb bietet das interdisziplinäre Medienangebot des Themenraums gleichzeitig schnellen Zugriff und vertiefte Informationen. Zu jedem Themenraum erscheint eine Linkliste und eine ausführliche Bibliographie zum Ausdrucken.

Deutsche Nationalbibliothek (DNB)

Die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) hat die Kataloganreicherung mit digitalisierten Inhaltsverzeichnissen in den letzten Jahren systematisch und umfassend ausgebaut. Derzeit bietet die Deutsche Nationalbibliothek mehr als 880.000 durchsuchbare Inhaltsverzeichnisse an. Der Zugang für das laufende Jahr wird auf rund 100.000 Inhaltsverzeichnisse von Publikationen aus dem Neuzugang geschätzt. Dazu kommen rund 60.000 Inhaltsverzeichnisse von Büchern der 1980er-Jahre, die im Rahmen retrospektiv ausgerichteter Projekte zusätzlich digitalisiert werden. Allein im Januar 2013 wurden 2,6 Millionen Inhaltsverzeichnisse im Rahmen der Katalogrecherche am Bildschirm abgerufen. Nähere Informationen gibt es unter http://www.dnb.de/DE/Aktuell/Presse/kataloganreicherung.html.

Die Deutsche Nationalbibliothek steigt am 01.07.2013 von MAB2 auf MARC 21 um. Datendienste werden ab diesem Zeitpunkt nicht mehr MAB2-basiert angeboten. Bereits im Jahr 2004 hatte der Standardisierungsausschuss die richtungweisende Entscheidung für das deutschsprachige Bibliothekswesen verabschiedet, vom bisherigen Format MAB2 auf MARC 21 umzusteigen.

Das aktuelle Inhaltsverzeichnis der DNB-Fachzeitschrift Dialog mit Bibliotheken steht unter http://www.dnb.de/DE/Service/Publikationen/dialog201301.html zum Abruf bereit. Das neue Heft bietet Infos zu folgenden Themen: Digitalisierungsoffensive 2013 des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Projekt eines kooperativen virtuellen Museums zum Thema Künste im Exil, Aktivitäten und Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem 100-jährigen Jubiläum der Deutschen Nationalbibliothek, Stand der Dinge bei RDA (Resource Description and Access) und der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB).

Ausland / Internationaler Leihverkehr

Europa

Das Archivportal Europa (Archives Portal Europe), dessen Website unlängst aktualisiert wurde, ermöglicht den Zugang zu über 23,6 Mio. Akteneinheiten mit Links zu rund 45,5 Mio. Digitalisaten von 91 Archiven aus ganz Europa. Zusätzlich bietet das Portal weiterführende Informationen zu Archiven in 16 europäischen Ländern, die schon Inhalte bereit stellen. Aus Deutschland ist vorerst nur das Bundesarchiv dabei. Das Archivportal Europa wird im Rahmen des IKT-Förderprogramms von der Europäischen Kommission unterstützt.

Frankreich

Eine Website mit dem Titel „L‘ Affaire Dreyfus: Un site de ressources consacré à l’histoire de l’Affaire“ hat eine ausführliche Chronologie der Geschehnisse um den jüdischen Hauptmann Alfred Dreyfus, der zu Unrecht als deutscher Spion verurteilt und wegen Landesverrats auf die zu Französisch-Guayana gehörende Teufelsinsel verbannt wurde, ins Netz gestellt (http://www.affairedreyfus.com/). Zusätzlich wurden auch einige bislang unter Verschluss gehaltene Dossiers („Dossier Secret“) digitalisiert. Dabei handelt es sich u. a. um unterdrückte Zeugenaussagen, in ausländischen Botschaften entwendete Unterlagen oder Aktennotizen über homosexuelle Beziehungen beteiligter Personen. Das französische Verteidigungsministerium beabsichtigt, sämtliche Geheimakten der Affäre Dreyfus zu veröffentlichen.

IFLA

Gemeinsam mit den Weltverbänden der Archive (ICA), der audiovisuellen Archive (CCAAA), der Museen (ICOM), der Denkmäler (ICOMOS) und der Wissenschaftlichen und Technischen Information (ICSTI) unterstützt der internationale Bibliotheksverband IFLA eine Stellungnahme, die den Aufbau einer global verteilten digitalen Sammlung für wünschenswert hält (http://www.ifla.org/publications/statement-of-principles-on-global-cross-sectoral-digitisation-initiatives). Die Conference of Directors of National Libraries (CDNL) hatte bereits 2008 zehn Empfehlungen für ein globales digitales Erbe erarbeitet. Darin wird u. a. festgehalten, dass die Entwicklung gemeinsamer digitaler Sammlungen verschiedener Materialtypen unterstützt werden sollte, dass nationale digitale Sammlungen in eine globale einfließen sollten, dass das Recht auf geistiges Eigentum weiterentwickelt werden muss und dass auch die strategische Zusammenarbeit von Spezialisten des globalen kulturellen Erbes gefördert werden sollte. Die Verbände verpflichten sich, den Zugang zum digitalen kulturellen Erbe zu unterstützen und zu stärken. Auch in der Vancouver Declaration, die von der UNESCO initiiert und erarbeitet wurde und die von IFLA unterstützt wird, geht es um die globale Digitalisierung und den Erhalt des kulturellen Erbes.

Der diesjährige IFLA Weltkongress, die 79th IFLA General Conference and Assembly, findet vom 17. bis 23.08.2013 in Singapur statt. Die Registrierung ist bereits unter http://conference.ifla.org/ifla79/registration möglich.

Israel

Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ist seit Kurzem auch mit einer deutschsprachigen Seite im Web präsent. Unter der Adresse http://www1.yadvashem.org/yv/de gibt es zahlreiche historische und wissenschaftliche Informationen zu der Ermordung von sechs Millionen Juden durch die Nationalsozialisten. Auch die Zentrale Datenbank der Namen der Holocaust-Opfer (The Central Database of Shoah Victims' Names), die Namen und biographische Daten von rund 4,2 Millionen Menschen enthält, ist unter der Adresse erreichbar.

Die in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts in der Höhle von Qumran entdeckten Schriftrollen sind mittlerweile auch online einsehbar. Google hat die 2000 Jahre alten Dokumente gescannt und in Zusammenarbeit mit der Israel Antiquities Authority unter http://www.deadseascrolls.org.il/ ins Netz gestellt.

OCLC / WorldCat

Unter http://www.oclc.org/worldcat/statistics/default.htm sind aktuelle Statistikzahlen zum WorldCat abrufbar. Demnach haben circa 72.000 Bibliotheken aus 170 Ländern circa 1,98 Milliarden Bestandsnachweise eingebracht. Rund 293 Millionen bibliographische Datensätze sind im WorldCat nachgewiesen, und über 470 Sprachen und Dialekte sind vertreten. Inzwischen sind rund 8,8 Mio. deutschsprachige Titel enthalten.

Österreich

Mehr als 1.000 Originaldokumente der großen Komponisten der Musikgeschichte sind über die Webseite der Österreichischen Nationalbibliothek (ÖNB) abrufbar. Es handelt sich dabei um Werkmanuskripte, Vorstudien, Skizzen, biografische Notizen und Briefe aus der hauseigenen Musiksammlung, die von der ÖNB in einem Projekt digitalisiert wurden. Die wertvollen Autographen von Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms, Anton Bruckner, Joseph Haydn, Gustav Mahler, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Johann Strauß, Richard Strauss, Richard Wagner und zahlreichen weiteren Komponisten bilden den Kernbestand der Musiksammlung der ÖNB und begründen ihren Ruf als eine der bedeutendsten Musiksammlungen weltweit. Aus konservatorischen Gründen standen die handschriftlichen Dokumente bisher nur unter strengen Voraussetzungen für Forschung und interessierte Öffentlichkeit zur Verfügung. Sie stehen jetzt im Digitalen Lesesaal der ÖNB (http://www.onb.ac.at/bibliothek/digitaler_lesesaal.htm) zur ständigen Verfügung.

Die Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB) hat eine archivübergreifende Forschungsplattform zu Peter Handke freigeschaltet (http://handkeonline.onb.ac.at/). Die Seite ist allgemein zugänglich und bietet zentrale Einblicke in die spezifische Produktionsweise des Autors, die sich in zahlreich vorhandenen Notizbüchern und Werkfassungen, in Typoskripten und Bleistiftmanuskripten sowie in Büchern, Fotos und Wanderkarten mit eingezeichneten Routen dokumentiert. Basis dafür ist der umfangreiche Vorlassbestand Peter Handkes, der von der ÖNB 2007 für ihr Literaturarchiv erworben und später durch eine Leihgabe des Salzburger Handke-Freundes Johann Widrich ergänzt wurde. Neben den Handke-Beständen der ÖNB wertet die Forschungsplattform in Kooperation mit den jeweiligen Institutionen auch die Bestände anderer Archive und privater Sammlungen aus.

Die UB Wien hat 652 Inkunabeln in ihrem Bestand, die in unregelmäßiger Folge digitalisiert werden. Andere Bibliotheken besitzen zum Teil die gleichen Inkunabel-Ausgaben. Die bereits von diesen Bibliotheken digitalisierten Inkunabeln verlinkt die UB Wien in ihrem Katalog mit ihren Ausgaben. Der Inkunabel-Katalog der UB Wien steht unter https://phaidra.univie.ac.at/detail_object/o:73336 zur Verfügung.

Schweiz

Auf e-manuscripta.ch, der Plattform für digitalisierte handschriftliche Quellen aus Schweizer Bibliotheken und Archiven (http://www.e-manuscripta.ch/), können Handschriften und Archivalien aus mehreren Jahrhunderten online eingesehen werden. Dokumente von Erasmus von Rotterdam, Richard Wagner und Albert Einstein sind ebenso zu entdecken wie der Nachlass des Geologen Arnold Escher von der Linth, Gelehrtenkorrespondenzen um den Basler Arzt Felix Platter oder das Archiv der Allgemeinen Musik-Gesellschaft Zürich. Die Plattform ergänzt die Recherchemöglichkeiten in den einzelnen Bibliotheken und ermöglicht eine institutionsübergreifende Suche und ein virtuelles Zusammenführen verstreuter Bestände. Alle Dokumente auf e-manuscripta.ch werden auch von Suchmaschinen wie Google gefunden. Ziel des Angebots ist es, für Forschende und die breite Bevölkerung handschriftliches Material der Neuzeit leicht zugänglich zu machen. Der Aufbau der Plattform wurde als Kooperationsprojekt von drei Hochschulbibliotheken realisiert: Die Geschäftsstelle von e-manuscripta.ch hat ihren Sitz in der Zentralbibliothek Zürich, die ETH-Bibliothek Zürich übernimmt als Dienstleister Hosting und IT-Koordination. In der Weiterentwicklung von Erschließungsstandards engagiert sich die Universitätsbibliothek Basel als Koordinatorin des Verbundkatalogs Handschriften, Archive, Nachlässe (HAN). Das Angebot von e-manuscripta.ch wird kontinuierlich erweitert.

Der NEBIS(= Netzwerk von Bibliotheken und Informationsstellen in der Schweiz)-Verbund bietet seit dem 03.04.2013 die Möglichkeit, mit einer einzigen Suchanfrage auf über sieben Millionen Titel zuzugreifen. Erreicht wurde dies durch die Integration des Katalogs des IDS Zürich Universität (Informationsverbund Deutschschweiz) in den NEBIS-Verbundkatalog (http://www.nebis.ch/ger/).

Die Kantons- und Universitätsbibliothek (Bibliothèque Cantonale et Universitaire) Lausanne hat Anfang Dezember 2012 ihr Scriptorium gestartet, ein Portal, das die wichtigsten Zeitungen und Zeitschriften des Kantons Vaud (Waadt) in digitalisierter Form präsentiert (http://scriptorium.bcu-lausanne.ch/). Die ersten Periodika, die im Volltext bereitstehen, sind sämtliche Ausgaben der Zeitung 24 Heures und ihres Vorläufers Feuille d’avis de Lausanne von 1762 bis 2001.

Der Westschweizer Bibliotheksverbund RÉ(seau)RO(mand) hat ein neues Suchinterface, das auf dem Discovery System Primo Version 4 der Fa. ExLibris basiert (http://explore.rero.ch), Mitte Dezember 2012 in der Beta-Version gestartet. Das neue Recherche-Instrument ermöglicht die Suche im Gesamtkatalog von RERO mit insgesamt 260 Bibliotheken, darunter vier universitären Einrichtungen in Fribourg, Genf, Lausanne und Neuchatel, sowie in elektronischen Ressourcen, Datenbanken und institutionellen Servern.

Die Online-Amtsdruckschriften des Schweizerischen Bundesarchivs (Bundesblatt, Amtliches Bulletin der Bundesversammlung, Eidgenössischer Staatskalender, diplomatische Dokumente der Schweiz, Protokolle des Bundesrates, Studien und Quellen, Staatsrechnung und Voranschlag) sind unter der URL http://www.amtsdruckschriften.ch/ erreichbar.

Seit Anfang April 2013 ist ein Großteil der Bildwerke Friedrich Dürrenmatts online abrufbar (https://www.helveticarchives.ch/detail.aspx?ID=161124). In einem mehrjährigen Projekt hat das Centre Dürrenmatt Neuchâtel ein umfassendes Inventar der Bildwerke Friedrich Dürrenmatts erstellt und dabei auch die in Privatsammlungen befindlichen Zeichnungen, Collagen und Gemälde inventarisiert, digitalisiert und in der Datenbank HelveticArchives (https://www.helveticarchives.ch/suchinfo.aspx) der Schweizerischen Nationalbibliothek (SNB) verfügbar gemacht.

Auf der Plattform retro.seals.ch (http://retro.seals.ch/digbib/home), dem Server für digitalisierte Schweizer Zeitschriften aus den Bereichen Wissenschaft und Kultur, sind derzeit 200 Zeitschriften mit insgesamt rund 3 Millionen Seiten abrufbar. Das Angebot wird laufend erweitert. Zuletzt kamen folgende Zeitschriften im Volltext hinzu: Du: die Zeitschrift der Kultur; Veröffentlichungen des Geobotanischen Institutes der Eidgenössischen Technischen Hochschule - Stiftung Rübel - in Zürich; Jahresbericht / Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften; Bulletin de la Société Fribourgeoise des Sciences Naturelles; Mémoires de la Société Fribourgeoise des Sciences Naturelles mit diversen Sektionen.

Die wichtigste Berner Nachrichtenzeitung des 18. Jahrhunderts ist von der UB Bern digitalisiert und kostenfrei im Web zur Verfügung gestellt worden. Insgesamt wurden 400.000 Seiten der Gazette de Berne (http://gazettedeberne.unibe.ch/) digitalisiert.

Mit der Einrichtung des kostenpflichtigen Angebots EBooks on demand (EOD) ermöglicht die Zentralbibliothek Zürich (ZB) die Bestellung vollständiger elektronischer Kopien von urheberrechtsfreien Büchern zwischen 1500 und 1900. Damit werden alte und wertvolle Drucke für die breite Bevölkerung sichtbarer und stehen per Bestellung auch weit entfernten Benutzern zur Verfügung. Mit einem Klick auf den neu eingerichteten EOD-Button im Katalog der ZB Zürich kann man ein Digitalisat kaufen. Die Besteller zahlen einen Grundpreis von 10 Franken und pro gescannter Seite zusätzlich 20 Rappen. Innerhalb von 7 bis 14 Tagen wird ein qualitativ hoch stehender Scan per Mail geliefert. Sowohl der Besteller als auch die Bibliothek profitieren von diesem Angebot: Im Anschluss an die Bestellung wird das Digitalisat in den Katalog der ZB übernommen und steht kostenlos zur Verfügung. Zusätzlich bietet die ZB Zürich in Kooperation mit Amazon einen EOD-Reprint Service an. Damit können Benutzer eine ausgedruckte und gebundene Kopie des Originals kaufen. Zahlreiche europäische Bibliotheken nehmen bereits an dem EOD-Projekt teil (u. a. in Deutschland die BSB München, die Martin-Opitz-Bibliothek in Herne, die SLUB Dresden, die UB der Humboldt-Universität in Berlin, die UB Greifswald und die UB Regensburg). Eine Website (http://search.books2ebooks.eu/) ermöglicht die Suche nach Büchern, die bereits digitalisiert worden sind; die Suche in den Einzelkatalogen der beteiligten Bibliotheken ist ebenso möglich (http://books2ebooks.eu/en/catalogues).

Türkei

Die Türkei hat sich als Gastland auf dem 5. Kongress Bibliothek und Information Deutschland vorgestellt, der vom 11. bis 14.03.2013 in Leipzig stattgefunden hat. Aus diesem Anlass hat das Goethe-Institut in der Türkei umfangreiche Informationen zu dem Bibliothekswesen der Türkei zusammengestellt. In deutscher und englischer Sprache werden Informationen zu der Bibliothekslandschaft der Türkei, zum Archivwesen, zu Fahrbibliotheken, der Fachausbildung und zu Verbänden und Institutionen angeboten. Links führen zu weiteren Fachartikeln und Themendiskussionen. Das Bibliotheksportal Türkei steht unter http://www.goethe.de/ins/tr/lp/prj/bpt/deindex.htm online zur Verfügung.

USA

Die Library of Congress (http://www.loc.gov/) archiviert seit Februar 2011 alle auf Twitter (https://twitter.com/) veröffentlichten Nachrichten. Bislang hat die Kongressbibliothek bereits mehr als 170 Milliarden Tweets gesammelt. Bereits im Jahr 2010 hatte der Kurznachrichtendienst Twitter der US-Kongressbibliothek den Zugang zu seinem Archiv aus öffentlich zugänglichen Kurzbotschaften gewährt. Damals umfasste es etwa 21 Milliarden Nachrichten (2006 bis 2010). Seither stieg die Zahl der Tweets deutlich auf etwa 170 Milliarden Nachrichten an. In einem PDF-Dokument beschreibt die US-Bibliothek das Projekt, die dabei auftretenden Probleme sowie die möglichen Nutzungsarten. Im Unterschied zu Twitters Archivfunktion sollen nur Wissenschaftler das Twitter-Archiv der Kongressbibliothek für die Forschung nutzen können (nach: heise online vom 05.01.2013).

Auf einer Veranstaltung des SWON Libraries Consortium hat der Direktor der Internetforschungsorganisation “Pew Research Center’s Internet & American Life Project” die Ergebnisse verschiedener Studien vorgestellt, die sich mit den Einflussfaktoren auf die Zukunft der Bibliotheken beschäftigen. Die Präsentation liefert eine gute Übersicht und Zusammenstellung über die sich für Informationsspezialisten wandelnden Rahmenbedingungen. Der Info-Dienst Library Essentials fasst in seiner Ausgabe 10 (2012) die wichtigsten Ergebnisse zusammen (http://www.libess.de/die-neuen-rahmenbedingungen-fuer-bibliotheken/).

Am 18./19.04.2013 soll in der Boston Public Library die Digital Public Library of America (DPLA) an den Start gehen. Viele Mitarbeiter aus Bibliotheken, Archiven, Museen, IT-Firmen, privaten Stiftungen, öffentlichen Einrichtungen u.a. haben seit etwa zwei Jahren an der Verwirklichung der Idee einer digitalen Bibliothek für die USA gearbeitet. In einem ersten Schritt will die DPLA in einem virtuellen Raum digitale Quellen zusammenführen, die bereits existieren, und sie so leichter auffindbar und nutzbar machen. Die DPLA plant, bereits vorhandene Infrastrukturen zu nutzen; finanziert wird die DPLA aus verschiedenen Quellen, öffentlichen Förderungen ebenso wie Stiftungsgeldern und privaten Mitteln. Komplett verzichtet wird aus urheberrechtlichen Gründen auf die Digitalisierung von Büchern, die nach 1923 erschienen sind.

Über 175.000 Tonaufnahmen von Vögeln und anderen Tieren hat die Macaulay Library der Cornell University (US-Bundesstaat New York) online gestellt (http://macaulaylibrary.com/index.do). Das Archiv umfasst etwa 9.000 Spezies. Der Schwerpunkt liegt bei Vögeln, aber auch Wale, Elefanten, Frösche, Insekten, Primaten und andere Tierarten sind vertreten. Dazu kommen über 50.000 Videoclips von mehr als 3.500 Tierarten, die aktuell aber erst zu etwa zwei Drittel digitalisiert sind. Die Bestände können für nicht-kommerzielle Forschung, Bildung und persönliche Zwecke online genutzt werden. Auch die Einbindung in eigene Webseiten ist unter diesen Voraussetzungen gestattet. Der Download der Dateien ist hingegen nicht vorgesehen (nach: heise online vom 17.02.2013).

Drei große US-Verlage haben gemeinsam eine Online-Plattform zur Vermarktung von Büchern eröffnet. Auf Bookish.com (http://www.bookish.com/) können dabei nicht nur Bücher gekauft werden, die Seite verlinkt auch zu E-Book-Stores wie Amazon oder iBooks und veröffentlicht Texte über Literatur. Zum Start gibt es kurze Buchrezensionen, ein Interview mit Autoren wie Michael Connelly und Michael Koryta sowie einen offenen Brief von Elizabeth Gilbert an Philip Roth. Zentrales Element der Seite ist der Bereich Recommendations, in dem sich der Nutzer Vorschläge für zu lesende Bücher machen lassen kann.

Zentrale Angebote und Informationen

ASpB

Die Arbeitsgemeinschaft der Spezialbibliotheken e.V. (ASpB) hat seit Mai 2012 einen neuen Vorstand. Als eines der ersten sichtbaren Arbeitsergebnisse hat der Vorstand die neue Homepage der ASpB vorgestellt, die unter http://aspb.de/ erreichbar ist.

Bestseller

Die Website „Die besten Bücher der Welt“ (http://www.100-beste-bestseller-buecher.de/) versucht eine Würdigung der 100 wichtigsten, bedeutendsten – und vielleicht besten? – Bücher der Literaturgeschichte, „die man gelesen haben sollte“. Drei der vielversprechendsten Ansätze dazu stammen aus Deutschland (ZEIT), Großbritannien (BBC) und Frankreich (Le Monde). Die Seite beantwortet u. a. die Fragen, welches Buch – es ist übrigens nur ein einziges – auf den Bestenlisten aller drei Nationen aufgeführt wird und welcher deutsche Autor bei der Wahl von 750.000 Briten als einziger zur britischen Top-100 der BBC gezählt wurde.

dbv-Newsletter

Die dbv-Newsletter National und International werden zusammengelegt und alle vierzehn Tage veröffentlicht, um kompakt und noch aktueller über nationale und internationale Entwicklungen zu informieren. Die erste Ausgabe ist Ende März 2013 erschienen. Der dbv-Newsletter kann unter http://www.bibliotheksverband.de/dbv/newsletter.html abonniert werden.

Digitalisierung

Um Forschungsbestände aus Bibliotheken, Archiven und Museen zu digitalisieren, im Internet bereit zu stellen und miteinander zu verknüpfen, bedarf es einheitlicher Regeln. Die DFG hat Standards festgelegt. Die überarbeiteten DFG-Praxisregeln zur Digitalisierung sind seit Anfang Februar 2013 online abrufbar (http://www.dfg.de/download/pdf/foerderung/programme/lis/praxisregeln_digitalisierung_2013.pdf). Ziel ist es, dadurch eine virtuelle Forschungsinfrastruktur zu schaffen. Weitere Infos zu den DFG-Praxisregeln stehen unter http://www.dfg.de/foerderung/info_wissenschaft/info_wissenschaft_13_07/ zur Verfügung.

DOI-Vergabe

Die DOI-Vergabe ist für akademische Einrichtungen ab diesem Jahr kostenlos. Das haben die deutschen Mitglieder der internationalen Non-Profit-Organisation DataCite e.V., das GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften in Mannheim, die Technische Informationsbibliothek (TIB) Hannover, die Deutsche Zentralbibliothek für Medizin (ZB MED) in Köln und die Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) in Kiel und Hamburg, auf ihrer Mitgliederversammlung im Dezember 2012 beschlossen. Ein Ziel von DataCite e.V. ist es, Forschungsdaten im Internet dauerhaft verfügbar und zitierbar zu machen. Möglich wird dies durch das Digital-Object-Identifier-System (DOI). Bei DOIs handelt es sich um eindeutige und dauerhafte digitale Identifikatoren für digitale Objekte. Sie sind mit den ISBN für Print-Publikationen vergleichbar. In Deutschland vergeben die vier deutschen DataCite-Mitglieder – ZB MED, GESIS, ZBW und TIB – die DOIs.

Drucksachen und Plenarprotokolle des Deutschen Bundestages

In einem elektronischen Archiv können seit Ende Februar 2013 sämtliche Drucksachen und Stenografischen Berichte des Deutschen Bundestages von der 1. bis zur 15. Wahlperiode (1949-2005) recherchiert und im pdf-Format abgerufen werden (http://pdok.bundestag.de/). Die Dokumente sind mit ihrer jeweiligen Nummer (falls sie bekannt sind) oder mit inhaltlichen Suchbegriffen recherchierbar. Das Suchergebnis kann nachträglich z. B. durch Auswahl einer Wahlperiode, eines Drucksachentyps oder eines Urhebers weiter eingegrenzt werden. Für die Suche nach Dokumenten der Wahlperioden 16 und 17 steht wie bisher das Dokumentationssystem DIP (= Dokumentations- und Informationssystem für Parlamentarische Vorgänge, das gemeinsame Informationssystem von Bundestag und Bundesrat) zur Verfügung (http://dipbt.bundestag.de/dip21.web/bt - „Thematische Suche ab 18.10.2005“). Auch für die Suche nach Dokumenten der Wahlperioden vom 14.12.1976 bis 18.10.2005 (8. bis 15. Wahlperiode) steht eine Recherchemöglichkeit nach Sachgebieten und Suchwörtern bereit (http://dip.bundestag.de/).

Google

Google zeigt auf der Website seines Cultural Institute vier Online-Ausstellungen mit Bildern und Videos anlässlich des 50. Jahrestags der Unterzeichnung des Élysée-Vertrags durch Charles de Gaulle und Konrad Adenauer. Sie zeigen unter anderem eine vom deutschen Außenministerium bereitgestellte digitale Kopie des Élysée-Vertrags, in die der Nutzer hineinzoomen und die Einzelheiten des Vertrags nachlesen kann. Anhand von Fotos, Videomaterial und Erklärungen von Experten werde die Entwicklung der Freundschaft und deren Hinführung zur Europäischen Union in ihrer heutigen Form beleuchtet. Das Deutsche-Französische Institut zeigt beispielsweise die Ausstellung „Eine deutsche-französische Erfolgsgeschichte“. Eine andere Galerie zeigt Bilder zu 50 Jahren Deutsch-Französisches Jugendwerk und eine weitere den „Weg zum Élysée-Vertrag“. Eine Online-Ausstellung stellt Material zur deutsch-französischen Hochschule bereit (nach: heise online vom 16.01.2013 - Online-Ausstellungen zur deutsch-französischen Freundschaft eröffnet).

Hoaxes

Angeblich tote Stars oder Warnungen vor Spionageprogrammen – immer wieder kursieren bei Facebook und anderen sozialen Netzwerken Links, Bilder und Texte, die sich bei genauerer Betrachtung als Lügen („Hoaxes“) entpuppen. Damit Internet-Nutzer schneller wissen, woran sie sind, listet die Seite http://www.mimikama.at auf, was Wahrheit und was Lüge ist. Auch die TU Berlin sammelt Hoaxes (http://hoax-info.tubit.tu-berlin.de/hoax/hoaxlist.shtml.

Inkunabeln

Vier (von fünf) Bänden des Inkunabelkatalogs der Harvard University Library sind digitalisiert worden: James E. Walsh. A catalogue of the fifteenth-century books in the Harvard University Library. Binghamton, N.Y. / Tempe, Arizona: Medieval & Renaissance Texts & Studies, 1991-1997
(v.2: http://archive.org/details/catalogueoffifte02harv;
v.3: http://archive.org/details/catalogueoffifte03harv;
v.4: http://archive.org/details/catalogueoffifte04harv;
v.5: http://archive.org/details/catalogueoffifte05harv). Der 5.Band enthält Register (Author/Title; Herausgeber/Übersetzer/Verschiedenes; Provenienz; Handschriften in den Inkunabeln; Identifizierte Einbände; Bibliographische Seltenheiten) sowie Konkordanzen (Hain; Proctor; GW; Goff) und eine kurze Geschichte der Inkunabel-Sammlung Harvards.

Seit 2008 veröffentlicht das Webanalyse-Unternehmen Royal Pingdom eine jährliche Zusammenstellung von Internet-Statistiken aus verschiedenen Quellen. Die vorliegende Sammlung von Internet-Statistiken für 2012 umfasst u. a. die Kategorien E-Mail, Homepages, Internet-User, Social Media, Webbrowser, Mobiles Internet, Videos und Bilder. Es folgen einige Zahlen, die von Interesse sind: - 2,2 Mrd. User nutzen weltweit E-Mail. 144 Mrd. E-Mails wurden 2012 an einem einzigen Tag durchschnittlich versendet. 68,8% des gesamten E-Mail-Datenverkehrs fällt in die Kategorie Spam; - insgesamt sind 246 Mio. Domainnamen weltweit registriert. Davon sind allein 100 Mio. .com-Adressen, 14,1 Mio. .net-Domains und 9,7 Mio. .org-Domains. Die .info-Adressen kommen Ende 2012 bereits auf 6,7 Mio. Registrierungen; - die Gesamtanzahl der Internet-User auf der Erde beläuft sich zurzeit auf 2,4 Mrd. Menschen. Knapp die Hälfte, d.h. 1,1 Mrd. der User kommt aus Asien. Europa folgt mit 519 Mio. User dahinter. Nordamerika liegt mit 274 Mio. Internetnutzer noch knapp vor Südamerika und Lateinamerika mit 255 Mio. Usern. Das Land mit den meisten Internetusern ist mit großem Abstand China mit 565 Mio. Nutzern; - Facebook hat im Oktober 2012 die Grenze von 1 Mrd. User überschritten. Von diesen Facebook-Nutzern sind 47% Frauen. Das Durchschnittsalter eines Facebook-Users ist älter als vermutet, nämlich 40,5 Jahre. Jeden Tag werden 2,7 Mrd. Likes auf Facebook vergeben; - der Kurznachrichtendienst Twitter hat im Dezember die Grenze von 200 Mio. aktiven Usern überschritten; - 2012 wurden über Google 1,2 Billionen Suchanfragen ausgeführt. In den USA beträgt der Marktanteil von Google 67% und in Deutschland sogar bei 90,3%; - 1,1 Mrd. Menschen auf der Welt haben einen Smartphone-Vertrag. Die Anzahl der Nutzer von Mobiltelefonen wird 2012 auf 5 Mrd. Menschen geschätzt. Insgesamt 13% des gesamten Internetdatenverkehrs wird durch mobile Endgeräte verursacht (nach: Erwin König. „Internet-Statistiken 2012“).

Klosterbibliotheken

Klaus Graf hat eine Liste der fachlichen Nachschlagewerke zur Geschichte der Klöster und Stifte des deutschsprachigen Raums in die Wikipedia gestellt. Die Seite ist als Checkliste angelegt, die nur wichtige Werke dokumentiert. Sie ist keine allgemeine Bibliographie des Klosterwesens. Arbeiten, die sich allen Klöstern in einzelnen Städten widmen, wurden nicht aufgenommen. Ein wesentlicher Abschnitt ist dem klösterlichen Bibliothekswesen gewidmet (Bibliothekskataloge, Handbuch der historischen Buchbestände, Handschriften, Inkunabeln, Bibliotheksräume).

Kulturelle Bildung

Seit dem 13.02.2013 ist das Internetportal Kultur bildet. Portal für kulturelle Bildung (http://www.kultur-bildet.de/) des Deutschen Kulturrates im Rahmen des BMBF-Förderprogramms Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung online. Über das Internetportal werden Informationen zur kulturellen Bildung aus den Bereichen Kultur, Bildung, Politik und Forschung auf Bundes- und Länderebene präsentiert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Ein Bestandteil ist die Infothek, in der neben Publikationen und gesetzlichen Grundlagen auch Stellungnahmen verschiedener Verbände zur kulturellen Bildung zu finden sind, u. a. des dbv. Das Internetportal Kultur bildet ist einer von vier Bestandteilen der Dialogplattform Kulturelle Bildung.

Langzeitarchivierung

Die 27. Ausgabe des nestor-Newsletters ist Ende Januar 2013 erschienen (http://www.langzeitarchivierung.de/Subsites/nestor/DE/Publikationen/Newsletter/newsletter_node.html). Dort steht auch ein Link zum Newsletter-Archiv bereit. In dem Newsletter wird das GESIS Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften als neuer Kooperationspartner im nestor-Kompetenznetzwerk vorgestellt. Außerdem wird in der Ausgabe u. a. von der nestor/DigCurv School 2012 berichtet und der nestor-Jahresbericht 2012 sowie die Jahresplanung für 2013 vorgestellt.

Rezensionen

IFB (http://ifb.bsz-bw.de/) wird seit 1993 von Klaus Schreiber herausgegeben, der mit einem Mitarbeiterstab von Bibliothekaren und Wissenschaftlern Informationsmittel aller Gattungen und medialen Angebotsformen rezensiert. Die kontinuierlich wachsende Sammlung kritischer Rezensionen ist ein unverzichtbares Arbeitsinstrument für Bibliothek und Wissenschaft. Die Einzel- und Komplexrezensionen sind in fünf sachliche Hauptgruppen gegliedert. Seit 2009 erscheint Informationsmittel (IFB): digitales Rezensionsorgan für Bibliothek und Wissenschaft nicht mehr in Jahrgängen, sondern unter Aufgabe der bisherigen Heftstruktur als laufend erweitertes Internetportal. Die elektronische Ausgabe von IFB wird vom BSZ herausgegeben und verwaltet.

auserLesen.de – Die Suchmaschine für deutschsprachige Texte (http://www.auserlesen.de/) findet auch Rezensionen. Mehrere Kategorien stehen zur Auswahl, darunter literarische Texte und Rezensionen, Zitate oder Sprichwörter sowie Artikel aus regionalen und überregionalen Zeitungen. Je nach Voreinstellung wird nicht das ganze Web durchsucht, sondern nur Zitat-Datenbanken, Rezensionsportale oder Nachrichtenseiten.

Die neue Datenbank von Rezensionen online open (http://www.biblio.at/literatur/rezensionen/opac.html) fasst die beiden Projekte Rezensionen online und Katalogisate online zusammen und bietet eine Reihe neuer Funktionen (u. a. Schnittstelle zur direkten Übernahme von Katalogisaten und Rezensionen durch diverse Bibliotheksverwaltungsprogramme).

Springer Book Archives

Springer hat sein Digitalisierungsprojekt Springer Book Archives (SBA) auf dem Bibliothekskongress in Leipzig vorgestellt und seine deutschen Titel aus dem historischen Buchbestand mit 28.000 E-Books im Volltext freigeschaltet. Die ersten 37.000 englischsprachigen Titel wurden bereits Ende Januar 2013 auf der amerikanischen Bibliothekskonferenz ALA in Seattle der Öffentlichkeit präsentiert. Bis Jahresende soll damit das komplette Archiv mit etwa 100.000 historischen und wissenschaftlichen E-Books in englischer und deutscher Sprache ohne DRM (= Digital Rights Management) bis zurück zur Verlagsgründung 1842 zur Verfügung stehen. Das Archiv ist über die Online-Plattform SpringerLink (http://link.springer.com) zugänglich. In einem Interview mit der b.i.t.online KongressNews vom 14.03.2013, die auf dem Bibliothekskongress kostenlos verteilt wurde, hat die Projektmanagerin SBA Olga Chiarcos auf die Frage „Kann der Nutzer denn auf dieser SpringerLink Datenbank kostenlos recherchieren?“ folgende Antwort gegeben: „Die Preview Funktion, bei der die Nutzer die ersten Seiten des Buches mit Stichworten einsehen können, ist kostenfrei. Um das ganze Buch zu lesen, muss man autorisiert sein“, d. h. der Nutzer muss zahlen.

Twitter-Archiv

Neben der Library of Congress, die ein Twitter-Archiv aufbaut, gibt es seit Kurzem auch für Twitter-Nutzer, die Deutsch als Standardsprache bei Twitter eingestellt haben, die Möglichkeit, ihre Kurzmitteilungen herunterzuladen und zu archivieren. Die Funktion, die im Dezember 2012 eingeführt wurde, steht außerdem für Twitter in Niederländisch, Persisch, Finnisch, Französisch, Hebräisch, Hindi, Ungarisch, Malaiisch, Norwegisch, Polnisch und Spanisch zur Verfügung. Das eigene Tweet-Archiv kann in den Einstellungen unter Account angefordert werden. Danach erhält man eine E-Mail mit einem Link zu dem gepackten Archiv (nach: heise online vom 11.03.2013).

Wikipedia

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia hat sich zum Ziel gesetzt, das Wissen der Welt nicht nur zu erfassen, sondern es für jeden frei zugänglich zu machen. Heute zählt das einstige Hobby-Projekt insgesamt über 23 Millionen Artikel und ist in über 270 Sprachen verfügbar. Die größte unter ihnen ist die englische Sprachversion, gefolgt von der deutschen: Circa vier Millionen Menschen nutzen täglich die deutschsprachige Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Hauptseite). Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) analysiert in einem Dossier (http://www.bpb.de/gesellschaft/medien/wikipedia/) die Strukturen der Wikipedia, ihre Rolle in Bildung und Journalismus sowie die Wechselbeziehung zwischen Wikipedia und Wissenschaft.

Neue und geänderte Adressdaten und Bibliothekssigel

<neues Sigel:> HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden <D 277>, Karl-Liebknecht-Straße 56, 01109 Dresden, Tel. (0351) 2646251, Fax (0351) 2646223, E-Mail komponistenarchiv@hellerau.org, URL http://hellerau.org/ ISIL DE-D277; SAX; SWB

<neue Anschrift:> Hochschule Emden/Leer, Hochschulbibliothek <755>, Constantiaplatz 4, 26723 Emden, Tel. (04921) 8 07-1770, Fax (04921) 8 07-1775, E-Mail fernleihe.emden@hs-emden-leer.de, URL http://www.hs-emden-leer.de/einrichtungen/bibliothek.html ISIL DE-755; NIE; GBV. Die Hochschulbibliothek Emden ist an den Büchertransportdienst (Transportzentrale Göttingen) angeschlossen.

<neue Telefonnummer:> Bibliothek der Abtei Ettal <Et 1> Tel. (08822) 74-6265, Fax (08822) 74-6268 BAY

<geänderte Telefonnummern:> Verbundzentrale des GBV (VZG), Platz der Göttinger Sieben 1, 37073 Göttingen. Seit dem 01.03.2013 müssen alle Rufnummern, die mit der Ziffer „Drei“ nach der 39- beginnen, um eine weitere „Drei“ (0551-39 33xxx) ergänzt werden.

<neues Sigel:> Werkstatt Ökonomie, Bibliothek <He 214>, Willy-Brandt-Platz 5, 69115 Heidelberg, Tel. (06221) 433 36-0, E-Mail bibliothek@woek.de, ISIL DE-He214; BAW

<neues Sigel:> Hochschule Heilbronn, Bibliothek / Campus Am Europaplatz <840/3>, Max-Planck-Straße 39, 74081 Heilbronn, Tel. (07131) 5 04-300, E-Mail bibliothek@hs-heilbronn.de, URL http://www.hs-heilbronn.de/bibliothek ISIL DE-840-3; BAW; SWB

<neue Kontaktdaten:> Fachhochschule für Interkulturelle Theologie Hermannsburg, Bibliothek <Hbg 1>, Missionsstraße 3-5, 29320 Hermannsburg (ehemals Missionsbibliothek), Tel. (05052) 48 101- 90, Fax (05052) 48 101- 98, E-Mail bibliothek@fh-hermannsburg.de NIE

<neue Lieferadresse:> Gemeindebücherei Hohenkammer <1736>, Pfarrstraße 2, 85411 Hohenkammer (Lieferanschrift für Leihverkehr und Pakete: Herschenhofen 17, 85411 Hohenkammer), E-Mail buechereihohenkammer@gmx.de, ISIL DE-1736; BAY; BVB

<neues Sigel:> Stadtbücherei Kornwestheim <1934>, Kantstraße 10, 70806 Kornwestheim, Tel. (07154) 82 21-0, E-Mail stadtbücherei@kornwestheim.de, URL http://www.kornwestheim.de/ ISIL DE-1934; BAW

<neuer Name:> Bildungszentrum der Bundeswehr (BiZBw), Bibliothek <Mh 38>, Seckenheimer Landstraße 12, 68163 Mannheim, Tel. (0621) 4295-1364 (Bibliothek Geb. E) oder -1372 (Bibliothek Geb. H), Fax (0621) 4295-1316, E-Mail BiZBwAbtZARef2BibliothekAusleihe@bundeswehr.org (bis Ende 2012: Bundesakademie für Wehrverwaltung und Wehrtechnik – BAkWVT -, Bibliothek) ISIL DE-Mh38; BAW

<gelöschtes Sigel:> Stg 112 ( = Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland, Bibliothek, Bestand Stuttgart). Anm.: Die Bibliothek wurde aufgelöst und die Bestände mit der Bibliothek für Diakonie und Entwicklung <B 232> in Berlin vereinigt (Kontaktdaten: Bibliothek für Diakonie und Entwicklung, Caroline-Michaelis-Straße 1, 10115 Berlin, Tel. 030-65211-1137 bis -1139, Fax 030-65211-3333, E-Mail bibliothek-b@diakonie.de, URL http://www.diakonie-bibliothek.de; Sammelschwerpunkte: Diakonie, Sozialgeschichte, Kirchengeschichte, Entwicklungszusammenarbeit, Sozialpolitik, Soziale Arbeit. Träger der Bibliothek ist das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e. V.)

<geänderte Sigel:> Die Katalog- und Benutzerdaten der Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain in Wiesbaden sind seit Mitte März 2013 zusammengeführt. Das Bibliothekssigel 969 existiert seitdem nicht mehr. In der Sigelstelle wurden die Sigel 969 + 969/1 gelöscht und ersetzt durch die neuen Sigel 43 (= Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain Wiesbaden, ehem. Landesbibliothek), 43/0 (= Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain Wiesbaden, Kurt-Schumacher-Ring), 43/1 (= Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain Wiesbaden, Bertramstraße), 43/2 (= Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain Rüsselsheim), 43/3 (= Hochschul- und Landesbibliothek RheinMain Wiesbaden, Unter den Eichen). Alle Bibliotheken mit dem Sigel 43 nehmen am regionalen Buchtransportdienst der UB Frankfurt teil.

Ausgewählte Literaturhinweise zu den Themen Fernleihe und Dokumentlieferung und Internet-Recherche

Blumer, Eliane; Hügl, Jasmin; Schneider, René. „Digitale Bibliotheksangebote und ihre Evaluation. Ein Erfahrungsbericht“. ZfBB 59 (2012) H.6. S.301-311.

„Der Artikel gibt ein breit gefasstes Fazit über die Evaluationen digitaler Bibliotheksangebote, die im Rahmen des Verbundprojekts e-lib.ch in der Schweiz durchgeführt wurden. Er schildert die dabei verwendeten Methoden und ihre Besonderheit im bibliothekarischen Kontext und greift zurück auf verallgemeinerbare Ergebnisse, die während eines Zeitraums von mehr als drei Jahren bei der Ermittlung der Gebrauchstauglichkeit und des Nutzungswertes unterschiedlichster digitaler Angebote (u. a. Metakataloge, Informationsportale, Manuskriptdatenbanken und digitalisierte Rara-Bestände) gewonnen wurden….“ (nach dem Abstract).

Bonte, Achim; Ceynowa, Klaus. „Bibliothek und Internet. Die Identitätskrise einer Institution im digitalen Informationszeitalter.“ Lettre international 1 / 2013. S.115-117.

A. Bonte, einer der beiden stellvertretenden Generaldirektoren der SLUB Dresden, und K. Ceynowa, stellvertretender Generaldirektor der BSB München, denken über das prekäre Verhältnis von Bibliothek und Internet nach und stellen fest, dass sowohl E-Books als auch Open Access kaum zukunftssichernde Handlungsfelder für Bibliotheken sind, sondern „das absehbare Ende ihrer Rolle als Intermediäre“ (Vermittler) markieren. „Wer mittel- und langfristig überleben will, muss in jedem Fall über tragfähige Alleinstellungsmerkmale verfügen:“ Dies können zum Beispiel der Besitz eines einzigartigen Bestandes wertvoller, oft weltweit singulärer Handschriften, Inkunabeln und alter Drucke sein oder Bibliotheken (wie National-, Staats- und Landesbibliotheken), die einen standortübergreifenden Sammlungs- und Versorgungsauftrag haben und damit eng verbunden die Verantwortung für die gesicherte Langzeitarchivierung und –verfügbarkeit gerade auch der digitalen Sammlungsobjekte. Auch Bibliotheken, die über ein attraktives Gebäude (ein historisches Ensemble oder einen spektakulären Neubau) verfügen, haben gute Zukunftsaussichten. Bibliotheken, die in den letzten Jahren selbst digitale Inhalte produziert haben und für die wissenschaftliche Forschung frei zugänglich ins Netz stellen, sehen die beiden Autoren für die Zukunft ebenfalls gut aufgestellt.

Bonte, Achim. „Goobi wird Verein: Anwendergemeinschaft von freier Digitalisierungssoftware schafft professionelle Strukturen“. BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 5 (2012) H.4. S.217-219 (http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/10185/BIS_4_2012_Bonte.pdf).

A. Bonte, der stellvertretende Generaldirektor der SLUB Dresden, stellt den Verein Goobi. Digitalisieren im Verein vor, der am 17.09.2012 in Dresden gegründet wurde. Goobi (http://www.goobi.org/) ist die Open Source-Software zur Produktion und Präsentation von Digitalisaten, die am meisten verbreitet ist.

Bonte, Achim; Leiskau, Katja. „UHU, Querschnitt und die anderen: Illustrierte Magazine der Weimarer Republik digital verfügbar“. BIS - Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 6 (2013) H.1. S.10-12 (http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/10711/BIS1_2013_Bonte_Leiskau.pdf).

Mit vorerst acht Zeitschriften und rund 450 Ausgaben ist ein neues Informations- und Forschungsportal zur illustrierten Presse der 1920er Jahre unter der Adresse http://www.illustrierte-presse.de online. Das digitale Zeitschriftenarchiv umfasst folgende Ausgaben: „Uhu“, „Querschnitt“, „Das Leben“, „Revue des Monats“ und „Das Magazin“, das nach dem Krieg weitergeführt wurde. Das gemeinsame Digitalisierungsprojekt der SLUB Dresden und des Kommunikationswissenschaftlers Patrick Rössler (Universität Erfurt) wird von der DFG, der DNB sowie der Axel Springer AG als Rechtsnachfolgerin der Ullstein-Presse unterstützt.

Brink, Helle; Andresen, Leif. „Document delivery in Denmark – a systematic overview“. B.I.T. online 15 (2012) Nr. 6. S.529-538.

Der Artikel gibt einen Überblick über Fernleihe und Dokumentlieferung in Dänemark und beleuchtet sowohl die technischen Aspekte als auch die Bedeutung von E-Ressourcen und digitalisiertem Material für die Fernausleihe. Es wird darüber hinaus gezeigt, wie in Dänemark versucht wird, sich den Herausforderungen zu stellen.

Hansen, Thoralf; Rauch, Christoph. „Orient-Digital: Datenbank Orientalischer Handschriften der Staatsbibliothek zu Berlin geht online“. BibliotheksMagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 1/2013. S.43-48.

Th. Hanstein, Fachreferent für Arabistik und Islamwissenschaft, und Chr. Rauch, Leiter der Orientabteilung, stellen den mühsamen Weg zu einer Datenbank der orientalischen Handschriften der Berliner Staatsbibliothek vor, in die Schritt für Schritt Katalogdaten aus den gedruckten Katalogen überführt werden müssen. Die Datenbank (http://orient-digital.staatsbibliothek-berlin.de) selbst ist ein erster Schritt, um die Handschriftenbestände der Staatsbibliothek der Fachwissenschaft und der Öffentlichkeit besser zugänglich zu machen, obschon auf absehbare Zeit die Benutzer auch weiterhin auf die 'alten' Handschriftenkataloge angewiesen sein werden.

Heppener, Sandra. „Vom Original zum Digitalisat – Das DFG-Projekt 'Pharmazie-historische Bibliothek Dr. Helmut Vester'“. ProLibris 1/2013. S.30-33.

S. Heppener (ULB Düsseldorf) stellt das Projekt zur Digitalisierung der Pharmaziehistorischen Bibliothek Dr. Helmut Vester, eine der bedeutendsten Sammlungen der Universitäts- und Landesbibliothek, vor. Die Bestände stammen ursprünglich aus dem Besitz des Düsseldorfer Apothekers Dr. Helmut Vester (1913-2002), der die Sammlung zur Geschichte der Pharmazie, der Medizin und verwandter Themen mit großem Engagement aufgebaut hat. Insbesondere die fast vollständige Zusammenstellung von Pharmakopöen und Dispensatorien (Arzneibücher) aus aller Welt besitzt für die Forschung einen hohen Wert (Beschreibung des Projekts und Zugang zu den Digitalisaten unter http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/vester).

Herrmann, Christian. „Bibeln und Digitalisierungsprojekte: Fortbildungsveranstaltung für Fachreferenten und Fachreferentinnen der Theologie / Religionswissenschaft in Stuttgart“. VDB-Mitteilungen 2013/1. S.27.

Christian Herrmann (WLB Stuttgart) berichtet über die Fortbildungsveranstaltung, zu der am 19.10.2012 knapp dreißig Fachreferent/-innen der Theologie bzw. Religionswissenschaften in der Württembergischen Landesbibliothek zusammenkamen. M. Faßnacht (UB Tübingen) führte in das von ihm mit aufgebaute Projekt 'New Testament Virtual Manuscript Room' des Instituts für Neutestamentliche Textforschung in Münster ein; Chr. Herrmann verdeutlichte anhand mehrerer Beispiele aus der Bibelsammlung der WLB die Methodik bei der 'Sammlung und Dokumentation von Bibelausgaben als bibliothekarische und theologische Herausforderung'; B. Klosterberg (Franckesche Stiftungen, Halle/Saale) stellte eine Datenbank vor, die einen gezielten Zugriff auf digitalisierte Porträts aus der Bibliothek der Franckeschen Stiftungen ermöglicht; Th. Stäcker (HAB Wolfenbüttel) stellte anhand eindrücklicher Beispiele Komposition und Symbolik von Emblemen vor.

Herrmann, Christian; Reinhold, Dorothea. „Digitalisierungsaktivitäten der WLB Stuttgart: Entwicklung und Ausblick“. WLBforum 2013/1. S.6-10.

Die beiden Autoren geben einen Überblick über den quantitativen Umfang der Digitalisierungsaktivitäten und das inhaltliche Profil der bereits in den Digitalen Sammlungen befindlichen Zweitformen von Stücken aus dem WLB-Bestand (u. a. Graphiken, Alte und Wertvolle Drucke, vor allem Inkunabeln, Hölderlin-Autographen, Handschriften, Bibeln, Karten und Musikalien sowie Bestände der Bibliothek für Zeitgeschichte). Im Jahr 2013 werden die historischen württembergischen Landtagsprotokolle den Schwerpunkt der Digitalisierung darstellen.

Klauser, Hella. „Konstanz und Dynamik: Konstanz versus Dynamik? Der Schweizer Bibliothekskongress BIS 2012 in Konstanz“. BIBLIOTHEKSDIENST 47 (2013) H.1. S.7-13.

Vom 12.-15.September 2012 fand in Konstanz der Schweizer Bibliothekskongress BIS (Bibliothek Information Schweiz) 2012 statt. Das Motto der Tagung lautete 'Konstanz und Dynamik – Konstanz versus Dynamik?'. Die Themen Bibliotheken und Politik, Informationskompetenz, Vernetzung und die Ausleihe elektronischer Publikationen standen im Mittelpunkt des Kongresses. Noch einmal bestätigt wurde, dass eine nationale Gesamtstrategie für die Bibliotheken der Schweiz unabdingbar ist, obschon verschiedene Sprachräume und die Autonomie der 26 Kantone und Gemeinden keine einfachen Voraussetzungen dafür bieten.

Kratzer, Mathias. „Von der Homepage zur Community-Plattform: Die neue Website des BVB“. Bibliotheksforum Bayern 6 (2012) H.4. S.248-251.

Der stellvertretende Leiter des Referats Virtuelle Bibliothek Bayern in der Abteilung BVB/Verbundzentrale der BSB München stellt die neue Homepage des Bibliotheksverbundes Bayern (BVB) vor, die nach wie vor unter http://www.bib-bvb.de erreichbar ist.

Krems, Heike. „Bücherschätze entdecken: Der historische Altbestand der Staatsbibliothek zu Berlin präsentiert sich systematisch online“. BibliotheksMagazin. Mitteilungen aus den Staatsbibliotheken in Berlin und München 1/2013. S.32-37.

Der Alte Realkatalog (ARK) der Staatsbibliothek zu Berlin, ein im 19. Jahrhundert angelegter Sachkatalog, erschließt rund drei Millionen Bände, die zwischen 1501 und 1955 erschienen sind. Ziel des ARK-Online-Projekts ist es, die Systematik des über 1.800 Bände umfassenden Katalogs online bereitzustellen und die Titelanzeigen für alle Systemstellen zu ermöglichen. Damit wird der deutschlandweit umfangreichste historische Druckschriftenbestand über eine Online-Systematik erschlossen. Der Online-ARK der Berliner Staatsbibliothek ist unter http://ark.staatsbibliothek-berlin.de erreichbar.

Lipp, Anne (gemeinsam mit S. Eckelmann, J. Fournier, K. Hartig, A. Holzer, Chr. Kümmel, F. Regner, S. Winkler-Nees). „'Die digitale Transformation weiter gestalten' – Das Positionspapier der Deutschen Forschungsgemeinschaft zu einer innovativen Informationsinfrastruktur“. ZfBB 59 (2012) H.6. S.291-300.

„Der Senat der DFG hat im Juli (2012) das Positionspapier 'Die digitale Transformation weiter gestalten…' verabschiedet. Das Positionspapier setzt sich mit den gegenwärtigen Herausforderungen wissenschaftlicher Informationsinfrastrukturen auseinander, greift neue Entwicklungen auf und benennt die Felder, die mit gezielten Förderinitiativen (weiter)entwickelt werden sollten. Es bildet für die kommenden Jahre die strategische und thematische Richtschnur, an der die Fördermaßnahmen der DFG ausgerichtet werden. Der Beitrag stellt das Positionspapier in seinen Grundzügen vor und skizziert die Überlegungen zur Umsetzung der geplanten Fördermaßnahmen in den kommenden Jahren“ (nach dem Abstract).

Lotterer, Jürgen; Müller, Roland. „Ein Leuchtturm in Bad Cannstatt. Das neue Archiv der Landeshauptstadt Stuttgart“. Bibliothek. Forschung und Praxis 36 (2012) Nr. 3. S.326-332.

Das erst 1928 gegründete Stadtarchiv Stuttgart war lange provisorisch untergebracht. Nun hat es in einem historischen Lagergebäude in Stuttgart-Bad Cannstatt erstmals ein fachgerechtes Gebäude erhalten, das sich insbesondere durch einen großzügigen Öffentlichkeitsbereich mit Freihandbibliothek, Ausstellungsfoyers und Vortragssaal auszeichnet. Bei der Klimatisierung hilft innovative Energietechnik in Form eines erstmals im Archivbau eingesetzten Eisspeichers (nach dem Abstract).

Müller, Uwe. „Erfolgreicher Start in die Betaphase der Deutschen Digitalen Bibliothek“. Dialog mit Bibliotheken 2013/1. S.33-36.

„Mit der … DDB wird das zentrale Zugangsportal zu digitalen Objekten aus Kultur und Wissenschaft in Deutschland aufgebaut. Nutzern unterschiedlicher Zielgruppen wird über eine gemeinsame Oberfläche mit einheitlichem Sucheinstieg das Tor zu einer Vielzahl digitaler Sammlungen eröffnet, die in den beteiligten Institutionen vorliegen. Dazu zählen neben Bibliotheken auch Museen, Archive, Mediatheken sowie Forschungseinrichtungen und Denkmalämter. Ende November 2012 hat die DDB im rahmen einer Pressekonferenz im Alten Museum in Berlin … ihren öffentlichen Betrieb aufgenommen“ (nach der Einleitung). Uwe Müller schildert die Highlights der Startphase.

Neitzel, Jürgen. „Digitalisierungssoftware Goobi wird nachhaltig ausgebaut“. B.I.T. online 15 (2012) Nr. 6. S.554-558.

Goobi (http://www.goobi.org/) ist eine Software-Lösung zur Produktion und Präsentation von Digitalisaten. Dabei handelt es sich um ein quelloffenes und lizenzfreies Werkzeug, das interessierten Anwendern in Form einer Open Source Edition unentgeltlich zur Verfügung gestellt wird. Im In- und Ausland gibt es mittlerweile zahlreiche Bibliotheken jeder Größenordnung, die Goobi-Projekte erfolgreich umgesetzt haben. Rund 150 Personen sind in der Mailingliste der Goobi Community angemeldet. Vier Goobi-Nutzer, das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung in Braunschweig, die WLB Stuttgart, die UB der Bauhaus-Universität Weimar und die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in Hannover, stellen ihre Anwendungen im Rahmen von Goobi vor.

Roschmann-Steltenkamp, Irmela. „Zeit, Empathie und fachliche Betreuung. Mehr als eine Büchersammlung: Die Bibliothek der Stiftung Topographie des Terrors“. Buch und Bibliothek 65 (2013) H.1. S.64-66.

Die Leiterin der Bibliothek stellt die Bestände, die Geschichte und das Gebäude der Stiftung Topographie des Terrors vor (http://www.topographie.de).

Rothkirch, Eva (unter Mitarbeit von Borries Jensen). „Sammlungen – Das Herz der Bibliothek. Ein Sammlungsportal für die Staatsbibliothek zu Berlin“. ABI-Technik 32 (2012) H.4. S.211-218.

„Die Sammlungen der Staatsbibliothek zu Berlin sind über Jahrhunderte gewachsen und gehören in ihrer Fülle und Verschiedenartigkeit heute zu den bedeutendsten und wertvollsten Bibliotheksbeständen weltweit. Mit den neu entwickelten Sammlungsseiten im Webauftritt der SBB wird erstmalig die Möglichkeit geschaffen, sämtliche Sammlungen systematisch und einheitlich zu beschreiben und prominent zu präsentieren. Die gewählte Form der Erfassung eröffnet grundsätzlich die Möglichkeit, die strukturierten Beschreibungen an andere Portale oder Projekte weiterzugeben. Der Beitrag bietet einen Überblick über Aufbau, Funktionalitäten und die Nutzungsmöglichkeiten des Angebotes, wobei der technischen Realisierung in TYPO3 besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird“ (nach dem Abstract).

Tremml, Susanne. „Die Digitalisierung der Bestände der Plakatsammlung an der Österreichischen Nationalbibliothek“. Bibliothek. Forschung und Praxis 36 (2012) Nr. 3. S.333-339.

Seit 2009 läuft an der ÖNB Wien ein auf vier Jahre anberaumtes Plakatdigitalisierungsprojekt. Ziel des Projekts ist, die Bestände der Plakatsammlung zur Recherche online verfügbar zu machen. Ein zum Großteil historischer Bestand von geschätzten 60.000 Plakaten soll digitalisiert und rund 40.000 Objekte katalogisiert werden. Der vorliegende Werkstattbericht beschreibt, wie dieses Digitalisierungsprojekt an der ÖNB realisiert wurde. Eine Übersicht über die Bilddatenbanken und Recherchekataloge der ÖNB steht unter http://www.onb.ac.at/sammlungen/bildarchiv/bildarchiv_bestandsrecherche.htm zur Verfügung.

Voigt, Michaela. „Wir sind fünfstellig! 10.000 Dokumente auf Quocosa“. BIS – Das Magazin der Bibliotheken in Sachsen 6 (2013) Nr.1. S.40-41 (http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/10721/BIS1_2013_Voigt.pdf).

Der sächsische Dokumenten- und Publikationsserver Qucosa dient der Sichtbarmachung und langfristigen Archivierung von wissenschaftlichen Publikationen, die im Volltext frei zugänglich gemacht werden. Im Januar 2013 konnte das 10.000ste Dokument auf Quocosa freigeschaltet werden.

Wagner, Bettina; Röhrer-Ertl, Friedrich Ulf. „Exlibris im Internet: Die Sammlung der Bayerischen Staatsbibliothek wird digital präsentiert“. Bibliotheksforum Bayern 6 (2012) H.3. S.168-170.

Die BSB München verwahrt die drittgrößte Exlibris-Sammlung Deutschlands, die heute über 40.000 Blätter umfasst (vgl. http://www.bsb-muenchen.de/Exlibris.3001.0.html). Die beiden Verfasser beschreiben die Präsentation einer Teilsammlung der Exlibris der BSB im Internet (unter „Digitale Sammlungen“ – „Exlibris“ in das Suchfeld eingeben) und im kulturwissenschaftlichen Informationsportal Bayerische Landesbibliothek Online (BLO), in dem unter der URL http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/exlibris-kloster ein zentraler Anlaufpunkt für die Exlibris bayerischer Klöster und Stifte, die an der BSB nahezu lückenlos vorhanden sind, geschaffen wurde.

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